CH189295A - Im Betrieb verstellbarer Propeller. - Google Patents
Im Betrieb verstellbarer Propeller.Info
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Description
Im Betrieb verstellbarer Propeller. Es ist bekannt, dass eine Änderung des Anstellwinkels der Propellerflügel auf den Bewegungsantrieb eines Flugzeuges in grossem Masse einwirkt. So kann zum Beispiel durch Vergrösserung des Anstellwinkels die Flugge schwindigkeit beim Geradeausflug (Niveauflug) gesteigert, durch Verminderung hingegen die Zugkraft beim Steigflug vergrössert werden. Die Verstellbarkeit der Propellerflügel ist aber nicht nur von grosser Bedeutung wegen der Erzielung eines guten Wirkungsgrades beim Geradeausflug und beim Steigflug, sondern auch wegen der daraus resultieren den gesteigerten Flugsicherheit.
Die bisher bekannten, im Betrieb ver stellbaren Propeller haben zufolge ihrer Kom pliziertheit den Anforderungen nicht ent sprochen.
Die Erfindung betrifft einen im Betrieb verstellbaren Propeller, bei welchem die Ver- stellbarkeit mit einfachsten Mitteln erreicht ist. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die mit der Motorwelle sich drehende, die verstellbaren Propellerflügel haltende Nabe durch ein zweiteiliges Lagergehäuse gebildet ist, in welchem die Flügelschaftbüchsen un abhängig voneinander mittels Wälzlager um senkrecht zur Motorwelle stehende Achsen drehbar gelagert und an den nach innen gekehrten Enden mit Daumen versehen sind, welche an Schrägflächen mit einem Stell schlitten zusammenwirken,
dessen Längsver schiebung in der einen oder andern Richtung die Vergrösserung bezw. Verkleinerung des Anstellwinkels der Propellerflügel zur Folge hat.
Auf der Zeichnung sind zwei beispiels weise Ausführungsformen des Erfindungs gegenstandes veranschaulicht. Fig. 1 zeigt die eine Ausführungsform im Längsschnitt; Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Schnittlinie A-B der Fig. 1; Fig.3 zeigt den Daumen zum Verstellen eines Propellerflügels in Draufsicht; Fig.4 zeigt die zweite Ausführungsform teilweise im Längsschnitt, teilweise in Seitenansicht, und Fig. 5 ist ein horizontaler Schnitt zur Fig. 4.
Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 ist das Ende der Hohlwelle 1 zu einem Nabenteil 2 ausgebildet, der mit dem an ihm befestigten ähnlichen Nabenteil 3 ein Gehäuse bildet, in welchem die Rollenlager 4 für die den Schaft der beiden Propellerflügel 6 fest haltenden Nabenbüchsen 5 mit zur Welle senkrechter Drehachse angeordnet sind. An den einander zugekehrten Böden weisen die Nabenbüchsen 5 in der Wellenrichtung be findliche Stelldaumen 7 auf. Die auf dem Gehäuseteil 3 befestigte Stirnhaube 8 hat innere Längsnuten 9, in welchen der ring förmige Schlitten 10 mittels durch Schrauben 11 einstellbare Kugeln 12 geführt wird.
Am diametralen Bolzen 13 des Schlittens 10 sitzen zwei unverachiebliche, aber lose dreh bare Nocken 14, die sich in zur Radialrieh- tung der Flügeldrehachse schrägen Längs schlitzen 15 der Enden der Stelldaumen 7 befinden und somit durch Bewegung des Schlittens in achsialer Richtung die Änderung des Anstellwinkels der Propellerflügel 6 her beiführen.
Der Schlitten 10 wird durch einen Stell ring 16 bewegt, der auf durch Schrauben 19 einstellbaren und in äussern Längsrillen 18 der Welle 1 geführten Kugeln 17 in achsialer Richtung beweglich und durch zwei den Ge häuseteil 2 durchsetzende Stäbe 20 mit dem Schlitten 10 fest verbunden ist. Der Stell ring 16 ist durch Kugellager in einer Hülse 21 gelagert, die zwei Zapfen 22 aufweist, welche mit einem Stellhebel in bekannter Weise verbunden sind. Für die gehörige Um hüllung des Stellringes 16 und der Hülse 21, sowie für die einwandfreie Schmierung der Kugellager kann gesorgt sein.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig.4 und 5 ist das Rohrstück c der Gehäusehälfte bi auf das konische Ende der Motorwelle ra aufgesetzt und durch eine Schraubenmutter d befestigt. Die beiden durch Schrauben e mit einander verbundenen Gehäusehälften bi und b2 bilden wieder ein geschlossenes Gehäuse, in welchem die den Schaft der Propeller flügel<I>f</I> aufnehmenden Nabenbüchsen <I>k</I> mit tels der Kugellager g und h drehbar gelagert sind.
Die Schäfte der Propellerflügel sind bei dieser Ausführung zu flachgängigen Schrauben ausgebildet, die in die Nabenbüchsen k ein geschraubt sind. Zur Sicherung dienen noch die in die Böden der Büchsen k eingeschraub ten Sicherheitsschrauben i, sowie die den Pro pellerflügelschaft umgebenden zweiteiligen Hülsen x und die konischen Spannschrauben muttern J.
Die Büchsen k weisen an den einander zugekehrten Böden zwei diametrale Daumen m auf. Die schrägen Angriffsflächen in, bezw. m2 dieser Daumen schliessen miteinander einen stumpfen Winkel ein und liegen an ent sprechend schrägen Flächen n1 bezw. n2 des aus zwei Teilen<I>n'</I> und<I>n"</I> bestehenden, in der Wellenmittelebene verschiebliehen Stell schlittens auf. Die Schlittenteile<I>n</I> und n" sind mittels der durch die seitliehen Ösen hindurchgehenden Schraubenbolzen o mitein ander verbunden.
Die zwischengelegten Hül sen p bestimmen den erforderlichen Abstand zwischen den Stellschlittenteilen n', ya". Die ge hörige Führung des Stellschlittens erfolgt in den Bohrungen r der hrehäusehälften bi, b2. Die aus dem Gehäuse herausragenden Enden der Schraubenbolzen o tragen einen das Rohr stück c umgebenden Stellring s, der an seiner dem Motor zugekehrten Seite einen Einsatz ring vorteilhaft aus Vulkanfiber besitzt. Am Schlittenteil n" ist durch einen Schrauben bolzen<I>t</I> eine Scheibe u befestigt, gegen welche sich eine in der am Gehäuseteil b2 befestigten Haube v befindliche Schrauben feder z abstützt.
Auf den Schraubenbolzen t ist eine Hülse tv aufgeschraubt, die in der Bohrung des Haubendeckels beweglich ist und durch die das Mass der Schlittenver schiebung eingestellt werden kann.
Bei der Montierung werden die Propeller flügel f für den Niveauflug so eingestellt, dass sie unter dem optimalen Anstellwinkel stehen, um die grösstmögliche Fluggeschwin digkeit zu erzielen. Diese Stellung entspricht etwa der in Fig. 5 veranschaulichten Lage der Stellschlittenteile n', n". Beim Starten oder Steigflug will man aber eine grössere Zugkraft entfalten; was durch Verringerung des Anstellwinkels der Propellerflügel möglich ist.
Hierzu werden die Propellerflügel f da durch verstellt, dass rnan den Stellring s zum Beispiel durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Stellhebel, der an seinem gabel förmigen Ende an den Stellring drückende Rollen trägt, nach vorn bewegt, wobei durch die schrägen Flächen ni, n2 der Stellschlitten- teile n', <I>n"</I> die gehörige Verdrehung der Daumen m und somit das gewünschte Ver stellen der Propellerflügel herbeigeführt wird. Gleichzeitig wird die Schraubenfeder z zu sammerigepresst. Das grösste Mass der Schlit tenbewegung hängt von der Einstellung der Hülse 2v ab.
Nach Loslassen des Stellringes s tritt die zusammengepresste Schraubenfeder z in Wirkung und bringt die Propellerflügel in jene Lage zurück, bei der der Niveauflug mit der grösstmöglichen Geschwindigkeit vor sich geht.
Zur Einstellung der Propellerflügel auf bestimmte Anstellwinkel, dienen auch die Hülsenp, deren Länge die Lage der Daumen m beeinflusst. Aus diesem Grunde sind die Hül sen p auswechselbar oder aus mehren Stücken bestehend.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Im Betrieb verstellbarer Propeller, bei welchem die verstellbaren Propellerflügel von einer mit der Motorwelle sich drehenden Nabe gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe durch ein zweiteiliges Lager gehäuse gebildet ist, in welchem die Flügel schaftbüchsen unabhängig voneinander mittels Wälzlager um senkrecht zur Motorwelle ste hende Achsen drehbar gelagert und an den nach innen" gekehrten Enden mit Daumen versehen .sind, welche an Schrägflächen mit einem Stellschlitten zusammenwirken, dessen Längsverschiebung in der einen oder andern Richtung die Vergrösserung bezw. Verklei nerung des Anstellwinkels der Propellerflügel zur Folge hat. UNTERANSPRüCHE: 1.Propeller nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass die Daumen (7) der Flügelschaftbüchsen (5) an ihren in eine Stirnhaube (8) ragenden Enden schräg zur Radialrichtung der Flügeldrehachse angeordnete Schlitze (15) aufweisen, in welche an einem in innern Längsnuten (9) der Stirnhaube mittels Kugeln geführ ten ringförmigen Stellschlitten (10) dreh bar gelagerte und mit letzterem ver schiebbare Nocken (14) eingreifen. 2.Propeller nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellschlitten (10) durch Stäbe (20) mit einem auf der Motorwelle 1 auf Führungskugeln (17) versabiebbaren Stell ring (16) verbunden ist, der sich in einer mit Stellzapfen (22) versehenen Hülse (21) auf Kugellagern drehen kann. 3.Propeller nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügeischaft- büchsen (k) diametral liegende Daumen (m) besitzen, die mit schrägen Angriffs flächen (ml" m,) auf ebenfalls schrägen Flächen (ni bezw. n,) eines in der Mittel ebene der Motorwelle liegenden, aus zwei Teilen<I>(n', n")</I> bestehenden Stellschlittens aufliegen. 4.Propeller nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die schrägen Angriffsflächen (nai, nzz) der Daumen (m) einen stumpfen Winkel miteinander einschliessen. 5. Propeller nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die beiden Teile<I>(n', n")</I> des Stellschlittens durch Schraubenbolzen (o) miteinander verbunden und in Boh rungen (r) des Gehäuses geführt sind. 6. Propeller nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3-5, dadurch gekenn zeichnet, dass auf den Schraubenbolzen (o) den Abstand zwischen den Stell schlittenteilen<I>(n', n")</I> bestimmende aus wechselbare Hülsen (p) aufgeschoben sind. 7.Propeller nach Patentanspruch und Un teransprüchen<B>3-6,</B> dadurch gekenn- zeichnet, dass an den aus dem Gehäuse herausragenden Enden der Schrauben bolzen (o) ein die Motorwelle umgebender längsverschiebbarer Stellring (s) befestigt ist. B. Propeller nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3-7, dadurch gekenn zeichnet, dass zum selbsttätigen Ein stellen der Propellerflügel auf den gün stigsten Anstellwinkel für grösstmögliche Fluggeschwindigkeit bei Niveauflug eine Schraubenfeder (z) angeordnet ist. 9.Propeller nach Patentanspruch und Un- ansprüchen 3--8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Begrenzung der achsialen Ver- schiebung des Stellschlittens eine ein stellbare Hülse (tc) angeordnet ist. 10. Propeller nach Patentanspruch und Un teransprüchen<B>3-9,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass die Flügelschaftbüchsen (k) zur Aufnahme der Flügelschäfte mit fla chem Innengewinde versehen sind. 11.Propeller nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3-10, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Sicherung der in die Flügelschaftbüchsen (k) eingeschraubten Flügelschäfte<I>(f)</I> Sicherungsschrauben<I>(i)</I> vorgesehen sind, die in die Böden der Flügelachaftbüehsen eingeschraubt sind.
Applications Claiming Priority (2)
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