CH189161A - Anlage zur Aufnahme oder Wiedergabe von Bild- oder Bildtonfilmen. - Google Patents

Anlage zur Aufnahme oder Wiedergabe von Bild- oder Bildtonfilmen.

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CH189161A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Anlage zur Aufnahme oder     Wiedergabe    von Bild- oder Bildtonfilmen.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Anlage ohne mechanische,     intermittie-          rend    wirkende     Verschlussvorrichtung    zur  Aufnahme oder Wiedergabe von Bild-     bezw.     Bildtonfilmen, in welcher Anlage der Film  unter Zwischenschaltung von Dunkelpausen  für den Bildwechsel absatzweise belichtet       bezw.    abgebildet     wird.     



       Zweck    der Erfindung ist die Schaffung  von     Mitteln,    durch die es praktisch ermög  licht wird, die Kamera oder den Projektor  ohne     Verschlusseinrichtung    arbeiten zu lassen.  



  Es wurde bei derartigen Anlagen bereits  vorgeschlagen, eine Bogenlampe mit     einem          intermittierenden    Strom zu speisen, derart,  dass nur während des Stillstehens des Bildes  Licht erzeugt wurde. Bei diesen Anlagen  hatte man immer dafür zu sorgen, dass der  Bogen rechtzeitig gezündet     und    gelöscht  wurde. Die zeitige Zündung konnte dadurch  gefördert werden, dass während einer kurzen  Zeitdauer eine erhöhte Spannung     zugeführt     wurde. Für die Löschung verwendete man    besondere, scheibenartige, rotierende Elektro  den zusammen mit einem     Blasmagneten.    Die  ser Vorschlag hat jedoch nicht zu einem  praktischen Erfolg geführt.  



  Auch ist es bekannt, den Filmstreifen  kontinuierlich, ohne optische     Ausgleichmit-          tel,    laufen zu lassen und jedes Bild nur wäh  rend einer sehr kurzen Zeit mittels einer  gas- oder     quecksilberdampfgefüllten    Ent  ladungsröhre, welche mit sehr kurzen elek  trischen Stromstössen     synchron    mit der Bild  frequenz gespeist wird, zu     durchleuchten.     Auch dieses System wurde in der Praxis  nicht     durchgeführt.     



  Die     Erfindung    bezieht sich auf     eine    neue  Anlage zur     Aufnahme    oder Wiedergabe von  Bild- oder Bildtonfilmen, wobei im letzteren  Falle das Bild     intermittierend,    z. B. auf  einen Schirm, projiziert wird.

   Hierunter soll  verstanden werden, dass der Film sich in  üblicher Weise entweder     intermittierend    oder       kontinuierlich    durch den Apparat bewegt,  wobei im letzteren Falle allerdings die Pro-           jektion    durch optischen Ausgleich ebenfalls       intermittierend    erfolgen     muss.    In beiden Fäl  len wird in den bekannten Anlagen im Ge  gensatz zur Erfindung eine     Verschlussein-          richtung    vorgesehen, durch die die Projek  tion während der Verschiebung des Bildes  unterbrochen     wird.     



  Gemäss der Erfindung wird diese     Ver-          schlusseinrichtung    dadurch überflüssig ge  macht, dass als Lichtquelle eine gekühlte       Hochdruckmetalldampfentladungsröhre    mit  eingeschnürter Entladungsbahn verwendet  wird, dass zur Speisung dieser Röhre eine       Wechselstromquelle    angewendet ist, deren  Frequenz gleich oder ein ganzes Vielfaches  der Bildfrequenz ist, und dass die Dunkelzeit       .-'15    bis     5()9o'    der zwischen zwei aufeinander  folgenden Bildwechseln verstreichenden Zeit  ist.  



  Man würde erwarten, dass die periodische  Kurve, welche die ausgestrahlte Lichtmenge  als Funktion der Zeit angibt, der Kurve als  doppelphasig     gleichgerichteten    Wechselstro  mes entsprechen würde. Dies ist bei Ent  ladungsröhren mit niedrigem Gas- oder  Dampfdruck von der Grössenordnung von  zum Beispiel 1 mm auch annähernd der Fall.  Wenn jedoch der Druck höher gewählt wird,  so erhält die Kurve, vermutlich infolge der  grösseren Wärmekapazität und der höheren  Durchschlagsspannung, eine ganz abweichende  Gestalt. Bei sehr hohem Drucke, das heisst  über 6     Atm.    bis zu etwa 250     Atm.,    liegt vor  jedem Zeitintervall, in dein eine starke Licht  aussendung stattfindet, ein Zeitintervall, in  dem praktisch kein Licht ausgestrahlt wird.

         Unendlich    viele Variationen in der Form  der Kurve sind durch geeignete Wahl des  Verhältnisses zwischen der Zündspannung  der Röhre und dem Scheitelwert der Netz  spannung möglich. Es ist sogar möglich, ihr  eine annähernd     sinusförmige    Gestalt mit ver  hältnismässig breiten Tälern zu geben.

   Diese  Eigenschaft der Kurve kann nun mit Vor  teil dazu benutzt werden, um den Film  antrieb und die Speisung der Lichtquelle  derart in bezug aufeinander abzustellen, dass  das Zeitintervall, in dem die Bilder versclio-         ben    werden, mit dein Zeitintervall genau zu  sammenfällt, während dessen die Lampe  praktisch kein Licht produziert, mit andern  Worten, die Verschiebung des Bildes erfolgt  genau in einem Tal der     Lichtaussendung,    so  dass eine     Verschlusseinrichtung    sich erübrigt.  



  Wenn man die übliche Bildfrequenz von  24 Bildern pro Sekunde beibehalten will,       kann    auf Grund des     obenstehenden    die Fre  quenz des     Speisewechselstromes    für die Ent  ladungsröhre zweckmässig zu     \24    oder 48  Hertz gewählt werden. Liegen keine beson  deren Gründe für die     Anwendung    der Bild  frequenz 34 Hertz vor, so ist es zweckmässig,  die Bildfrequenz auf 25 Hertz zu steigern,  da dann die     Wechselstromfrequenz    entspre  chend zu     ?5    oder 50 Hertz gewählt werden  kann, was in bezug auf die übliche Netz  frequenz von 50 Hertz eine billigere Anlage  ergibt.

   Der     Antrieb    für die     Fortschaltung     des Filmes kann dann zweckmässig durch  einen Synchronmotor erfolgen. Zur Einstel  lung der richtigen Phasenlage zwischen  Lampen und Antrieb kann ferner eine geeig  nete Regelvorrichtung, z. B. ein verschieb  barer Ständer des Synchronmotors oder ein  Drehtransformator, vorgesehen sein.  



  Grundsätzlich kann zwar die Frequenz  des     Wechselstromes    ein beliebig ganzes Viel  faches der Bildfrequenz sein. Wenn jedoch  die Frequenz zu hoch gewählt wird, so wer  den die     Dunkelperioden    relativ so kurz. dass  das Verschieben des Bildes in diesem kurzen  Zeitintervall technische Schwierigkeiten und  eine zu starke Beanspruchung des Filmes mit  sich bringt.  



  Wie bereits oben erwähnt, sind es nur  gekühlte     Hoclidruckmetalldampfentladungs-          röhren    mit eingeschnürter Entladungsbahn,  insbesondere wassergekühlte Quecksilber  dampfröhren, welche sich zur Ausführung  des Erfindungsgedankens eignen. Es ist  nicht genau anzugeben, wie hoch dieser  Druck sein soll, da dies davon abhängig ist,  welche Anforderungen an die Qualität des  projektierten Bildes gestellt werden und wel  che Füllung in der Röhre verwendet wird.

        Es hat sich jedoch herausgestellt, dass ins  besondere flüssigkeitsgekühlte Quecksilber  dampfhochdruckentladungsröhren mit     ein-          gescliniirter    Entladungsbahn, die eine Gas  füllung und im Betrieb einen     Quecksilber-          dampfdruck    von über 6     Atm.,    z. B. 100 Alm.,  aufweisen, und mit mindestens einer     Glüh-          elektrode    versehen sind, die nur wenig aus  einer sie umgebenden, Quecksilber oder  Amalgam enthaltenden,     verdampfbaren    Me  tallmasse     hervorragt,    sich für den beabsich  tigten Zweck vorzüglich eignen.

   Mit . der  <B>en</B>     tigen    Entladungsröhren kann eine     Ober-          flächenlielligkeit    von 100.000     Int.    Kerzen  pro     cm2    und mehr, z. B. 150.000     Int.    Kerzen  pro     cm=,    erreicht werden, und es hat sich       ergehen,    dass auch das     Lichtspektrum    dieser       Entladungsröhren    den für Projektionszwecke  zu stellenden Bedingungen weitgehend ge  nügt.  



  Obgleich im obigen die Erfindung anhand  einer     Bildwerfanlage    beschrieben ist, ist sie       ebenfalls    wichtig für Aufnahmezwecke. In       diesem    Falle werden zur Beleuchtung der       aufzrinehmenden    Szene Entladungsröhren       verwendet,    welche in ähnlicher Weise, wie       oben    für die Lichtquelle einer Projektions  anlage beschrieben ist, eine besondere perio  dische     Lichtaussendung    aufweisen.

   Durch       Svnchronisierung    der periodischen Film  bewegung in der Kamera und der ebenfalls       periodischen        Lichtaussendung    der zur Be  leuchtung der Szene verwendeten Lichtquel  len ist eine     Verschlusseinrichtung    überflüssig.  



  Anhand der Zeichnung wird ein     @usfüh-          rungsheispiel    der Erfindung näher erläutert.       Fig.    1 zeigt als Funktion der Zeit die       Kurven    der Netzspannung, der Spannung an  den Klemmen der Röhre und der Lichtaus  sendung einer Entladungsröhre mit niedri  gem Gas-     bezw.    Dampfdruck von zum Bei  spiel 1 mm.  



       Fig.    2 zeigt dieselben Kurven für eine  gekühlte     Hochdruckmetalldampfentladungs-          röhre,    welche mit einer     Wechselstromfre-          quenz    gespeist wird, welche der Bildfrequenz  entspricht.    In den Figuren sind     einander    entspre  chende Teile und Kurven mit denselben Be  zugszeichen angegeben.  



  In     Fig.    1 ist A die     Netzspannungskurve.     B ist die Kurve der Klemmenspannung einer  Entladungsröhre     mit    niedrigem Gas-     bezw.     Dampfdruck. Die     Lichtaussendungskurve    ist  mit C bezeichnet. Es ergibt sich, dass die       Lichtaussendungskurve    annähernd der Kurve  eines doppelphasig gleichgerichteten Wech  selstromes     entspricht.    Wenn die Lichtaus  sendungskurve die     in    dieser Figur darge  stellte Gestalt hat, so ist sie zum angestreb  ten Zwecke nicht ohne weiteres zu verwen  den.  



  In     Fig.    2 sind dieselben Kurven für eine       Hochdruckmetalldampfentladungsröhre    mit       eingeschniirter    Entladungsbahn dargestellt,  die im Betrieb einen Dampfdruck von     etwa     100     Atm.    oder mehr aufweist. Es liegt auch  hier vor jedem     Zeitintervall    r, in dem     eine     starke     Lichtaussendung    stattfindet, ein Zeit  intervall s, in dem praktisch kein Licht aus  gestrahlt wird (Dunkelzeit).

   Die Wechsel  stromfrequenz ist gleich der     Bildfrequenz.     Die zwischen zwei aufeinanderfolgenden  Bildwechseln verstreichende Zeit, das heisst  die Zeit, welche ein Bild einschliesslich des       Vorschiebens    zur Projektion benötigt, ist mit  p bezeichnet. Die Zeit, die zum Vorschieben  erforderlich ist, ist mit q bezeichnet und  deutlichkeitshalber durch ein Rechteck dar  gestellt. Die in dieser Figur angegebenen Pe  rioden s (Dunkelzeiten), zwei Mal pro Pe  riode p, betragen zusammen     etwa    25 bis 50  dieser Periode.  



  Wenn der Filmantrieb und die Speisung  der Röhre durch die     Wechselstromquelle    der  art in bezug aufeinander     abgestimmt    werden,  dass die Zeit     q    zum grössten Teil mit der Zeit  s zusammenfällt, wie in der Figur dargestellt  ist, so wird die Vorführung des Bildes ein  wandfrei erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anlage ohne mechanische, intermittie- rend wirkende Verschlussvorrichtung zur Aufnahme oder Wiedergabe von Bild- bezw. Bildtonfilmen, in welcher Anlage der Film unter Zwischenschaltung der Dunkelpausen für den Bildwechsel absatzweise belichtet bezw. abgebildet wird, dadurch gekennzeich net, dass als Lichtquelle eine gekühlte Iloeh- druckmetalldampfentladungsröhre mit einge schnürter Entladungsbahn verwendet wird, dass zur Speisung dieser Röhre eine Wechsel stromquelle angewendet ist, deren Frequenz gleich oder ein ganzes Vielfaches der Bild frequenz ist,
    und dass die Dunkelzeit 25 bis <B>50%</B> der zwischen zwei aufeinanderfolgen den Bildwechseln verstreichenden Zeit ist. UNTERANSPRüCHE: l.. Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Entladungsröhre eine wassergekühlte Quecksilberdampf- röhre vorgesehen ist. 2. Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Frequenz der Wech- selstromquelle das Doppelte der Bildfre quenz ist.
CH189161D 1935-01-03 1935-12-19 Anlage zur Aufnahme oder Wiedergabe von Bild- oder Bildtonfilmen. CH189161A (de)

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