CH188612A - Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem, neutralem Magnesiumkarbonat aus Magnesiumhydroxyd. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem, neutralem Magnesiumkarbonat aus Magnesiumhydroxyd.

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CH188612A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem, neutralem     Nagnesinmkarbonat     aus     Magnesiumvydrogyd.       Es ist bekannt, dass durch Erhitzen von  neutralem     Nlagnesiumkarbonat-Trihydrat    in  Wasser auf Temperaturen über<B>150</B>   C  dieses in das wasserfreie neutrale Mag  nesiumkarbonat übergeht.

   Es wurde nun ge  funden, dass auch     Magnesiumhydroxyd    in  Gegenwart von Wasser bei Temperaturen  oberhalb<B>150'</B> C das neutrale wasserfreie       Magnesiumkarbonat    ergibt, wenn während  der Reaktion genügend Kohlensäure zu  gegen ist, um die fortschreitende Umsetzung  nach der Gleichung       Mg(OH)-#        -f-   <B>M</B> =     MgCO3        -1-        FI20     zu ermöglichen.  



  Die Erfindung besteht also in einem Ver  fahren zur Gewinnung von wasserfreiem  neutralem     Magnesiumkarbonat        (Magnesit)     aus     Magnesiumhydroxyd,    dadurch gekenn  zeichnet, dass man eine Suspension von Mag  nesiumhydroxyd in Wasser in     einem    ge-         schlossenen    Gefäss bei Temperaturen ober  halb l50   C, vorzugsweise<B>180'</B> C, mit  Kohlensäure in nach der     Reaktionsgleichung          mindestens    ausreichenden Mengen behandelt,  worauf man das gebildete     Magnesiumkarbo-          nat,    das in der hinterbleibenden Flüssigkeit  praktisch unlöslich ist, beispielsweise durch  Filtrieren,

   abtrennt. Das so erhaltene Karbo  nat kann     .dann.    durch Trocknen, vorzugsweise  bei     etwa    120' C, von dem letzten     Rest    anhaf  tender     Feuchtigkeit    befreit werden, ohne dass       Kohlensäureverluste    entstehen, da in dem  wasserfreien neutralen     Magnesiumkarbonat,     das ja mit dem neutralen     Magnesit    identisch  ist, die Kohlensäure genügend fest     gebunden     ist. .  



  Da die Reaktion durch die Gegenwart  von in dem     Suspensionswasser    gelöstem       Chlorealeium    nicht     beeinflusst        wird,    ist es  möglich, auch     Suspensionen    von Magnesium  hydroxyd der     beschriebenen        Behandlung    zu           unterwerfen,    die durch Umsetzung von ge  branntem und gemahlenem     Dolomit        bezw.     Kalkstein mit     Chlormagnesiumlauge    erhalten  wurden.  



       ,Beispiele:     1. In ein Druckgefäss, in dem sich eine       Suspension    von 500 kg     Magnesiumhydroxyd     in 1000 Liter Wasser befindet, werden  380 kg Kohlendioxyd stufenweise einge  drückt, bis mit fortschreitender Absorption  völlige Sättigung .des Gemisches erzielt ist.  Zweckmässig     wird    vor jedem neuen Zusatz  von Kohlensäure eine Druckentlastung vor  genommen. Das so beschickte Druckgefäss       wird    während zwei Stunden auf<B>170'</B> C  (entsprechend 8 atü.) erhitzt. Nach drei  Stunden     ist    die Reaktion beendet, worauf  das Gefäss entlastet und das Reaktions  gemisch abgekühlt wird.

   Man zieht es aus  dem Druckgefäss ab und trennt das leicht       filtrierbare    wasserfreie neutrale Magnesium  karbonat von der Flüssigkeit ab, wäscht es  und trocknet es bei 120   C. Es werden  <B>725</B> kg des neutralen wasserfreien Karbonats  erhalten.  



  2. 100 kg gebrannter und gemahlener       Dolomit    werden mit 280 Liter     Chlormag-          nesiumlauge    mit     340g        Mo-C1,    je Liter zur  Umsetzung gebracht. Die entstehende Sus  pension von     Magnesiumhydroxyd    in Chlor  calciumlauge wird im     Druckgefäss    auf  180   C erhitzt.

   Die beim Brennen des     Dolo-          mits    erhaltene Kohlensäure wird nach Ver  dichtung dem Druckgefäss mit einem gerin  gen Überdruck     zugeführt,    wobei durch inten  sive     Rührung    für eine gute     Durchmischung     der reagierenden Stoffe Sorge getragen wird.  Das Eindrücken der Kohlensäure erfolgt       stufenweise    entsprechend der fortschreiten-    den     Absorption,    wobei gegebenenfalls vor  jeder neuen Zugabe an Kohlensäure ent  spannt wird. Etwa hierbei auftretende Ver  luste sind durch     Verwendung    von Kohlen  säure fremder Herkunft zu decken. Bei Zu  führung von<B>100</B> % -Kohlensäure mit 5 atü.

    beträgt die Reaktionszeit zwei Stunden.  Nach Beendigung der Reaktion wird das  Reaktionsgemisch wie in Beispiel 1 behan  delt und ergibt 164 kg wasserfreies neutrales       Magnesiumkarbonat.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von wasser freiem neutralem Magnesiumkarbonat aus Magnesiumhydroxyd, dadurch gekennzeich net, dass in einem geschlossenem Gefäss eine wä.ssrige --Suspension von Magnesiumhydroxyd mit nach der Reaktionsgleichung mindestens ausreichenden Mengen Kohlensäure bei Tem peraturen oberhalb 150 C behandelt wird, worauf .das gebildete neutrale wasserfreie Magnesiumkarbonat von der flüssigen Phase abgetrennt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung bei etwa 180 C erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung von Kohlensäure mit einem mässigen Über druck stufenweise erfolgt und nach jeder Stufe entspannt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das von der flüssigen Phase abgetrennte Magnesiumkarbonat bei etwa 120 C getrocknet wird.
CH188612D 1934-05-19 1935-03-14 Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem, neutralem Magnesiumkarbonat aus Magnesiumhydroxyd. CH188612A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0010643A1 (de) * 1978-10-30 1980-05-14 Vereinigte Aluminium-Werke Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Suspension von Carbonaten des Calciums oder/und Magnesiums aus Dolomit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0010643A1 (de) * 1978-10-30 1980-05-14 Vereinigte Aluminium-Werke Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Suspension von Carbonaten des Calciums oder/und Magnesiums aus Dolomit

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