CH189860A - Stoff aus Fasern für Versteifungseinlagen von Bekleidungsstücken. - Google Patents
Stoff aus Fasern für Versteifungseinlagen von Bekleidungsstücken.Info
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Description
Stoff aus Fasern für Versteifungseinlagen von Bekleidungsstücken. Die Erfindung betrifft einen Stoff aus tierischen, pflanzlichen oder künstlichen Fasern, welcher dazu bestimmt ist, die unter dem Namen Schneiderleinwand bekannten Leinen stoffe zu ersetzen. Diese sind im allgemeinen aus pflanzlicher oder tierischer Faser gewebt und im Schneidergewerbe zur Versteifung von Bekleidungsstücken verwendet. Diese bekann ten Versteifungsstoffe sind verhältnismässig teuer und besitzen den Nachteil, dass sie unter dem Einfluss von Feuchtigkeit einlaufen, mit der Zeit brüchig werden und ihre Elasti zität verlieren.
Durch die aus dem erfindungsgemässen Stoff hergestellte Versteifungseinlage werden diese Nachteile vermieden. Diese Einlage kann sehr dünn und ausserordentlich elastisch sein und sich in den Gestehungskosten weni ger hoch stellen als die üblichen Leinenstoffe. Des weiteren wird sie, wie Versuche zeigten, durch Feuchtigkeit keinen Veränderungen unterworfen.
Der erfindungsgemässe Stoff kennzeichnet sich durch eine Lage durcheinander liegender Fasern (tierische, pflanzliche oder künstliche Fasern), die durch ein Klebemittel zusammen gehalten sind. Die Faserlage ist zweckmässig auf einer oder zwischen zwei Gewebe- oder andern Faserstoffbahnen angeordnet und mit diesen ebenfalls verklebt. Natürlich wird man als Gewebestoff ein ausserordentlich leichtes, zum Beispiel weitmaschiges Gewebe verwen den. Zur Herstellung breitet man die Fasern auf einer geeigneten Unterlage oder einem Träger, zum Beispiel Gewebestoff aus, bringt als Klebemittel Kautschuklösung, Gummi milch oder dergleichen auf, trocknet, walzt und vulkanisiert.
Man kann das Aufbringen der Faser, der Kautschuk- oder Gummimilch- schiebt, das Walzen und das Vulkanisieren auch während der Bewegung einer Gewebe bahn, zum Beispiel während des Abrollens der Gewebebahn von einer Walze ausführen.
Das auf diese Weise erreichte Produkt kann verhältnismässig dünn gehalten werden, wodurch es nach allen Seiten biegsam ist, und zwar in höherem Masse als die bisher bekannten Versteifungsstoffe; es läuft nicht ein und es hat sich gezeigt, dass es gegen über Feuchtigkeit und Wasser unempfindlich ist, so dass es durch Bügeln geformt werden kann; die Fasern, aus denen die Einlage be steht, lösen sich nicht ab und schliesslich sind die Herstellungskosten der Einlage ge ringer, als die der bekannten Versteifungs mittel. Ausser für die Versteifung der eigent lichen Bekleidungsstücken kann die Einlage auch zur Versteifung von Mützenschildern, Stoffgürteln usw. verwendet werden.
Beispiel <I>für die</I> Herstellung <I>des erfindungs-</I> <I>gemässen</I> Stoffes.
Auf einem Tisch breitet man ein Lein wandgewebe aus, welches die Unterlage dar stellt. Dieses Gewebe wird auf dem Tisch in geeigneter Weise befestigt, sodann werden in dünner Schicht die Fasern aufgebracht, beispielsweise in Form eines Faserregens, und zwar dadurch, dass man ein die Fasern tieri schen oder pflanzlichen Ursprungs enthalten des Sieb über dem Tisch bewegt. Auf den auf diese Weise mit einer dünnen Faserlage be deckten Gewebestoff wird alsdann das Klebe mittel, zum Beispiel Gummimilch oder Kaut schuklösung, aufgebracht, und zwar entweder durch einen Zerstäuber oder durch eine über dem Tisch angeordnete Gummierungswalze.
Ist die Kautschuk- oder Gummimilch schicht aufgebracht, so wird leicht an der Luft getrocknet. Der Stoff wird sodann ge walzt, wodurch ihm die gewünschte Dicke gegeben wird. Der so präparierte Stoff ist fertig für die abschliessende Vulkanisation.
Wenn man sich zweier Gewebebahnen bedient, zwischen welchen die Fasern liegen, so vollzieht sich das Verfahren in ähnlicher Weise. Es genügt, die zweite Gewebebahn auf die erste aufzulegen, nachdem diese mit der Faser- und Gummischicht belegt ist. Daraufhin wird ebenfalls gewalzt.
Es ist augenscheinlich, dass man hinsicht lich seines Aufbaues und seiner Eigenschaften ein ähnliches Produkt erhält, wenn man die Fasern unmittelbar auf einer geeigneten, nicht zum Endprodukt gehörenden Unterlage auf bringt, sodann die Gummimilch oder die Kautschuklösung aufträgt und schliesslich das Ganze einem Druck unterwirft, welcher für die notwendige Zusammenfügung sorgt. Man erhält auf diese Weise auf der Unterlage ein Produkt, welches nach dem Trocknen von der Unterlage, zum Beispiel dem Tisch, ab gezogen, gewalzt und vulkanisiert wird.
Es ist klar, dass man das Aufbringen der Fasern auf die Gewebebahn oder -bahnen auch während des Abrollens der Bahn von einer Bahnwalze vornehmen kann. Während der Bewegung der Bahn werden eine dünne Faserstoffschicht und daran anschliessend durch einen Zerstäuber die Kautschuklösung oder die Gummimilch aufgebracht. Schliesslich wird gewalzt, um das Ganze auf die gewünschte Stärke zu bringen.
Der Versuch hat ergeben, dass das auf oben beschriebene Art erhaltene Produkt eine sehr dünne Bahn von ausserordentlicher Ge schmeidigkeit ist, mit der besonderen Eigen schaft, dass es unter dem Einfluss von Wasser seine Länge nicht verändert, so dass es mit grossem Vorteil als Ersatz für die übliche Schneiderleinwand zur Versteifung von Be kleidungsstücken dienen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Stoff aua tierischen, pflanzlichen oder künst lichen Fasern für Versteifungseinlagen von Be kleidungsstücken, gekennzeichnet durch eine Lage durcheinander liegender Fasern, die durch ein Klebemittel zusammengehalten sind. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Stoff nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Klebemittel Kaut schuk enthält. 2. Stoff nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Faserlage auf einer Gewebebahn angeordnet und mit dieser verklebt ist. 3. Stoff nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Faserlage zwischen zwei Gewebebahnen angeordnet und mit diesen verklebt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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