CH189148A - Verfahren zur Herstellung von Poly-phenyl-vinyl-Keton. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Poly-phenyl-vinyl-Keton.

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CH189148A
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  Verfahren zur Herstellung von     Poly-phenyl-vinyl-geton.       Es ist bisher nicht     gelungen,    das     Phenyl-          vinyl-Keton    zu farblosen, hochmolekularen,  mechanisch widerstandsfähigen Produkten  zu polymerisieren.  



  Mit dem bisher bekannten     weniger    reinen       Phenyl-vinyl-Keton    erhält man spröde,     pul-          verisierbare    Harze, welche ein technisches  Interesse nicht     beanspruchen    können;

   sie  werden als unlöslich in den gebräuchlichen  Lösungsmitteln     beschrieben.        (Van        Marle    und       Tollens,        Ber.    316, 1.355.) Die für eine Reini  gung in solchen Fällen übliche Vakuum  destillation ist praktisch nicht durchführbar,  weil selbst bei 0,6 mm Druck ein wesent  licher Teil des     Ketons    verharzt und im       Destillationsgefä.ss'    zurückbleibt.

       (Straus    und       sserkow,        Ann.401,    142/143.)  Die Reinigung .des     Ketons    schien auch  durch     Umkristallisieren    nicht möglich zu  sein, da es nach Angaben der Literatur nicht  zum Kristallisieren zu bringen ist.     (Tolleres     und Schäfer,     Ber.    39,     2'18:

  7.)       Es wurde     nun    gefunden,     dass.    man das       Phenyl-vinyl-Keton    auf verschiedene     Weise     nahezu verlustfrei reinigen     kann,    und     da3     man bei der     Polymerisation    des     gereinigten          Ketons    Produkte von völlig andern Eigen  schaften erhält, als nach den Angaben der       Literatur    zu     erwarten    war. Man erhält näm  lich     hochmolekulare    farblose, klarlösliche  und mechanisch     widerstandsfähige    Produkte  von hoher Viskosität.  



  Die     Reinigung    kann beispielsweise durch       Umkristallisieren    erfolgen, und zwar derart,       daB,    man das     Keton    in einem     Lösungsmittel,          beispielsweise        Pentan,    aufnimmt und die Lö  sung auf Temperaturen     unter    etwa     -30#',     zweckmässig auf     etwa   <B>-70'</B> abkühlt.

   Das       Phenyl-vinyl-Keton    scheidet sich .dann in  farblosen, seidenglänzenden Kristallnadeln  ab und kann     abfiltriert    werden; die     Kristalle     schmelzen bei     -11i/2      C.  



  Die     polymerisationshemmenden    und far  bigen Verunreinigungen bleiben bei der Kri  stallisation des     Ketons    im     Pentan    gelöst.      Diese Wirkung war nicht vorherzusehen, da  die     Verunreinigungen    bei der angewandten       tiefen    Temperatur ebenfalls ausfallen konn  ten.  



  An Stelle von     Pentan    können auch zahl  reiche andere Lösungsmittel Verwendung  finden, wie z. B.     Hexan    und     Petroläther     unter anderem auch Stoffe, die bei Zimmer  temperatur     gasförmig    sind, wie Propan.  



  Eine weitere Reinigungsmöglichkeit be  steht darin,     dass,    man das unreine     Keton    zu  sammen mit solchen     Lösungsmitteln    destil  liert, welche das     Keton    in     Dampfform    bei       verhältnismässig    niedriger Temperatur mit  nehmen. Obwohl beispielsweise     Toluol    bei  einer um etwa<B>1001'</B> niedriger liegenden  Temperatur siedet als     Phenyl-vinyl-Keton,     gehen die     beiden    Stoffe doch gemeinsam  über, sowohl bei Atmosphärendruck, wie im  Vakuum.

   Auch dieser Effekt war nicht  vorauszusehen, da das nahe verwandte       Acetophenon    durch Destillation leicht von       Toluol    getrennt werden kann. An     ,Stelle    von       Toluol    kann man     beispielsweise        Xylol    oder       Äthylbenzol    verwenden.  



  Derartige Lösungen können     direkt    zur       Polymerisation        verwendet    werden. Das     Ke-          ton    lässt sich ferner auch in     wä,ssriger    Dis  persion polymerisieren, wobei es sieh emp  fiehlt, die Herstellung :der Dispersion mit  der Reinigung derart zu verbinden, dass man  das     Keton    mit     Wa:

  sserdaimpf    übertreibt und  das milchige Destillat durch Zusatz von  wasserlöslichen     Koloiden        stabilisiert.    Die       Polymerisation    der     wässrigen    Dispersion  kann in bekannter     Weise        erfolgen.     



  Setzt man dem milchigen     Destillat    Salze  zu, z. B. Kochsalz oder     Chlorealcium,    so  scheidet sich das     Keton        tropfenförmig    ab  und bei der     Polymerisation    in diesem Sta  dium erhält man das Polymere in Form von  Perlen oder     Linsen.    Die     Polymerisation     kann     duroh        Temperaturerhöhung        bis    auf  etwa     2ä0      C, dem Siedepunkt     des        Phenyl-          vinyl-Ketons        durchgeführt    werden.

   Sie be  ginnt schon bei     Zimmertemperatur.    Zweck  mässig arbeitet man bei etwa 50 bis<B>1,00'</B> C  und in Gegenwart der bekannten Katalysato-         ren,    wie     Benzoylperoxyd,        Diacetylperoxyde,          blsäureperoxyd.     



  <I>Beispiel 1:</I>  Man löst 1100 g     Phenyl-vinyl-Keton    in  900 g     Pentan    und kühlt auf - 70   ab. Die  ausgeschiedenen     Kristalle    werden abgesaugt  und im Vakuum von anhaftendem     Pentan     befreit.

   Das bei Zimmertemperatur flüssige,  leicht bewegliche     Keton    wird mit     0,?          Benzoyl-peroxyd    versetzt und in einem zy  lindrischen Rührgefäss auf<B>60'</B>     erwärmt.          Nach    kurzer Zeit     wird,die    Substanz     zäUflüs-          sig.    Man entfernt den     Rührer    und     erwärmt     auf 100  . Nach 3 Stunden hat sich ein farb  loser     durchsichtiger    Block     gebildet.    Das       Polymerisat    ist hart und polierfähig, .der Er  weichungspunkt liegt bei 85  .

   Es ist leicht  löslich in Benzol,     Toluol,        Xylol,        llethylen-          chlorid    und     Cyklohexanon.    Mehr oder weni  ger     getrübte    Lösungen ergeben     Äthylacetat,          Propylacetat,        Butylacetat    und     Amylacetat     in     ider        Wärme.    Diese Lösungen werden je  doch schon durch einen geringen Zusatz an       Benzolkohlenwasserstoffen,        Methylenchlorid     oder     Cyklohexanon    klar.  



  Ein gutes     Lösevermögen    haben ferner  Gemische von Methanol oder absolutem Al  kohol mit     blethylenchlorid,    besonders solche  mit einem Überschuss an     1 < lethy        lenchlorid.     



       Quellungsvermögen    zeigen     Tetrachlor-          kohlensto.ff    und Chloroform,     Nichtlöser    sind  die Alkohole,     Grenzkohlenwasserstoffe    und  Äther.  



  <I>Beispiel 2:</I>       Man.    destilliert eine Lösung von 20 Tei  len     PIenyl-vinyl-Keton    in 80 Teilen reinem       Toluol    bei 1,5 mm. Das farblose Destillat  wird nach Zusatz von 0,1 Teil     Benzoyl-          peroxyd    am     Rückfluss    5 Stunden gekocht.  



  Man erhält eine viskose     Lösung,    welche  beim Verdunsten des     Lösungsmittels    einen  farblosen glänzenden Film     hinterlässt.    Man  kann das Polymere auch durch Zusatz von  Benzinen oder Alkoholen     ausfällen.     



  Das     erhaltene    Hochpolymere hat grosse  Ähnlichkeit mit     Polystyrol,    da es sich gut  nach dem     Spritzgussverfahren        verformen     lässt. Wie beim Polystyrol erhält man je      nach den angewandten     Polymerisationsbe-          dinggungen        Produkte    verschiedener Viskosität  und damit verschiedenen     Erweichungspunk-          tes.     



  Hinsichtlich der anwendbaren Lösungs  mittel ist jedoch     da:s        Polyphenyl-vinyl-Keton     dem Polystyrol überlegen, da es     ausser    in       aromatischen        Kohlenwasserstoffen    auch in  Gemischen von Estern mit     geringen    Zu  sätzen von     aromatischen        Kohlenwasserstof-          fen,    sowie in     Gemischen    von absolutem Al  kohol und     Methylenchlorid    löslich     ist.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von löslichem Polyphenyl-vinyl-geton, dadurch gekenn zeichnet, dass man weitgehend gereinigtes Phenyl-vinyl-Keton der Polymerisation un terwirft. Das so erhaltene Produkt ist hoch molekular, farblos, klar löslich, mechanisch widerstandsfähig und von hoher Viskosität.
CH189148D 1935-03-01 1936-02-25 Verfahren zur Herstellung von Poly-phenyl-vinyl-Keton. CH189148A (de)

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