CH187225A - Abschmelzsicherung. - Google Patents
Abschmelzsicherung.Info
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Description
Absehmelzsiehernng. Bei bisher bekannten A_bschmelzsicherun- gen erfolgt das mit Lichtbogenlösehung ver bundene Abschmelzen des Schmelzstreifens in einem allseitig geschlossenen druckfesten Gehäuse, das mit Quarzsand oder mit einem andern Lösehmaterial ,gefüllt .ist. Derartige Sicherungen haben den Nachteil, dass das Gehäuse auseinanderfliegt, wenn der Licht bogen nicht sofort nach dem Entstehen zum Erlöschen kommt.
Es gibt zwar Sicherungen, bei denen durch besondere Vorkehrungen die Löschung des Abschmelzstreifens inner halb einer Halbperiode des abzuschaltenden Kurzschlussstromes erfolgt. Diese haben je doch den Nachteil, dass durch sie leicht Über- spannungen herbeigeführt werden, welche die Netzteile gefährden. Die Reparatur von Sicherungen solcher Art ist aber sehr um ständlich und teuer.
Bei bekannten Sicherungen mit einem Schmelzstreifen in einer allseitig geschlosse nen, druckfesten Kammer erfolgt die Lö schung des Lichtbogens .durch eine durch den Lichtbogen selbst erzeugte Druckgas strömung. Fis besteht dabei der Nachteil, dass zur Löschung heisse Gase verwendet wer den, die die Lichtbogenlöschung sehr er schweren.
Erfindungsgemäss wird das dadurch ver mieden, dass die Sicherung zwei miteinander kommunizierende Druckkammern enthält, durch welche der Schmelzstreifen so hin durchgeführt ist, dass in jeder der Druck- kammern. eine Schmelzstelle entsteht. Vor- teilhafterweise fertigt man den Schmelzstrei fen aus zwei ungleich langen Teilen an, die durch ein stromleitendes kerzenförmiges Zwischenstück miteinander verbunden sind.
Besonders kurze Löschzeiten erhält man, wenn man die Gasaustritts@stelle durch ein durch Gewicht oder Feder belastetes Ab sperrorgan verschliesst, dessen Schliesskraft entsprechend dem Druck bemessen ist, bei welchem das Absperrorgan öffnen soll.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes darge- stellt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist die Kammer mit einem Absperrorgan versehen, wobei der Schmelzdraht mit dem Absperrorgan nicht in Berührung steht. Bei der Ausführungsform nach Fig. \52 ist der Schmelzstreifen durch das Absperrorgan geführt und dasselbe dient als Stromzufüh- rungsorgan.
In der nach aussen durch den Mantel la begrenzten Druckkammer 1 ist eine zweite durch die hohlzylindrische Wandung 2a. be grenzte Druckkammer 2 :angeordnet, die in offener Verbindung mit,der Druckkammer 1 steht.
Die Druckkammer \? wird durch Stege 3 festgehalten. Das als Löschkontakt wir- kexide kerzenförmige Verbindungsstück 4 steht so vor der Gasaustrittsstelle 5, dass der beim Durob,sohmelzendes Schmelzdrahtteils 6 entstehende Lichtbogen durch ,das ausströ mende Löschmedium (Luft, Gas, Dampf usw.) wirkungsvoll beblasen wird.
Die Teile 6 und 7 des Schmelzdrahtes sind durch den Löschkontakt verbunden und an ,die An schlusskontakte 8 und 9, von denen der zu letzt genannte trichterförmig ausgebildet ist, angeschlossen. Das kerzenförmige Verbin dungsstück 4 ist in bezug auf den trichter förmigen Anschlusskontakt 9 so angeordnet, dass zwischen beiden ein ringförmiger Gas- durchtrittsquerschnitt vorhanden ist. Die Gasaustrittsstelle 5 ist durch das Absperr organ. 10 abgeschlossen.
Diese Sicherung wirkt auf folgende Art: Beim Durchschmelzen des Schmelzstreifens 6, 7 entsteht ein Überdruck in der Druck kammer 2, ,der sich auf das Gasvolumen der Kammer 1 überträgt und das Absperrorgan 10 zum Ansprechen bringt. Es erfolgt eine Gasausströmung, die den zwischen dem Löschkontakt 4 und dem Anschlusskontakt 9 entstehenden Lichtbogen zum Erlöschen bringt. Die Löschung erfolgt besonders ein fach und sicher, weil das zur Löschung be nötigte Löschmedium nicht durch den Licht bogen vorgewärmt ist, sondern nur aus dem in der Kammer 1 vorhandenen kalten Me dium besteht,
welches durch das aus der Druckkammer 2 ausströmende heisse Druck- gas auf den zwischen .dem Löschkontakt 4 und dem Anschlusskontakt 9 brennenden Lichtbogen getrieben wird.
Bei dem Erlöschen des Lichtbogens wird der Kammer 1 keine Wärme mehr zuge führt und die Drucksteigerung versehwrin- det. Das Absperrorgan 10 schliesst die Gas austrittsstelle 5, so dass ein Überdruck in der Kammer 1 bestehen bleibt, der durch die Wahl der auf das Absperrorgan einwirken den Feder 10a einstellbar ist.
Da der Lösch vorgang innerhalb eines sehr kurzen Zeitab- scUnittes, beispielsweise einer Halbperiode erfolgt, bleibt das heisse Gas in der Kammer 2, bezw. dicht vor der Gasaustrittsstelle der Kammer 2 stehen und gelangt nicht zur Löschstelle des Lichtbogens an :dem Lösch kontakt 4. Es kann daher durch heisse Gase oder ein sonstiges durch den Lichtbogen vor gewärmtes Löschmedium die Durchschlag festigkeit an dem Löschkontakt 4 nicht be- einträchtig-6 werden.
Man kann in der Druckkammer noch einen Kolben anordnen, der eine scharfe Trennung zwischen .den kalten und heissen Gasen herbeiführt, wobei der Kolben die heissen Gase nach Zurücklegung eines be stimmten Weges in das Freie austreten lä.sst, ohne dass diese die Löschstelle erreichen können.
Die Wirkungsweise der Sicherung nach Fig. 2 ist dieselbe. Es brennt hierbei der Lichtbogen zwischen dem Löschkontakt 1 i und dem als Kontaktanschluss ausgebildeten Absperrorgan 12. Der Lichtbogen zwischen dem Löschkontakt 11 und dem Anschluss- kontakt 13 dient zur Erzeugung der Druck steigerung.
M.an kann noch Einrichtungen vorsehen, bei denen das aus :der innern Kammer strö mende heisse Medium in eine besondere Kam mer strömt und dort eine Abkühlung er fährt. Durch das heisse Gas kann man auch an der Kammer mittels eines leicht schmelz baren Verbindungsmittels angeordnete Ab- schluss.deckel öffnen, wodurch die heissen Gase aus der Kammer austreten können, ohne die Löschstelle zu bestreichen.
Bei Sicherungen für sehr hohe Spannun gen wird man vorteilhaft den in der innern Kammer angeordneten Schmelzdraht nicht auf die ganze Länge -der Kammer verteilen, sondern man wird eine bestimmte Länge des Drahtes in einer Patrone aufwickeln.
Um den beschriebenen Einrichtungen zum Löschen von Lichtbögen einen grossen Abscha.ltleistungsbereich zu geben. wählt man das Volumen der Druckkammer verhält nismässig gross. Es hat sich gezeigt, dass bei kleinen Strömen das Ansprechen des Ab- sperrorganes erst nach einer Halbperiode er folgt, so dass der Löschvorgang verlängert wird.
Um dies zu vermeiden, versieht man zweckmässigerweise das Absperrorgan mit zwei Federn, einer stärkeren und einer schwächeren, wobei die eine Feder so be messen ist, dass das Absperrorgan schon bei einem verhältnismässig schwachen Gas.dr uck anspricht, während bei dem der stärkeren Feder entsprechenden Gasdruck beide Federn zusammengedrüekt werden.
Um die durch gebrannte Sicherung leicht auswechseln zu können, ist es vorteilhaft, abweichend von der Darstellung in der Zeichnung, die innere Kammer und den zugehörigen A.nschlusskon- takt so miteinander zu verbinden, dass dieser Kontakt nebst dem Schmelzstreifen mit der innern Kammer zusammen eingesetzt wer den kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Abschmelzsicherun,g mit einer Gasaus trittsstelle, bei welcher :Sicherung der Ab- schmelzliehtbogen durch einen selbst erzeug ten Druckgasstrom gelöscht wird, dadurch ;ekennzeichnet, dass sie zwei miteinander kommunizierende Druckkammern enthält, durch welche der Schmelzstreifen so hin.- durchgeführt ist, dass in jeder .der Druck kammern eine Schmelzstelle entsteht. UNTERANSPRttCHE: 1.Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der .Schmelzstreifen aus zwei ungleich langen Teilen besteht, die durch ein stromleitendes Zwischen stück miteinander verbunden .sind. 2. Sicherung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung eines kerzenförmi- gen Verbindungsstückes innerhalb eines trichterförmigen Anschlusskontaktes, dass zwischen beiden ein Gasdurchtrittskanal von ringförmigem Querschnitt vorhanden ist. 3.Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaeaustrittsstelle durch ein durch Gewicht oder Feder be lastetes Absperrorgan verschlossen ist. 4. Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss an der Druckkam mer ein Absperrorgan vorgesehen ist, welches .dem Gas in der Druckkammer erst .dann den Austritt gestattet, wenn ein bestimmter, für die Löschung des Licht bogens günstiger Druck in der Kammer erreicht ist. 5.Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrorgan mit einer starken und einer schwachen Feder versehen ist, wobei die eine Feder so bemessen ist, dass sie schon bei einem verhältnismässig schwachen Gasdruck zu sammengedrückt wird, während bei .dem der stärkeren Feder entsprechenden CTas- druck beule Federn zusammengedrückt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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