CH187183A - Verfahren zum Polieren von Spiegelglas. - Google Patents

Verfahren zum Polieren von Spiegelglas.

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CH187183A
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CH
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polishing
glass
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heated
temperature
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Lumiere Clarte Societe Holding
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Lumiere & Clarte Societe Anony
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Description


  verfahren zum Polieren von Spiegelglas.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zum Polieren von Spiegelglas.  



  Zur Zeit wird das an das Grob- und  Feinschleifen sich anschliessende Polieren des  Glases auf runden Tischen oder auf kon  tinuierlichen     Oberflächenbearbeitungsvorrich-          tungen    durchgeführt, - bei denen     hinterein-          andergeschaltete,    zu einem endlosen Band  vereinigte Tische das Glas unter den ein  zelnen feststehenden     Bearbeitungswerkzeugen     hindurchführen.  



  Während das Grob- und Feinschleifen  im allgemeinen 30 bis 50     Minuten    dauert,  werden für das anschliessende Polieren 50  bis 90 Minuten benötigt. Gegenüber dem  Schleifen ist das Polieren dementsprechend  sehr zeitraubend und mithin auch kostspie  liger. Beispielsweise benötigt eine kontinuier  liche Schleif- und Poliervorrichtung bei einer  Gesamtlänge von 180 Meter 24 Schleif  elemectte und nahezu doppelt soviel Polier  elemente, nämlich 44 Stück. Abgesehen von    den entsprechend hohen Kapitalaufwendungen  und Betriebskosten verlangen derart umfang  reiche Anlagen auch eine dauernde peinliche  Überwachung, um ein wirklich einwandfreies  Erzeugnis herzustellen.  



  Auf Grund eingehender Untersuchungen  hat die     Anmelderin    erkannt, dass das Polieren  in viel kürzerer Zeit durchgeführt werden  kann, wenn das Polieren in höheren als bis  her üblichen Temperaturgebieten erfolgt. Je  höher diese Temperaturen sind, die jeweils  von den     Arbeits-    und Betriebsbedingungen,  sowie der Glaszusammensetzung abhängen,  desto schneller kann das Polieren erfolgen.  Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht  nun darin, dass das Werkstück vor dem  Poliervorgang auf eine Temperatur von min  destens 80 bis 100   C erwärmt wird. Wäh  rend, wie bereits erwähnt worden ist, die  Dauer des Poliervorganges sich bei den be  kannten Verfahren auf- 50 bis 90 Minuten  beläuft, konnte beim vorliegenden Verfahren      die Polierdauer auf 10 Minuten und weniger  herabgedrückt werden.  



  Die Erhitzung des Glases erfolgt zweck  mässig durch heisse Gase, elektrischen Strom  usw., und zwar entweder von oben oder bei  entsprechender Bauart des Tisches, auf dem  das Glas sich befindet - beispielsweise  durch die Verwendung eines Rollganges an  Stelle des Tisches - von unten, oder schliess  lich auch gleichzeitig von unten und oben.  



  Die Erhitzung kann ausser vor dem Po  liervorgang gegebenenfalls auch noch wäh  rend des Poliervorganges erfolgen.  



  Infolge der beim Polieren entstehenden  Reibungswärme wird die Temperatur des  Glases erhöht. Die Maximaltemperatur des  Glases ergibt sich mithin jeweilig aus der  von aussen zugeführten Wärme und der beim  Polieren entstehenden Reibungswärme. Be  kanntlich ist der Wirkungsgrad der Wärme  erzeugung durch Reibung gering. Es emp  fiehlt sich daher in jedem Einzelfalle, bei  gegebener Endtemperatur des Glases beim  Polieren den Anteil der zum Beispiel durch  Gas, elektrischen Strom usw. vor dem Polier  vorgang zugeführten Wärme im Verhältnis  zu der durch Reibung erzeugten Wärme  möglichst hoch zu wählen.  



  Bei der Durchführung des Verfahrens ist  es zweckmässig, das Poliermittel nur     ange-          teigt    zu verwenden. Auf diese Weise ist es  möglich, auf die Wasserverdampfung beim  Polieren keine Rücksicht zu nehmen und die  Temperatur nur mit Rücksicht auf die     Ar-          beits-    und Betriebsbedingungen, der ge  wünschten Poliergeschwindigkeit und der  Glaszusammensetzung zu wählen.  



  Die bekannten Bearbeitungswerkzeuge  besitzen Filze, denen das in Wasser suspen  dierte Poliermittel zugeführt wird. Voraus  setzung für ein einwandfreies Polieren ist  hierbei eine gleichmässige Verteilung des  Poliermittels auf die Polierfilze, die nur dann  zu erreichen ist, wenn das Poliermittel zu  sammen mit verhältnismässig viel     Wasser,     d. h. in geringer Konsistenz aufgegeben wird.  



       Erfahrungsgemäss    ist nun diese Konsi  stenz für ein schnelles Polieren zu gering.    Es     mu(ss    daher das überschüssige Wasser  entfernt werden, bevor die Polierwerkzeuge  ihre maximale Polierfähigkeit erreichen können.  



  Bei den zur Zeit bekannten Poliervor  richtungen erfolgt die Entfernung dieses  überschüssigen Wassers durch Verdampfung  infolge der beim Polieren erzeugten Rei  bungswärme. Hieraus ergibt sich, dass die  Polierwerkzeuge erst dann ihre maximale  Polierfähigkeit erreichen, wenn die Polier  vorrichtung eine bestimmte Temperatur er  reicht hat, um das     überschüssige    Wasser zu  verdampfen.  



  Um diese     Anwärmperiode    abzukürzen und  die Polierwerkzeuge möglichst schnell auf  ihre maximale Polierfähigkeit zu bringen,  ist schon vorgeschlagen worden, durch von  aussen zugeführte. Wärme, sei es durch Gas,  Heisswasser, elektrischen Strom usw., das  Glas auf die Temperatur vorzuwärmen, die  der Temperatur entspricht, die das Glas  üblicherweise infolge der durch die Reibung  beim Polieren entstehenden Wärme annimmt.  



  Bei Anwendung der bekannten Vorrich  tungen kann jedoch die     Vorwärmtemperatur     nicht höher getrieben werden, als sie sich  zur     Zeit    schon durch die Reibungswärme  beim Polieren ergibt, weil sonst zuviel  Wasser     verdampft    und mithin das Polier  mittel zu konsistent und der Polierfilz hart  würde, was Oberflächenfehler im Glas durch  Verkratzen hervorrufen würde.  



  Zur Vermeidung dieses Nachteils besitzt  die Vorrichtung gemäss der Erfindung zur  Durchführung des Verfahrens eine Polier  scheibe, die aus nicht saugfähigem Material,  z. B. Gummi, besteht.  



  Die Poliervorrichtung kann beispielsweise  in der Verlängerung eines Heiztunnels, durch  den sich das Glas bewegt, angeordnet sein,  so dass die Bearbeitungswerkzeuge in einer  Atmosphäre höherer Temperatur arbeiten.  



  Wie bereits erwähnt worden ist, können  bei dem     erfindungsgemässen    Polierverfahren       die        Polierzeiten        auf        10        bis        20        %        und        noch     weniger der zur Zeit üblichen Polierzeiten  herabgesetzt werden. Diese starke Verkür  zung der Polierzeit gibt die Möglichkeit, die      Leistungsfähigkeit bereits vorhandener An  lagen wesentlich zu erhöhen oder bei neu zu  errichtenden Anlagen mit kleineren Aggre  gaten bei gegebener Glaserzeugung auszu  kommen. Hierdurch werden sowohl die Ka  pital-, als auch die Betriebskosten wesent  lich verringert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Polieren von Spiegelglas, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Poliervorgang das Werkstück auf eine Temperatur von mindestens 80-100 C erwärmt wird. II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Polierscheibe aus nicht saugfähigem Material besteht. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück vor dem Poliervorgang von oben erwärmt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück vor dem Poliervorgang von unten erwärmt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück vor dem Poliervorgang von oben und von unten erwärmt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück auch während des Poliervorganges erwärmt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass das Poliermittel nur angeteigt verwendet wird. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Polier werkzeuge in einer Verlängerung eines Heiztunnels, durch den sich das Glas be wegt, angeordnet sind. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Polier scheibe aus Gummi besteht.
CH187183D 1934-11-20 1935-11-19 Verfahren zum Polieren von Spiegelglas. CH187183A (de)

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