Kunstzahn aus Porzellan. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Kunstzahn aus Porzellan, in dessen Innerem eine Metallhülse vorgesehen ist.
Der erfindungsgemässe Kunstzahn wird vorteilhaft fabrikmässig hergestellt und nach verschiedenen Typen ausgebildet, um jedem bei der Czebissherstellung praktisch vorkom menden Fall bewältigen zu können. Diese Typen sind z.
B. eine einfache Krone, eine Krone mit seitlichem Ansatzstück, eine Krone mit seitlichem Ansatzstück und zu sätzlichem Verankerungshohlraum, ein. Zwi schenzahn mit Ansatzstück, ein Zwischen zahn mit Verankerungshohlraum, ein Zwi schenzahn mit Verankerungshohlraum und Ansatzstück, ein Zwischenzahn mit Veranke- rungshohlraum, Ansatzstück und zusätz lichem Verbindungsglied.
Durch die fabrikmässige Herstellung der vorgenannten Zahntypen kann die teure Ein zelherstellung der Kunstzähne vermieden werden und ist es dem Zahntechniker mög- lieh gemacht, den erforderlichen Zahn aus einem Depot zu entnehmen, so dass@ in ein facher und billiger Weise ein Zahnersatz geschaffen; werden kann.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand in einigen beispielsweisen Aus- führungsformen schematisch und vergrössert dargestellt.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen einen obere Schneidezahn nach drei zueinander senk rechten Ebenen geschnitten; Die Fig. 4 bis 6 zeigen je im Schnitt einen Kunstzahn mit einem seitlichen An satzstück an der Metallhülse; Die Fig. 7 bis 9 zeigen im Schnitt einen Kunstzahn mit seitlichen Ansatzstücken für kombinierten Biss ; Die Fig. 10 bis 12 zeigen im Schnitt einen Kunstzahn mit.
Hohlraum über der Metallhülse zur Aufnahme mindestens eines Verbindungsgliedes; Die Fig. 13 bis 15 stellen im ,Schnitt einen K.nstzahn mit rohrförmiger Metall- hülse und daran befestigten Ansatzstücken dar; Die Fig. 16 bis 21 zeigen zwei beispiels weise Kunstzähne, die als Zwischenzähne zur Brückenherstellung Verwendung finden; Die Fig. 22 bis 24 zeigen einen Kunst zahn zur Brückenherstellung mit Ansatz stücken;
Die Fig. 2'5 bis 2.7 zeigen zwei verschie den ausgebildete Ansatzstücke an einem Zwischenzahn zur Brückenherstellung; Die Fig. 2'8 und .29 veranschaulichen eine Verwendungsmöglichkeit der gezeich neten Kunstzähne für die Herstellung einer sechsteiligen untern Brücke;
Die Fig. 30 bis 47 zeigen die in den Kunstzähnen angeordneten Metallteile für sich barausgezeichnet, und zwar Fig. 30 und 31 eine aus Blech - gezogene Metallhülse mit ihrer Verankerungsschleife, Fig. 32 und 33 ein an einem Haltering befestigtes An satzstück, Fig. 34 und 35 Querschnitte des Ansatzstückes,
Fig. 36 und 3.7 einen Halte ring mit aus Doppelstiften .gebildetem An satzstück und Tragstützen zum Aufsetzen der Verankerungsschleife, Fig. 3,8 und 39 eine Zweiteilung des Ansatzstückes in Schleifen, Fig.40 und 41 Ansatzstücke an einer rohrförmigen Metallhülse befestigt, für normalen und tiefen Biss,
Fig. 42 und 43 die Metallhülse für Zwischenzähne zur Brückenherstellung mit daran befestigten Ansatzstücken. Die Fig.44 und 45 zeigen ein Ansatzstück für eine indirekte Verbin dung der Kunstzähne bei .der - Brückenher- stellung: für normalen Bsss und die Fig. 46 und 47 ein aderartiges Ansatzstück für tiefen Biss.
Der Kunstzahn nach Fig. 1 bis 3 weist im Innern der Porzellankrone 1 eine Metall- hülse 2: auf, die den entsprechend zugeschlif- fenen Zahnrest aufnimmt. Die Metallhülse 3 trägt als Verbindungsmittel mit der Porzel- lankrone 1 eine Verankerungsschleife 3 und sind diese beiden Teile fabrikmässig indem Kunstzahn eingegossen.
Die Metallhülse 2 ist in den Fig. 30 und 31 herausgezeichnet, wobei eine U-förmige Schleife 3 zur Verbin- dung derselben mit der Porzellankrone ange ordnet ist.
Das Aufsetzen des Isunstzahnes erfolgt. in der Weise, dass der bestehende Zahnrest derart zugeschliffen wird, dass ihn die 311e- tallhülse 2 aufnehmen kann. Zweckmässig wird vor dem Aufpassen der eigentlichen Porzellankrone von dem Zahntechniker bezw. dem Zahnarzt ein Probezahn aus Me tall, der dem Kunstzahn aus Porzellan nach gebildet ist, aufgepasst. Dieser Probezahn ergibt die vorzunehmende Bearbeitung des Kunstzahnes aus Porzellan und wird da durch eine Beschädigung der Porzellankrone selbst vermieden.
Der Kunstzahn wird schliesslich auf dem Zahnrest aufzementiert.
Der Kunstzahn nach den Fig. 4 bis 6 trägt auf der Metallhülse 2 einen Haltering 4, an dessem vordern Teil ein Ansatzstück 5 als Verbindungsmittel mit einem künstlichen Nachbarzahn befestigt ist. Die Verankerung des Kunstzahnes auf dem Zahnrest erfolgt in der bereits beschriebenen Weise. Die Aus führungsform des Endes des Ansatzstückes 5, welches in den Nachbarzahn in Form einer .Schleife eingereift, ist besonders für normalen Biss geeignet.
In den Fig. 7 bis 9 ist ein Eckzahn dar gestellt, der links ein Ansatzstück 5 für tie<B>-</B> fen Biss und rechts ein solches für normalen Biss trägt. Mit .dem auf dem Zahnrest be- festigten Kunstzahn kann auf jeder ,Seite ein künstlicher Zahn verbunden werden. Weitere Ausführungsformen von .auf .der Metallhülse 2 befestigten Ansatzstücken 5 zur Verbin dung mit :den Nachbarzähnen sind in deu Fig.32 bis 39 dargestellt.
In den Eig. 1(h bis 12 ist ein Kunstzahn dargestellt, der ausser dem Ansatzstück 5, welches mit einem Haltering 4 an der Me tallhülse 2 befestigt ist, einen Hohlraum 6 aufweist, in welchem ein Verbindungsglied zum Festhalten des benachbarten Kunstzah nes einzementiert werden kann. Zwischen dem Hohlraum 6 und dem Innern der Metallhülse 2 liegt ein am Haltering 4 vorgesehener Steg 3'. Fig. 13 bis 15 zeigen einen als Frontzahn ausgebildeten Kunstzahn mit seitlichen An satzstücken 5 für tiefen Biss.
Zur gleich rnässigen Druckverteilung des Kaudruckes von den Nachbarzähnen über die Ansatz stücke 5 auf den Porzellanzahn 9 sind die Ansatzstücke auf einer rohrförmigen Metall hülse 7 befestigt. Die Verbindung der An satzstücke 5 mit der Metallhülse 7 ist in den Fig.40 und 41 herausgezeiohnet.
In den Fig. 16 bis 21 ist ein Kunstzahn 9 dargestellt, in dem zwei Metallhülsen 10 mit Verankerungsrillen 11 für .den Zement vor gesehen sind. Die Hohlräume 8, die durch die Metallhülsen 10 gebildet sind, dienen zur Aufnahme der Verankerungsstücke 5 der seitlichen Nachbarzähne. Die Hohlräume 8 weisen für tiefen Briss eine schmale Quader- form und für nomalen Biss eine würfelähn liche Form auf.
Die Verankerungshohlräume 8 können je nach den vorliegenden Verhält nissen entweder an der rechten oder der lin ken Seite des Zahnes oder auch durchgehend angeordnet sein.
Der Kunstzahn gemäss den Fig. 2.2 bis 24 ist mit einem Ansatzstück 5 versehen, das an der Metallhülse 10 befestigt ist. Auch bei dieser Type werden die Ansatzstücke der Nachbarzähne indem -durch die Metallhülse 10 gebildeten Hohlraum<B>8</B> verankert.
Die Fig. 25 bis 27 zeigen einen Kunst zahn, bei dem an der Metallhülse 10 ausser dem Ansatzstück 5 ein, weiteres Verbin dungsstück 12 befestigt ist. Dieses Verbin dungsstück tritt in einen entsprechenden Hohlraum 6, .der z. B. in,den Fig. 10 bis 12 dargestellt ist, ein.
In den Fig. 28 und 2.9 ist in Ansicht, bezw. in Grundriss eine beispielsweise Ver wendung der erfindungsgemässen Kunstzähne zur Bildung einer sechsteiligen Brücke dar gestellt. Diese Brücke reicht von Eckzahn zu Eckzahn und zeigt eine Ausführung der Eckzähne nach Fig. 10 bis 12, der seitlichen Schneidezähne nach Fig. 25 bis 27 und der mittleren Schneidezähne nach Fig. 16 bis 21.
Aus dem Grundriss ist zu ersehen, in welcher Weise die Ansatzstücke in die Hohlräume eingepasst sind. Hierbei liegt es im Belieben des Fachmannes, die Ansatzstücke entspre chend der Form des Zahnbogens zu biegen.
Die in .den Fig. 30 bis 43 dargestellten Metallteile werden bei der fabrikmässigen Herstellung der Kunstzähne in .den Porzel lankronen eingegossen. Diese Teile dienen, wie bereits beschrieben, entweder zur Be- festigung der Kunstzähne auf,dem Zahnrest oder zur Verbindung der einzelnen Kunst- zähne untereinander.
Mit Hilfe der in den Fig. 44 bis 47 dar gestellten Metallteile ist es auch möglich, eine Verbindung der einzelnen Kunstzähne untereinander durch den Fachmann selbst durchzuführen.
Die d .rgestellten Kunstzähne machen die Verwendung von Kautschuk oder Goldfas sung überflüssig und ermöglichen eine un sichtbare Verankerung und Verbindung der Zähne. Diese Kunstzähne sind nicht nur vor teilhaft herzustellen, es ergeben sich auch erhebliche Vorteile bei der Behandlung des Patienten im Hinblick auf die ästhetische Wirkung und mit Rücksicht auf eden Kosten aufwand.
Ein weiterer Vorteil der veranschaulich ten Kunstzähne liegt darin, dass sie sich von dem Zahnrest oder aus der künstlichen Brücke leicht wieder entfernen lassen. Die Porzellankronen werden hierzu an mehreren Stellen bis zur Metallhülse abgeschliffen und nach Durchtrennung der Ansatzstücke mit tels der Separierscheibe können dieselben ohne Beschädigung der Nachbarzähne oder des darunter liegenden Zahnrestes entfernt -,verden. Um das Ansammeln von Speise resten zu verhindern,
ist um den Zahnstumpf zweckmässig ein unter .das Zahnfleisch rei chender Ring aus Gold oder dergleichen ge legt, den der Kunstzahn übergreift.