CH187244A - Mittels eines Deckels verschliessbares, halsloses Glasgefäss für Tabletten und dergleichen Formlinge. - Google Patents

Mittels eines Deckels verschliessbares, halsloses Glasgefäss für Tabletten und dergleichen Formlinge.

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CH187244A
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      Nittels    eines Deckels verschliessbares, halsloses     Glasgefäss    für Tabletten  und dergleichen     Formlinge.       Die Erfindung betrifft ein durch einen  Deckel verschliessbares, halsloses Glasgefäss  für Tabletten und dergleichen Formlinge, in  dessen zylindrischem Hohlraum die Tabletten  mit wenig Spiel in einem Stapel angeordnet  werden. Diese Tablettengläser wurden bis  her entweder durch eine das Gefäss umfas  sende Steckkappe, eine     Gewindekappe    oder  durch einen Korken verschlossen.  



  Der Verschluss des Tablettenglases mit  tels einer Steckkappe ist nachteilig, weil der  Behälter nicht genügend luftdicht abgeschlos  sen ist. Ausserdem muss die Kappe infolge  der Verschiedenheit des Durchmessers der  Gläser für jedes einzelne Tablettenglas pas  send gemacht werden und ist daher nicht  austauschbar. Dieser Nachteil wird zwar bei  Tablettengläsern mit einer das Gefäss von  aussen umgreifenden Gewindekappe vermie  den, jedoch treten dafür Nachteile auf, denn  die gegenüber dem übrigen Körperteil vor  stehende Gewindekappe ist beim     Etikettieren       hinderlich.

   Damit die Gewindekappe nicht  vorsteht, muss der das     Gewinde    tragende Teil  des Glases verengt werden.     Hierdurch    wird  die Entnahme der Tabletten, die beim Her  ausbringen an diese Verengung anstossen, er  schwert. Der Durchmesser des Gefässes muss  ausserdem gegenüber einem Gefäss mit Steck  kappe grösser sein, wodurch ein grösserer  Glasverbrauch     und    grösserer Raumbedarf bei  der     Verpackung    bedingt     wird.    Überdies  haben die Tabletten in solchen Gläsern seit  lich keine genügende     Führung    und zer  bröckeln unter Umständen.  



  Der     Erfindungsgegenstand    ist von diesen  Nachteilen befreit. Er kennzeichnet sich da  durch, dass an der     Innenseite    der Behälter  mündung ein     Befestigungsmittel,    zum Bei  spiel ein Gewinde, vorgesehen ist, welches  zur Festlegung des     Verschlussdeckels    dient  und im lichten Durchmesser so gehalten ist.  dass es das Durchbringen der Tabletten nicht       behindert.              Innengewinde    an Glasgefässen ist zwar an  sich bekannt. So wurde bereits vorgeschla  gen, Flaschen und flaschenartige Behälter,  Bonbongläser, Speisegefässe und dergleichen  in dieser Weise auszugestalten.

   Diese Ge  fässe besitzen jedoch einen Hals     bezw.    eine  innere Halsverengung, so dass sie für die Auf  nahme von in einem Stapel angeordneten       Tabletten    ungeeignet     sind    und hierfür auch  nicht verwendet werden.  



  Der     Erfindungsgegenstand    ist in der bei  liegenden Zeichnung in verschiedenen Aus  führungsbeispielen dargestellt, und zwar  zeigen       Fig,    1 und 2 Tablettengläser     mit    glatt  verlaufender Aussenwandung,     Innengewinde     und verschieden gestaltete     Verschlussdeckeln,          Fig.    3 und 4 Tablettengläser mit     glatt-          verlaufender        Aussenwandung,        Bajonettver-          schluss    und mit der     Aussenwandung    abschlie  ssendem     Verschlussdeckel,

            Fig.    5, 6 und 7 besondere Ausgestaltun  gen des Gewindeteils der Tablettengläser,       Fig.    8 ein Tablettenglas mit einem anders  gestalteten     Verschlussdeckel,    und       Fig.    9     eine    besondere Ausführungsform  des     Verschlussdeckels.     



  Das im wesentlichen zylindrische Tablet  tenglas 1 ist, wie die     Fig.    1 bis 4 zeigen, so  ausgestaltet, dass die Aussenwandung glatt  verläuft. Wenn die     Tablettengläser    aus Glas  röhren hergestellt werden, welche bekannt  lich im Durchmesser verschieden sind, so  wird zweckmässig, falls die Glasmündung  mit einem Gewinde zu versehen ist, der mitt  lere Durchmesser der Glasröhre bei Wahl des  Gewindes zugrunde gelegt. Dadurch wird  erreicht, dass alle Gläser innerhalb einer übli  chen     Sortierung    mit einem Deckel gleichen  Gewindedurchmessers verschlossen werden  können, und zwar austauschbar.

   An der In  nenseite der Glaswandung ist in der Nähe  der Öffnung ein     Befestigungsmittel    zur Fest  legung des     Verschlussdeckels    vorgesehen, wel  ches im lichten Durchmesser so gehalten ist,  dass es     däs    Herausbringen der Tabletten nicht  behindert. Bei der in     Fig.    1 und 2 dargestell  ten Ausführungsform besteht dieses Fest-         legungsmittel    in einem     Innengewinde    2, in  das der     Verschlussdeckel    3 mit einem an ihm  vorgesehenen Aussengewinde eingreift.

   An  Stelle eines Gewindeverschlusses kann auch,  wie in     Fig.    3 und 4 dargestellt ist, ein     Bajo-          nettverschluss    vorgesehen sein. Im     Verschluss-          deckel    3 sind in diesem Falle Schlitze 7 an  geordnet, in die entsprechende, nach innen  ragende Vorsprünge 8 an der Mündung des  Glasgefässes greifen. Die     Befestigungsmittel     können ferner auch durch     im    Innern des Ge  fässes     bezw.    des Deckels vorgesehene     Knaggen     oder Vorsprünge gebildet sein, mittels wel  cher der Deckel gegen den Mündungsrand  gepresst wird.  



  Der     Verschlussdeckel    3 kann sowohl aus  Metall, als auch aus Kunstharz oder einem  andern geeigneten Stoff bestehen. Der     Ver-          schlussdeckel    hat     (Fig.    1 bis 3     und    8) in der  Mitte einen Hohlraum,, in den ein Watte  oder     Zellulosebausch    4 zum Festlegen der das  Glasgefäss auffüllenden Tabletten eingelegt  werden     kann.    Damit ein besserer Halt für  den Wattebausch im Deckel gewährleistet ist,  ist der Hohlraum zweckmässig etwas nach  innen verengt.

   Der Wattebausch     wird    nach  dem Einbringen in den Deckelhohlraum     in     diesem festgehalten und beim Abschrauben  der     Verschlusskappe        mitentfernt.    Selbstver  ständlich ist das Einbringen des Watte  bausches in den     Verschlussdeckel    nicht un  bedingt erforderlich. Der     Verschlussdeekel     kann vielmehr auch massiv ausgebildet sein,  so dass der     Wattebausch    dann in der bisher  üblichen Weise zwischen     Verschlussdeckel     und Tabletten einzulegen ist.  



  Der Deckel hat nach den     Fig.    1, 3 und 4  oberhalb ihres Gewindeteils einen vorsprin  genden Rand, der sich beim Aufschrauben  des Deckels auf das     Tablettenglas    auf die Glas  mündung legt. Der Durchmesser des Deckels  kann dabei so gehalten     sein.,    dass der Deckel  mit dem Tablettenglas im wesentlichen ab  schliesst und nur wenig vorsteht, um ein leich  tes Abschrauben zu ermöglichen. Der Rand  des Deckels kann aber auch, wie in     Fig.    2  dargestellt ist, das Tablettenglas weiter über  greifen als in den     Fig.    1, 3 und 4 gezeigt ist.

        Zur Erzielung eines     einwandfreien,    luft  dichten Abschlusses kann zwischen dem  Deckel 3 und dem Rande des Glases ein Dich  tungsring 5 aus Gummi, Kork oder derglei  chen angeordnet sein, wie in den zuletzt ge  nannten Figuren zur Veranschaulichung ge  bracht ist. Der Dichtungsring 5 kann auch  in einer Ringnut des     Verschlussdeckels    liegen,  wie     Fig.    2 zeigt. In diesem letzteren Falle  greift der Deckel mit einem Randteil 6 über  die Mündung des Glases.  



  Die Aussenwandung. des Glases verläuft  vorzugsweise glatt,     wie    es bei den bisher be  handelten     Ausführungsbeispielen    der Fall  ist. Es kann aber auch am obern Rande des  Glasgefässes ein Verstärkungswulst 10 an  geordnet sein, wie in     Fig.    5 gezeigt ist. Der  Gewindeteil kann ferner auch gegenüber der       innern    Glaswandung erweitert sein,     wie    dies  in     Fig.    7 bei 12 angedeutet ist. Die Aus  gestaltung ist dabei so gewählt, dass die in  nere Wandung des eingeschraubten hohlen       Verschlussdeckels    gegenüber der innern Wan  dung des nicht     erweiterten    Behälters nicht  oder nur wenig vorspringt.

   Schliesslich kann  in dem am Rande des Glasgefässes be  findlichen Verstärkungswulst     (Fig.    6) eine  Aussparung 11 zum Einlegen einer Dich  tungsscheibe angeordnet sein. Diese Ausspa  rung gestattet, dass das Gewinde am     Ver-          schlussdeckel    nicht bis an die Deckelplatte  weitergeführt zu sein braucht. Bei einem in  dieser Weise ausgestatteten Tablettenglas ist  sowohl an der Stirnseite des Gefässes, als  auch an der Innenseite des     Deckels    eine ge  schlossene Auflage- und Abdichtungsfläche  vorhanden.  



  Der     Verschlussdeckel    kann schliesslich  auch in der Weise ausgestaltet sein, dass er  einen längeren, im wesentlichen zylindrischen  Teil 14     (Fig.    8) mit Ausbauchung 13 auf  weist, wobei das Gewinde sich nur über einen  Teil des zylindrischen Teils 14 erstreckt. Um  etwaige Ungleichmässigkeiten auszugleichen,  welche bei der Formung des     Gewindes    im Ta  blettenglas oder im Deckel entstehen können,  kann ferner der Gewindeteil des     Verschluss-          deckels    beispielsweise durch Anordnung eines    Schlitzes 15 elastisch ausgebildet sein, wie  dies in     Fig.    9 dargestellt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mittels eines Deckels verschliessbares, hals loses Glasgefäss für Tabletten und derglei chen Formlinge, in dessen zylindrischem Hohlraum die Tabletten mit wenig Spiel in einem Stapel angeordnet werden, gekenn zeichnet durch ein an der Innenseite der Be hältermündung vorgesehenes Befestigungs mittel, welches zur Festlegung des Verschluss- deckels dient und im lichten Durchmesser so gehalten ist, dass es das Durchbringen der Tabletten nicht behindert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Glasgefäss nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein an der Innenseite der Glaswandung vorgesehenes Gewinde (2) und einen in dieses Gewinde eingreifen den, mit einem vorspringenden Rand auf der Glasmündung aufliegenden Verschluss- deckel. 2. Glasgefäss nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, gekennzeichnet durch einen im Verschlussdeckel vorgesehenen Hohl raum, in den ein Füllkörper zum Fest legen der das Glasgefäss auffüllenden Ta bletten eingreift. 3.
    Glasgefäss nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Hohlraum des Ver- schlussdeckels eine Verengung zum Fest halten des Füllkörpers aufweist. 4. Glasgefäss nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Wandung an der Be- hältermündung verstärkt ist. 5. Glasgefäss nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Verstärkung (10) der Behältermündung nach aussen -über die unverstärkte Wandung hervortritt. 6.
    Glasgefäss nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Behältermündung ge genüber dem übrigen Behälterraum. er- weitem ist, wobei der erweiterte Teil glatt- wandig ist und mit dem anschliessenden, nicht erweiterten und mit Gewinde ver- sehenen Teil einen Sitz (11) für eine Dich tung bildet. 7.
    Glasgefäss nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Behältermündung ge genüber dem übrigen Behälterraum erwei tert ist, und dass die innere Wandung des eingeschraubten hohlen Verschlussdeckels gegenüber der innern Wandung des nicht erweiterten Behälters nicht oder nur wenig vorspringt. ss.
    Glasgefäss nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass in dem Gewindeteil des Verschlussdeckels ein Schlitz (15) an geordnet ist, um dem Gewindeteil eine gewisse Federung zu geben.
CH187244D 1934-12-06 1935-11-20 Mittels eines Deckels verschliessbares, halsloses Glasgefäss für Tabletten und dergleichen Formlinge. CH187244A (de)

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