Schutzrelais, dessen Kraft sieh mit seinem Erregerstrom stetig ändert. Schutzrelais, die zur Auslösung elektri scher Schaltapparate in dem zu schützenden Stromkreis dienen, wenn ein die Anlage ge fährdender Zustand eintritt, sind im allge meinen als Elektromagnete oder als Elektro motoren ausgebildet. Im ersteren Fall wird bei Überschreiten der Gefahrgrenze ein An ker angezogen oder losgelassen, im zweiten Falle wird der Motor in Betrieb gesetzt oder sein Läufer mechanisch mit der Auslösevor- richtung gekuppelt.
In beiden Fällen wirkt die zu überwachende Grösse, die ein Strom, eine Spannung, eine Geschwindigkeit oder anderes sein kann, als Erregerstrom auf das Relais ein. Wenn dieser Erregerstrom nicht selbst die zu überwachende Grösse ist, so än dert er doch seinen Wert in Abhängigkeit von dieser Grösse.
Es ist nun bei Ferrrarisrelais bekannt, die auf das bewegliche Organ des Relais aus geübte Kraft betriebsmässig dazu auszu nutzen, den momentanen Wert der zu über wachenden Grösse sichtbar anzuzeigen, indem man im Magnetkreis des Relais eine zweite Ferrarisscheibe anordnet, die zum Antrieb eines Zeigers über einer Stromskala benutzt wird. Man hat also hierbei zwei getrennte Drehsysteme.
Nach der Erfindung wird für Anzeige und Auslösung ein und dasselbe bewegliche Relaisorgan benutzt, welches unterhalb der Ansprechgrenze mit einem Anzeigegerät, oberhalb derselben mit der Auslösevorrich- tung gekuppelt ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei- spiel für die Erfindung dargestellt. Es han delt sieh um ein Auslöserelais, das auf Über strom anspricht und als motorisches Relais nach Ferraris ausgebildet ist. Sein Eisen- kern a ist teilweise von der Erregerspule b umschlossen, die vom Hauptstrom durch flossen wird.
In eine Unterbrechungsstelle des Kernes a ist die Ferraristrommel c ein geschaltet, die mit der Achse d versehen ist. Zur Erzeugung des Drehmomentes dienen die beiden, jeweils den halben, Kernquer- schnitt umschliessenden Kurzschlusswindun- gen e. Die Achse d steht senkrecht und ist in einem Spurlager g und einem Halslager h . gelagert; sie trägt am obern Ende Zähne, z.
B. in Form eines Zahnritzels i, das sich oberhalb eines Schlitzes k im Bügel 7n be findet. Dieser Bügel in ist Träger der In strumentenachse 7a. Auf ihr sitzt das Zahn rad o, der Zeiger p und die Gegenfeder q, die hier als Spiralfeder ausgeführt ist. Der Zeiger spielt auf der Skala<I>r.</I> Im Bügel<I>na</I> ist ferner die Auslöseachse s mit dem Zahn rad t ,gelagert, das hier z.
B. in gleicher Höhe liegt wie das Zahnrad o des Messinstrumen- tes. Das Halslager <I>h</I> der Achse<I>d</I> wird nun normalerweise von der Feder f nach links gezogen, derart, dass das Ritzel i mit dem Zahnrad o der Instrumentenachse n in Ein griff steht.
Am Lager h ist gegenüber der Feder<I>f</I> über die Stange u der Anker v des Hochstrommaguetes w =gelenkt, dessen Spule z mit der Spule b des Relais elektrisch in Reihe liegt.
Die Wirkungsweise ist folgende: Bleibt der Strom in den Spulen b und z unter sei ner Ansprechagrenze, so dreht sich der Läufer c des Ferrarismotors <I>a, b, c, e</I> ent sprechend der Erregerstromstärke in der Spule b soweit, wie es die Gegenfeder q gestattet.
Der Zeiger p zeigt dann die Strom stärke auf der entsprechend geeichten Skala r an. rberschreitet der Strom die Ansprech- grenze, so zieht der Magnet w seinen An ker v gegen die Kraft der, gegebenenfalls einstellbaren, Feder f an und zieht das Ritzel i aus dem Eingriff mit dem Zahn rad o des Instrumentes <I>n, o, p, q, r</I> heraus und in den Eingriff mit dem Zahnrad t des Ausslösewerkes s hinein,
wobei die Achse d in dem Schlitz k geführt und um ihre Spitze im Spurlager g geschwenkt wird. Der Zei ger p wird dabei von der Feder q in die Nullage zurückgeführt.
Durch die Drehung der Achse s kann nun momentan oder nach einer gewissen, ge gebenenfalls einstellbaren Zeit die Auslösung eines Schalters bewirkt oder eine andere Re laisarbeit geleistet werden. Der Einfachheit der Darstellung halber ist bei dem Beispiel das Ansprechorgan v, 1,0, <I>z</I> von dem Auslöseorgan <I>a, b, c, d, e ge-</I> trennt. Die gleiche Wirkung kann jedoch auch mit einem einzigen Relaiskern und einer einzigen Spule erreicht werden.
Anderseits ist bei dem Beispiel ein ein ziges Ritzel i benutzt, das entweder in das Zahnrad o des Messgerätes oder in das Zahn rad t der Auslösevorrichtung eingreift. Un ter Umständen ist es zweckmässig, für jedes Zahnrad o bezw. t ein besonderes Ritzel auf der Achse d vorzusehen, oder auch ein Ke gelrad, ein Schraubenrad oder eine Schnecke.
Statt eines Ferrarisrelais kann auch ein elektromagnetisches Relais mit der neuen Vorrichtung ausgerüstet werden.