CH187169A - Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium durch Reduktion von magnesiahaltigen Rohstoffen. - Google Patents
Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium durch Reduktion von magnesiahaltigen Rohstoffen.Info
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Description
Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium durch Reduktion von magnesiahaltigen Rohstoen. Als Reduktionsmittel für die thermische Gewinnung von Magnesium aus magnesia- haltigen Rohstoffen, beispielsweise gebrann tem Magnesit oder Dolomit, ist bereits früher neben Kohle und Aluminium auch Silizium vorgeschlagen worden.
Dabei wurde allge mein angenommen, dass die Reduktion der Magnesia durch Silizium sich auf Grund der Gleichung 2Mg0 -1- Si = 2Mg -I- SiO-# vollziehe.
Um den Schmelzpunkt der hierbei gebildeten, nach der Gleichung aus reiner Kieselsäure bestehenden Schlacke zu ernie drigen, hat man weiterhin vorgeschlagen, einen Übrschuss an MgO über die durch die geaktionsgleichung geforderte Menge vor zusehen, der beispielsweise auf<B>25%</B> der Rohstoffmenge beziffert wurde.
Erst in neuerer Zeit hat man weiter be obachtet. dass sich bei Durchführung der Re- aktion nach der vorstehenden Gleichung, und zwar auch dann, wenn ein Überschuss an Magnesiumogyd zugegen ist, Schlacken bil den, die neben einem Gemisch von Kiesel säure und Magnesia in mehr oder weniger verbundener Form unter Umständen auch etwas Magnesiumsilizid und freies Silizium enthalten.
Anstatt aber den Gründen hierfür nachzugehen, hat man sich damit begnügt, die Aufarbeitung dieser Rückstände durch Reduktion im elektrischen Ofen mit Hilfe von Kohlenstoff in Gegenwart weiter zuge schlagener Kieselsäure zu empfehlen, um das hierbei gebildete Gemenge von Silizium und Magnesiumsilizid als Reduktionsmittel in einem neuen. Ansatz nach der oben ange gebenen Gleichung zu verwenden.
Eingehende Untersuchungen der Um stände, unter denen sich die Reduktion von Magnesia. durch Silizium vollzieht, haben nun ergeben, dass die Reaktion bei Anwen- dung von nur 2 Hol Mg0 auf 1 Hol Si bereits nach Entbindung von nur etwa der Hälfte der im Rohstoffgemisch enthaltenen Menge Magnesium zum Stillstand kommt, wobei der Reaktionsrückstand aus Kiesel säure und nicht umgesetztem Magnesium oxyd und mehr oder weniger erheblichen Mengen Magnesiumsilizid und freiem Sili zium besteht.
Es hat sich weiter ergeben, dass auch bei Anwendung eines Überschusses an Magnesiumogyd gegenüber der Reaktions gleichung weder eine restlose Entbindung des im Rohstoffgemisch enthaltenen Magne siums noch auch eine vollständige Aus nutzung des angewendeten Siliziums erfolgt.
Ein weiteres Studium der Reaktionsbe dingungen führte zu dei neuen Erkenntnis, dass die bei der Reaktion sich bildende Kieselsäure stets bestrebt ist, sich mit den vorhandenen Basen (M90 oder Ca0) bis zur Bildung von dibasischen Silikaten zu sätti gen. Ist hiernach die zur Verfügung stehende Basenmenge verbraucht, so kommt die Re aktion zum Stillstand, wobei das urr- umgesetzte Silizium teilweise in elementarer Form zurückbleibt, teils sich mit dem ent wickelten Magnesium zu nicht flüchtigem Magnesiumsilizid verbindet.
Aus dieser Er kenntnis folgt aber, dass man eine restlose Verwertung des angewendeten Siliziums nur dann erreichen kann, wenn auf 1 Hol Sili zium mindestens 4 Hol basische Bestandteile kommen.
Bereits früher ist in dem Bestreben, hoch schmelzende Schlacken zu erhalten, vorge schlagen worden, nach der Reaktionsglei chung
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zu arbeiten. Auch bei dieser Arbeitsweise werden 4 Hol Base auf 1 Hol Silizium ver wendet; es wurde aber nicht erkannt, dass gerade dieses Mischungsverhältnis die untere Grenze darstellt, von der ab eine restlose Ausnutzung des Siliziums möglich ist.
Auf den neugewonnenen Erkenntnissen beruhend ist Gegenstand vorliegender Erfin dung ein Verfahren zur: thermischen Ge winnung von Magnesium durch Reduktion von magnesiahaltigen Rohstoffen mit Hilfe von Silizium (insbesondere Ferro-Silizium) als Reduktionsmittel bei Temperaturen unterhalb des -Schmelzpunktes der Reaktions rückstände, bei dem jeweils nur ein einziger gebrannter Rohstoff, also beispielsweise entweder nur gebrannter Magnesit oder nur gebrannter Dolomit, im Verhältnis von 4 Hol Base auf 1 Hol Silizium verwendet werden.
Es kommen also beispielsweise folgende Re aktionsgleichungen in Betracht: 1. 4M90 +Si = 2M9 + 2M90 . Si0=, oder 2. 2(M90 . Ca0) -I- Si = 2M9 -I- 2Ca0 .
Si0z. Dieses Verfahren weist gegenüber dem soeben erwähnten bekannten, bei dem eben falls auf 1 Hol Silizium 4 Hol Base kommen, einmal den Vorteil auf, dass in beiden Fällen ein einheitlicher Ausgangsstoff verwendet wird, der also keiner vorherigen sehr sorg fältigen Vermischung mit zugesetztem Mag nesiumo$yd bedarf; dazu kommt im Falle des Arbeitens nach Gleichung 2, dass es mög- lieh ist, Dolomit, den am leichtesten zu gänglichen magnesiahaltigen Rohstoff allein, das heisst ohne besonderen Zuschlag von Magnesia, zu verwenden.
Ein weiterer Vor teil von noch erheblich grösserer Bedeutung ist aber in beiden Fällen darin zu erblicken, dass nach beiden Reaktionsgleichungen eine Schlacke erhalten wird, deren Schmelzpunkt wesentlich höher liegt, als der,der nach dem bekannten Verfahren erhaltenen Schlacke. (Schmelzpunkt von 2Ca0 . @Si0_ : zirka 2100' C, von 2DZg0 . Si02 : zirka<B>1900'</B> C gegenüber M-0. Ca0. Si02 : zirka 1600 C).
Es ist nämlich beim Arbeiten unter halb des Schmelzpunktes der Reaktions rückstände, zum Beispiel im Drehrohrofen, erwünscht, dass auch bei gelegentlicher loka ler Überhitzung einzelner Reaktionszonen ein Schmelzen der Reaktionsrückstände unter bleibt, da ein solches zu erheblichen Betriebs störungen Veranlassung gibt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium durch Reduktion von mag- nesiahaltigen Rohstoffen mit Hilfe von Sili zium als Reduktionsmittel bei Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes der Reaktions rückstände, dadurch gekennzeichnet, dass je weils nur ein einziger gebrannter Rohstoff in einem solchen Verhältnis verwendet wird, dass auf 1 Mol Silizium 4 Mol Base kommen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass nur gebrannter Mag nesit im angegebenen Verhältnis verwen det wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur gebrannter Dolo- mit im angegebenen Verhältnis verwendet wird.
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