CH190946A - Verfahren zum Aufbringen von Schichten lötfähiger, unedler Metalle auf keramische Gegenstände. - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen von Schichten lötfähiger, unedler Metalle auf keramische Gegenstände.Info
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Description
Verfahren zum Aufbringen von Schichten lötfähiger, unedler Metalle auf keramische Gegenstände. Das 3fetallisieren, das heisst die Bedek- kung von keramischen Körpern mit leiten den Schichten, stösst vielfach auf Schwierig keiten. Insbesondere gelingt es häufig nicht, Schichten auf den keramischen Körper auf- zubringen,die auch bei raschem Temperatur wechsel fest haften und leicht durch Erhitzen von okkludierten Gasen befreit werden können. Es ist bereits bekannt, keramische Kör per zunächst mit einer Glasur zu versehen, darauf nach dem Platin-Chloridverfahren eine dünne Platinschicht einzubrennen und diese dann elektrolytisch, beispielsweise mit Kupfer, zu verstärken. Das Verfahren ist aber teuer und hat ferner den Nachteil, dass ein niedrig schmelzender Stoff (Glasur) vor handen ist, der unter der Wirkung hoher Temperaturen leicht verdampft und bei spielsweise bei elektrischen Entladungsge fässen den Gasinhalt verunreinigen bezw. das Vakuum verschlechtern kann. Andere bekannte Verfahren zum Auf- bringen von leitenden Schichten auf kerami schen Körpern bestehen darin, die Metall schicht durch Kathodenzerstäubung aufzu tragen, oder aber .mit Hilfe von Schellack eine schwache, leitende Graphitschicht auf zubringen, die :dann elektrolytisch verstärkt wird. Die mit diesen bekannten Verfahren erzeugten Metallüberzüge haften bei weitem nicht fest genug, um als Grundlage einer zu verlässigen Lötverbindung zu dienen. Man hat auch versucht, durch Tauchen in flüssige Metalle eine dünne Metallschicht auf keramischen Körpern zu erzeugen. Auf diese Weise lassen sich aber nicht beliebig ausgewählte Stellen an keramischen Körpern metallisieren. Überdies sind natürlich nur solche Metalle verwendbar, deren Schmelz punkt so tief liegt, dass der keramische Kör per selbst unter der Temperatur nicht leidet. Schliesslich sind auch bereits Aluminium verzierungen keramischer Gegenstände be kannt, die in :der Weise hergestellt werden, dass Aluminiumpuder auf die mit halbtrok- %ener <B>1</B> arbe gebildete Zeichnung aufgestäubt und .dann bei etwa<B>500'</B> C eingebrannt wird. Derartige Metallüberzüge erweisen sich als unbrauchbar, wenn die metallisierten Gegen stände höheren Temperaturen ausgesetzt, bei spielsweise mittels eines Hartlotes gelötet werden sollen. Nach dem Verfahren zum Aufbringen von Schichten lötfähiger unedler Metalle auf keramische Gegenstände gemäss der Erfindung wird eine gasdichte Verbin dung des keramischen Gegenstandes mit dem unedlen Metall dadurch erzielt, dass dieses in fein verteiltem Zustand auf den kerami- scheu Gegenstand aufgebracht und mit :die sem unter Ausschluss von Sauerstoff bis zum Sintern erhitzt wird. Um ein sicheres Haften des Metallpulvers vor dem Festsintern zu ge währleisten, :empfiehlt es sich, das Metall pulver im Gemisch mit klebenden organi schen Stoffen auf den keramischen Gegen stand aufzubringen. Im folgenden wenden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläu tert. Es werde auf einen keramischen Gegen stand fein verteiltes Eisenpulver aufgetragen. Dieses kann unter Luftabschluss bereits bei einer Temperatur von etwa 1100 C gesin- tert werden, doch erfordert dabei die Sin- terung Zeiten, die das; Verfahren teuer und umständlich machen würden. Bei einer Tem peratur über 12180 C anderseits bildet sich statt einer dichten Eisenschicht eine schwarz fleckige Metallschicht .aus, die zum Beispiel ein Verlöten mit Metallen nicht gestattet. Es empfiehlt sich,daher, die Sinterung in einem Temperaturbereich von<B>1220'</B> bis<B>1260,'</B> C durchzuführen. Als besonders geeignet hat sich Eisenpulver erwiesen, :das nach dem Karbonylverfahren gewonnen wurde. Eine derart hergestellte Metallschicht kann bei elektrischen Entladungsgefässen als Elektrode, zum Beispiel Anode, verwendet werden und so ;ausgebildet sein, :dass sie -gute Wärmeableitung zeigt. Es lassen sich auch solche Oberflächenüberzüge bei keramischen Entladungsgefässen herstellen, die die Ent stehung von Wandladungen verhindern. Die Schicht kann auch für Widerstände, insbesondere Vakuumw'derstände oder Eisen- wasserstoffwiJerstände verwendet werden, indem man auf einem keramischen, beispiels- weise zylinderförmigen Körper an den Innen- oder Aussenflächen unmittelbar mittels einer Streichvorrichtung die Metallpulverpaste in Form eines Streifens, einer Schraubenlinie oder dergleichen aufträgt und dann aufsin- tert. Man kann auch :den ganzen keramischen Körper von solchen Widerständen in die Paste tauchen und nach dem Sintern durch Herausschleifen entsprechender Stellen bei spielsweise eine Schraubenlinie herstellen. Die Erfindung ist naturgemäss nicht auf die erwähnten Ausführungsbeispiele be schränkt, sie kann überall dort mit Vorteil verwendet wenden, wo es darauf ankommt, keramische Körper mit fest anhaftenden und dichten Überzügen aus unedlen Metallen für irgendwelche Zwecke zu versehen, so zum Beispiel bei Isolatoren. Es lassen sich schliess lich auch Schichten aus andern lötfähigen unedlen 14Tetallen als Eisen herstellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufbringen von Schichten lötfähiger unedler Metalle auf keramische Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass das unedle Metall in fein verteiltem Zustand auf den keramischen Gegenstand aufgebracht und mit diesem unter Ausschluss von Sauer stoff bis zum Sintern erhitzt wird. UNTERANSPR'CCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet"dass die Schicht aus Eisen pulver hergestellt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus Kar bonyleisen hergestellt wind. B. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass .das Metallpulver im Ge misch mit klebenden organischen Stoffen auf den keramisohen Gegenstand aufge bracht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE190946X | 1935-07-12 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH190946A true CH190946A (de) | 1937-05-31 |
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ID=5726288
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH190946D CH190946A (de) | 1935-07-12 | 1936-05-22 | Verfahren zum Aufbringen von Schichten lötfähiger, unedler Metalle auf keramische Gegenstände. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH190946A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE755073C (de) * | 1937-09-15 | 1953-03-09 | Siemens & Halske A G | Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kondensatoren |
-
1936
- 1936-05-22 CH CH190946D patent/CH190946A/de unknown
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