CH187226A - Schutzrelais, dessen Kraft sich mit seinem Erregerstrom stetig ändert. - Google Patents

Schutzrelais, dessen Kraft sich mit seinem Erregerstrom stetig ändert.

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CH187226A
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Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Schutzrelais, dessen Kraft sieh mit     seinem    Erregerstrom stetig ändert.    Schutzrelais, die zur Auslösung elektri  scher Schaltapparate in dem zu schützenden  Stromkreis dienen, wenn ein die Anlage ge  fährdender     Zustand    eintritt, sind im allge  meinen als Elektromagnete oder als Elektro  motoren     ausgebildet.    Im ersteren Fall wird  bei Überschreiten der     Gefahrgrenze    ein An  ker angezogen oder losgelassen, im     zweiten     Falle wird der Motor in Betrieb gesetzt oder  sein Läufer mechanisch mit der     Auslösevor-          richtung    gekuppelt.

   In beiden Fällen wirkt  die zu     überwachende    Grösse, die ein Strom,  eine Spannung, eine     Geschwindigkeit    oder  anderes sein kann, als Erregerstrom auf das  Relais ein. Wenn dieser Erregerstrom nicht  selbst die zu     überwachende    Grösse ist, so än  dert er doch seinen     Wert    in Abhängigkeit  von dieser Grösse.  



  Es ist nun bei     Ferrrarisrelais    bekannt,  die auf     das    bewegliche Organ des     Relais    aus  geübte Kraft betriebsmässig dazu auszu  nutzen, den momentanen Wert der zu über  wachenden Grösse sichtbar anzuzeigen, indem    man im     Magnetkreis    des Relais eine zweite       Ferrarisscheibe    anordnet, die zum Antrieb       eines    Zeigers über einer     Stromskala    benutzt       wird.    Man hat also hierbei zwei getrennte  Drehsysteme.  



  Nach der Erfindung wird für Anzeige  und Auslösung ein und dasselbe bewegliche  Relaisorgan benutzt, welches unterhalb der       Ansprechgrenze    mit einem Anzeigegerät,  oberhalb derselben mit der     Auslösevorrich-          tung    gekuppelt     ist.     



  In der Zeichnung ist ein     Ausführungsbei-          spiel    für die Erfindung dargestellt. Es han  delt sieh um ein     Auslöserelais,    das auf Über  strom anspricht und als motorisches Relais  nach     Ferraris    ausgebildet ist. Sein     Eisen-          kern    a ist teilweise von der Erregerspule     b     umschlossen, die vom     Hauptstrom    durch  flossen wird.

   In eine     Unterbrechungsstelle     des Kernes     a        ist    die     Ferraristrommel    c ein  geschaltet, die mit der Achse d versehen     ist.     Zur     Erzeugung    des Drehmomentes     dienen     die beiden, jeweils den     halben,    Kernquer-      schnitt     umschliessenden        Kurzschlusswindun-          gen    e. Die Achse d steht senkrecht und ist  in einem     Spurlager    g und einem Halslager h .  gelagert; sie trägt am obern Ende     Zähne,     z.

   B. in Form eines     Zahnritzels    i, das sich  oberhalb eines Schlitzes     k    im Bügel     7n    be  findet. Dieser Bügel in ist Träger der In  strumentenachse     7a.    Auf ihr sitzt das Zahn  rad o, der Zeiger p und     die    Gegenfeder     q,     die hier als Spiralfeder ausgeführt     ist.    Der  Zeiger spielt auf der Skala<I>r.</I> Im Bügel<I>na</I>  ist     ferner    die     Auslöseachse    s mit dem Zahn  rad t ,gelagert, das hier z.

   B. in gleicher Höhe  liegt     wie    das Zahnrad o des     Messinstrumen-          tes.    Das     Halslager   <I>h</I> der Achse<I>d</I> wird nun       normalerweise    von der Feder f nach links  gezogen, derart, dass das     Ritzel    i mit dem  Zahnrad o der     Instrumentenachse        n    in Ein  griff steht.

   Am Lager h ist gegenüber der  Feder<I>f</I> über die Stange     u    der Anker     v    des       Hochstrommaguetes        w    =gelenkt, dessen  Spule z mit der Spule b des Relais elektrisch  in     Reihe    liegt.  



  Die Wirkungsweise ist folgende: Bleibt  der     Strom    in den Spulen b und z unter sei  ner     Ansprechagrenze,    so dreht sich der  Läufer c des     Ferrarismotors   <I>a, b, c, e</I> ent  sprechend der Erregerstromstärke in der  Spule b soweit,     wie    es die Gegenfeder q  gestattet.

   Der Zeiger p zeigt dann die Strom  stärke auf der entsprechend geeichten Skala r  an.     rberschreitet    der Strom die     Ansprech-          grenze,    so zieht der     Magnet    w seinen An  ker     v    gegen die Kraft der, gegebenenfalls  einstellbaren, Feder f an und zieht das       Ritzel    i aus dem Eingriff mit dem Zahn  rad o des     Instrumentes   <I>n, o, p, q, r</I> heraus  und in den Eingriff mit dem Zahnrad t des       Ausslösewerkes    s hinein,

   wobei die Achse d in  dem Schlitz k geführt und um ihre Spitze  im     Spurlager    g geschwenkt     wird.    Der Zei  ger p wird dabei von der Feder     q    in die  Nullage     zurückgeführt.     



  Durch die Drehung der Achse s kann  nun momentan oder nach einer gewissen, ge  gebenenfalls einstellbaren Zeit die     Auslösung          eines    Schalters bewirkt oder eine andere Re  laisarbeit geleistet werden.    Der Einfachheit der Darstellung halber  ist bei dem     Beispiel    das     Ansprechorgan        v,          1,0,   <I>z</I> von dem     Auslöseorgan   <I>a, b, c, d, e ge-</I>  trennt. Die gleiche Wirkung kann jedoch  auch mit einem einzigen Relaiskern und  einer einzigen Spule erreicht werden.  



  Anderseits ist bei dem Beispiel ein ein  ziges     Ritzel    i benutzt, das entweder in das  Zahnrad o des     Messgerätes    oder in das Zahn  rad t der     Auslösevorrichtung        eingreift.    Un  ter Umständen ist es zweckmässig, für jedes  Zahnrad o     bezw.    t ein besonderes     Ritzel    auf  der Achse d vorzusehen, oder auch ein Ke  gelrad, ein Schraubenrad oder eine Schnecke.  



  Statt eines     Ferrarisrelais    kann auch ein  elektromagnetisches Relais mit der neuen  Vorrichtung ausgerüstet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrisches Schutzrelais, dessen auf das bewegliche Relaisorgan ausgeübte Kraft sich mit seinem Erregerstrom stetig ändert und betriebsmässig dazu ausgenützt wird, den momentanen Wert der zu überwachenden Grösse sichtbar anzuzeigen, dadurch gekenn zeichnet, dass sowohl für die Anzeige, als auch für die Auslösung das gleiche beweg liche Relaisorgan benutzt wird, welches un terhalb der Ansprechgrenze mit dem An zeigegerät, oberhalb derselben mit der Aus lösevorrichtung des Relais gekuppelt ist.
    UNTERANSPRüCHE 1. Schutzrelais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das bewegliche Relaisorgan beim Überschreiten der An sprechgrenze durch das Ansprechorgan des Relais vom Anzeigegerät auf die Auslösevorrichtung umgeschaltet wird. 2.
    Schutzrelais nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Kupplung des beweglichen Relaisorganes mit dem Anzeigegerät unterhalb der Ansprech- grenze durch eine Federkraft bewirkt wird, die beim Überschreiten der An sprechgrenze, das heisst beim Ansprechen des Relais, überwunden wird. 3. Schutzrelais nach Unteranspruch 1 mit Ferrarisläufer, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Läufers mit Zähnen versehen ist, die in entsprechende Zahn lücken sowohl des Anzeigegerätes, als auch der Auslösevorrichtung einzugreifen geeignet sind.
    4. Schutzrelais nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass der Kraft des beweglichen Relaisorganes unterhalb der Ansprechgrenze eine Federkraft entgegen wirkt, die beim Ansprechen des Relais den Zeiger des Anzeigegerätes in die Nullage zurückführt.
CH187226D 1935-02-04 1936-01-30 Schutzrelais, dessen Kraft sich mit seinem Erregerstrom stetig ändert. CH187226A (de)

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