CH187266A - Schaltung mit mindestens einer Schutzgitter-Elektronenentladungsröhre zur Verstärkung oder Frequenztransformation elektrischer Schwingungen. - Google Patents

Schaltung mit mindestens einer Schutzgitter-Elektronenentladungsröhre zur Verstärkung oder Frequenztransformation elektrischer Schwingungen.

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CH187266A
CH187266A CH187266DA CH187266A CH 187266 A CH187266 A CH 187266A CH 187266D A CH187266D A CH 187266DA CH 187266 A CH187266 A CH 187266A
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electrode
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Schaltung mit mindestens einer     Schutzgitter-Elektronenentladungsröhre    zur  Verstärkung oder     Frequenztransformation    elektrischer Schwingungen.    Bei Schaltungen für die Verstärkung  oder die     Frequenztransformation        elektrischer          Schwingungen    ist es zur Vermeidung von       Rilckkopplungserscheinungen    üblich, Schutz  gitterröhren zu benutzen. Die Schutzgitter  befinden sich dabei gewöhnlich auf einem  ziemlich hohen positiven Potential und die  Anoden auf einem meist noch erheblich höher  liegenden Potential.

   Letzteres ist für sich  unerwünscht, aber     notwendig    im     Hinblick     auf die in solchen Röhren mit mehr als einer       positiven    Elektrode gewöhnlich auftretenden       Sekundäremissionserscheinungen.     



  Bei den bekannten Schaltungen werden  die verstärkten     Spannungen    der Anode ent  nommen und, da diese ein hohes positives  Potential besitzt,     ist    es erforderlich, eine häu  fig aus einem Kondensator     bestehende    gal  vanische Sperrung zwischen ihr und dem       Steuergitter    der folgenden Röhre anzubrin  gen. In diesem Fall ist ein     Ableitungswider-          ctand    erforderlich,     um    diesem     Gitter    die ge-    wünschte     Vorspannung    geben zu können.

    Dieser     Blockierungskondensator    und der     Ab-          leitungswiderstand    bedingen ungewünschte       Verwicklungen,    da sie die     Einrichtung    grö  sser und kostspieliger machen und ausserdem  leicht eine ungewünschte     Aufladung    des  Gitters veranlassen können.  



  Die Erfindung bezweckt, bei Verstärkern  die     Anwendung    verschiedener hoher positiver  Potentiale zu vermeiden. Durch die Erfin  dung wird die     Möglichkeit    geschaffen, die  erwähnte galvanische     Sperrung    fortzulassen,  wodurch die Verstärker einfacher, kleiner,  leichter und     billiger    werden und gleichzeitig  Verzerrungen vermieden werden.  



  Dieser Zweck wird gemäss der     Erfindung     dadurch erreicht, dass der Ausgangselektrode  jeder     Schutzgitterröhre        eine    niedrige Gleich  spannung, und     einem    in der Nähe der Aus  gangselektrode liegenden Schutzgitter eine  hohe Gleichspannung zugeführt wird, welche       Spannungen    derart bemessen     sind,    dass zwi-      sehen den     genannten        Elektroden    eine Raum  ladung gebildet wird,

   deren Stärke durch die  einer auf der der Ausgangselektrode abge  kehrten Seite des     Schutzgitters    liegenden       Eingangselektrode        zugeführten        Eingangs-          schwingungen    gesteuert wird und die ent  sprechend wechselnde Ladungen in der Aus  gangselektrode induziert.  



  Die Wirkungsweise eines Ausführungs  beispiels eines Verstärkers nach der Erfin  dung ist folgende:  Die durch das Feld des     positiven    Schutz  gitters angezogenen     Elektronen    gehen durch  das     Steuergitter    und grösstenteils auch durch  das     Schutzgitter    hindurch. Zwischen diesem  und der schwach negativen     Platte    werden sie  verzögert und kehren ihre     Bewegungsrich-          tung    um, wobei sie eine Raumladung zwi  schen diesen beiden Elektroden bilden.  



  Diese Raumladung variiert mit dem dem  Steuergitter aufgedrückten Wechselpotential  und     induziert    infolgedessen eine entsprechend       wechselnde    Ladung auf der Platte, die zu       einem    Wechselstrom gleicher Frequenz in  dem     Plattenkreis    Anlass geben wird.  



       Wenn    man nun in üblicher Weise in den  Plattenkreis     einen    auf diese Frequenz abge  stimmten     Schwingungskreis    oder eine andere  hohe Impedanz einschaltet, so werden be  trächtliche     Spannungsschwankungen    zwi  schen der     Platte    und der Kathode     eintreten.     



  Die besagte Wirkung     wird    offenbar um  so stärker sein, je höher die Frequenz der zu  verstärkenden     Schwingungen    ist, wenigstens  innerhalb     bestimmter    Grenzen, da oberhalb  dieser Grenze die Umlaufzeit der Elektronen  eine Rolle     zu    spielen anfängt. Durch Ver  ringerung der Entfernung zwischen dem       Schutzgitter    und der Platte kann man diese  Grenze nach oben verschieben.  



  Anderseits aber erhält man eine stärkere  Raumladung und infolgedessen eine grössere  Verstärkung, wenn man die Entfernung zwi  schen den     erwähnten    Elektroden vergrössert.  



  Man muss hier deshalb bei sehr hohen  Frequenzen     einen        Kompromiss    treffen. Es  stellte sich     in    einem Wellenlängenbereich von    15 bis 50 m heraus,     dass    die     bestmögliche     Verstärkung bei einer Entfernung von etwa  10 mm zwischen Schutzgitter und     Platte    auf  tritt, wobei die Impedanz des Ausgangskrei  ses zwischen 15 000 und 125 000     S.    variierte.  



  Es ist ersichtlich, dass die     obenerwähnte,     im     foldenden    einfach mit "Platte" be  zeichnete Elektrode durchaus keine     "volle"     Elektrode zu     sein    braucht, da sie     infolge     ihres fortwährend     negativen        Potentials        keine     Elektronen auffängt. Die Rolle einer     "Anode"     erfüllt sie dann auch keineswegs, da sämtliche  Elektronen auf das     Schutzgitter        gelangen.     Sie kann daher auf der Aussenwand der  Röhre angeordnet werden.  



  Letzteres gilt auch für die durch das       Schutzgitter    ausgesandten Sekundärelektro  nen, die wieder     zu    diesem     Gitter    zurückkeh  ren werden und ebenfalls für diejenigen Pri  märelektronen, die mehr als einmal, und dann  in abwechselnd verschiedener Richtung, durch  die Maschen des Schutzgitters hindurch  gehen. Diese Elektronen werden auch zwi  schen Schutz- und Steuergitter eine Raum  ladung bilden, und da auch diese Ladung  durch die zu verstärkenden     Schwingungen     gesteuert wird, wird sie in dem Steuergitter  entsprechend veränderliche Ladungen indu  zieren. Es tritt also eine Rückwirkung auf,  die im allgemeinen als unerwünscht bezeich  net werden muss.

   Ein Mittel, um diese un  gewünschte Wirkung auf ein     Geringstmass     zu beschränken, besteht zum Beispiel in einer  möglichst     kleinen    Bemessung des Steuergit  ters, oder in einer so geringen Bemessung der  Entfernung zwischen dem Schutz- und dem       Steuergitter,    dass sich zwischen ihnen keine  bedeutende Raumladung     bilden    kann. Auch  kann an dem     Schutzgitter    eine     Zwischen-          wand        angeordnet    werden, durch welche die  Elektronen verhindert werden,     mehrmals     durch das Schutzgitter     hindurchzugehen,    was  besonders schädlich ist.  



  Man erhält nun beim beschriebenen Aus  führungsbeispiel     im    Vergleich zu den be  kannten     Hochfrequenzverstärkern    mit Schutz  gitterröhren die nachfolgenden Vorzüge:      1. In jeder Röhre ist nur     eine    Elektrode  mit positivem     Potential    vorhanden, so dass  Sekundäremission keinen Einfluss hat.  



  2. Dieses positive Potential kann erheb  lich niedriger als das bei der üblichen Schal  tung unter gleichen Umständen erforderliche  Potential sein.     Ein.    geeigneter Wert für die       Schutzgitterspannung    ist ungefähr 100 V.  



  3. Man kann der Platte die gleiche nega  tive     Vorspannung    wie dem Steuergitter geben  und also bei     Kaskadenschaltung    direkte gal  vanische Verbindungen     zwischen    den Stufen  verwenden. Sämtliche technischen und kom  merziellen, der     Verwendung    von Blockkon  densatoren und     Ableitungswiderständen    oder  Kopplungsspulen anhaftenden Nachteile     sind     folglich     vermieden.     



  Diesen Vorteilen steht jedoch gegenüber,  dass die erreichbare Verstärkung per     Stufe     etwas geringer ist. Bei einer Wellenlänge  von 50 m beträgt die Differenz aber nicht  mehr als 40%, und bei kürzeren Wellen ist  sie noch geringer.  



  Die Erfindung wird im folgenden noch  anhand der Zeichnung, in der zwei Ausfüh  rungsbeispiele schematisch dargestellt sind,  näher erläutert.  



       Fig.    1 zeigt einen     Dreiröhrenhochfre-          quenzverstärker    nach der     Erfindung.     



  In     Fig.    2 ist eine Ausführungsform dar  gestellt, in der die Röhren eine gemeinsame  Kathode besitzen und in einer     gemeinsamen     Glashülle untergebracht     sind.     



  In     Fig.    1 werden die bei J ankommen  den, zu verstärkenden     Schwingungen    über  den     Hochfrequenztransformator    einem auf  diese Schwingungen abgestimmten Kreis I  aufgedrückt, der zwischen das     Steuergitter     C G und die Kathode K der Röhre     Y    ge  schaltet ist. Diese Röhre enthält ferner ein  Schutzgitter     S    G, das mit der     positiven     Klemme einer Batterie B verbunden ist, und  eine Platte P, die über     einen    Sperrkreis     II     an Erde liegt.  



  Auch das     Steuergitter    C G liegt (über  den Kreis I) an Erde, und zwischen die Ka  thode K und Erde ist ein durch einen     Ent-          kopplungskondensator    C überbrückter Vor-         spannungswiderstand    R geschaltet. Da der       Schutzgitterstrom    durch den Widerstand R  hindurchfliesst, werden sowohl das Steuergit  ter C G, als auch die Platte P eine bestimmte  negative     Vorspannung,    z. B. von einigen  Volt, in bezug auf die Kathode erhalten.  



  Die     Entfernung    zwischen     S    G und P muss  so gross bemessen sein, dass sich zwischen  diesen Elektroden     eine    merkliche Raum  ladung bilden kann. Es soll jedoch diese  Entfernung nicht so gross     sein,    dass die Um  laufzeit der Elektronen innerhalb dieses Rau  mes eine bedeutende Rolle spielt. Eine Ent  fernung von annähernd 10 mm ist ein geeig  neter Wert, wenn Wellen von 15 bis 50 m  verstärkt werden müssen und die Impedanz  des Ausgangskreises zwischen 15 000 und  125 000     ,i2    liegt.  



  Die     Platte    P von     K,    ist unmittelbar gal  vanisch mit dem Steuergitter von     p2,    und  gleichfalls die Platte von     V,        mit    dem Steuer  gitter von     T'3    verbunden. Dies     ist        ohne    wei  teres möglich, da a11 diese Elektroden das  gleiche Gleichpotential haben.  



  Dies ermöglicht ausserdem die Ausfüh  rungsform nach     Fig.    2, bei der die drei Ent  ladungssysteme innerhalb einer einzigen ent  lüfteten Hülle E vereinigt sind. Als gemein  same Kathode dient hier eine     langgestreckte          Äquipotentialkathode        K.    Die Platten des  ersten     bezw.    zweiten Systems sind innerhalb  der Röhre direkt leitend mit den Steuergit  tern des zweiten     bezw.    dritten Systems ver  bunden. Die drei Schutzgitter sind gegen  seitig innerhalb der Röhre verbunden und  mit einer     gemeinsamen        Ausführung    versehen.

    Insgesamt hat man somit nur noch sechs  Ausführungsdrähte für die Elektroden des  ganzen dreifachen Systems,     nebst    den beiden       Stromzufiihrungsdrähten    für den Glühstrom.  



  Auf     eine        Schaltung    für     Frequenztrans-          formation    elektrischer     Schwingungen    braucht  hier nicht besonders eingegangen zu werden,  da für dieselbe genau die gleichen Erwägun  gen gelten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltung mit mindestens einer Schutz- gitterelektronenentladungsröhre zur Verstär- kung oder Frequenztransformation elektri scher Schwingungen, dadurch gekennzeich net, dass der Ausgangselektrode jeder Schutz gitterröhre eine niedrige Gleichspannung und einem in der Nähe der Ausgangselektrode lie genden Schutzgitter eine hohe Gleichspan nung zugeführt wird, welche Spannungen derart bemessen sind, dass zwischen den ge nannten Elektroden eine Raumladung gebil det wird,
    deren Stärke durch die einer auf der der Ausgangselektrode abgekehrten Seite des Schutzgitters liegenden Eingangselek trode zugeführten Eingangsschwingungen ge steuert wird und die entsprechend wech selnde Ladungen in der Ausgangselektrode induziert. UNTERANSPRÜCHE: I. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrode, der die Ausgangsschwingungen entnommen wer den, eine negative Vorspannung gegeben ist. 2.
    Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im äussern Kreis der Ausgangselektrode eine für die Ausgangs- schwingungen der Stufe hohe Impedanz liegt, und dass die Eingangsschwingungen einem zwischen dem Schutzgitter und der Kathode liegenden Steuergitter zugeführt werden. 3. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung der Ausgangselektrode einer vorhergehenden Röhre der Kaskade der Vorspannung der Eingangselektrode der folgenden Röhre der Kaskade gleich ist.
    4. Schaltung nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangselektrode einer vorher gehenden Röhre der Kaskade direkt gal vanisch mit der Eingangselektrode der folgenden Röhre der Kaskade verbunden ist. 5. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung zwi schen denjenigen Elektroden, zwischen denen das Auftreten einer durch die Ein gangsschwingungen gesteuerten Raum ladung unerwünscht ist, so klein ist, dass sich keine bedeutende Raumladung zwi schen ihnen bilden kann.
    6. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangselek trode auf der Aussenwand der Röhre an gebracht ist. 7. Schaltung nach Patentanspruch, mit einer Mehrfachentladungsröhre mit gemein samer Äquipotentialkathode, dadurch ge- kennzeichnet,
    dass die Ausgangselektrode jedes Entladungssystems innerhalb der Röhre mit der Eingangselektrode des fol genden Entladungssystems direkt galva nisch verbunden und mit ihr zusammen durch eine gemeinsame Leitung nach aussen geführt ist, und dass die Schutz gitter aller Entladungssysteme direkt gal vanisch miteinander verbunden und mit einem gemeinsamen Stromzuführungsdraht ausgestattet sind.
CH187266D 1934-08-09 1935-07-19 Schaltung mit mindestens einer Schutzgitter-Elektronenentladungsröhre zur Verstärkung oder Frequenztransformation elektrischer Schwingungen. CH187266A (de)

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