CH189269A - Schaltanordnung zum Empfang modulierter Hochfrequenzschwingungen. - Google Patents
Schaltanordnung zum Empfang modulierter Hochfrequenzschwingungen.Info
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Description
Schaltanordnung zum Empfang modulierter Hochfrequenzschwingungen. Die Modulationstiefe der Rundfunksender wird in letzter Zeit bis auf annähernd 100% gesteigert. Zur Sicherung einer natur getreuen Wiedergabe der ausgesandten Sprache oder Musik auf der Empfangsseite ist es not wendig, dass in einer Radioempfangsschalt- anordnung ein Demodulator verwendet wird, der bei<B>100%</B> Modulationstiefe eine lineare Detektionskennlinie aufweist.
Die üblichen Zweielektrodendetektoren erfüllen diese Be dingung, zeigen aber den Nachteil, dass sie eine erhebliche Dämpfung des dem Detektor vorausgehenden Hoch- oder Zwischenfrequenz- kreises herbeiführen. Detektorröhren mit drei oder mehr Elektroden führen nur eine ge ringe Dämpfung des vorausgehenden Kreises herbei, weisen aber nur eine lineare Detek- tionskennlinie bis höchstens<B>70%</B> Modula- tionstiefe auf.
Zur Erzielung einer linearen Detektion bei<B>100%</B> Modulationstiefe bei einer Detektorröhre mit drei oder mehr Elek troden kann man eine umgekehrte Rückkopp lung oder Gegenkopplung anwenden. Es zeigt sich jedoch die Schwierigkeit, dass die Emp findlichkeit des Detektors vermindert wird, so dass weit entfernte Sender nicht mit genü gender Lautstärke empfangen werden können.
Gemäss der Erfindung wird eine natur getreue Wiedergabe beim Empfang naher Sender und auch eine grosse Empfindlichkeit beim Empfang weit entfernter Sender in der Weise erhalten, dass bei einer Schaltanord nung zum Empfang modulierter Sender, bei der eine Detektorröhre mit wenigstens drei Elektroden für die Demodulation der emp fangenen Schwingungen verwendet wird, eine Schaltvorrichtung vorgesehen wird,
mittels welcher ein beliebiger Teil der über eine<U>im</U> Ausgangskreis der Detektorröhre liegende Impedanz auftretenden Niederfrequenzspan- nung dem Steuergitter der Detektorröhre als Gegenkopplung zugeführt werden kann, zum Zwecke, beim Empfang naher Sender eine starke und beim Empfang weit entfernter Sender eine beliebig kleine Gegenkopplung herbeizuführen. Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Gegenstandes der Erfin dung, wobei nur diejenigen Einzelteile ver anschaulicht sind, die für das Verständnis der Erfindung notwendig sind.
In der Figur ist ein Zwischenfrequenz verstärker 1 dargestellt, dem der übliche und in der Figur nicht dargestellte Ilochfrequenz- verstärker und erste Detektor vorausgehen. Die Ausgangsspannung des Zwischenfre- quenzverstärkers 1 wird mittels eines aus den auf die Zwischenfrequenz abgestimmten, in duktiv gekoppelten Kreisen 4 und 2 gebilde ten Bandfilters dem Steuergitter einer Detek- torröhre 3 zugeführt. Die Kopplung zwischen den Kreisen 4 und 2 wird zweckmässig so gross gewählt, dass die Frequenzkennlinie des Bandfilters eine nahezu rechteckige Gestalt aufweist.
Als Detektorröhre ist in der Figur eine Fünfelektrodenröhre dargestellt; als sol che kann auch eine Drei- oder Vierelektroden röhre gewählt werden. Die über den Wider stand 8 im Anodenkreis der Detektorröhre 3 auftretende Niederfrequenzspannung wird über einen Kondensator 5 einem in der Figur nicht dargestellten Niederfrequenzverstärker zugeführt. Die Anodenspannung der Detek- torröhre 3 wird von der Batterie B geliefert,
während die Schirmgitterspannung von der Batterie S geliefert wird. Das Schirmgitter ist in üblicher Weise über einen grossen Kon densator mit der Erde verbunden.
In der Kathodenleitung der Detektorröhre liegt ein Potentiometerwiderstand 6, der von einem Kondensator 9 überbrückt wird, der für Hoch- oder Zwischenfrequenzströme einen Kurzschluss bildet, für Niederfrequenzströme aber eine erhebliche Impedanz hat. Über den Widerstand 6 tritt infolgedessen ein Nieder frequenzspannungsabfall auf, der über den Gleitkontakt 12 und den für Niederfrequenz ströme einen Kurzschluss bildenden Konden sator 11 dem Steuergitter der Detektorröhre zugeführt wird, so dass eine Gegenkopplung erhalten wird.
Der über den Widerstand 6 auftretende Gleichspannungsverlust wird über den Ableitungswiderstand 7 dem Steuer gitter der Detektorröhre zugeführt, so dass selbsttätig die erforderliche negative Vor spannung erhalten wird. Der Kondensator 10 bildet einen Kurzschluss für die im Anoden kreis auftretenden Hoch- oder Zwischen frequenzströme.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Schaltanordnung ist folgende: Infolge der negativen Vorspannung des Steuergitters wirkt die Detektorröhre 3 als Anodendetek tor. Beim Empfang naher Sender wird der Gleitkontakt 12 auf einen in der Nähe des von der Kathode abgewendeten Endes liegen den Punkt des Widerstandes 6 eingestellt. In diesem Fall wird eine ziemlich grosse Gegenkopplung erhalten, so dass lineare Detektion bei<B>100%</B> Modulationstiefe ge sichert wird.
Beim Empfang weit entfernter Sender wird der Gleitkontakt 12 auf einen in der Nähe der Kathode liegenden Punkt des Widerstandes 6 eingestellt, so dass keine oder nahezu keine Gegenkopplung auftritt und die Detektorröhre sich wie ein gewöhn licher Anodendetektor verhält. Im letzteren Fall wird die Empfindlichkeit des Detektors wesentlich vergrössert, wobei lineare Detek- tion bis zu einer Modulationstiefe von an nähernd<B>70%</B> erhalten wird.
Es ist allgemein erwünscht, dass die De tektorröhre stets auf denselben Arbeitspunkt der Kennlinie eingestellt ist. Zu diesem Zweck ist eine in der Figur mit 1w bezeich nete selbsttätige Lautstärkeregelung vor gesehen, durch die eine gleichbleibende Mit telfrequenzspannung dem Steuergitter der Detektorröhre zugeführt wird.
Zur Erzielung einer naturgetreuen Wie dergabe beim Empfang naher Sender und einer grossen Selektivität beim Empfang weit entfernter Sender ist es üblich, die Breite des vom Hoch- oder Zwischenfrequenzver- stärker durchgelassenen Frequenzbandes regelbar zu machen. In diesem Fall kann eine sehr einfache Bedienung durch mecha nische Kupplung der Schaltvorrichtung für die Regelung der Gegenkopplung mit der Schaltvorrichtung zum Regeln der Band breite erhalten werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltanordnung zum Empfang modulier ter Hochfrequenzschwingungen, bei der eine Detektorröhre mit wenigstens drei Elektro den für die Demodulation der empfangenen Schwingungen verwendet wird, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher ein beliebiger Teil der über eine im Ausgangskreis der Detektorröhre liegende Impedanz auftreten den Niederfrequenzspannung dem Steuer gitter der Detektorröhre als Gegenkopplung zugeführt werden kann, zum Zwecke,beim Empfang naher Sender eine starke und beim Empfang weit entfernter Sender eine be liebig kleine Gegenkopplung herbeizuführen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schaltanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Impedanz in der Kathodenleitung der Detektorröhre liegt und die Betätigung der Schaltvorrichtung bewirkt, dass ein mehr oder weniger grosser Teil dieser Im pedanz zugleich im Steuergitterkreis der Detektorröhre liegt. 2.Schaltanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Impedanz und die Schaltvorrichtung zu sammen -ein Potentiometer bilden, dessen Gleitkontakt über einen für Nieder frequenzströme einen Kurzschluss bilden den Kondensator mit dem Steuergitter verbunden ist. 3. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Potentiometerwiderstand durch einen für Hochfrequenzströme einen Kurzschluss bildenden, jedoch für Nieder frequenzströme eine erhebliche Impedanz aufweisenden Kondensator überbrückt ist. 4.Schaltanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalt vorrichtung mechanisch mit einer zweiten Schaltvorrichtung gekoppelt ist, mittelst welcher die Breite des von einem Träger frequenzverstärker durchgelassenen Fre quenzbandes eingestellt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US189269XA | 1935-02-28 | 1935-02-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH189269A true CH189269A (de) | 1937-02-15 |
Family
ID=21790460
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH189269D CH189269A (de) | 1935-02-28 | 1936-02-26 | Schaltanordnung zum Empfang modulierter Hochfrequenzschwingungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH189269A (de) |
-
1936
- 1936-02-26 CH CH189269D patent/CH189269A/de unknown
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