CH191077A - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre.

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CH191077A
CH191077A CH191077DA CH191077A CH 191077 A CH191077 A CH 191077A CH 191077D A CH191077D A CH 191077DA CH 191077 A CH191077 A CH 191077A
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  • Inductance-Capacitance Distribution Constants And Capacitance-Resistance Oscillators (AREA)

Description


  Elektrische Entladungsröhre.    Die Erfindung     betrifft    eine elektrische Ent  ladungsröhre, welche wahlweise zur Erzeu  gung oder Verstärkung     elektrischer    Schwin  gungen verwendet werden kann.  



  Bei Röhren zur     Schwingungserzeugung     ist     gewöhnlieh    eine Anzahl von Elektroden       vorhanden,    bei :denen eine     Erhöhung    der  Spannung einer der     Elektroden    eine Er  niedrigung der .Stromstärke in einem Strom  kreis einer der andern Elektroden herbei  führt. Solche Röhren lassen     sich    nicht nur  zur Schwingungserzeugung, sondern auch zu  verschiedenen andern Zwecken verwenden.  



  Zum Erzeugen von elektrischen Schwin  gungen können derartige Röhren zum Bei  spiel in     Bremsfeldschaltung    betrieben wer  den, so dass die Röhre eine negative Wider  standscharakteristik     aufweist    und deshalb  von selbst zu     oszillieren    anfängt. Dazu wird  dem die Kathode     zunächst    umgebenden  Gitter eine     positive    Spannung gegeben, wel  ches Gitter .demzufolge im Betrieb einen    Strom führt. Dieses     Gitter        wird    dann wieder  von einer sich auf     verhältnismässig    niedrigem       Potential    befindenden     Elektrode    umgeben.

    Eine Erhöhung des     Potentials    ,dieser zuletzt  erwähnten Elektrode     bewirkt    eine Herab  setzung des     Gitterstromes.    Im     allgemeinen     wurden     Doppel,gitterlampen    zu diesem     Zweck     verwendet, bei denen das Innengitter an hohe  positive Spannung .gelegt wurde, während       das    äussere Gitter als .gewöhnliches     Steuer-          gitter        wirksam    war.

       Diese    Röhren arbeiteten       stets    mit dem Sättigungsstrom der     Kathode,     so dass     letztere    auf abnorm niedriger Tempe  ratur gehalten wurde, um keine unzulässigen  Stromstärken im positiven, nahe an der Ka  thode liegenden     Innengitter    zu bekommen  und einen hohen     Gitterkreiswiderstand    ver  wenden zu können.  



  Wenn das Potential des     Steuergitters    er  höht wird, nimmt der Strom der äussern  Elektrode zu, während derjenige im Innen  gitter abnimmt, so dass eine Regelung     dieser     Ströme durch das     Steuergitter        möglich    ist.      Diese bekannten Röhren hatten jedoch  verschiedene Nachteile.

   Die Kapazität zwi  schen Anode     und    Innengitter war gross,     wes-          halb    der Wirkungsgrad derartiger Röhren,       besonders    wenn Oszillationen hoher Frequenz  erzeugt werden sollten, schlecht war und .eine  erhebliche     Dämpfung    des äussern Schwin  gungskreises herbeigeführt wurde. Überdies  war die Impedanz des Innengitters niedrig,  weshalb der obengenannte Nachteil in bezug  auf den Gitterstrom auftrat. Diese Röhren  konnten daher in     derartigen    Schaltungen  nicht die günstigsten     Ergebnisse    ergeben.  



  Die     Anmelderin    hat nun eine Röhren  konstruktion erfunden, mit der nicht nur die  obigen Nachteile behoben werden können,  sondern die überdies das     Anwendungsgebiet     der Röhre erheblich erweitert. Eine erfin  dungsgemässe Röhre lässt sich nämlich auch  noch für manche andere Zwecke verwenden.  Insbesondere kann sie als     Gegentakt-Ver-          stärkerröhre    und als     Oszillator-Modulator-          röhre    angewendet werden.

   Dazu werden ge  mäss der Erfindung in einer Röhre mit zwei  oder mehreren Gittern zwei Anoden derart  angebracht, dass zwei     Elektrodengruppen     entstehen, welche bei vorgeschriebenen Be  triebsbedingungen mindestens nahezu.- leiche  Anodenimpedanz besitzen, wobei die eine  Gruppe eine negative und     die    andere eine  positive     Anodenstrom-Steuergitterspannungs-          charakteristik    aufweist.  



  Zwecks     Vermeidung    gegenseitiger Beein  flussung und um die     Steuergitteranoden-          kapazitäten    klein zu halten, können zum Bei  spiel Abschirmungen in Form von     Fang-          und/oder    Schirmgittern, kleinen Fang- oder  Schirmplatten oder     .dergleichen    vorgesehen  werden. Das Steuergitter kann zu diesem  Zweck zwischen zwei Schirmgittern an  gebracht werden.  



  Die Anode der Gruppe mit negativer       Anodenstrom-Steuergitterspannungscharakte-          ristik        wird,    zwecks Vereinfachung -der Ab  schirmung den übrigen Elektroden gegenüber,       zweckmässigerweise    näher an die Kathode  herangerückt als die Anode der Gruppe  mit positiver Anodenstrom-Steuergitterspan-         nungscharakteristik.    Die erstere Anode kann  zweckmässig in Form schmaler,     streifenför-          miger    Anodenteile ausgebildet werden, die  mit ihrer     schmalen        ,Seite    der Kathode zu  gekehrt und parallel zu letzterer     ailgeo@rdnet     werden.

   Dicht an der Kathode werden vor  teilhaft einige streifenförmige, mehr oder       weniger        um,die    Kathode herumgebogene Fang  elektroden angeordnet, welche die .direkte Be  einflussung des, Elektronenstromes der Ka  thode durch die Innenanode verhüten und  durch welche die Impedanz der Innenanode  erhöht wird, so dass diese derjenigen der  Aussenanode angeglichen wird.

   Hierdurch  kann neben der Verwendung in Gegentakt  schaltungen die Röhre in Schaltungen ver  wendet werden, in denen die Innenanode eine  negative     Widerstandscharakteristik    aufweist  und deshalb zu oszillieren anfängt, ohne dass  es notwendig ist, die Kathode auf einer unter  halb der     gewöhnlichen    Temperatur liegenden  Temperatur zu betreiben, da nun     keine        -Ge-          fa.hr    eines     übermässig    hohen Innenanoden  oder     Raumladungsgitterstromes    mehr vorhan  den ist.  



  Die     Erfindung    ist in der     Zeichnung     durch     Beispiele        .näher        erläutert.     



       Fig.    1     und    2 sind 'Schnitte durch den       Elektrodensatzeiner    Röhre nach der Erfin  dung, wobei     Fig.    1 ein Schnitt ist nach der       Linie        II-II    der     Fig.    2;       Fig.    3 und 4     veranschaulichen    andere  Ausführungsformen solcher Sätze, und       Fig.5    und 6 zergen     Schaltanordnungen,     bei denen eine Röhre nach der Erfindung  angewendet wird.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 den Kolben der  Röhre, in der ein     Elektrodensa.tz    angeordnet  ist, dessen Elektroden mittels zweier kleiner       Glimmerplatten    3 und     .1    in :der in     Fig.    2 ge  zeigten Weise zentriert und befestigt sind.  



  Der Satz     besteht    aus     einer    Kathode 5,  einer Aussenanode 6, drei     Gittern    7, 8 und 9,  zwei     streifenförmigen        Anodenteilen    10, -die  durch     einen    Draht 11     miteinander    verbunden  sind und zusammen die Innenwandung bil  den, und zwei kleinen Schirmplatten 12, die  durch einen Draht 13 leitend verbunden      sind.     Die    Anodenteile 10 können mit der  Bleiehen     .Spannung    wie die Anode 6 arbeiten.

    Die Gitter 7 und 9     sind.    'Schirmgitter und  werden wie üblich auf positivem Potential       gehalten.    Gegebenenfalls kann das Gitter 7  wegfallen. Das Gitter 8 wird als Steuergitter  verwendet und in üblicher Weise auf nega  tiver Spannung gehalten.  



  Die Anodenteile 10 werden, wie dies aus  der Figur ersichtlich     ist,    mit ihrer schmalen  Seite der Kathode zugewendet angeordnet,  während die Schirme 12 mit ihrer flachen  Seite der Kathode zugewendet     zwischen    letz  terer und den Anodenteilen 10 angeordnet  werden,     so,da.ss    die Anodenteile 10 eine hohe       Impedanz    bekommen, die derjenigen der  Aussenanode 6 angeglichen wird.

   Die kleinen  Schirmplatten 1.2     -,verden    an die Kathode  oder an eine negative     Spannung    gelegt und  bewirken, dass die von der Kathode aus  gehenden Elektronen nicht direkt zu den  Anodenteilen' 10 wandern können,     sondern     zunächst durch das     Gitter    9 hindurchgehen  müssen, und     dass    der Kathodenstrom nicht       direkt    von den     Anodenteilen        1-0    beeinflusst  wird.  



  Das Schirmgitter 9 schirmt also nicht nur  die beiden Systeme gegeneinander ab, son  dern wirkt somit gleichzeitig als     Beschl.euni-          gun.gsgitter    für das System mit den Anoden  teilen 10.  



  Wird die Spannung am     ,Steuergitter    8 er  höht, so wird der     bei    bestimmter, zuvor ein  gestellter     Steuergitterspannüng    sich gleich  mässig zwischen den Anoden 6 und 10 ver  teilende Elektronenstrom geändert., und zwar  nimmt der Strom nach der Anode 6 zu und  derjenige nach den Anodenteilen 10 in ,glei  chem Masse ab. Das Gitter 8 bildet mit den  Elektroden 9. 10 und 12 einen Satz mit nega  tiver     Anodenstrom-Steuergitterspannungscha.-          ra.kteristik,    während mit den Elektroden 7  und 6 ein Satz mit positiver     Anodenstrom-          Steuergitterspannungscharakterist.ik    gebildet  wird.

   Hierdurch ist es möglich, die Anoden  6 und 10 in Gegentakt zu schalten, wie dies  in     Fig.    5 dargestellt ist.    In     Fig.    3 ist eine Ausführungsform dar  gestellt, bei der die Anodenteile 10     stab-          förmig        ausgebildet    und von Fanggittern 14  umgeben sind, die den     nachteiligen    Einfluss  etwaiger     sekundärer    Emission der Anoden  teile 110, zum Beispiel     infolge    des Herab  sinkens der Anodenspannung unter die       Schirmgitterspannung    des Gitters 9,

       hintan-          halten    und bei der die Elektroden 12     teil-          weise    um die Kathode herumgebogen sind.  



  In     Fig.    4 ist eine Ausführungsform     dar-          gestellt,    bei der das     erste        Gitter    9 näher um  die Elektroden 10 und 12 angebracht ist, so  dass eine gute Abschirmung ,der     Anodenteile     10 gegen den direkten Elektronenstrom er  halten wird.  



  In     Fig.    5 wird die     @Steuerspaunung    zwi  schen den Zuleitungen 15 und 16 angelegt,  während der Ausgangskreis 20 mit den bei  den Anoden 6 und 10 verbunden ist. Die  Spannungen werden von den Batterien 17, 18  und 19 zugeführt, wobei 17 die negative       Vorspannung    des Steuergitters K     liefert.     



  In     Fig.    6 ist die Röhre als selbstoszillie  rende     Mischröhre    geschaltet. Durch das An  legen einer höheren Spannung an das Gitter 9       ass    an die Anode 10, wird erzielt, dass dieser  Satz eine negative     -Tiderstandscharakteristik     aufweist     (Dynatron)    und von selbst zu oszil  lieren anfängt. Die     Frequenz    dieser Oszilla  tionen wird von dem Kreis 21 bestimmt.

   Die  empfangenen     Schwingungen    werden     mittels     der Klemmen 15, 1-6 :dem     Steuergitter    8 zu  geführt, und die     Zwischenfrequenzschvwin-          gungen    werden dem Ausgangskreis 22 ent  nommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre, welche wahl weise zur Erzeugung oder Gegentaktverstär kung elektrischer Schwingungen verwendet werden kann und die mit einem Elektroden satz mit zwei oder mehr Gittern versehen ist, dadurch ,gekennzeichnet, dass der E.lektroden- satz zwei Anoden aufweist, welche zu den übrigen Elektroden derart angeordnet sind, dass zwei El.ektrodengruppen entstehen, wel che bei vorgeschriebenen Betriebsbedingungen mindestens nahezu .gleiche Anodenimpedanz besitzen, wobei die eine Gruppe eine nega tive,
    die andere eine positive Anodenstrom- Steuergitterspannungscharakteristik aufweist. UNTERANSPRüCHE 1. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode der Gruppe mit negativer Anoden- strom-:Steuergitterspa.nnungscharakteristik näher bei der Kathode angeordnet ist (Innenanode) als die Anode der Gruppe mit positiver Anodenstrom-Steuergitter- spannungscharakteristik. 2.
    Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 1,daJurchgekennzeichnet, dass die Innenanode aus streifenförmigen Teil anoden besteht, die mit ihrer schmalen Seite der Kathode zugewendet und parallel zu letzterer angeordnet sind. 3. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 2, gekennzeichnet durch Schirm elektroden, die ein direktes Auftreffen voll tlehtranen aus der Kathode auf die Innenanode verhüten. 4. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirmelektroden streifenförmig sind und dass sie mit ihrer flachen Seite der Kathode zugewendet und parallel zu .letz terer angeordnet sind.
    5. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die streifenförmigen Schirmelektroden teil weise um die Kathode herumgebogen sind. G. Elelrtrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenanode von einem Fanggitter um geben ist. 7. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuergitter zwischen Innen- und Aussenanode angeordnet ist.
CH191077D 1934-07-31 1935-07-18 Elektrische Entladungsröhre. CH191077A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2529820A (en) * 1949-05-23 1950-11-14 Donald T Wilson Electron tube structure

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