CH188614A - Verfahren zur Herstellung ungesättigter, den Ätiocholankern enthaltender Verbindungen aus ihren Halogenanlagerungsprodukten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung ungesättigter, den Ätiocholankern enthaltender Verbindungen aus ihren Halogenanlagerungsprodukten.

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CH188614A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • C07J1/0003Androstane derivatives
    • C07J1/0011Androstane derivatives substituted in position 17 by a keto group

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Description


  Verfahren zur Herstellung     ungesättigter,    den     Ätiocholanhern    enthaltender       Verbindungen    aus ihren     Halogenanlagerungsprodukten.       Es ist bekannt, dass natürlich vorkom  mende Gemische ungesättigter     Sterine    sich  oft nur über ihre     Halogenanlagerungspro-          dukte    trennen lassen.

   So gewinnt man     Stig-          masterin    neben     Sitosterin    durch Behandlung  der     Rohphytosterinacetate    mit Brom, frak  tionierte Kristallisation der erhaltenen     Brom-          anlagerungsprodukte,Regenerierung    der Dop  pelbindungen durch     Entbromung    mit redu  zierend wirkenden Mitteln wie     Zink    und Eis  essig,     Natriumamalgam    oder     metallischem     Natrium und     Verseifung    der     ,gewonnenen          Acetate.     



  Der vorübergehende Schutz von Doppel  bindungen durch Anlagerung von Halogen  erwies sich ,auch dann als     vorteilhaft,        wenn     zu synthetischen oder Abbauzwecken den       Xtiocholankern    enthaltende     Verbindungen     einem     Oxydationsprozess,    zum Beispiel mit  Chromsäure     unterzogen    werden sollen.

   Häufig       bereitete    aber die Regenerierung der Doppel  bindungen nach .der oben angeführten Me  thode wegen der Empfindlichkeit der Halo-         genaddition.sprodukteSchwierigkeiten,    -da un  ter     Verharzung    die Bildung     unerwünschter          Nebenprodukte    auftritt.  



  Es wurde nun gefunden,     :dass    .man     beson-          ,ders    vorteilhaft zu     ungesättigten,    den     Ätio-          oholankern    enthaltenden     Verbindungen    aus  ihren     Halogenanlagerun.gsprodukten    durch  Einwirkung reduzierend wirkender     Mittel     auf diese gelangen kann, wenn man als redu  zierend wirkendes     Mittel        katalytisch    erreg  ten     Wasserstoff    einwirken     .lässt.     



  Überraschenderweise     bleibt    die Reaktion  nach Entfernung ,des Halogens stehen, ohne  ,dass eine     Absättigung    der gebildeten Doppel  bindungen zu beobachten ist.     Infolge    der  milden     Reaktionsbedingungen    treten bei die  ser     Enthalogenierung    Nebenreaktionen nicht  auf und die Ausbeuten sind annähernd quan  titativ.  



  Als     Katalysatoren    verwendet man zweck  mässig Edelmetalle wie Platin oder Palladium  oder unedle Metalle wie Nickel oder Kobalt  oder Gemische dieser     Metalle    mit     und    ohne      Träger. Besonders in Gegenwart unedler  Metalle empfiehlt sich ein Zusatz säurebin  dender Mittel, wie zum Beispiel     Alkalihy-          droxyde,        Erdalkalihydroxyde,    Magnesia., or  ganische Basen usw.  



  Nach dem vorliegenden Verfahren kön  nen zum Beispiel die     Dihalogenide    von  Cholesterin oder     Sitos        terin        bezw.    ihre Ester  oder Äther in die freien ungesättigten     Ste-          rine        bezw.    ihre Derivate,     St.igmasterinacetat-          tetrabromid    in     Stigmasterin,        Cholestenon-di-          bromid    in     Cholestenon,

          Dehy        droandrosteron-          dibromid    in     Dehydroandrosteron    oder     Preg-          nendion-dibromid    in     Pregnondion        übergeführt     werden. In gleicher      leise    lassen sich auch die       Halogenanlagerungsprodukte    ungesättigter,  den     #-tiocholankern        enthaltenden    Gallen  säuren oder     Sapogenine    in die halogenfreien  Verbindungen unter Wiederherstellung der  Doppelbindungen verwandeln.  



  Die Verfahrensstoffe sollen therapeu  tische Verwendung finden oder als Zwischen  produkte zur Herstellung pharmazeutisch  verwendbarer Verbindungen dienen.  



       Beispiel   <I>1:</I>  5,5 Teile     Cholesterin-dibromid    werden in  einem Gemisch von<B>1,50</B> Teilen Äther und  50 Teilen Eisessig gelöst, mit     2,:5    Teilen eines  4%igen     Pa,lladium-Bariumsulfa.t-Katalysa-          tors    versetzt und in üblicher Weise bei 20  bis 25   unter einem Überdruck einer 200 cm  hohen Wassersäule mit Wasserstoff geschüt  telt.

   Die Wasserstoffaufnahme setzt sofort  lebhaft ein und bleibt nach Aufnahme von  1     Mol    Wasserstoff     stehen.        Das    Reduktions  gemisch wird filtriert, das klare Filtrat vom  Äther befreit und aus der verbleibenden  essigsauren Lösung durch vorsichtigen Was  serzusatz das Cholesterin gefällt. Es schmilzt  bei 146 bis 147   und entsteht in nahezu  quantitativer Ausbeute.  



  In analoger Weise kann zum Beispiel  auch Platinschwarz Verwendung finden.       Beispiel     20,3 Teile     Cholesterinacetat-dibromid    und  15 Teile eines 30 %     igen        Nickelkatalysators     werden in 200 Teilen absolutem Alkohol auf-    geschwemmt. Man setzt noch 5 Teile Ätz  natron hinzu und schüttelt das Gemisch in  üblicher Weise mit Wasserstoff. Die Reduk  tion setzt sofort unter leichter     .Selbsterwär-          mung    ein und ist in     kurzer    Zeit nach Ver  brauch von 1     Mol    Wasserstoff beendet.

   Die  vom Katalysator befreite alkalische Lösung  wird noch 1 Stunde zur     Verseifung    des  Esters am     Rückfluss    gekocht und dann mit  Wasser bis zur bleibenden Trübung versetzt.  Beim Erkalten kristallisiert das Cholesterin  nahezu quantitativ in feinen schneeweissen  Nadeln aus, die bei 146 bis 147   schmelzen.

    <I>Beispiel 3:</I>  40 Teile     Stigmasterinacetat-tetrabromid     und 15 Teile eines 30%igen     Nickellmtalysa-          tors    werden zu einer     Lösung    von 1? Teilen       Ätznatron    in     ?0    Teilen Wasser und 500 Tei  len Alkohol gegeben und mit Wasserstoff       geschüttelt.    Über 90 % der     berechneten    Was  serstoffmenge werden schon in der ersten  Stunde verbraucht und nach einer weiteren  Stunde ist die Reduktion beendigt.

   Zur     Ver-          seifung    des     Stigmasterinacetates    kocht man  die klare, vom Katalysator befreite Lösung  eine Stunde am     Rückfluss.    Wird die noch  warme Lösung mit Wasser bis zur bleiben  den Trübung versetzt, so fällt das     Stigmaste-          rin    beim Erkalten als schneeweisse feine kri  stalline     3iasse    aus. Nach einmaligem     Um-          kristallisieren    aus Alkohol beträgt der  Schmelzpunkt 1.67 bis 168  .  



  <I>Beispiel</I>     .4:     40 Teile     Sitosterinacetat-dibromid,    5 Teile  eines Nickel -Kobalt-     Katalysators    und 10  Teile     Ätznatron    werden in     4(l0    Teilen Alko  hol aufgeschwemmt. Beim Schütteln mit  Wasserstoff -setzt die Reduktion sofort ein  und ist in kurzer Zeit nach Aufnahme der  erforderlichen Wasserstoffmenge beendet.  Man arbeitet in üblicher Weise auf und er  hält nahezu quantitativ     Sitosterzn    vom F. 136  bis<B>137</B>  .  



  <I>Beispiel 5:</I>  20 Teile der     Dehydroandrosteron-dibromid     enthaltenden neutralen Anteile, wie sie bei      der Aufarbeitung der durch Oxydation von       Cholesterinacetat-dibromid    mit Chromsäure  in Eisessig erhaltenen Reaktionsprodukte ge  wonnen werden, nimmt man in 200 Teilen  absolutem Alkohol auf, gibt 10 Teile 30 %     igen     Nickelkatalysator und 10 Teile 50 %     ige    Kali  lauge und     ,schüttelt    mit Wasserstoff. In  kurzer Geit ist die Wasserstoffaufnahme be  endigt.

   Man versetzt die vom Katalysator  befreite Lösung mit     Semicarbazidacetat    und       gewinnt    aus dem erhaltenen     Semicarbazon     durch     Verseifung    mit starker alkoholischer  Schwefelsäure das     I)ehydroandrosteron    in  zwei polymorphen Formen vom F.141 bis  142 und 152 bis 153<B>0</B>.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von ungesät tigten, den Ätiocholankern enthaltenden Ver bindungen aus ihren Halogenanlagerungspro- dukten durch Einwirkung reduzierend wir- kender Mittel auf diese, dadurch gekenn zeichnet, dass man als reduzierend wirkendes Mittel katalytisch erregten Wasserstoff ein wirken lässt. UNTERANSPRÜCHE: 1.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als reduzierend wirkendes Mittel Wasserstoff in Gegen wart edler Metalle einwirken lässt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als reduzierend wirkendes Mittel Wasserstoff in Gegen wart unedler Metalle einwirken lässt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als reduzierendes Mittel Wasser stoff in Gegenwart unedler Metalle und säurebindender Mittel einwirken lässt.
CH188614D 1935-05-04 1935-05-04 Verfahren zur Herstellung ungesättigter, den Ätiocholankern enthaltender Verbindungen aus ihren Halogenanlagerungsprodukten. CH188614A (de)

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