CH188894A - Verfahren zur Herstellung von Formgebilden aus Kollagenfaserpasten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formgebilden aus Kollagenfaserpasten.Info
- Publication number
- CH188894A CH188894A CH188894DA CH188894A CH 188894 A CH188894 A CH 188894A CH 188894D A CH188894D A CH 188894DA CH 188894 A CH188894 A CH 188894A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- nozzle
- production
- shaping
- water
- moldings
- Prior art date
Links
- 239000000835 fiber Substances 0.000 title claims description 18
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 12
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 11
- 102000008186 Collagen Human genes 0.000 title claims description 9
- 108010035532 Collagen Proteins 0.000 title claims description 9
- 229920001436 collagen Polymers 0.000 title claims description 9
- 238000000465 moulding Methods 0.000 title claims description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 15
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 230000008961 swelling Effects 0.000 claims description 10
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 claims description 8
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 3
- 238000003825 pressing Methods 0.000 claims description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 3
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 2
- 206010042674 Swelling Diseases 0.000 description 9
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 3
- 239000005457 ice water Substances 0.000 description 3
- 241000283690 Bos taurus Species 0.000 description 2
- 238000004898 kneading Methods 0.000 description 2
- 210000002435 tendon Anatomy 0.000 description 2
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 2
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- 241001465754 Metazoa Species 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- UCUJUFDOQOJLBE-UHFFFAOYSA-N [Cl].[Ca] Chemical compound [Cl].[Ca] UCUJUFDOQOJLBE-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 235000015278 beef Nutrition 0.000 description 1
- 239000000920 calcium hydroxide Substances 0.000 description 1
- 235000011116 calcium hydroxide Nutrition 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 description 1
- 239000003292 glue Substances 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 235000011837 pasties Nutrition 0.000 description 1
- 238000004080 punching Methods 0.000 description 1
- 230000003716 rejuvenation Effects 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 230000000391 smoking effect Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung von Formgebilden aus Kollagenfaserpasten. In Schweizer Patenten Nr.179460,182964 und<B>184316</B> wurde vorgeschlagen, tierisches Hautmaterial durch Einwirkung quellend wirkender Chemikalien und gegebenenfalls mechanische, zur lerfaserung der Haut ge eignete Behandlung in eine plastische, glit- sphige Hautfaserpa.ste mit hohem Gehalt an nicht abpressbarern Wasser überzuführen und diese Hautfaserpaste auf Formgebilde, wie Kunstdärme, Kunstfäden,
Membranen und dergleichen zu verarbeiten.
Es wurde festgestellt, dass man solche Formgebilde, insbesondere Kunstdärme und Fäden, um so feiner herstellen kann, je höher der Quellungszustaud und damit der Wasser gehalt der zu ihrer Herstellung verwendeten Hautfaserpaste ist.
So können zum Beispiel Fäden von 0,04 mm Durchmesser .dadurch hergestellt werden, dass man eine Hautfa.ser paste, die nur 5 % Trockensubstanz und etwa 95 % fast ausschliesslich als Quellungswasser gebundenes Wasser enthält, durch Düsen von 0,2 mm Durchmesser durchpresst. Der hoch- gequollene Faden schrumpft leim Austreten aus der formgebenden Düse und/oder bei der anschliessenden Trocknung auf das ge wünschte Mass zusammen. In entsprechender Weise können besonders dünnwandige und dennoch widerstandsfähige, insbesondere reiss feste Kunstdärme oder Membranen erhalten werden.
Es wurde nun gefunden, dass hochgequol lene und stark wasserhaltige Kollagenfaser- ma.ssen sich nur dann betriebssicher herstel len und verarbeiten lassen, wenn man dafür Sorge trägt, @dass das Material während des gesamten Fabrikationsvorganges bis zur end- gültigen Formgebung niemals längere Zeit auf Temperaturen höher als etwa <B>29,'</B> C kommt.
Die Einhaltung von niedrigeren Temperaturen ist für die Erhaltung von gleichmässigen und den Anforderungen auf Feinheit und gleichzeitige Widerstandsfähig keit genügenden Produkten unentbehrlich.
In Ausübung der Erfindung muss dafür gesorgt werden, dass das kollagenfaserhaltige Material beider quellenden Behandlung mit Chemikalien, der anschliessenden mechani schen Behandlung und der Verarbeitung mit Hilfe von formgebenden Düsen die kritische Temperatur von etwa 2:2 C nicht über schreitet.
Die Durchführung des gesamten Fabri kationsprozesses bei diesen Temperaturen kann dadurch wesentlich erleichtert werden, dass das kollagenfaserhaltige Material bezw. die Kollagenfaserpaste vor, zwischen oder nach den einzelnen Arbeitsgängen einer stär keren Kühlung, zum Beispiel auf<B>10'</B> C und darunter unterworfen wird. Zu diesem Zweck wird das Material zwischen den einzelnen Arbeitsgängen zum Beispiel in Kühlräumen einige Stunden gelagert und erst nach An nahme der erwünschten Temperatur weiter verarbeitet.
Man kann ausserdem noch Arbeitsgänge, bei denen eine Erwärmung zu befürchten ist, unter geeigneter Kühlung durchführen. So kann man bei den mechanischen Arbeitspro zessen, wie Zerfasern, Kneten, Pressen durch Düsen und dergleichen die entstehende Wärme, wie zum Beispiel Reibungs- oder Kompressionswärme durch geeignete Küh lung abführen.
Zur Erzielung von unter den Bedingun gen der Erfindung herstellbaren besonders feinen Formgebilden werden die mindestens <B>90%</B> Quellungswasser, vorzugsweise 95 Wasser und darüber enthaltenden Kollagen faserpastendurch formgebende Düsen, zum Beispiel Ring-, Schlitz- oder Fadendüsen ge- presst.
Die Erfindung ist mit erheblichen tech nischen und wirtschaftlichen Vorteilen ver bunden. Die Verarbeitung der hochgequolle nen und wasserreichen Kollagenfaserpasten er fordert insbesondere infolge ihres geringeren Reibungswiderstandes und ihrer geringeren Viskosität geringere mechanische Kräfte, zum Beispiel niedrigere Drucke beim Pres- sen durch die formgebenden Düsen.
Ausser dem ermöglicht die Erfindung die Darstel lung von besonders feinen und trotzdem wi derstandsfähigen Formgebilden, wodurch er- hebliche Ersparnisse an Material erzielt wer den können. Es war durchaus überraschend, dass .diese technischen und wirtschaftlichen Effekte sich durch Verarbeitung der Haut und des Fa-sermateizals unter Einhaltung be stimmter '.Temperaturen erzielen lassen.
<I>Beispiele:</I> 1. Schwarten aus Rindshaut werden etwa vier Wochen geäschert und durch Quel- lung mit Salzsäure auf einen Gehalt an Trok- kensubstanz von etwa 12% gebracht. Wäh rend der quellenden Behandlung wird dafür .Sorge getragen, dass das Hautmaterial eine Temperatur von 22 C nicht überschreitet. Das gequollene Material wird hierauf in einem Kühlraum bei 5 C einige Stunden lang gelagert.
Hierauf wird das Haut material durch Walzen zerteilt und die Fa: sermasse durch Verkneten mit Eiswasser homogenisiert und auf einen Trockengehalt von 5 % eingestellt. Diese Masse wird unter einem Druck von 400 Atm. durch sich ver jüngenden Düsen gepresst. Der aus der Düse austretende Faden wird zweckmässig in einem Pickelbad aufgefangen, anschliessend gegerbt, gegebenenfalls gefettet und gefärbt und schliesslich getrocknet. .
2. Rindersehnen werden zwei Wochen in einer gesättigten Kalkmilchlösung gequollen, durch Auswaschen mit Wasser von einem Teil des Kalkes befreit und hierauf mit 10 Salzsäurelösung bei Temperaturen unterhalb <B>22'</B> weiter gequollen. Die gequollenen Seh nen werden durch Waschen mit Eiswasser von der .Säure und dem gebildeten Chlor calcium befreit, bis der gewünschte Quel- lungsgrad bei einem pii von 2,4 erreicht ist.
Hierauf wird das Material durch Stanzen zu Fasersträngen gepresst und in einem Mischer unter Zusatz von Eiswasser homogenisiert. Die pasteuse Fasermasse, die 92 % Quel- lungswa.sser enthält, wird durch wasser gekühlte Ringdüsen gepresst. Das entste hende schlauchförmige Gebilde, in .dessen Inneres aus dem Düsenkopf Luft eingeblasen wird, wird getrocknet und mit Räucher- flüssigkeit gehärtet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Form gebilden aus hochgequollenen, wasserreichen Fasermassen durch Überführung von kol- lagenfaserhaltigem Material durch Behand lung mit quellend wirkenden Chemikalien und mechanische Behandlung in eine hoch gequollene, wasserreiche Faserpaste und durch Pressen dieser Paste durch form- gebende Düsen, dadurch gekennzeichnet, dass während des gesamten Fabrikationsganges bis zur endgültigen Formgebung eine Er wärmung des Materials auf mehr als 22' C vermieden wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass das Material vor den einzelnen Arbeitsgängen auf Tempera turen unterhalb<B>10'</B> C gekühlt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material vor den einzelnen Ar beitsgängen in Kühlräumen bei Tempera turen unterhalb 10 C gelagert wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Ver arbeitung und Formgebung des Materials unter Anwendung von .gekühlten Maschi- nen und Apparatur erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch zur Her stellung von Kunstdärmen, dadurch ge kennzeichnet, dass als formgebende Düse eine Ringdüse verwendet wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch zur Her stellung von Kunstfäden, dadurch gekenn zeichnet, dass als formgebende Düse eine Fadendüse verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch zur Her- stellung von Membranen, dadurch .gekenn zeichnet, dass als formgebende Düse eine Schlitzdüse verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE188894X | 1934-10-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH188894A true CH188894A (de) | 1937-01-31 |
Family
ID=5721080
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH188894D CH188894A (de) | 1934-10-15 | 1935-10-10 | Verfahren zur Herstellung von Formgebilden aus Kollagenfaserpasten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH188894A (de) |
-
1935
- 1935-10-10 CH CH188894D patent/CH188894A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1410423A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Monofilen aus alpha-Olefinpolymeren sowie Faeden,insbesondere Monofile aus Polypropylen | |
| DE910950C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden durch Verformung von Loesungen von Casein oder aehnlichen Proteinsubstanzen | |
| CH188894A (de) | Verfahren zur Herstellung von Formgebilden aus Kollagenfaserpasten. | |
| DE911322C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kollagengebilden | |
| AT151021B (de) | Verfahren zum Verarbeiten von tierischem Hautmaterial, insbesondere zur Herstellung von feinen Formgebilden aus Hautfaserpasten. | |
| DE686891C (de) | Verfahren zum Verarbeiten von tierischem Hautmaterhen Wursthuellen | |
| DE659490C (de) | Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Wursthuellen | |
| DE566930C (de) | Verfahren zum Strecken von in der Hitze plastisch werdenden Kunstfaeden | |
| DE667556C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gespinsten, Geweben oder anderen Textilien unter Verwendung von aus tierischer Haut gewonnenen Faeden | |
| AT152304B (de) | Verfahren zur Herstellung von Formgebilden aus tierischem Fasermaterial. | |
| EP0079398A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Kollagenmaterial für chirurgische Zwecke | |
| DE898947C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden aus Erdnussglobulin | |
| DE664127C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formgebilden aus tierischem Hautfasermaterial | |
| DE678872C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formgebilden aus tierischer Hautsubstanz | |
| DE685685C (de) | Verfahren zur Herstellung von Geweben, Gespinsten und anderen Textilien aus tierischen Hautfasern | |
| DE855936C (de) | Verfahren zum Haerten von Kunstdaermen und aehnlichen durch Verarbeitung von Fasermassen aus Hautsubstanz hergestellten Gebilden | |
| DE667203C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von elastischen kuenstlichen Wursthuellen | |
| DE656735C (de) | Verfahren zum Konditionieren von Faserstoffen | |
| AT151522B (de) | Verfahren zum Trocknen von Kunstdärmen aus tierischem Fasermaterial. | |
| DE364543C (de) | Verfahren zur Herstellung von Spinnduesen fuer Kunstfaeden | |
| DE817429C (de) | Webstuhlpicker aus zerfaserten Hautabfaellen | |
| AT218981B (de) | Verfahren zum Herstellen von Kleidungsstücken durch Aufbringen eines Überzuges | |
| DE501021C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstfaeden durch Verspinnen von Viskose in kapillaraktive Stoffe enthaltende Faellbaeder | |
| AT200427B (de) | Verfahren zum Härten von Kunstdärmen u. ähnl., durch Verarbeitung von Fasermassen aus Hautsubstanz hergestellten Gebilden | |
| DE849164C (de) | Verfahren zur Herstellung regenerierter Cellulosefaeden |