CH188566A - Verfahren zur Herstellung eines Strassenbelagstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Strassenbelagstoffes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Str assenbelagstoffes. Es bestehen bereits verschiedene Strassen belagsverfahren, bei welchen, um den Kalt einbau zu ermöglichen, die einzelnen Splitt körner mit einer doppelten Bindemittelhaut umhüllt werden, wovon die innere als eigent liches Klebemittel gedacht ist, die äussere aber dieses Klebemittel erst aktiv werden lassen soll unter Druck und Reibung, also beim .Festwalzen zur kompakten Strassendecke.
Bei allen diesen Verfahren wird als Klebe mittel ein bituminöser Klebestoff von relativ niedrigem Erweichungspunkt verwendet, was den Nachteil in sich schliesst, dass im Som mer bei direkter Sonnenbestrahlung die Innen temperatur des Belages höher steigen kann als dieser Erweichungspunkt, was gegebenen falls zu Wellenbildungen führen kann, oder auch zu Ausschwitzungen von Leichtölanteilen und damit zu einer allmählichen Abnahme der anfänglichen Oberflächenrauhigkeit.
Zweck der Erfindung ist, diesem Nachteil dadurch entgegenzuwirken, dass erfindungs- gemäss Splittkörner zunächst mit einem fille- risierten Klebemittel und daher von erhöhtem Erweichungspunkt überzogen werden und die so gebildete Haut mittels leicht öligen bitu minösen Trockenfillers luftdicht umhüllt wird.
Derartig vorbereiteter Belagstoff kann als lockere Masse sowohl gelagert als auch be fördert und am Verwendungsort ausgebreitet werden, worauf der Belagsstoff durch Druck, zum Beispiel mittels einer Strassenwalze, und hierbei entstehende Reibung sich zu einer festverkitteten, leicht elastischen Decke zu sammenpressen lässt, die'infolge der Beschaf fenheit des Belagstoffes eine auch auf die Dauer erhalten bleibende Griffigkeit der Ober- fläche aufweist.
Das Verfahren gemäss der Erfindung kann beispielsweise folgendermassen durebgeführt werden Die zur Verwendung kommenden,- zum Beispiel von Steinen oder Schlacke gewon nenen Splittkörner (Feinsplitt) werden in einer auf ungefähr<B>800</B> bis<B>900</B> erhitzten Mischtrommel vorgewärmt und dabei ent feuchtet, worauf soviel fillerisiertes und eben falls vorgewärmtes Bindemittel von hohem Schmelzpunkt zugefügt wird bis jedes ein zelne Splittkorn vollständig vom Bindemittel umhüllt ist, dieses also eine vollständige Deckhaut um das Splittkorn herum bildet.
Dieses fillerisierte Bindemittel kann ausser Feinmehl (Filler) ein als Klebestoff dienendes Asphalt- und Teererzeugnis enthalten oder nur aus Filler und einem Bindemittel aus dem einen oder anderen der erwähnten zwei Stoffe bestehen. Das fillerisierte Klebemittel wird in entsprechender Menge unter Anpas sung an die Gesamt-Kornoberfläche, die Ober flächenabsorption und Adsorption des Splittes zugesetzt.
Nachher wird in die Mischtrommel der ebenfalls im voraus zubereitete leicht ölige bituminöse Trockenfiller eingebracht, welcher durch inniges Mischen von zum Bei spiel aus Kieselkalk gewonnenem Steinmehl vom Zementfeinheitsgrad mit einem Teer- oder Teer-Asphalterzeugnis hergestellt wor den ist, abgestimmt auf die Eigenschaften des schon erwähnten fillerisierten Klebemittels beziehungsweise diese für die Zweckbestim mung des Belagstoffes ergänzend. Das Mischen der Bestandteile des leicht öligen bituminösen Trockenfillers geschieht bei einer zwischen 90 und 140 liegenden Temperatur.
Nach dem dieser vorbereitete bituminöse Trocken- filler in die Mischtrommel eingebracht worden ist, lässt man die Mischtrommel noch so lange im Betrieb bis sich die an und für sich klebrige Masse wieder in die Einzelsplittkörner auf löst, das heisst das einzelne Splittkorn eine entsprechende Aussenschicht erhalten hat, welche dazu bestimmt ist, das das einzelne Splittkorn deckende fillerisierte Klebemittel (Deckschicht) vollständig zu umhüllen, so dass die von letzterem gebildete Klebhaut luftdicht umschlossen ist und demzufolge intakt bleibt.
Die so entstandene lockere Masse kann am Verwendungsort in erwärmtem oder nicht erwärmtem Zustand auf jeden festen, gut gereinigten Unterbau aufgetragen und fest gewalzt werden. Durch den Walzvorgang pressen und reiben sich die Splittkörner an einander, wobei die innere Klebehaut (Deck schicht) wieder aktiv wird und zusammen mit dem Trockenfiller (Aussenschicht) einen bituminösen, die Splittkörner verkittenden Mörtel bildet, durch welchen die zwischen den Splittkörnern vorhandenen Hohlräume ausgefüllt werden, so dass eine festgefugte, standfeste, leicht elastische und doch an der Oberfläche griffige Masse entsteht, welche den Strassenbelag bildet.
Dieser Strassenbelag wird selbst bei hohen Sommertemperaturen nicht weich und scheidet kein Öl aus, wäh rend er bei tiefen Wintertemperaturen weder erstarrt noch brüchig wird; es bleibt dabei die hohe Griffigkeit der Oberfläche des Be lages erhalten.
Die Körnung des Splittes wird nach Mass gabe der Dicke bezw. Stärke der herzustel lenden Decke gewählt, die ihrerseits je nach Bestimmungszweck zum Beispiel zwischen 1 und 4 cm variieren kann; dünne Decken werden zweckmässig am Unterbau in der Weise verankert, dass dessen vorher gereinigte Oberfläche leicht mit irgend einem bitumi nösen Klebemittel bespritzt wird. Das Auf bringen des Belages selbst geschieht im übri gen ähnlich wie bei einem Belag von fein betonartiger Beschaffenheit.
Der im Sinne des erfindungsgemässen Ver fahrens hergestellte Strassenbelagstoff lässt sich auf jeden Unterbau aufbringen, sowohl auf wassergebundene Schotterstrassen, als auch auf Teer- und Asphaltmacadam, ferner auf ausgefahrene, alte bituminöse Strassenüber züge, insbesondere um solchen zu glatt ge wordenen bituminösen Belägen einen griffigen Überzug zu geben, sodann als Überzug auf Pflaster-, wie auch auf Betonstrassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Strassenbe- lagstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass Splitt körner zunächst mit einem fillerisierten Klebe mittel und daher von erhöhtere Erweichungs- punkt überzogen werden und die so gebildete Haut mittels leicht öligen bituminösen Trok- kenfillers luftdicht umhüllt wird. ÜNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein leicht öliger bitu minöser Trockenfiller mit Steinmehl von Zementfeinheitsgrad verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass leicht öliger bitumi nöser Trockenfiller verwendet wird, welcher Teer enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass leicht öliger bitumi- nöserTrockenfiller verwendet wird, welcher Teer und Asphalt enthält. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein leicht öliger bitu minöser Trockenfiller verwendet wird, dessen Bestandteile bei einer zwischen 90 bis 140 liegenden Temperatur innig ge mischt worden sind.
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