CH187232A - Verfahren zur Überwachung des Druckes in Vakuumentladungsgefässen. - Google Patents

Verfahren zur Überwachung des Druckes in Vakuumentladungsgefässen.

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CH187232A
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  Verfahren zur Überwachung des Druckes     in        Vakuumentladungsgefässen.       Die Erfindung     bezieht    sich auf ein Ver  fahren zur Überwachung des Gas- oder  Dampfdruckes in     Vakuumentladungsgefässen.     



  Es sind bereits Überwachungsanordnun  gen bekannt, bei denen     zwischen    einer Hilfs  anode und der Kathode des zu     überwachen-          .den    Gefässes eine mit konstanter Stromstärke  betriebene Hilfsentladung erzeugt wird     und     ausserhalb des Kernes der     Hilfsentladung     eine     Messelektrode    angeordnet ist, zu der eine  von dem zu     überwachenden    Druck abhängige  Menge Ladungsteilchen aus dem Kern der  Entladung diffundiert,

   die den über die     Mess-          elektrode    fliessenden Steuerstrom     eines        An-          zeigegerätes    entsprechend beeinflusst. Weiter  hin     ist    es bekannt,     bei    derartigen     Anordnun-          gen        v,r    der Hilfsanode eine Blende anzu  bringen, welche verhindert, dass eine die Wir  kung .der Überwachungsanordnung störende,  sogenannte wandernde Zwischenkathode ent  steht, indem sie die Zwischenkathode     in     Form einer sogenannten     Striktionskathode     fixiert,

   und zwar in ihrer     Öffnung.       Bei dem erfindungsgemässen     Verfahren          wird    nun ebenfalls     zwischen        einer    Hilfsanode  und der Kathode des zu überwachenden Ge  fässes eine     Hilfsentladung        erzeugt    und     vor     der Anode eine Blende angeordnet.

   Eine be  sondere     Messelektrode    ist jedoch nicht vorhan  den, sondern die Hilfsanode selbst     bildet,die          Messelektrode.    Ausserdem wird die     Hilfs-          entladung        nicht    mit     konstantem    Strom be  trieben,     sondern    erfindungsgemäss mit Strom  stärken, bei denen durch     Eintreten    einer       Ionenverarmung    in dem durch     ,

  die    Blende       abgetrennten    Raum die     Stromstärke    der Ent  ladung     mit    wachsender Spannung einem von  dem zu     überwachenden    Gas- oder Dampf  druck abhängigen     .Sättigungswert        zustrebt.     Dieser wird     mittels    einer in den Hilfsanoden  kreis     eingeschalteten        Vorrichtung        erkennbar     gemacht.

   Diese kann eine     Anzeigevorrich-          tung    oder auch .eine     @Sohaltvorrichtung    sein,  die bei Abweichungen des     Sättigungswertes     der     Entladestromstärke    von     einem    vor  bestimmten Sollwert     Schaltungen        auslöst,         zum Beispiel eine Vakuumpumpe einschaltet  oder eine     Einrichtung    zur     Nachfüllung    von  Edelgas     betätibo-t.    Anzeige- und     SchaItvorrich-          tung    können auch gleichzeitig vorhanden sein.  



  Der     Sättigungswert    der Stromstärke und  .seine Abhängigkeit von dem     Gas-    oder  Dampfdruck kommen auf folgende Weise  zustande.  



  In der     Blendenöffnung    entsteht eine     soge-          nanute        Striktionskathode,    für welche der       Elektronenstrom    in Richtung     Kathode-          Anode    und der positive     IonenGtrom    in der  entgegengesetzten Richtung, nämlich Anode  Kathode, in einer festen Beziehung zuein  ander stehen, und zwar verhalten sich diese  Ströme umgekehrt wie die     Quadratwurzel     aus dem     Verhältnis    von Elektronenmasse zur       Masse    der positiven Ionen.

   Da von einer     be-          stimmten    Stromstärke ;an der     Raum    in der  Umgebung der Hilfsanode sich auf einem  sehr viel höheren Vakuum befindet als das  eigentliche Vakuumgefäss, welches die Ka  thode enthält, so wird der Strom :durch :die  Blende durch :die Zahl     neutraler    Gasteilchen  begrenzt, welche aus dem Entladungsraum,  der die Kathode enthält, in den durch die  Anodenblende abgegrenzten     Teil        des    Ent  ladungsraumes mit der Hilfsanode     hinein     diffundieren.

   Diese Anzahl Teilchen     ist     offenbar abhängig von dem Gas- oder  Dampfdruck vor der Blende in     Richtung     nach der Kathode. Hieraus ergibt sich der  erfindungsgemäss     ausgenutzte    Zusammenhang       zwischen    dem -Gas- oder Dampfdruck und  dem     Sättigungswert    der Stromstärke.  



  Anhand der beiliegenden Zeichnungen  soll die Erfindung näher erläutert     werden.          Fig.    1 zeigt ein     Ausführungsbeispiel    einer       Vakuumüberwachungseinrichtung    zur     Aus-          führung    des Verfahrens gemäss der Erfin  dung,       Fig.2    .die     Stromspannungskennlinien,    in  welchen der     Sättigungswert    erkennbar     isst,

       und       Fig.    3 eine zweite Ausführungsform einer       Vakuumüberwachungseinrichtung    zur     Aus-          führung    des Verfahrens gemäss der     Erfin-          dung.       In     Fsg.    1 ist 1 das eigentliche Vakuum  entladungsgefäss, z.

   B. ein Quecksilber  dampfgleichrichter, dessen Gas- oder Dampf  druck überwacht werden soll. 2 ist die Ka  thode, und 3 sind :die Anoden, welche mit       Anodenschutzrohren    4     umgeben    und mittels  der Isolatoren 5 eingeführt sind. 6 ist der       Wecbselstromtransformator,    an den die Ano  den 3 angeschlossen     sind.    Zur     Überwaehung     des Gas- oder Dampfdruckes ist .in das Ge  fäss 1 ein Rohrstutzen 7 eingesetzt.

   Dieser  enthält eine Anode 8, der eine Blende 9 vor  gesetzt     ist.    Die Anode 8 ist an eine Gleich  spannungsquelle 10 angeschlossen, durch  welche eine Hilfsentladung     zwischen    der  Hilfsanode 8 und der Hauptkathode 2 auf  rechterhalten     wird.    Diese     zeigt    die aus der       Fig.2    ersichtliche     Stromspannungskennlinie     11.

   Mit zunehmender     Spannung    wächst ,die       Entladun",lis,stromstärke    und     nähert.sich    einem       @Sättiguugswert,    der ungefähr gleich !dem  Wert     I"        ist.    Dieser Stromwert     I"    ergibt sich  aus dem     Schnittpunkt    zwischen     einer    Wider  standsgeraden 18 und der Kennlinie 11 und  soll als derjenige Stromwert     aalgesehen    wer  den, :

  bei welchem der     Gas-    oder Dampfdruck  den gewünschten Wert     aufweist.    Die Be  deutung der Widerstandsgeraden 18 ergibt  sich im einzelnen     aus    der     Fig.    2. In dieser  ist horizontal die     .Stromstärke,    vertikal die  Spannung aufgetragen. Der Schnittpunkt der       Geraden.    18 mit der Spannungsachse E be  deutet die Spannung der Stromquelle, welche  über den      hmschen    Widerstand des     greises     die Hilfsentladung     zwischen    der Hilfsanode B  und :der Kathode 2 speist.

   Mit zunehmender  Stromstärke J subtrahiert     sich    von .dieser bei  J = 0 vorhandenen Spannung zwischen der  Kathode 2 und der Anode 8 der proportional  mit J anwachsende     Ohmsche    Spannungs  abfall. Für .die Entladung bleibt infolge  dessen bei andern Stromstärken J eine Rest  spannung übrig, die sich ergibt     aus    der     Spa.n-          nun:g    der Stromquelle 10     (Fig.    1) minus der       Ohmschen    Spannungsabfälle in dem Strom  kreis.

   Diese mit zunehmender Stromstärke J  für die Entladung zwischen der Kathode. 2  und der Anode 8     übrigbleibende        Spannung         wird durch die gerade Linie 1,8 dargestellt.  Der Schnitt dieser geraden Linie 18 mit der       Charakteristik    für die Entladung zwischen  den Elektroden 2 und 8 ergibt dann die mög  liche. Entladungsstromstärke.

   Bei zunehmen  dem     Gas-    oder Dampfdruck, das heisst bei  sich verschlechterndem     Vakuum,    verläuft die       Stromspannungskennlinie    nach der Kurve 12,  das heisst der Anstieg der     Stromspannungs-          kennl.inie        verschiebt    sich zu höheren Strom  werten     I'..    Umgekehrt nimmt bei einem nied  rigen Gas- oder Dampfdruck, das heisst  bei einem höheren Vakuum, die     Stromspan-          nungskennlinie    einen Verlauf entsprechend  der     Kurve    13,

   das heisst der Anstieg der       Stromspannungskennlinie    erfolgt bei einem  Werte     1"o.    Aus den in der     Fig.    2 dargestell  ten Kurven ergibt sich also, dass die Strom  spannungskennlinie einen sehr steilen     An-          stieg    aufweist, so dass der Strom mit zu  nehmender Spannung noch langsam wächst,  aber einem     Sättigungswerte    zustrebt.

   Als  steuernder Stromwert für das Anzeigeinstru  ment wird zweckmässig     derjenige    Strom  wert genommen, .der sich aus dem     Schnitt-          punkt    der     Stromspannungskennlinien    mit der       Widerstandsgeraden    ergibt.  



  Zur Anzeige dieser     Änderung    des Strom  wertes     I"    ist in den     Anodenstromkreis    ein       .L#Tessinstrument    14 eingeschaltet, welches bei  geeigneter Eichung eine direkte     Ablesung     des Gasdruckes     ermöglicht.    Ausserdem kann  man in dem Anodenstromkreis noch die Er  regerwicklung einer Schalteinrichtung 15  vorsehen, welche einen Stromkreis zum     Ein-          und        Ausschalten    der Vakuumpumpe, zum       Betätigen    einer     Edelga.sfüllvorrichtung        usw.     steuert.

      Die Ausführungsform gemäss     Fig.    3 unter  scheidet sich von derjenigen gemäss     Fi:g.    1 ,da  durch, dass in Reihe mit der Hilfsanode 8  eine Drosselspule 16 geschaltet ist. Zwischen  der Anode 8 und der Blende 9     bezw.    über  die     Drosselspule    16 treten dann, sobald der  Strom über die Anode 8 durch die     Blende    9  und nicht mehr durch den     Widerstand    17  begrenzt wird, hochfrequente Schwingungen    auf.

   Dies ist der Fall, wenn der     Schnittpunkt     .der Widerstandsgeraden 18 auf dem steil an  steigenden Ast der     Stromspannungskenn-          linien    13, 11, 12 liegt, wie dies aus     Fig.    2       erkennbar    ist.  



  Wählt man die Abmessungen und Strom  stärken so, dass derartige hochfrequente       Schwingungen    entstehen, so kann man  parallel zu der Drosselspule 16     bezw.    zu der       Anode    8 und der Kathode 9 eine     Glimm-          röhre    19 oder irgend     eine    andere Glimm  strecke einschalten, welche durch die     hoch-          frequenten    Schwingungen     ionisiert    und in  folgedessen stromdurchlässig wird. In     Reihe     mit der Glimmröhre 19 liegt ein Konden  sator 20.

   Diese Glimmröhre 19 dient dazu,  einen an ihren Klemmen 21 befindlichen  Hilfsstromkreis zu schliessen, welcher die     ge-          wünschten        !Schaltungen    auslöst, sobald der  Gas- oder Dampfdruck im     Innern    des Haupt  entladungsgefässes einen bestimmten Wert       unterschreitet.     



  Auch bei dieser Ausführung kann selbst  verständlich, ein     1VIessinstrument    in den Ano  denstromkreis     eingeschaltet    werden.

Claims (1)

  1. PATEN TA@TSPRüCHE I. Verfahren zur Überwachung des Druckes in Vakuumentladungegefässen unter Ver wendung einer Hilfsentladung zwischen einer Hilfsanode und :der Kathode, wobei der Hilfsanode eine Blende zur Tren nung des Raumes vor der Hilfsanode von .dem eigentlichen Vakuumraum vor gelagert ist, dadurch .gekennzeichnet"dass ,die Hilfsentladung mit Stromstärken be trieben wird, bei denen durch Eintreten einer Ionenverarmung in .dem durch die Blende abgetrennten Raum die :
    Strom- stärke der Entladung mit -vt=aehsender Spannung einem von dem zu über wachenden Gas- oder Dampfdruck ab hängigen Sättigungswert zustrebt, der durch eine in den HilfsanoJenstromkrei.s geschaltete Vorrichtung erkennbar ge macht wird.
    II. Vakuumüberwa.chiingseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Pa- tentanspruch I, dadurch ;gekennzeichnet, dass in den Hilfsanodenstromkreis eine Sehaltvorrichtung eingeschaltet ist, die bei Abweichungen des Sättigungswertes der Entladungsstromstärke von einem vorbestimmten Sollwert Schaltungen aus löst,
    welche eine Aufrechterhaltung des gewünschten Druckes im Vakuumgefäss bewirken. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass .die Entlade stromstärke der Hilfsentladung derart bemessen wird, @dass bei einer Abwei chung von einem vorbestimmten Gefäss druck hochfrequente Schwingungen auf treten, welche eine Glimmstrecke ionisie ren, die ihrerseits -die zur Überwachung ,
    des Druckes .dienenden Schaltvorgänge auslöst. 2. Überwachungseinrichtung nach Patent- anspruch II, dadurch :
    gekennzeichnet, ,dass parallel zu einer im Hilfsanoden stromkreis liegenden Drosselspule minde- stens eine Glimmstrecke geschaltet ist, welche an den Steuerstromkreis für die Einrichtungen zur Überwachung des Druckes im Vakuumgefäss angeschlossen ist. ä. Überwachungseinrichtung nach Patent anspruch II, dadurch gekennzeichnet, ,
    dass parallel zur Anode und Kathode der Hilfsentladung mindestens eine Glimm- strecke geschaltet ist, welche an den Steuerstromkreis für die Einrichtungen zur Überwachung des Druckes im Vakuumgefäss angeschlossen ist.
CH187232D 1934-07-09 1935-07-02 Verfahren zur Überwachung des Druckes in Vakuumentladungsgefässen. CH187232A (de)

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