CH189632A - Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken. Das den Gegenstand der vorliegenden Er findung bildende Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken, insbesondere Kragen, Manschetten, Hemdenbrüsten usw. bezweckt Wäschestücke herzustellen, welche nach dem Plätten von selbst wieder steif wer den.
Um das lästige Stärken von Wäsche stücken zu vermeiden, befinden sich verschie dene Methoden in Anwendung. Fast alle diese Methoden beruhen auf der Verwendung von Acetylzellulose oder von Acetatkunst- seide, sei es allein oder in Verbindung mit Baumwollfäden. Diese Verfahren haben mehrere Nachteile gezeigt: 1. Das Wäschestück behält auch im Wasser, d. h. in der Wäsche, seine Steifheit und der Waschprozess ist dadurch unvoll kommen und erschwert.
2. Die Wasserdurchlässigkeit ist ent weder gänzlich aufgehoben oder aber sehr gering.
Die Herstellung, d. h. Konfektionie- rung des Wäschestückes ist oft sehr er schwert, insbesondere dann, wenn es sich um ein mit Acetylzellulose imprägniertes Zwi- schenfutter handelt, welches als Bindeglied zwischen den äussern Stofflagen dient.
4. In jedem Falle aber ist die Fabrika tion kompliziert und oft nicht ungefährlich, da die Verbindung der verschiedenen Stoff teile nur mittels Lösungsmitteln. (wie z. B. Aceton) möglich ist, deren Anwendung in folge der entstehenden Dämpfe mit Gefahr verbunden ist.
5. Die Verwendung von Acetylzellulose bedingt also erhebliche Mehrarbeit und Kosten gegenüber dem nachstehend beschrie benen Verfahren.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Gewebelagen ein Gewebe als Futter stoff eingelegt wird, der mindestens teilweise mit Vinylacetat imprägniert ist und dass die ser imprägnierte Futterstoff zusammen mit den andern Stofflagen zu Wäschestücken verarbeitet und schliesslich heiss geplättet und gepresst wird, wodurch die äussern Stoff lagen mit dem Futterstoff verbunden werden. Es können beim Futterstoff z.
B. alle Schuss- und alle Kettfäden, oder nur die Schuss- oder nur die Wettfäden imprägniert sein, oder es kann für den Schuss oder/und für die Kette imprägniertes Garn neben nicht imprägnier tem Baumwollgarn verwendet sein. Soll das ganze Gewebe imprägniert sein, so kann auch ein Gewebe verwendet werden, das erst nach dem Weben als ganzes Stück imprägniert wurde, vorteilhafterweise ein solches, für dessen Imprägnierung eine Lösung verwendet wurde, der zwecks besserer Haftung im beissen Wasser, d. h. in der Wäsche, ein Pro zentsatz Paragummi beigefügt worden war.
Man kann natürlich auch einen solchen Futterstoff verwenden, dessen Garn vor dem Verweben mit Vinylacetat und Paragoummi getränkt wurde.
Das mit Vinylacetat versehene Gewebe wird als Zwischenfutter in die Wäschestücke verarbeitet. Die Wäschestücke können in üblicher Weise konfektioniert werden. Nach Fertigstellung kann das Wäschestück mit- telst Pressen oder Calander, welche auf 160 Grad erhitzt sind, geplättet werden. Dadurch werden die äussern Teile des Wäschestückes mitdemZwisohenfutterverbunden. Nachdem Erkalten desWäschestückes wird dasselbe steif.
Der Vorteil dieses Verfahrens liegt also darin, dass keinerlei Behandlung mit Lösungs mitteln, wie z. B. Aceton, mehr erforderlich ist, weil Vinylacetat durch die Einwirkung der Hitze erweicht und die Stoffteile ver klebt. Das Wäschestück wird im warmen Wasser, also in der Wäsche, sofort vollkom men weich, kann also gerieben und ge waschen werden wie gewöhnliche Wäsche stücke. Es nimmt den Steifheitsgrad erst wieder an, nachdem es geplättet und erkaltet ist. Beim Plätten bleibt das Wäschestück ebenfalls ganz weich. Der Plänevorgang er fordert keinen besonderen Zeitaufwand.
Die Wäschestücke sind. .genau so einfach zu plät ten wie gewöhnliche Wäschestücke, im Ge gensatz zu solchen, deren Futterstoff Acetyl- zellulose enthält.
Für die Fabrikation ist das vorliegende Verfahren eine bedeutende Erleichterung und Vereinfachung. Sie erfordert nicht mehr Zeit als gewöhnliche, nicht imprägnierte oder nicht gestärkte Wäsche. Ausserdem gestattet dieses Verfahren auch ein Steifmachen von Wäschestücken, welche aus Acetatkunstseide hergestellt sind oder solche enthalten, was bei den bekannten Verfahren, die ein mit Acetylzellulose oder ähnlichen Derivaten, die mittelst Aceton gelöst werden müssen, ge tränktes Zwischenfutter benutzen, nicht der Fall ist, da sich der Oberstoff des Wäsche stückes naturgemäss bei der Behandlung mit Aceton auflösen würde.
Da die erfindungsgemäss erhaltenen Wäschestücke in der Wäsche vollkommen weich werden, ist der Reinigungsprozess leich ter durchzuführen und daher gründlicher als bei einem Wäschestück, welches auch im Wasser hart bleibt. Da keinerlei Behandlung mit Aceton nötig ist, indem das Klebemittel durch die Wirkung des heissen Pläneeisens erweicht und die verschiedenen Stofflagen miteinander verbindet, bleiben auch die aus dem Aceton sich entwickelnden, gesundheit- schädlichen Dämpfe weg.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Gewebelagen ein Gewebe als Futterstoff eingelegt wird, der mindestens teilweise mit Vinylacetat imprägniert ist, und dass dieser imprägnierte Futterstoff zu sammen mit den andern Stofflagen zu Wäschestücken verarbeitet und schliesslich heiss geplättet und gepresst wird, wodurch die äussern Stofflagen mit dem Futterstoff verbunden werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Vinylacetat Paragummi beigemischt ist. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen zwei Gewebelagen einen Futterstoff einlegt, dessen Garn vor dem Verweben mit Vinyl- acetat und Paragummi getränkt wurde.
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| CH189632T | 1935-12-05 |
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| CH189632A true CH189632A (de) | 1937-03-15 |
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|---|---|---|---|
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