DE580748C - Verfahren zum Aufbringen eines festhaftenden UEberzuges von Molybdaen auf beliebig geformte Koerper aus anderen Werkstoffen - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen eines festhaftenden UEberzuges von Molybdaen auf beliebig geformte Koerper aus anderen Werkstoffen

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DE580748C
DE580748C DEP64696D DEP0064696D DE580748C DE 580748 C DE580748 C DE 580748C DE P64696 D DEP64696 D DE P64696D DE P0064696 D DEP0064696 D DE P0064696D DE 580748 C DE580748 C DE 580748C
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DEP64696D
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Dr-Ing Hans Wolff
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Osram GmbH
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Patent Treuhand Gesellschaft fuer Elektrische Gluehlampen mbH
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    • C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C18/00—Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating
    • C23C18/02—Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating by thermal decomposition
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22F—WORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F7/00—Manufacture of composite layers, workpieces, or articles, comprising metallic powder, by sintering the powder, with or without compacting wherein at least one part is obtained by sintering or compression
    • B22F7/02—Manufacture of composite layers, workpieces, or articles, comprising metallic powder, by sintering the powder, with or without compacting wherein at least one part is obtained by sintering or compression of composite layers
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Description

Es ist bekannt, daß Molybdän eine große Widerstandsfähigkeit gegen atmosphärische und chemische Einflüsse besitzt und sich deshalb als Oberflächenschutz für Körper aus anderen Werkstoffen vorzüglich eignet. Die Herstellung von Molybdänüberzügen, die auf der Unterlage genügend festhaften und auch einen genügenden Zusammenhang in sich besitzen, ist jedoch sehr schwierig. Insbesondere ist es nur schwer möglich, Molybdän durch Elektrolyse abzuscheiden. Auch durch das übliche Verfahren, auf den zu überziehenden Körper als Ausgangsstoff eine Paste aus einer reduzierbaren Molybdänverbindung und einem Bindemittel aufzutragen, dann durch eine thermische Vorbehandlung das leicht zersetzbare Bindemittel auszutreiben und schließlich den so entstandenen porösen und aufgelockerten Überzug aus der Molybdänverbindung zu metallischem Molybdän zu reduzieren, ist es nicht gelungen, einen dichten, das Unterlagemetall schützenden Überzug aus reinem metallischem Molybdän zu erhalten. Infolgedessen hat man sich vielfach damit beholfen, 'die zu schützenden Körper, wie beispielsweise Einbauteile von elektrischen Glühlampen in ihrer Gesamtheit aus Molybdän herzustellen. Ein Nachteil liegt hierbei jedoch darin, daß Molybdän verhältnismäßig teuer ist, und daß es nur schwierig nachträglieh in die gewünschte Gebrauchsform gebrächt werden kann.
Die Erfindung bezweckt, Körper von beliebiger Außenform und aus beliebigen Werkstoffen mit einem festhaftenden und auch in sich festen, dichten Molybdänüberzug auf einfache und sichere Weise zu versehen.
Erfkidungsgemäß bringt man zu diesem Zwecke auf den zu überziehenden Körper zunächst eine in kolloidalem'Aggregatzustand be-Südliche und dadurch selbsthaftende reduzierbare Molybdänverbindung auf, und zwar, wie bekannt, in dünner Schicht, und erhitzt dann den so überzogenen Körper in einer reduzierenden Atmosphäre auf Temperaturen oberhalb 9000 C, zweckmäßig auf etwa 10500 C. Die zur Herstellung der Überzugsschicht verwendete kolloidale Molybdänverbindung hat eine gelartige Natur und besitzt eine Klebkraft und eine Dichte wie der beste Lack. Diese Eigenschaften werden auch bei der sehr schnellen Erhitzung dieses Kolloidalüberzuges bis zur Reduktionstemperatur beibehalten. Es gelingt, durch, dieses Verfahren einen äußerst gleichmäßigen, festhaftenden und dichten Überzug aus reinem, metallischem Molybdän zu erzeugen.
Als reduzierbare Molybdänverbindung eig-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Hans Wolff in Berlin.
net sich besonders Molyb däntrioxyd, sogenannte Molybdänsäure, die in an sich bekannter Weise aus kristallisiertem Ammonmolybdat in den kolloidalen Zustand überführt wird, indem man letzteres im Vakuum auf eine Temperatur von etwa 3000 C erhitzt. Der zu überziehende Körper wird dann mit der so hergestellten kolloidalen Paste, die eine große Klebkraft besitzt, bestrichen oder in sie getaucht und dann in einen Wasserstoff oder ein Stickstoff-Wasserstoff-Gemisch enthaltenden Ofen geschoben, der bereits eine Temperatur von mehr als 9000 C aufweist, also eine Temperatur, die höher ist als diejenige, die zur Reduktion unbedingt erforderlich ist. Auf diese Weise wird vermieden, daß ein merklicher Teil der Molybdänsäure verdampft, bevor die Reduktion zum metallischen Molybdän eingetreten ist. Die Durchführung dieses Verfahrens eignet sich besonders zum fortlaufenden Überziehen von endlosen Stükken, wie Drähten und Bändern, da sowohl das Aufbringen der Paste wegen ihrer großen Benetzungsfähigkeit als auch die Reduktion der Molybdänsäure zu Metall sehr schnell vor sich geht.
Durch Anwendung einer besonders hohen Temperatur von etwa 10500 C wird gleichzeitig erreicht, daß eine Diffusion des Molybdäns in den Werkstoff des zu überziehenden, unten liegenden Körpers, z. B. Eisen oder Nickel, und dadurch dann eine noch bessere Haftung des Molybdänüberzuges stattfindet. Die erfmdungsgemäß mit einem Molybdänüberzug versehenen Körper lassen sich für die mannigfachsten Zwecke, so beispielsweise zur Herstellung von medizinischen Geräten, mit Vorteil verwenden. Besonders eignen sie sich auch zur Verwendung als Einbauteile in gasgefüllten elektrischen Lampen, indem der festhaftende dichte Molybdänüberzug sowohl den Austritt schädlicher Gase aus den eingeschlossenen Kernmetallen der Einbauteile verhindert als auch auf andere Weise in die Lampe hineingelegte schädliche Gase, insbesondere Kohlenstoffverbindungen, bindet und so eine Art Gitterwirkung ausübt.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Aufbringen eines festhaftenden Überzuges von Molybdän auf beliebig geformte Körper aus anderen Werkstoffen, bei welchen der mit einer dünnen Schicht einer reduzierbaren Molybdänverbindung überzogene Körper in reduzierender Atmosphäre bei Temperaturen von mehr als 9000 C erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Überzugsschicht eine in kolloidalem Aggregatzustand befindliche Molybdänverbindung benutzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der überzogene Körper auf etwa 10500C erhitzt wird.
3. Verfahren zur Herstellung einer Paste von kolloidalem Molyb däntrioxyd zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß kristallisiertes Ammonmolybdat im Vakuum auf eine Temperatur von etwa 3000 C erhitzt wird.
DEP64696D 1932-02-02 1932-02-02 Verfahren zum Aufbringen eines festhaftenden UEberzuges von Molybdaen auf beliebig geformte Koerper aus anderen Werkstoffen Expired DE580748C (de)

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