CH190476A - Verfahren und Vorrichtung zum Umbördeln des Randes von kreisrunden Kesselböden, insbesondere von solchen aus Stahlblech, auf kaltem Wege. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Umbördeln des Randes von kreisrunden Kesselböden, insbesondere von solchen aus Stahlblech, auf kaltem Wege.Info
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D19/00—Flanging or other edge treatment, e.g. of tubes
- B21D19/08—Flanging or other edge treatment, e.g. of tubes by single or successive action of pressing tools, e.g. vice jaws
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Description
Verfahren. und Vorrichtung zum Umbündeln des Randes von kreisrunden .Kesselböden, insbesondere von solchen aus Stahlblech, auf kaltem Wege. Bei Dampffässern, Druckkesseln für Wasserversorgungsanlagen und dergleichen Behältern bevorzugt man neuerdings Böden, deren Rand mit einem Krümmungsradius von mindestens '/" des Borddurchmessers um- gebördelt ist. Mit den bisher bekannten Ma schinen und Arbeitsmethoden kann man aber Borde mit so ,grossem Krümmungsradius auf kaltem Wege nicht herstellen.
Man hat sie bisher nur mit sehr hohen Kosten in warmem Zustand auf .grossen Pressen zwischen Ma trize und Stempel in einem Pressdruck her stellen können. Dafür sind aber sehr teure und für jede Bodenform und Grösse besonders herzustellende Matrizen und Stempel erfor derlich, und die Handhabung der erhitzten, schweren Bodenbleche ist schwierig.
Nach hem Verfahren ,gemäss der Erfin dung ist es demgegenüber ermöglicht, Böden mit Borden mit so ;grossem Krümmungsradius auf verhältnismässig leichten Pressen mit ver hältnismässig leichten und billigen Werk zeugen herzustellen. Das Verfahren besteht darin, ,dass der Rand in mehreren Rundgängen schrittweise zwischen Matrize und Stempel einer Presse so gebogen wird,
dass im ersten Rundgang die äusserste Randzone allein gebogen wird und in jedem folgenden Rundgang eine wei tere Zone aasgebogen wird, während die be reits aasgebogenen Zonen weiter gebogen wer den, wobei der Bordrand in einer Ausspa rung in der Matrizenoberfläehe Spiel hat, und dass zum @Schluss der so vorgebogene Bord in einem letzten Rundgang, nachdem durch Einsetzen einer Einlage in die er wähnte Aussparung die Matrize geschlossen worden ist, geglättet wird.
In der Zeichnung ist ein Beispiel der Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens im Querschnitt mit einem nur zum Teil gezeichneten, in Bearbeitung befindlichen Boden dargestellt, in Abb. 1 beim Vorpressen, in Abb. 2 beim Fertigpressen. Die auf dem Pressentisch T in üblicher \reise befestigte Matrize b und der am Pressenstössel St hängende Stempel c haben eine der herzustellenden Bordform entspre chende Arbeitsoberfläche ba bezw. ca.
Die Oberfläche ba der Matrize b ist aber an der Aussenseite mit einer Aussparung d versehen, die beim Vorbiegen (Abb. 1) frei bleibt, aber beim Egalisieren (Abb.2) durch eine Ein lage e aus geeignetem Werkstoff, wie Stahl, verschlossen wird. Die Aussparung d ist mit seitlichen Begrenzungsflächen zum Verhüten einer Verschiebung der Einlage e in der Längsrichtung versehen.
Wie aus Abb. 1 folgt, geht das Biegen des Bordes nun so vor sich, dass der Rand des Bodens a zunächst etwa bis zum Punkt -1 zwischen die Matrize b ohne Einlage und den Stempel c gesteckt und schrittweise rund herum vorgebogen wird, indem der Boden a nach jedem Niedergang des Stössels um etwa eine Werkzeugbreite weitergedreht wird. Dann wird der Boden weiter zwischen die Werkzeuge eingeschoben - bis Punkt 2 und wieder ringsherum ,schrittweise durch gedrückt, wobei die äusserste Zone weiter gebogen und die zweite angebogen wird.
Dabei hat der äussere Rand des Bodens in der Matrizenaussparung d freies ,Spiel und wird sich infolge der Stauohspannungen etwas werfen, wie -in Abb. 1 angedeutet. Schliesslich wird er bis nach Punkt 3, also bis zum äussern Rand der Matrize durch geschoben und in dieser Stellung wieder schrittweise ringsherum ,gebogen.
Nach .die sem dreistufigen Vordrücken wird der roh gebogene Bord noch in einem Fertig- und Egalisiergang (nach Abb. 2) zur fertigen Form gepresst und geglättet. Dabei ist nun die Matrize b mit der Einlage e versehen, also die Oberfläche ba voll, und die entstan denen Randfalten werden entfernt.
Die nor male Auffederung des Bordes infolge Mate- rialsteifigkeit wird durch die Form der Werkzeuge berücksichtigt. Unnormale Auf federung wird dadurch ausgeglichen, dass .die innerste gebogene Zone mehr oder weniger Breite erhält, etwa .dadurch, dass der Bord etwas hohl auf die Innenkante der Matrize aufgelegt wird. Es ist unter Umständen vor teilhaft, die Matrize b breiter auszuführen als -den Stempel c.
Ein grosser Vorteil des Verfahrens liegt auch darin, dass mit den für einen bestimmten Nenndurchmesser, beispielsweise <B>1500</B> mm, hergestellten Werkzeugen ganz :gut auch Böden von etwas abweichendem Durchmesser, zum Beispiel 1510 statt 1500 mm, hergestellt werden können, während beim Warmpressen der Boden stets nur genau den Durchmesser erhalten kann, für den Matrize und Stempel bestimmt sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜ CHE I. Verfahren zum Umbördeln ,des Randes von kreisrunden Fesselböden, insbeson dere von solchen aus Stahlblech, auf kal tem Wege mit einem Iirü.mmungsra:dius von mindestens 1/1o d es Borddurchmessers durch schrittweises Biegen zwischen Stempel und Matrize einer Presse, da- durch gekennzeichnet, dass :der Rand in mehreren Rundgängen so gebogen wird, .dass im ersten Rundgang die äusserste Randzone allein gebogen wird und in jedem folgenden Rundgang eine weitere Zone augebogen wird, während die be reits angebogenen Zonen weiter gebogen werden, wobei der Bordrand in einer Aussparung in der Matrizenoberfläühe Spiel hat, und dass zum Schluss der so vorgebogene Bord in einem letzten Rundgang, nachdem durch Einsetzen einer Einlage in die erwähnte Ausspa- rung die Matrize geschlossen worden ist, geglättet wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, mit einer Matrize (b) und einem ;Stempel (c), da durch gekennzeichnet, dass die Matrize am äussern Teil ihrer Arbeitsfläche eine Aussparung (d) besitzt, welche durch eine dazugehörende Einlage (e) aus gefüllt werden kann. QNTERANSPRü CHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Ausspa rung (d) in der Matrize (b) mit seit lichen Begrenzungsflächen zum Verhüten einer Verschiebung der Einlage (e) in der Längsrichtung versehen ist. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Druck fläche der Matrize (b) breiter ist als die jenige des Stempels (c).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH190476T | 1936-06-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH190476A true CH190476A (de) | 1937-04-30 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH190476D CH190476A (de) | 1936-06-12 | 1936-06-12 | Verfahren und Vorrichtung zum Umbördeln des Randes von kreisrunden Kesselböden, insbesondere von solchen aus Stahlblech, auf kaltem Wege. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH190476A (de) |
-
1936
- 1936-06-12 CH CH190476D patent/CH190476A/de unknown
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