CH189632A - Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken.

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CH189632A
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Eigenmann Lanz S A
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Eigenmann & Lanz S A
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41BSHIRTS; UNDERWEAR; BABY LINEN; HANDKERCHIEFS
    • A41B3/00Collars
    • A41B3/10Collars chemically stiffened

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken.    Das den Gegenstand der vorliegenden Er  findung bildende Verfahren zur Herstellung  von     gesteiften        Wäschestücken,        insbesondere     Kragen, Manschetten,     Hemdenbrüsten    usw.  bezweckt Wäschestücke herzustellen, welche  nach dem     Plätten    von selbst wieder steif wer  den.  



  Um das lästige Stärken von Wäsche  stücken zu vermeiden, befinden sich verschie  dene Methoden in Anwendung. Fast alle  diese Methoden beruhen auf der Verwendung  von     Acetylzellulose    oder von     Acetatkunst-          seide,    sei es allein oder in Verbindung mit  Baumwollfäden. Diese Verfahren haben  mehrere Nachteile gezeigt:  1. Das Wäschestück behält auch im  Wasser, d. h. in der Wäsche, seine Steifheit  und der     Waschprozess    ist dadurch unvoll  kommen und erschwert.  



  2. Die Wasserdurchlässigkeit ist ent  weder gänzlich aufgehoben oder aber sehr  gering.  



  Die Herstellung, d. h.     Konfektionie-          rung    des Wäschestückes ist oft sehr er  schwert, insbesondere dann, wenn es sich um  ein mit     Acetylzellulose    imprägniertes Zwi-         schenfutter    handelt, welches als Bindeglied  zwischen den äussern Stofflagen dient.  



  4. In jedem Falle aber ist die Fabrika  tion kompliziert und oft nicht ungefährlich,  da die Verbindung der verschiedenen Stoff  teile     nur        mittels        Lösungsmitteln.    (wie z. B.  Aceton) möglich ist, deren Anwendung in  folge der entstehenden Dämpfe mit Gefahr  verbunden ist.  



  5. Die Verwendung von     Acetylzellulose     bedingt also erhebliche Mehrarbeit und  Kosten gegenüber dem nachstehend beschrie  benen Verfahren.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur  Herstellung von gesteiften Wäschestücken  ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen  zwei Gewebelagen ein Gewebe als Futter  stoff eingelegt wird, der     mindestens    teilweise  mit     Vinylacetat    imprägniert ist und dass die  ser imprägnierte Futterstoff zusammen mit  den andern     Stofflagen    zu Wäschestücken  verarbeitet und schliesslich heiss geplättet  und gepresst wird, wodurch die äussern Stoff  lagen mit dem Futterstoff verbunden werden.  Es können beim Futterstoff z.

   B. alle     Schuss-          und    alle     Kettfäden,    oder nur die Schuss- oder      nur die Wettfäden imprägniert sein, oder es       kann    für den Schuss oder/und für die     Kette     imprägniertes Garn neben nicht imprägnier  tem Baumwollgarn verwendet     sein.    Soll das  ganze Gewebe imprägniert sein, so kann auch  ein Gewebe verwendet werden, das erst nach  dem Weben als ganzes Stück imprägniert  wurde,     vorteilhafterweise    ein solches, für  dessen Imprägnierung eine Lösung verwendet  wurde, der zwecks besserer Haftung im  beissen Wasser, d. h. in der Wäsche, ein Pro  zentsatz     Paragummi    beigefügt worden war.

    Man kann natürlich auch einen solchen  Futterstoff verwenden, dessen Garn vor dem  Verweben mit     Vinylacetat    und     Paragoummi     getränkt wurde.  



  Das mit     Vinylacetat    versehene Gewebe  wird als     Zwischenfutter    in die     Wäschestücke     verarbeitet. Die Wäschestücke können in  üblicher Weise konfektioniert werden. Nach  Fertigstellung kann das Wäschestück     mit-          telst    Pressen oder     Calander,    welche auf 160  Grad erhitzt sind, geplättet werden. Dadurch  werden die äussern Teile des Wäschestückes       mitdemZwisohenfutterverbunden.    Nachdem  Erkalten     desWäschestückes        wird    dasselbe     steif.     



  Der Vorteil dieses Verfahrens liegt also  darin, dass keinerlei Behandlung mit Lösungs  mitteln, wie z. B. Aceton, mehr erforderlich  ist, weil     Vinylacetat    durch die Einwirkung  der Hitze erweicht und die Stoffteile ver  klebt. Das Wäschestück wird im warmen  Wasser, also in der Wäsche, sofort vollkom  men weich, kann also gerieben und ge  waschen werden wie gewöhnliche Wäsche  stücke. Es nimmt den     Steifheitsgrad    erst       wieder    an, nachdem es geplättet und erkaltet  ist. Beim Plätten bleibt das Wäschestück  ebenfalls ganz weich. Der     Plänevorgang    er  fordert keinen besonderen Zeitaufwand.

   Die       Wäschestücke        sind.        .genau    so einfach zu plät  ten wie gewöhnliche Wäschestücke, im Ge  gensatz zu solchen, deren Futterstoff     Acetyl-          zellulose    enthält.  



  Für die Fabrikation ist das vorliegende  Verfahren eine bedeutende Erleichterung und  Vereinfachung. Sie erfordert nicht mehr  Zeit als gewöhnliche, nicht imprägnierte oder    nicht gestärkte Wäsche. Ausserdem gestattet  dieses Verfahren auch ein Steifmachen von  Wäschestücken, welche aus     Acetatkunstseide     hergestellt sind oder solche enthalten, was  bei den bekannten Verfahren, die ein mit       Acetylzellulose    oder ähnlichen Derivaten, die  mittelst Aceton gelöst werden müssen, ge  tränktes     Zwischenfutter    benutzen, nicht der  Fall ist, da sich der Oberstoff des Wäsche  stückes naturgemäss bei der Behandlung mit  Aceton auflösen würde.  



  Da die erfindungsgemäss erhaltenen  Wäschestücke in der Wäsche vollkommen  weich werden, ist der     Reinigungsprozess    leich  ter durchzuführen und daher gründlicher als  bei einem Wäschestück, welches auch im  Wasser hart     bleibt.    Da keinerlei Behandlung  mit Aceton nötig ist, indem das     Klebemittel     durch die Wirkung des heissen Pläneeisens  erweicht und die verschiedenen Stofflagen  miteinander verbindet, bleiben auch die aus  dem Aceton sich entwickelnden,     gesundheit-          schädlichen    Dämpfe weg.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Gewebelagen ein Gewebe als Futterstoff eingelegt wird, der mindestens teilweise mit Vinylacetat imprägniert ist, und dass dieser imprägnierte Futterstoff zu sammen mit den andern Stofflagen zu Wäschestücken verarbeitet und schliesslich heiss geplättet und gepresst wird, wodurch die äussern Stofflagen mit dem Futterstoff verbunden werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Vinylacetat Paragummi beigemischt ist. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen zwei Gewebelagen einen Futterstoff einlegt, dessen Garn vor dem Verweben mit Vinyl- acetat und Paragummi getränkt wurde.
CH189632D 1935-12-05 1935-12-05 Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken. CH189632A (de)

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