CH186975A - Vorrichtung zum Läuten von Glocken. - Google Patents

Vorrichtung zum Läuten von Glocken.

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CH186975A
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CH
Switzerland
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bell
clapper
contact
magnet
motor
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English (en)
Inventor
Schweizerisc Schlieren-Zuerich
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Schweizerische Wagons & Aufzue
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    • G—PHYSICS
    • G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00—Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28—Bells for towers or the like
    • G10K1/30—Details or accessories
    • G10K1/34—Operating mechanisms
    • G10K1/347—Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven twice per cycle
    • G10K1/348—Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven twice per cycle electrically operated

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Description


  Vorrichtung zum Läuten von Glocken.    Vorliegende Erfindung betrifft eine  Vorrichtung zum Läuten von Glocken mit  Antrieb durch einen mittels Umkehrschütz       gesteuerten    Elektromotor, welcher mit der  Glocke zwangsläufig verbunden ist, so dass       da_ss    sein Anker bei jeder Glockenschwin  gung die Drehrichtung ändert, wobei die  Vorrichtung zum Steuern .des     Umkehrschüt-          zes    durch den Motor oder die Glocke selbst  angetrieben wird, und bei welcher ein Fang  magnet für den Klöppel vorgesehen ist.  



  Die Lagerreibung kann so gross sein,     da_ss     nach dem Läuten die Glocke nicht genau  in der senkrechten Lage zur Ruhe kommt.  Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art be  wirkt dies, dass der Antriebsmechanismus  nicht mehr in Betrieb gesetzt werden kann.  



  Dieser Nachteil wird bei der Vorrichtung  gemäss der Erfindung dadurch behoben, dass  die Vorrichtung zur Steuerung des     Umkehr-          schützes    und des     Klöppelfangmagnetes    der  art ausgebildet ist, dass bei in Ruhe befind  licher Glocke selbst dann, wenn dieselbe    nicht genau senkrecht hängt, eine Spule des  Umkehrschützes erregt werden kann, zum  Zweck, ein unbedingt sicheres Anlaufen des       Läutewerkes    zu gewährleisten.  



  Bei an Wechselstrom oder Drehstrom an  geschlossenem Antriebsmotor kann die Er  regung der Magnet- und Schützenspulen mit  tels Gleichstrom erfolgen, welcher dem  Wechsel-     bezw.    Drehstromnetz mittels. eines  Gleichrichters entnommen wird und solche  Spannung besitzt, dass jede Unfallgefahr  beim Einregulieren der     ,Steuerung    beseitigt  wird.  



  Die Ausbildung der Vorrichtung kann  derart sein, dass der     Läutevorgang    von     einer     beliebigen Kommandostelle aus mittels Dreh  schalter oder automatisch, zum Beispiel  durch die     Turmuhr,    eingeleitet und abge  stellt werden kann.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in der Zeichnung schema  tisch dargestellt.      In der     Zeichnung    ist 1 ein Drehstrom  motor, welcher die Glocke G, sowie den  Steuerapparat mittels einer Kette     1c    und  einer auf der Glockenelle festen Scheibe s  antreibt. Im Innern der Glocke G ist zum  Fangen des Klöppels     g    ein mittels Elektro  magnet 8 gesteuertes Fangsegment     S        ange-          lenkt.    Der Motor 1 ist über die Kontakt  gruppen 2     und    3 des Umschaltschützes U an  das Drehstromnetz 4 angeschlossen.

   Zur     Be-          tätigung    dieser     Kontaktgruppen    2 und 3  dienen die Umschaltmagnete 6 und 7 des  Schützes, die wechselweise durch die Sperr  kontakte 16 und 17 gesteuert werden, und  zwar ist der eine Schüttteil,     ;6,    so ausgebildet,  dass er gegenüber dem andern Schüttteil, 7,  etwas     verzögert    ist, so dass letzterer etwas  schneller einschaltet als der Schüttteil 6,  falls beide gleichzeitig erregt werden.  



  An das Drehstromnetz 4 ist für die  Steuerung ein Gleichrichter 5 angeschlossen,  in dessen     Niederspannungsausgangskreis    die  Magnetspulen 16 und 17 des     UmschaIschüt-          zes,    die Kontakte des     Steuerapparates     < l,  sowie die Magnetspule 8 der     Klöppelf        ang-          vorrichtung    liegen. Der Steuerapparat weist  zwei an der Antriebsscheibe s der Glocke  befestigte Kontaktsegmente 13 und 14 auf,  welche über     einen    Steuerschalter 11 mitein  ander     verbunden    sind.

   Zum     verändern    der  Dauer der Antriebsimpulse sind die Seg  mente 13 und 14 und die entsprechenden  Kontakte in bezug aufeinander verstellbar.  Der an den einen Pol des     Gleichrichters    5  angeschlossene Kontakthebel des Steuerschal  ters 11 ist mit     Klemmung    auf die Glocken  welle aufgesetzt und sein Ausschlag wird  durch beidseitige feste Anschläge     11a,        llb     begrenzt. Zum Ein- und Ausschalten der  Vorrichtung dienen zwei im Stromkreis des  Steuerschalters 11 und des     Klöppelfangmag-          netes    8 vorgesehene Handschalter 9 und 10,  welche als Drehschalter ausgebildet sein  können.  



  Die Wirkungsweise der beschriebenen  Vorrichtung beim Läuten ist folgende:  Zum Läuten schliesst man die Drehschal  ter 9 und 10. Bei der gezeichneten Lage der    Steuerkontakte und     Sperrkontakte    werden  die Magnetspulen 6 und 7 des     Umkehrschüt-          zes    U im geschlossenen Ausgangskreis des  Gleichrichters erregt. Sobald nun der schnel  ler einschaltende Schüttteil 7 anzieht, öff  net sich dessen Sperrkontakt 17 und unter  bricht hierdurch die Zuleitung zur Magnet  spule 6, so dass dieser Schüttteil gar nicht  zum Einschalten kommt.

   Gleichzeitig wird  die Kontaktgruppe 3 des Umkehrschützes ge  schlossen und     infolgedessen    bewirkt der an  laufende Motor 1 einen Ausschlag der  Glocke G in einer     Richtung,    zum Beispiel  nach links. Bei dieser Drehbewegung des  Steuerapparates verschiebt sich der Kon  takthebel des     Umsteuerschalters    11 nach  rechts, so dass nun nur noch die     Verbindung     10-11-14-16-7 besteht.

   Sobald die Glocke  eine. mit Rücksicht auf die verhältnismässig  geringe Motorstärke entsprechend klein ge  wählte     Ausschlagsbewegung    ausgeführt hat,  unterbricht das Kontaktsegment 14, welches  sich mit der Scheibe s dreht, die genannte       Verbindung,    wodurch der Umschaltmagnet  7 und infolgedessen auch der Antriebsmotor  stromlos werden. Die     Glockenbewegung    än  dert     nun.    dem Pendelgesetz folgend ihre  Richtung und schlägt nach rechts aus.

   Diese  Bewegung hat ein sofortiges Umsteuern des  am Anschlag     llb    zur Ruhe gekommenen  Kontakthebels des     Umsteuerschalters    11 zur  Folge, so dass     nunmehr    der     Stromkreis    für  den Umschaltmagnet 6 über 10-11-13-17 ge  schlossen wird, wobei sich     die    Spule 6 er  regt und der     Kontakthebel.des        Schalters    11  am Anschlag     lla    zum Stillstand kommt.

    Durch das Anziehen des Magnetes 6, öffnet  sich der     Sperrkontakt        7.6,    so dass die Zu  leitung zum Umschaltmagnet 7 unterbrochen  wird, während die Kontaktgruppe 2 des  Schüttteils 6 geschlossen wird. Über diese  Kontaktgruppe 2 wird     nun    der Motor erneut  an Spannung gelegt, wobei er infolge der  Vertauschung der Phasenleitungen seine       Drehrichtung    entsprechend der neuen Be  wegungsrichtung der Glocke ändert.

   Hierbei  wirkt infolge der grösseren Glockenschwin  gung die Motorkraft etwa doppelt so lange      als beim ersten Ausschlag auf die Glocke  ein, bis die Abschaltung am Segment 13 er  folgt, und beim Umkehren der Schwingung  der Glocke     bewirkt    der Steuerschalter 11  wieder die Umsteuerung des Motors. Da die  Anschläge     a    und b derart angeordnet sind,  dass stets mindestens eines der Kontaktseg  mente 13 oder 14 über den Steuerschalter 11  Kontakt herstellt, ist ein sicheres Anlaufen  selbst dann gewährleistet, wenn die Glocke  in der Ruhe nicht genau senkrecht hängt.  



  Nach der Anlaufzeit wird die Glocke  einen Schwingungsanschlag erreichen, bei  dem der Kontakt 12 durch eines der Kon  taktsegmente 13 oder 14 geschlossen und der       Klöppelfangmagnet    8 erregt wird. Dieser  hebt das Fangsegment     S    an und der Klöppel       K    wird zum Läuten frei gegeben, so dass die  Glocke     sofort    mit vollem Klang läutet. Der  Fangmagnet 8 schliesst beim Anziehen seinen  Haltekontakt 15, so dass er auch bei unter  brochenem Kontakt 12 erregt bleibt.  



  Nach Ablauf der     Läutezeit    öffnet man  die Drehschalter 9     und    10. wodurch der  Gleichstromkreis unterbrochen und die ge  samte     Steuerung    stromlos wird. Der Klöppel  wird durch das     heruntergeschwenkte    Seg  ment<B>8</B> sofort gefangen und die Glocke kehrt  in ihre Ruhelage     zurück.     



  Infolge der beiden vorgesehenen Hand  schalter 9 und 10 kann bei irgend einer Stö  rung im Getriebe auch von Hand geläutet  werden, indem man nur den Schalter 9  schliesst. Dann gibt der Magnet 8 beim Er  reichen des vollen Ausschlages den Klöppel  frei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Läuten von Glocken mit Antrieb durch einen mittels Umkehr schütz gesteuerten Elektromotor, welcher mit der Glocke zwangsläufig verbunden ist, so da.ss sein Anker bei jeder Glockenschwin gung die Drehrichtung ändert, wobei die Vorrichtung zum Steuern des Umkehrschüt- zes durch den Motor oder die Glocke selbst angetrieben wird, und bei welcher ein Fang magnet für den Klöppel vorgesehen ist, da durch gekennzeichnet, dass die Vorrichtixng zur Steuerung des Umkehrschützes und des Klöppelfangmagnetes derart ausgebildet ist,
    dass bei in Ruhe befindlicher Glocke selbst dann, wenn dieselbe nicht genau senkrecht hängt, eine Spule des Umkehrschützes erregt werden kann, zum Zweck, ein unbedingt sicheres Anlaufen des Läuteweikes zu ge währleisten. UNTERANSPRüCHE 1.
    Vorrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass jeder Magnet spule des Umkehrschützes ein Sperrkon takt zugeordnet ist, derart, dass der Sperrkontakt jeder Spule durch das An sprechen der andern Spule betätigt wird, wobei die beiden Schützteile so ausgebil det sind, dass der eine Teil gegenüber dem andern verzögert ist und der schnel ler ansprechende Teil beim Anlaufen den andern Teil unwirksam macht.
    2. Vorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass zwei getrennte Handschalter für die Betätigung der Vorrichtung vorge sehen sind, von welchen der eine den Steuerapparat und der andere die Klöp- pelfangvorrichtung steuert.
    3. Vorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, mit einer auf der Glockenwelle befestigten, vom An triebsmotor mittels Übertragungsorgan angetriebenen Triebscheibe, dadurch ge kennzeichnet, dass der .Steuerapparat zwei auf der Triebscheibe befestigte, im Stromkreis des Umkehrschützes liegende Kontaktsegmente, sowie einen Um steuerschalter aufweist, dessen Kontakt hebel mit Klemmung auf der Glocken welle befestigt ist, wobei sein seitlicher Ausschlag durch feste Anschläge be grenzt ist. 4.
    Vorrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dassi der Steuer apparat eine Kontaktvorrichtung ent hält, mittels welcher ein Stromimpuls für die Erregung des Klöppelfangmag- netes zwecks Freigabe .des Klöppels erst bewirkt wird, wenn die Glocke ihren vollen Schwingungsausschlag erreicht hat, und dass für den Fangmagnet ein Selbsthaltekontakt vorgesehen ist. 5.
    Vorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen J. bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kontakte für die Freigabe des Klöppels durch eines der auf der Triebscheibe vorgesehenen Kon taktsegmente geschlossen werden. 6. Vorrichtung gemäss Patentanspruch mit Wechsel- bezw. Drehstrommotor, da durch gekennzeichnet, dass zur Speisung des Steuerapparates und des Klöppel fangmagnetes mit niedergespanntem Gleichstrom ein Gleichrichter an das Mo- tornetz angeschlossen ist.
CH186975D 1935-11-30 1935-11-30 Vorrichtung zum Läuten von Glocken. CH186975A (de)

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