CH187225A - Abschmelzsicherung. - Google Patents

Abschmelzsicherung.

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CH187225A
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Lange Emil
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/38Means for extinguishing or suppressing arc
    • H01H85/42Means for extinguishing or suppressing arc using an arc-extinguishing gas

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Description


      Absehmelzsiehernng.       Bei bisher bekannten     A_bschmelzsicherun-          gen    erfolgt das mit     Lichtbogenlösehung    ver  bundene Abschmelzen des Schmelzstreifens  in einem allseitig geschlossenen druckfesten       Gehäuse,    das mit Quarzsand oder mit einem  andern     Lösehmaterial    ,gefüllt .ist. Derartige  Sicherungen haben den Nachteil, dass das  Gehäuse     auseinanderfliegt,    wenn der Licht  bogen nicht sofort nach dem Entstehen zum  Erlöschen kommt.

   Es gibt zwar Sicherungen,       bei    denen durch besondere Vorkehrungen  die Löschung des     Abschmelzstreifens    inner  halb einer Halbperiode des abzuschaltenden       Kurzschlussstromes    erfolgt. Diese haben je  doch den Nachteil, dass durch sie leicht     Über-          spannungen        herbeigeführt    werden, welche  die Netzteile gefährden. Die     Reparatur    von  Sicherungen solcher Art ist aber sehr um  ständlich und     teuer.     



       Bei    bekannten Sicherungen mit einem  Schmelzstreifen in einer allseitig geschlosse  nen, druckfesten Kammer erfolgt die Lö  schung des Lichtbogens .durch eine durch    den Lichtbogen selbst erzeugte Druckgas  strömung.     Fis    besteht dabei der     Nachteil,     dass zur     Löschung    heisse Gase verwendet wer  den, die die     Lichtbogenlöschung    sehr er  schweren.  



  Erfindungsgemäss wird     das    dadurch ver  mieden, dass     die    Sicherung zwei     miteinander     kommunizierende Druckkammern enthält,  durch welche der Schmelzstreifen so hin  durchgeführt ist, dass in jeder der     Druck-          kammern.    eine Schmelzstelle entsteht.     Vor-          teilhafterweise    fertigt man den Schmelzstrei  fen     aus    zwei ungleich langen Teilen an, die  durch ein     stromleitendes    kerzenförmiges  Zwischenstück miteinander verbunden sind.

         Besonders    kurze Löschzeiten erhält man,  wenn man die     Gasaustritts@stelle    durch ein  durch Gewicht oder Feder belastetes Ab  sperrorgan verschliesst, dessen Schliesskraft  entsprechend dem Druck bemessen ist, bei  welchem das Absperrorgan öffnen soll.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes darge-           stellt.    Bei der Ausführungsform nach     Fig.    1  ist die Kammer mit     einem    Absperrorgan       versehen,    wobei der Schmelzdraht mit dem  Absperrorgan nicht in Berührung steht. Bei  der Ausführungsform nach     Fig.        \52    ist der  Schmelzstreifen durch das Absperrorgan  geführt und dasselbe dient als     Stromzufüh-          rungsorgan.     



  In der nach     aussen    durch den Mantel la       begrenzten    Druckkammer 1 ist eine     zweite     durch die hohlzylindrische Wandung 2a. be  grenzte     Druckkammer    2 :angeordnet, die in  offener Verbindung     mit,der    Druckkammer 1  steht.

   Die     Druckkammer        \?        wird    durch Stege  3     festgehalten.    Das als     Löschkontakt        wir-          kexide        kerzenförmige        Verbindungsstück    4  steht so vor der     Gasaustrittsstelle    5, dass der  beim     Durob,sohmelzendes        Schmelzdrahtteils    6  entstehende     Lichtbogen    durch     ,das    ausströ  mende Löschmedium (Luft, Gas, Dampf  usw.)     wirkungsvoll        beblasen    wird.

   Die Teile  6 und 7 des     Schmelzdrahtes    sind durch den  Löschkontakt verbunden und an ,die An  schlusskontakte 8 und 9, von denen der zu  letzt     genannte    trichterförmig     ausgebildet    ist,       angeschlossen.    Das kerzenförmige Verbin  dungsstück 4 ist in     bezug    auf den trichter  förmigen     Anschlusskontakt    9 so angeordnet,  dass     zwischen    beiden ein ringförmiger     Gas-          durchtrittsquerschnitt    vorhanden ist. Die       Gasaustrittsstelle    5 ist durch das Absperr  organ. 10 abgeschlossen.  



  Diese Sicherung wirkt auf folgende Art:  Beim     Durchschmelzen    des Schmelzstreifens  6, 7 entsteht ein Überdruck in der Druck  kammer 2, ,der sich auf das Gasvolumen der  Kammer 1 überträgt und das Absperrorgan  10 zum Ansprechen bringt. Es erfolgt eine  Gasausströmung, die den zwischen dem  Löschkontakt 4 und dem     Anschlusskontakt    9  entstehenden Lichtbogen zum Erlöschen       bringt.    Die Löschung erfolgt besonders ein  fach und sicher, weil das zur Löschung be  nötigte Löschmedium nicht durch den Licht  bogen vorgewärmt ist, sondern nur aus dem  in der Kammer 1 vorhandenen kalten Me  dium besteht,

   welches durch das aus der  Druckkammer 2     ausströmende    heisse Druck-    gas auf den zwischen .dem Löschkontakt 4  und dem     Anschlusskontakt    9 brennenden  Lichtbogen getrieben wird.  



  Bei dem Erlöschen des Lichtbogens     wird     der Kammer 1 keine Wärme mehr zuge  führt und die     Drucksteigerung        versehwrin-          det.    Das Absperrorgan 10 schliesst die Gas  austrittsstelle 5, so dass ein Überdruck in der       Kammer    1 bestehen bleibt, der durch die  Wahl der auf das Absperrorgan einwirken  den Feder     10a    einstellbar ist.

   Da     der    Lösch  vorgang innerhalb eines sehr kurzen     Zeitab-          scUnittes,    beispielsweise einer Halbperiode  erfolgt, bleibt das heisse Gas in der Kammer  2,     bezw.    dicht vor der     Gasaustrittsstelle    der  Kammer 2 stehen und gelangt nicht zur       Löschstelle    des Lichtbogens an :dem Lösch  kontakt 4. Es kann daher durch heisse Gase  oder ein     sonstiges    durch den Lichtbogen vor  gewärmtes     Löschmedium    die Durchschlag  festigkeit an dem     Löschkontakt    4 nicht     be-          einträchtig-6    werden.  



  Man kann in der     Druckkammer    noch  einen Kolben anordnen, der eine scharfe       Trennung    zwischen .den kalten und     heissen     Gasen herbeiführt, wobei der Kolben die  heissen Gase nach     Zurücklegung    eines be  stimmten Weges in das Freie austreten     lä.sst,     ohne dass diese die Löschstelle erreichen  können.  



  Die     Wirkungsweise    der Sicherung nach       Fig.    2 ist dieselbe. Es brennt hierbei der  Lichtbogen zwischen dem Löschkontakt 1 i  und dem als     Kontaktanschluss    ausgebildeten  Absperrorgan 12. Der Lichtbogen zwischen  dem     Löschkontakt    11 und dem     Anschluss-          kontakt    13 dient zur     Erzeugung    der Druck  steigerung.  



       M.an    kann noch Einrichtungen vorsehen,  bei denen das aus :der innern Kammer strö  mende heisse Medium in eine besondere Kam  mer strömt und dort eine Abkühlung er  fährt. Durch das heisse Gas kann man auch  an der Kammer     mittels    eines leicht schmelz  baren Verbindungsmittels     angeordnete        Ab-          schluss.deckel    öffnen, wodurch die heissen  Gase aus der     Kammer    austreten können,  ohne die Löschstelle zu bestreichen.

             Bei    Sicherungen für sehr hohe Spannun  gen wird man vorteilhaft den in der innern  Kammer angeordneten     Schmelzdraht    nicht  auf die ganze Länge -der Kammer verteilen,  sondern man wird eine bestimmte Länge des  Drahtes in einer Patrone aufwickeln.  



  Um den beschriebenen Einrichtungen  zum Löschen von Lichtbögen einen grossen       Abscha.ltleistungsbereich    zu geben. wählt  man das Volumen der Druckkammer verhält  nismässig gross. Es hat sich gezeigt, dass bei  kleinen Strömen das Ansprechen des     Ab-          sperrorganes    erst nach einer Halbperiode er  folgt, so dass der Löschvorgang verlängert  wird.

   Um dies zu vermeiden, versieht man       zweckmässigerweise    das Absperrorgan mit  zwei Federn, einer stärkeren und einer  schwächeren, wobei die eine Feder so be  messen ist, dass das     Absperrorgan    schon bei  einem     verhältnismässig    schwachen     Gas.dr        uck     anspricht, während bei dem der stärkeren  Feder entsprechenden Gasdruck beide Federn       zusammengedrüekt    werden.

   Um die durch  gebrannte Sicherung leicht auswechseln zu  können, ist es vorteilhaft, abweichend von  der Darstellung in der Zeichnung, die innere  Kammer und den zugehörigen     A.nschlusskon-          takt    so miteinander zu verbinden, dass dieser  Kontakt nebst dem     Schmelzstreifen    mit der  innern Kammer zusammen eingesetzt wer  den kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abschmelzsicherun,g mit einer Gasaus trittsstelle, bei welcher :Sicherung der Ab- schmelzliehtbogen durch einen selbst erzeug ten Druckgasstrom gelöscht wird, dadurch ;ekennzeichnet, dass sie zwei miteinander kommunizierende Druckkammern enthält, durch welche der Schmelzstreifen so hin.- durchgeführt ist, dass in jeder .der Druck kammern eine Schmelzstelle entsteht. UNTERANSPRttCHE: 1.
    Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der .Schmelzstreifen aus zwei ungleich langen Teilen besteht, die durch ein stromleitendes Zwischen stück miteinander verbunden .sind. 2. Sicherung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung eines kerzenförmi- gen Verbindungsstückes innerhalb eines trichterförmigen Anschlusskontaktes, dass zwischen beiden ein Gasdurchtrittskanal von ringförmigem Querschnitt vorhanden ist. 3.
    Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaeaustrittsstelle durch ein durch Gewicht oder Feder be lastetes Absperrorgan verschlossen ist. 4. Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss an der Druckkam mer ein Absperrorgan vorgesehen ist, welches .dem Gas in der Druckkammer erst .dann den Austritt gestattet, wenn ein bestimmter, für die Löschung des Licht bogens günstiger Druck in der Kammer erreicht ist. 5.
    Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrorgan mit einer starken und einer schwachen Feder versehen ist, wobei die eine Feder so bemessen ist, dass sie schon bei einem verhältnismässig schwachen Gasdruck zu sammengedrückt wird, während bei .dem der stärkeren Feder entsprechenden CTas- druck beule Federn zusammengedrückt werden.
CH187225D 1935-01-14 1936-01-04 Abschmelzsicherung. CH187225A (de)

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AT151244B (de) 1937-10-25
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