Einrichtung zum Aufbringen eines Überzuges auf eine Materialbahn. In vielen Verfahren zum Aufbringen von dünnen Überzügen aus flüssigem oder halb flüssigem Stoff auf flache Träger, wie bieg same Materialbahnen, unter Vermittlung von Walzen muss der Stoff des Überzuges vor seiner Aufbringung gründlich aufbereitet werden. Die Masse selbst muss durchwegs vergleichmässigt und geglättet werden, um gleichmässige Verteilung und gleichmässige Fliessbarkeit zu erreichen und einen Über zug ohne Klumpen oder Rillen herzustellen.
Man lässt zu diesem Zweck die Überzugs masse zwischen und über gegeneinander an liegende Walzen hindurchtreten, und von der letzten Walze des ganzen Satzes wird der Überzug auf die zu behandelnde Fläche über tragen. Um nun eine möglichst gleichmässige Beschaffenheit des Überzuges zu erreichen, sind beider, Einrichtung nach :
der vorliegenden Erfindung Walzen in einer Reihe je auf einem Ständer angeordnet und durch zwi- sehen diese Ständer eingeschaltete Stellvor richtungen in bezug aufeinander einstellbar, um den Berührungsdruck bezw. den Spiel raum zwischen den einzelnen Walzen genau regeln zu können und dadurch die Auf bereitung der Überzugsmasse in Schichtform herbeizuführen.
Dadurch können alle Einstellungen unter genauer Überwachung der Dicke und Gleich mässigkeit des Überzuges vorgenommen wer den.- Die Walzen können auch zeitweise von einander .getrennt und gesäubert werden; ge brochene Maschinenteile können leicht her ausgenommen werden, und ,selbst beim Rei ssen ,der Bahn kann die Neueinführung vor genommen werden, ohne dass eine Neucin- stallung der Rollensätze notwendig würde.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungs- beispiel einer solchen Einrichtung dar: Fig. 1 und 1a sind. ergänzende Seiten- aufrisse einer solchen Einrichtung; Fig. 2 und 2a sind ähnliche Aufrisse, wo- bei. -die Walzen in Fernlage mit Bezug auf einander dargestellt sind;
Fig. <B>3</B> zeigt im Einzelschnitt eine Vor richtung zur Abstandsregelung bestimmter Walzen voneinander.
Obschon die dargestellte Einrichtung in erster Linie zum Aufbringen eines Über zuges auf eine Papierbahn bestimmt ist, durch den das Papier in höherem Masse druckfähig gemacht werden :
soll, eignet sie sich auch für zahlreiche andere Zwecke, wie zum Aufbringen von .Schwärze auf Papier oder andere Materialbahnen, und auch zur Verteilung anderer Überzüge, durch welche das Papiergefüge oder beispielsweise ein. Ge webe in seinen Eigenschaften verändert wer .den soll.
Im nachstehenden wird auf die Be- handlung,des Überzuges auf einer Papierbahn Bezug .genommen.
Die Überzugseinrichtung des @dargestell- ten Ausführungsbeispiels umfasst zwei gleich artige Sätze 2 und 3 von Bearbeitungsteilen. Sie beeinflussen die obere und untere Seite der Papierbahn 4, welche nach Fig. 1 von den links angedeuteten Trocknungszylindern 5 abgerollt wird.
Nach,der Aufbringung und Vergleichmässibgung -des Überzuges geht diese Bahn zu der En:dtrockenvorriohtung @6 (Fig.la) zur Weiterbehandlung.
Der obere Satz 2 der Bearbeitungsteile wird von einem Balkengestell 7 unter Vermittlung .der Pfo sten 8, 9 .getragen, während der untere Satz 3 unmittelbar auf dem Boden befestigt sein kann.
Für die Verstellung der Vergleichmässi- gungsteile ist nach Fig. 1 ein Zylinder 10 mit einem Kolben 11 angeordnet, dessen Kolbenstange 12 herausragt. Der Zylinder ist durch ,die Zapfen 13 schwingbar unter stützt und kann bei Verschiebung der Kol benstange 12 um diese Zapfen verschwenkt werden.
Die Kolbenstange 12 umfasst am äussern Ende eine Querstange 1ss', die wie der an ihren Enden durch zwei Stützglieder 14 getragen wird, welch letztere um Zapfen 16 .der Lagerböcke 15 ausgeschwungen wer den können.
Durch hier nicht dargestellte Vorrichtungen kann ein Druckmittel in den Zylinder auf die eine oder andere Seite :des Kolbens 11 eingeführt bezw. ein Unterdruck erzeugt werden, wodurch infolge der schwingbaren Unterstützung des Zylinders und der Gestellteile 14 .diese Zylinder und die Gestellteile um Zapfen 1.8 bezw. 16 ver- sohwenkt werden.
Anden Gestellteilen 14 sind wieder, ver- schwenkbar um (die Zapfen<B>18,</B> @Stätzarme 17 für Lager 19 angeordnet. Zwischen diesen Stützarmen ruht in :den Lagern eine Walze oder Rolle 20.
Ein anderer Satz von Stütz armen 21 ist fest mit den Gestellteilen 14 verbunden und trägt in Lagern 2:2 die Walze 2,3. Von einem nach oben .gerichteten An satz der ;Stützarme 17 geht eine bei<B>25;</B> ver- sohwenkbar unterstützte Büchse 24 aus und -diese Büchse nimmt eine Schraube 26 :
durch Gewindeeingriff auf. Ähnlich ist an einem nach oben .gerichteten Ansatz der festen Stützarme 2'.1 je eine Büchse 2,7 verschwenk- bar befestigt zur Aufnahme des andern Endes der ;Schraube 26.
Ein fester Kragen 28 auf der Schraube erleichtert die Verdre hung derselben in den beiden Gewinde- büchsen 2,4, 27, so dass infolge der entgegen gesetzt gerichteten Steigung der Gewinde an den Enden der .Schraube<B>'26</B> durch Verdre hung derselben die Stützarme und damit die Rollen 20, 2.3 in ihrem Abstand voneinander geregelt werden können.
Statt der entgegen gesetzt .gerichteten .Gewinde auf der Schraube 26 kann letztere auch Gewinde mit verschie- denen Steigungen, wenn auch in dergleichen Richtung haben.
Der obere Satz von Einstellteilen 2 ent spricht im wesentlichen dem untern Satz, ist jedoch entgegengesetzt gerichtet. Auch hier ist ein Zylinder 29 von den Zapfen 30 versohwenkbar unterstützt und erhält den Kolben 81, :dessen .Stange 32 mit :
der Quer- stange 33 der beiden Gestenteile 34 aus- schwingbar verbunden ist.
Diese Gestellteile werden wieder von dem obern Trägersatz 7 unter Vermittlung der Lagerböcke 35 aus schwingbar unterstützt. Auch diese Gestell teile .34 haben ,Stützarme ,3,6, 37 in, ver- schwenkbarer bezw. fester Verbindung mit den Gestellteilen selbst, und diese Arme tra gen die Lager 3,8,
39 zur Unterstützung d er Walzen 40, 41. Die untern Enden dieser Stützarme ragen über die Lager hinaus und sind miteinander einstellbar durch eine Schraube 42 mit einem festen Kragen 43 ver bunden, und diese Schraube erstreckt sich an ihren Enden in Gewindebüchsen 44, 45, die ihrerseits versohwenkbar an den Stütz- armen angebracht sind. Es kann also auch hier eine genaue Einstellung der obern Wal zen 40, 41 mit Bezug aufeinander vorgenom men werden.
Die Walzen 20, 23 und 40, 41, im nach stehenden als Trogwalzen bezeichnet, nehmen zwischen sich in dem durch ihre Mäntel be grenzten und gegen die Horizontalebene der Achsen hin verjüngten Raum eine Menge der Überzugsmasse, die flüssig oder halbflüssig sein kann, auf.
Von hier aus wird .dann diese Masse durch passende Mittel den verschie dener Überzugswalzen oder Verteilungswal zen mitgeteilt.
Die Walzen 2.0, 23, 40 und 41 haben eine Kautschukhülle. Dabei ist .die Hülle 46 der Walzen 2,0 und 40 von verhältnismässig grosser Dichte, während die Hülle 47 der Walzen 23, 41 aus mässig hartem Kautschuk besteht. Die Walzenkörper selbst sind jedoch aus Metall hergestellt, und zwar zweckmässig aus rostfreiem und säurefestem Metall. Die Hüllen 46, 47 müssen nicht unbedingt bis zu den beiden Enden jeder zugehörigen Rolle gehen.
Die Walzen 20, 2,3, 40 und 41 haben zweckmässig den gleichen Durchmesser auf ihrer ganzen Länge und werden durch Son derantrieb .gedreht. Dabei drehen sich die Walzen 23, 4.1 zweckmässig entgegen der Uhrzeigerrichtung und entgegen der Rich tung der Walzen 20 und 40.
Diese Walzen tragen .dabei einen dünnen Überzug oder Film -der gewünschten Dicke der Überzugs- masse, ,Schwärze oder dergleichen, und letz- tere wird von diesen Walzen aus auf andere Walzen, die sich gegenseitig berühren, über- tragen.
In Maschinen dieser Art können nun verschiedene Überzwgsmassen, Schwärze, Farbe oder dergleichen, benutzt werden. Die Gewichte,dieser Massen per Raumeinheit sind verschieden. Es kann aber auch die Über zugsdicke bei Massen von gleichem spezifi schem Gewicht verschieden gewählt werden. Es ist daher eine Überwachungsvorrichtung vorhanden.
Die Einstellung und Über wachung erfolgt hier durch Veränderung der Lage der Trogrollen 20, 223, 40 und 41. Diese Einstellung beruht auf Verdrehung .der Kra gen 28, 43 an den Schrauben 2!6, 42, aber ausserdem können diese Walzen auch mit verschiedenen Geschwindigkeiten angetrieben werden. Zweckmässig erfolgt dieser Antrieb der Walzen 23, 41 so, dass die Geschwindig keit derselben zwischen zwei Grenzen schwankt.
Die Höchstgeschwindigkeit ist die der Übertragungswalzen ,der ganzen Einrich- tung, die andere Grenze ein Viertel dieser Geschwindigkeit. Auch die Walzen 2,0, 40 können verschiedene Geschwindigkeiten haben. Die kleinste Geschwindigkeit mag eine Umdrehung pro Minute betragen, die Höchstgeschwindigkeit mag der der Walzen 23, 41 .gleich sein.
Für den Antrieb,der Walzen 20, 40 wird zweckmässig ein Gleichstrommotor und ein Gleichstromerzeuger benutzt, die jedoch je eine besondere Erregung haben, wobei der Erzeuger von einer passenden Kraftquelle aus in Bewegung gesetzt wird.
Die Ge schwindgkeit des Motors kann bis zur Hälfte der vollen Geschwindigkeit durch Verände rung des Feldstromes heruntergebracht wer ,den, wobei für höhere Geschwindigkeit der Feldstrom :geringer, für .geringere Geschwin- digkeit stärker wird.
Will man auf eine Ge schwindigkeit weniger als eine halbe Normal- gescUwindigkeit heruntergehen, so verändert man die Spannung am Anker des Motors, und dies wird durch Veränderung des Feld stromes im Erzeuger bewirkt.
Um anderseits die Geschwindigkeit der Walzen 23,- 41 zu ändern, benutzt man zweckmässig ein mecha nisches Wechselgetriebe, das durch eine Kraftquelle besonderer Art angetrieben wird. Je grösser der Unterschied in der Umfangs geschwindigkeit des Paares 23, 41 von dem Rollenpaar 20, 40 ist, umso geringer wird die Dicke des Überzuges und umso weniger Masse wird den andern Rollen des ganzen Systems übermittelt.
In dem untern Satz 3 wird die Überzugs masse, die als ein mehr oder weniger dicker Film der Walze 23 anhaftet, auf die Walze 52 übertragen, die wieder in Uhrzeigerrich tung dreht. Die Übertragung wird auf die Walze 53 fortgesetzt und von hier auf Walze 54 und Walzen 55 und 56, welch letztere jedoch nunmehr in der gleichen Richtung drehen und entgegengesetzt der Drehrichtung der Walze 54. Diese beiden Walzen 54, 56 übertragen die Überzugsmasse auf die Trom mel 57, und erst von dieser Trommel aus er folgt die Auftragung des Überzuges auf die Bahn 4.
In ähnlicher Weise geht auch in dem obern Walzensatz die Auftragung des Über zuges vor sich. Die Walze 41 überträgt die Masse auf die Walze 58 und von hier aus wird sie weiter auf die Walzen 59, 60, 61 übertragen. Die letzte Walze dieses Satzes überträgt die Masse auf die beiden Walzen 62, 63 (Fig. 1a), die ebenfalls beide in der gleichen Richtung, und zwar entgegengesetzt der Richtung der Walze 61, drehen.
Die in der Reihe aufeinanderfolgenden Walzen dre hen je nach entgegengesetzten Richtungen. Von dem Doppelsatz 62, 63 erfolgt die tber- tragung auf die Trommel oder Rolle 64, welch letztere die Auftragung des Films auf die Bahn 4 gleichzeitig mit der Auftraguug durch die Rolle 57 vornimmt.
Die Endzylinder 57, 64 drehen sich mit einer Umfangsgeschwindigkeit gleich der Wandergeschwindigkeit der Bahn 4. In dem untern Rollensatz ist die Umfangsgeschwin digkeit der Rollen 52, 53, 54, 55 und 56 ebenso gross wie die Umfangsgeschwindigkeit des Zylinders 57 und ebenso ist dies auch im obern Rollensatz 2. Mit Ausnahme des Rollenpaares, das dem Zylinder 64 bezw. 57 zunächst liegt, haben alle Rollen ihre Ach sen in jedem Satz in der gleichen waagrech- ten Ebene.
In der Übertragung eines Über zuges von den Zylindern 64, 57 muss wie derum die Dicke des Überzuges genau über wacht werden. Dadurch, dass die Masse für den Überzug durch so viele Rollen auf bearbeitet wird, wird sie gründlich geglättet, und um die Gleichmässigkeit der Dicke her beizuführen, müssen die Lücken zwischen den verschiedenen Rollen genau eingestellt werden.
Werden nun schwerere Körper, wie diese Rollen, nur an ihren Enden unterstützt, so biegen sie sich in der Mitte infolge ihres Ei gengewichtes etwas durch. Die Verlegung aller Rollenachsen in die gleiche waagrechte Ebene hat den Erfolg, dass die Durchbiegung aller Rollen nach der gleichen Richtung hin stattfindet. Dadurch wird die Dicke des Überzuges über die ganze Fläche jeder .Rolle hin gleichförmig.
Es ist dies besonders wün schenswert, weil der Überzug in solcher Form aufgetragen werden soll, dass eine nach trägliche Glättung oder Bearbeitung des Überzuges vermieden werden soll. Es muss also bei Aufbereitung der 'Masse selbst mit der grössten Genauigkeit und Sorgfalt vor gegangen werden, und namentlich ist es die Stärke des Überzuges, die überall gleich mässig sein soll.
Es ist dies umso notwen- ,diger, als je zwei benachbarte Rollen jedes Satzes nicht,den gleichen Durchmesser auf weisen.
Dieser Umstand zieht es nach sieh, dass infolge der gleichen Umfangsgeschwin digkeit benachbarter Rollen bei verschie denen Durchmessern dieser Rollen die Be rührungslinien nicht stets dieselben bleiben. Jener kurze Bogenteil des Umfanges der Rolle 52, der bei .einer Umdrehung mit einem bestimmten Bogen des Umfanges der Rolle 53 in Berührung trat,
tritt bei der nächsten Umdrehung nicht wieder in Berührung mit diesem Bogenstück und wird für .geraume Zeit nicht wieder in Berührung treten.
Da durch wird die Oberfläche der Rollengleich förmig aufrecht erhalten und die Bildung von Rillen oder Rippen im Überzugsfilm an der Oberfläche .der Rolle wird vermieden. Um in den beiden Sätzen 2 und 3 zu verbürgen, dass bei jeder Drehriohtung. der Tragrollen das betreffenden Satzes die übrigen Rollen des Satzes in entsprechender Richtung ge dreht werden, ist für den obern Satz 2 eine zusätzliche Rolle 58 angeordnet, die nur dazu dient,
die Drehrichtung dieses Rollensatzes entsprechend zu halten. Die Rolle 52 ruht in Lagern 65 der Ständer 66, welch letztere .an ihrem Fussende durch die Zapfen 67 auf den Lagerböcken 68 schwingbar unterstützt sind. Jeder Ständer 66 hat einen nach oben gerichteten Fortsatz 69 mit Führungen 70 zur gleitbaren Auf nahme eines Lagers 71, das durch die doppel gängige Schraube 72 verstellt werden kann. In den Lagern 71 dreht sich eine Rolle 73, da sie in Berührung mit der Rolle 52 ge halten wird.
Diese Leerlaufrolle 73 wird nur durch diesen Reibungseingriff angetrieben und dient dem Zweck, die Überzugsmasse auf der Rolle 52 gründlich auszureiben und zu glätten.
Die Rolle 53 ruht an ihren Enden in Lagern 74 der Ständer 75, die ihrerseits bei 76 durch die Lagerböcke 77 schwingbar un terstützt werden. Diese beiden Rollen 52, 53 sind ferner einem Mechanismus zugeteilt, der nicht gezeigt ist und dazu dient, während ihrer Drehung den Rollen auch eine Hin- und Herverschiebung in der Achse zu ver mitteln. Auch diese Achsbewegung hilft zur gleichmässigen Ausarbeitung und Glättung der Überzugsmasse.
Die Rolle 54 wird in ähnlicher Weise in Lagern 78 der Ständer 79 drehbar unter stützt und diese Ständer sind um den Zapfen 80 der Lagerböcke 81 verschwenkbar. Ähn lich ruht die Rolle 56 in Lagern 82 gleitbar in Führungen 83 zweier Ständer 84, welche durch die Zapfen 85 auf den Lagerböcken 86 sitzen. Die Auf- und Abbewegung der Lager 82 erfolgt wieder durch die Schrauben 87. Die dieser Rolle zugeteilte andere Rolle 55 dreht sich in Lagern 88 und diese Lager sitzen an dem obern Ende von jochartig aus gebildeten Ständern 89, deren Fusspunkt ebenfalls um die Achse der Zapfen 85 in den Lagerböcken 86 verschwenkbar ist.
Die Mitte der Lager 88 für diese obere Rolle 55 kann jedoch mit Bezug auf die Achse der Lager 82 der untern Rolle dadurch seitlich verstellt werden, dass an dem Jochständer 89 verstellbar die Druckschrauben 90 angeord net sind, die von beiden Seiten her auf die Führungen des untern Lagers einwirken.
Die Rollen 58 bis 63 des obern Satzes 2 sind im wesentlichen ebenso unterstützt wie die Rollen des untern Satzes. Im nach stehenden werden nur jene Teile des obern Satzes beschrieben, die von der Anordnung des untern Satzes abweichen. Alle diese Rol len des obern Satzes werden von Hängelagern getragen, die von dem obern Trägersatz 7 verschwenkbar herabhängen. In dem obern Satz ist der Rolle 60 eine Leerlaufrolle 91 zugeordnet, die ihrerseits in Lagern 92 dreh bar ruht, und diese Lager sind in den Füh rungen 93 verstellbar.
Auch diese Rolle 91 dient der gleichförmigen Ausreibung der Überzugsmasse, ähnlich der Rolle 73. Sie er hält ihren Antrieb ausschliesslich durch die Reibung mit der Rolle 60. Auch im obern Satz können die Rollen 59, 60 in der Achs richtung hin und her verschoben werden.
Die Endzylinder 57, 64 der Maschine werden zweckmässig durch passende Stufen scheiben oder Kegelscheiben, hier nicht dar gestellt, angetrieben,, und zwar erfolgt der Antrieb von den gleichen Wellen, die auch die Trockenzylinder 5 und 6 in Drehung ver setzen. Die Übertragungsrollen 52 bis 56 beäw. 58 bis 63 werden ihrerseits durch hier nicht dargestellte Vorgelege von den Zylin dern 57, 64 in Drehung versetzt. Die Zy linder 57, 64 könnten aber auch Wechsel strom- oder Gleichstromerzeuger antreiben und dann könnte der Antrieb der übrigen Rollen jedes Satzes durch entsprechende Mo toren stattfinden, wobei jeder Rolle ein be sonderer Motor und ein Vorgelege ins Lang same zugeteilt ist.
Bei Gebrauch von Wech selstrom wird zum Antrieb der Übertragungs rollen von den Wellen der Zylinder 57, 64 aus zweckmässig je ein Induktionsmotor ver hältnismässig hoher Geschwindigkeit und kleiner Abmessungen für die verschiedenen Rollen benutzt. Die richtige Umfangsge schwindigkeit erhält man dann durch das zwischen diesem Motor und die betreffende Rolle eingeschaltete Vorgelege. Ändert sich die Geschwindigkeit der. Zylinder<B>57,</B> 64 von Zeit zu Zeit, so ändert sich damit selbsttätig auch die Geschwindigkeit der Induktions motoren, da die Schlüpfung der Induktions motoren sich nur wenig mit der Wechsel zahl der zugehörigen Erzeuger ändert.
We gen der Einfachheit des Betriebes werden die Induktionsmotoren demnach den Gleich strommotoren vorgezogen. Ein Gleichstrom erzeuger und Gleichstrommotoren können je doch benutzt werden, wenn Fremderregung für diese Motoren und Erzeuger gewählt wird. Die Spannung des Erzeugers ändert sich dann mit der Geschwindigkeit der Rol len 57, 64, und die Geschwindigkeit der Gleichstrommotoren schwankt entsprechend der Spannung, an welche sie gelegt sind, so dass die Geschwindigkeit der Übertragungs rollen von der Geschwindigkeit der Auftrag zylinder 57, 64 abhängt.
Um eine genaue Dicke der Überzugs schicht zu erhalten, muss nach der Zulassung der lasse auf die verschiedenen Zerreibungs- rollen eine genaue Überwachung des Ab standes dieser Rollen voneinander bezw. des Reibungsdruckes herbeigeführt werden.
Zu diesem Zweck ist nach Fig. 1 an dem untern Gestellteil 14 eine Büchse 94 bei 95 schwingbar unterstützt, und zwar er streckt sich die Büchse in eine Höhlung 96 des Teils 14. Eine andere Büchse 97 wird vom Zapfen 98 des Ständers 66 getragen, und um eine Verschiebung zu ermöglichen, hat diese Büchse einen Schlitz 99. Die mit gegen läufigem Gewinde ausgestattete Schraube 100 dringt an ihrem Ende in die Gewinde büchsen 94, 97 ein und kann durch den Kra gen 101 verstellt werden.
Durch Verdrehung dieser Schraube werden der Ständer 66 und der Gestellteil 14 in einen gewünschten Ab stand voneinander gebracht, so dass auch die Oberflächen der Rollen 23, 52 einen beliebig grossen- Abstand einnehmen können bezw. mehr oder weniger aneinander gedrückt wer den.
Die Schraube 100 wird dabei zum Druckglied, da die Rolle 23 unter dem Ein fluss von Druckluft im untern Teil des Zylin ders 10 in Richtung gegen die andere Rolle hin gedrängt wird. Statt eine Schraube mit an den Enden entgegengesetzt gerichteten Gewinden zu verwenden, können diese Ge winde auch gleichgerichtet sein, aber ver schiedene Steigungen haben. Im Gebrauch der gesamten Maschinen hat sich eine Ein stellung auf lilooo Zoll = 0,0004 mm noch durchführen lassen.
Ähnlich wird auch der Abstand bezw. der Reibungsdruck der Rollen 52, 53 ge regelt, indem eine Büchse 102 schwingbar am Zapfen 98 des Ständers 66 und eine Büchse 103 schwingbar am Zapfen 104 des Ständers 75 angeordnet ist, wobei auch diese Büchse 103 einen Schlitz aufweist. Die Büchsen 102, 103 sind durch die Schraube 105 miteinander verbunden, die ähnlich eine Abstellung oder Annäherung diesei Büchsen herbeiführt, wie oben mit Bezug auf die Schraube 100 angegeben.
In ganz ähnlicher Weise wird auch der Reibungsdruck der Rollen 53, 54 geregelt. Eine genauere Beschreibung dieses Einstell- mechanismus wird also nicht mehr notwendig sein.
Von dem Lager 78 der Rolle 54 ragt ein Arm 106 nach oben (Fig. 1, rechts) und trägt einen Stift 107. Das Lager 88 der Rolle 55 hat einen Arm 108 mit einem Stift 109. Büchsen 110, 111 sind an diesen Stiften 107, 109 schwingbar unterstützt. Eine der Büchsen hat wieder einen Schlitz 112 (Fig. 1). Die Einstellschraube 113 mit gegenläu figem Gewinde verbindet diese Büchsen und es kann demnach auch der Ständer 89, wel cher nach Fig. 1a die Rolle 55 trägt, mit Bezug auf den Ständer 79 der Rolle 54 ein gestellt werden. Dadurch wird auch der Ab stand der Rollen voneinander geregelt.
Die Verstellung des Ständers 89 beeinflusst auch die andere Rolle 56.
Der Zylinder 57, welcher die Überzugs masse auf die Bahn aufträgt, dreht sich in Lagern 114 auf den Ständern 115. Jedes Lager 114 hat einen nach oben gerichteten Ansatz 116 mit einem Stift oder Zapfen 117. Am- Lager 88 der Rolle 55 befindet sich ein seitlich gerichteter Arm 118 mit dem Stift <B>119.</B> Die Büchsen 120,<B>121</B> sind schwingbar an den Stiften 119 bezw. 117 angeordnet, und die Büchse 121 hat ausserdem noch einen Längsschlitz 122. Auch diese Büchsen wer den durch die Schraube 128 zur Verstellung der Rollen miteinander verbunden. Der Rei bungsdruck der Rolle 55 mit Bezug auf den Zylinder 57 kann auf diese Weise geregelt werden.
Die Einstellungsteile für den obern Rol lensatz 2 sind genau dieselben wie für den untern Satz und sind deshalb nicht weiter be schrieben.
Die verschiedenen Einstellschrauben 100, 105, 113 usw. dienen als Abstands- oder Druckglieder für die verschiedenen Rollen. Die Gesamtzahl der Rollen wird in die ge wünschte Lage, welche wiederum von der Einstellung dieser Schrauben abhängt, durch die Versorgung des untern Teils des Zylin ders 10 mit Druckluft gebracht. Hat der Kolben 11 das Bestreben, den Gestellteil 14 in der Uhrzeigerrichtung zu verschwenken, so werden sich die Stifte 98, 104, 107, 117 ganz gegen das linke Ende der zugehörigen Schlitze drängen.
Es kommt nun sowohl bei der Papiererzeugung, wie auch bei der Pa- pierbedruckung häufig vor, dass die Bahn reisst. Eine derartige Bahn würde dann das Bestreben haben, sich auf eine oder mehrere Rollen eines solchen Satzes aufzuwickeln. Die Einschiebung,der Bahn zwischen zwei Rollen hätte das Bestreben, den Abstand der Rollen voneinander zu ändern, wie beispielsweise zu vergrössern. Da jedoch alle Rollen durch den Druck des Gases oder der Flüssigkeit im Zy linder 10 gegeneinander hingedrängt werden.
so kann auch der Bruch einer Bahn oder der Einfall eines Fremdkörpers zwischen be nachbarte Rollen deswegen die Maschine nicht zerstören, weil der Kolben 11 dann ein fach gegen das Luftkissen im Zylinder 10 hineingedrängt wird. Trotzdem also die genaue Nebeneinander- Einstellung der verschiedenen Rollen von Wichtigkeit ist, muss Sorge getragen werden, dass bei Bruch einer Bahn oder bei Eintritt eines Fremdkörpers die einmal erzeugte Ein stellung nicht geändert wird. Auch mag es wünschenswert sein, in dem Satz von Rollen zwei benachbarte Rollen mit Bezug aufein ander zu verändern.
Diese Arbeiten können in der Maschine vorgenommen werden, ohne dass eine Neueinstellung der Schraubspin- deln zwischen den verschiedenen Rollenträ gern notwendig würde.
Will man zwei Rollen voneinander tren nen, so wird ein Druckmittel über dem Kol ben 11 in den Zylinder 10 eingeleitet und der Druck unter dem Kolben aufgehoben. Da durch werden die Rollen 55, 56 um den Zap fen 85 ihrer Ständer 89, 84 so weit aus geschwungen, als dies der Schlitz 122 zulässt. Ähnlich schwingt die Rolle 54 um den Zap fen 80 und die Rolle 53 um den Zapfen 76 usw., jedoch hängt die Schwingweite dieser andern Rollen nunmehr von der Länge des Schlitzes in den den verschiedenen Rollen zugeteilten Büchsen ab.
Auch der Gestellteil 14 schwingt entgegen der Uhrzeigerrichtung in einer Bogenlänge entsprechend der Ge samtlänge der verschiedenen Schlitze. Die Rollen 20, 23 werden jedoch dadurch in ihrer Einstellung nicht geändert, da ja die beiden Rollen auf dem schwingbaren Gestell-teil 14 angeordnet sind.
Eine -derartige Lösung des Eingriffes der verschiedenen Rollen aufein ander ist besonders aus Fig. 2 und 2a er sichtlich. Wenn nun der ganze Rollensatz eine solche Lage eingenommen hat, kann Druckmittel wieder unter den Kolben 11 ein- gelassen werden, während der Druck über .dem Kolben aufgehoben wird.
Die Gesamt einrichtung, Gestellteil 14 und die Ständer der verschiedenen Übertragungsrollen, be wegt sich dann um ihre Zapfen nach rechts. Die Bewegung wird fortgesetzt, bis die in den Schlitzen der verschiedenen Büchsen ge führten Zapfen wieder am linken Ende der sie führenden Schlitze angelangt sind bezw. sich die Enden der Schlitze ,den. Zapfen ge- nähert haben.
Auf diese Weise wird also,die ganze Einrichtung sofort auf ,die ursprüng liche Lage zurückgebracht und eine Neu- einstellung der verschiedenen Druckschrau ben ist nicht notwendig: Dieselbe Lagenveränderung kann auch mit,dem obern .Satz 2 vorgenommen werden.
Wenn es :sich darum handelt, die verschie denen Rollen .geraume Zeit in ihrer Ruhelage nach Fig. 2 und 2a 'zu halten, ist es nicht notwendig,,das Druckmittel beständig gegen die obere Seite des Kolbens 11 im Zylinder 10 einwirken zu lassen,
da die verschiedenen Ständer unter dem Einfluss der Schwerkraft -die verschwenkte Lage beibehalten. Die in stabilem Gleichgewicht unterstützten Hänge glieder für die obern Rollen hätten jedoch .das Bestreben, sie in ihre ursprüngliche Lage zurückzuführen, und es sind deshalb Mittel angeordnet,
um den Gestellteil 34 in seiner Ruhelage zu sichern. Nach Fig. I und 2 ist ein Stuhl 12,4 um den Zapfen 125 aus- schwingbar an einer Stütze 126 befestigt, die ihrerseits an dem Pfosten oder der Säule 8 nach oben oder unten verschiebbar ist. Der Zapfen 125 des Stuhls 124 hat eine Verlän gerung in Form der Stange 12,7.
Letztere trägt am Fuss ein Kegelzahnrad 12.8 in Ein griff mit einem Kegelzahnrad 129 auf der Querwelle 1,30, so dass die Welle 12.7 von der Querwelle 1,3,0 .aus gedreht wird. Ein Handrad<B>131</B> an der Welle 1.3,0 gestattet demnach eine Verdrehung dieser Welle zusammen mit der Welle 127.
Wird Druckluft in den Zylinder 29 unter dem Kolben 31 eingeführt und dadurch der Ge- stellteil 34 in Uhrzeigerrichtung verstellt (Fig. 2), so kann auch eine Verdrehung der Stufenplatte 124 mit Bezug auf :die Achse des Pfostens 8 stattfinden.
Nach der Ein stellung des Stuhls d24 auf eine beliebige Höhenlage und nach Verschwenkung,des Ge- stellteils 34 wird der .Stuhl um eine Achse parallel zur Achse des Pfostens 8 gedreht,
um mit seiner Sitzfläche unter den Gestell teil .34 zu geraten und dadurch letzteren zu unterstützen. Die einzelnen Rollen des obern Satzes befinden sieb. dabei in einem Abstand voneinander.
Zur .Säuberung der Rollen und. Zylinder in der Einrichtung werden,die Gestellteile 14 und 34 verschwenkt, um d.ie Rollen 23 und 52 und die Rollen;
41 und 5'8 voneinander zu trennen, ohne dass die übrigen Rollen vonein ander abgestellt würden. Es ist,deshalb zwi schen dem Gestellteil 14 und den Ständern 66 nach Fig. 3 auch eine Spreizvorrichtung oder Einstellvorrichtung angeordnet. Sie um fasst eine Büchse 132 mit einem Gabelende 1.ä3 in Eingriff mit dem
Zapfen. 13X, der einen exzentrischen Stift 134 trägt. Nach Fig. 1 ist fest mit dem Stift 134 ein Arm 135 verbunden,
um bei seiner Verschwen- kung den exzentrischen Zapfen 133' mitzu- verdrehen. Eine andere Büchse 136 ist ver- schwenkbar an den betreffenden Ständer 66 angeschlossen und steht mit dem Schlitz 137 in Eingriff mit dem Schwingzapfen 13,8. Auch hier .dient die Doppelschraube<B>139</B> zur Verbindung der beiden Büchsen und zur Ver stellung- der Ständer 66 mit Bezug auf .den Gestellteil 14.
Wird der Arm 135 (Fig. 1) von der dar gestellten Lage um<B>1,80'</B> verdreht, so wird dadurch gewissermassen die Verbindung der beiden Büchsen und der Doppelschraube ver längert und der Gestellteil 14 wird entgegen der Uhrzeigerrichtung und entgegen dem Druck des Gases oder .der Flüssigkeit im Zylinder 10 ausgeschwungen. Dadurch wer den die beiden Rollen 2"3,.52: voneinander ge trennt, die übrigen Rollen werden jedoch nicht beeinflusst.
Eine ähnliche Abspreiz- vorrichtung für diese beiden Rollen befindet sich auch am obern Rollensatz 2.
Der untere Zylinder 57 ,dreht in -den La gern 114 des ortsfesten Ständers 115. Die obere Rolle 64 wird jedoch von einem Lager 140 unterstützt, das bei 141 verschwenkbar an dem Hängegestell 142 angeordnet ist. Das Lager 140 hat einen seitlich wegragen den Arm. 143 in ,gelenkiger und gleitbarer Verbindung mit einer Stange 144. Die Be wegung dieses Armes mit Bezug auf die Stange wird durch Federn 145 abgedämpft.
Die Stange 144 setzt sich nach oben hin in Gestalt einer Schraube fort, die ihrerseits durch einen passenden, nicht .dargestellten Motor verdreht und höher oder tiefer :gestellt werden kann. Diese Anordnung dient zur Veränderung des Reibungsdruckes des Zy linders 64 mit Bezug auf den andern Zy linder.
Eine Reinigungsrolle 148 ist in Eingriff mit dem untern Zylinder 57 in Fig. la ge- zeigt, und eine ähnliche Rolle oder Walze steht auch in Eingriff mit d em obern Zylin der 64. Die Walze 148 dreht in den Lagern 149 an den Ständern 150, die wieder um die Zapfen 151 der Lagerböcke 152 ausschwing- bar sind.
Jeder Lagerständer hat einen her- ausragenden Arm 153 in gelenkigem An schluss an die Stange 154 des Kolbens 155 in einem Zylinder 156, welcher an seinem untern Ende bei 157 in ;schwingendem An schluss an den Lagerbock 158 steht. Wird ein Druckmittel in den Zylinder 156 unter dem Kolben eingeführt, so wird der zu gehörige Lagerständer 150 um. seinen Zapfen 151 entgegen der Uhrzeigerrichtung gedrängt und die Walze 14,8 wird in Reibungseingriff mit dem Zylinder 57 erhalten.
Die ortsfesten Ständer 115 für den Auf tragzylinder 57 sind durch je eine Büchse 159 und einen Zapfen 160 schwingbar mit dem Ständer vereinigt. Eine andere Büchse 161 ist am betreffenden Ständer 150 durch den .Schlitz 162 in Eingriff mit dem Zapfen 163 dieses Ständers.
Die beiden Büchsen werden wieder .durch eine mit Gegengewinde versehene Schraube 164 zusammengehalten. Diese Schraube dient also zur Genaueinstel.- lung des Abstandes bezw. des Reibungs druckes zwischen Zylinder 57 und Walze 148. Eine Stellschraube 165 dringt nach Fig. ja in jene Höhlung 16e6 ein, in der .die Büchse 161 sitzt.
Infolge der Anordnung die- ser Stellschraube 165 wird der Abstand des Ständers 150 vom .Ständer 1.15 und damit auch die Bewegung der Walze 148 von dem Zylinder 57 weg begrenzt. Eine derartige Bewegung des Ständers 150 kann durch Ein führung eines Druckmittels in den Zylinder 1,56 über dem Kolben 155 erreicht werden, wenn gleichzeitig ,das Druckmittel unter dem Kolben austreten kann.
Die Walze 148 und die entsprechende Walze am obern Satz :dienen zur Säuberung der Auftragzylind.er 57, 64. Da die Ober fläche der Bahn nach .der Übertragung des Films auf die Bahn in behandlungsfähigem Zustand sein soll, ,so ist eine derartige Säu- berung der Zylinder 57, 64 notwendig.
Wür den Spuren von ,Schwärze oder Farbe auf .den Zylindern verbleiben und der Film dann aufgetragen werden, .so würde durch diese Reste ,die Gleichmässigkeit der aufgetragenen Schicht und ihre Dicke verändert werden. Die Säuberungswalzen 148 haben verhältnis mässig harte, aber poröse Flächen und können aus Kunst- oder Naturstein bestehen. Die Ansammlungen, welche durch diese Walzen von den Auftragzylindern 57, 64 abgenom men werden, werden von ,den Walzen selbst wieder durch Kratzmesser 167 entfernt. Diese Schaber werden von Stützen 168 :der Arme 169 getragen.
Nachdem die Bahn 4 zwischen ,den Zy lindern 57 und 64 ,durchgegangen ist, hat sie also auf beiden Flächen eine Überzugsschicht. Zur glatten .gleichmässigen Anbringung die ser Schicht muss das Gefüge derselben eine verhältnismässig grosse Menge Feuchtigkeit enthalten. Die Bahn 4 ist also durch diesen Überzug feucht geworden, und zur Entfer nung dieser Feuchtigkeit dient nach Fig. ja und 2,a ein Gehäuse 170, das durch -die Stütze 171 von einer Säule 172 über der Bahn 4 gehalten wird.
Ein ähnlicher Kasten 173 ist durch eine Stütze 174 an der Säule 172. unter der Bahn 4 angeordnet. Die beiden Kästen 170, 173 sind an eine Quelle von Heissluft angeschlossen und jeder Kasten hat eine grö ssere Anzahl von Durchtrittsöffnungen oder Düsen 175, so dass Heissluft von oben und unten gegen die Bahn gerichtet wird. Nach ,dem Durchgang zwischen diesen beiden Kästen 170, 173 umzieht die Bahn einen Teil -der Leitungsrolle 176. Auch auf diesem Teil -der Bahn kommen Heissluftdüsen 177 zur Anwendung, die Teile eines Gehäuses 178 bilden.
Das Gehäuse isst ein nach unten ge- richteter Fortsatz :des Kastens 170. Von die ser Rolle 176 wird,die Bahn um den Trocken zylinder 179, sowie die übrigen Trocken zylinder der Trockenpartie 6 der ,ganzen An lage gelenkt.
Auch beim Zylinder 179 be finden sich Heissluftdüsen 180 in einem bogenförmig gekrümmten gasten 181, damit auf den Teil der Bahn, adergerade über den Zylinder 179 hinweggeht, die Heissluft zur Einwirkung gelangt.
Auch am rückwärtigen Ende des untern Kastens 173, befinden sich gegenüber dem Umfang der Leitrolle 176 Düsen 182, welche vorerwärmte Luft in .den Raum. zwischen der Unterfläche ,der Bahn und der Oberfläche der Rolle eintreten lassen.
Man schafft auf diese Weise eine dünne Luftschicht zwischen der Unterfläche der Bahn und der Ober fläche der Rolle, um so jede Beschädigung des frisch hergestellten Überzuges auf der Bahn durch Berührung mit ,der Rolle 176 möglichst zu vermeiden.
In ähnlicher Weise lenken die Düsen 183 vorerwärmte Luft in .den Raum zwischen Bahn 4 und Oberfläche des Trockenzylinders 179 hinein, so,dass auch hier die Bahn gewissermassen unter Einschal- tung einer Luftschicht von dem Trocken zylinder 179 .getragen wird.