CH190977A - Jacquard-Einrichtung, bei der mittels eines hin- und herbewegbaren Tragkörpers Tastnadeln gegen ein Jacquard-Steuerelement gedrückt werden. - Google Patents

Jacquard-Einrichtung, bei der mittels eines hin- und herbewegbaren Tragkörpers Tastnadeln gegen ein Jacquard-Steuerelement gedrückt werden.

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CH190977A
CH190977A CH190977DA CH190977A CH 190977 A CH190977 A CH 190977A CH 190977D A CH190977D A CH 190977DA CH 190977 A CH190977 A CH 190977A
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Saurer Aktiengesellscha Adolph
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Saurer Ag Adolph
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/24Features common to jacquards of different types

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description


      Jacquard-Einrichtung,    bei der mittels eines hin- und     herbewegbaren    Tragkörpers       Tastnadeln    gegen ein     Jacquard-Steuerelement    gedrückt werden.    Es sind hauptsächlich an Textilmaschi  nen, wie zum Beispiel Webstühlen mit  Schaftmaschinen,     Schützenwechselvorrichtun-          gen,    an     Jacquardmaschinen    usw.

   mittels  Mustervorrichtungen     einstellbare8teuerungen     üblich, bei denen, insbesondere soweit es sich  um die Herstellung von     grossrapportigen    Ge  weben handelt, durch     Zusammenwirken    von  endlosen, gelochten     Musterkarten    mit     Ables-          nadeln    die Steuerbewegungen bestimmt wer  den. Diesbezüglich sind schon die mannig  faltigsten Ausführungen bekannt geworden,  die aber gewöhnlich eine verhältnismässig  verwickelte Bauart aufweisen, wodurch ent  sprechend viele Fehlerquellen gegeben sind,  die denn auch leicht zu     Betriebsstörungen     führen.  



  Es ist auch eine Vorrichtung zum selbst  tätigen Einstellen des     Stickrahmens    für  Stickmaschinen bekannt, bei welcher von der       Jacquardkarte    aus beherrschte     Fühlhebel    auf  einarmige Zwischenhebel einwirken, welche  mit einem gebogenen Ansatz den zur Ver-         schiebung    des Rahmens dienenden Schwing  hebeln bei ihrer Drehung zur Führung dienen  und in der Ruhelage auf einer Leiste auf  liegen.

   Bei dieser bekannten Einstellvorrich  tung ist jedoch zum Festhalten der durch die  Karte     eingestellten        Ableseglieder    die Anord  nung einer besonderen     Sicherungseinrichtung     erforderlich, wodurch ein     verhältnismässig          verwickelter    Aufbau der     Einstellvorrichtung     bedingt ist.  



  Es ist ferner bei Schaftmaschinen be  kannt, an im Maschinengestell drehbaren  Kurvenstücken zwei     Ablesenadeln    anzuord  nen, von     denen    die eine     mit        einem        positiven     Kartenloch und die andere mit einem nega  tiven Kartenloch zusammenarbeitet.

       In.    die  sem Fall sind jedoch ebenfalls     besondere          Sicherungsglieder    erforderlich, um die ge  nannten Kurvenstücke     in.    den beiden     End-          lagen    festzuhalten, so dass die bekannte Ein  richtung ebenfalls einen     verhältnismässig    ver  wickelten Aufbau hat.      Es ist auch bei Schaftmaschinen bekannt,  in Form von     Platinenhaken    ausgebildete Um  stellglieder zu verwenden, die von waagrech  ten Nadeln abwechselnd mit den Messern der  Schaftmaschine zum Zusammenwirken ge  bracht werden, wobei den genannten waag  rechten Nadeln senkrechte Hilfsnadeln zu  geordnet sind.

   Die vorgenannten Hilfsnadeln  fallen jedoch bei den     erwähnten    bekannten  Schaftmaschinen infolge ihres Eigengewich  tes auf die Musterkarte. Die Bewegung der  genannten Hilfsnadeln ist daher     nicht-    zwang  läufig. Infolgedessen können diese Hilfs  nadeln beim Verschmutzen, insbesondere       Verflaumen,    in ihren Führungen hängen  bleiben.  



  Gemäss der     Erfindung,    welche eine       Jacquardeinrichtung    betrifft, bei der mittels  eines hin- und     herbewegbaren    Tragkörpers       Tastnadeln    gegen ein     Jacquard-Steuerelement     gedrückt werden, sind an dem hin und her  bewegbaren Tragkörper nebeneinander gela  gerte, mit     mindestens    je     einer        Tastnadel    verbun  dene Wippen vorgesehen,

   die beim Vorgehen  des Tragkörpers mittels der an ihnen     ange-          lenkten        Tastnadeln    nach Massgabe des     Jac-          quard-Steuerelementes        (Jacquardkarte    oder  dergleichen) in die gewünschte Einstellage  gebracht werden, in der sie beim Zurück  gehen des Tragkörpers mit mindestens je  einem Stellhebel zusammenwirken, zwecks  Veranlassung einer     Steuerbewegung,    wo  durch sie zum Beispiel die     Platinenhaken     einer Schaftmaschine mustergemäss in oder  ausser Eingriff mit den zugehörigen Messern  halten.  



  Durch die     Erfindung    . ist gegenüber den  bekannten Ausführungen eine bauliche Ver  einfachung erzielt, so dass möglichst ein stö  rungsfreies Arbeiten der Einstelleinrichtung  gewährleistet ist. Gegenüber den oben er  wähnten bekannten     Einrichtungen,    die mit  einem selbsttätig einstellbaren Stickrahmen  versehen     bezw.    mit im Maschinengestell dreh  baren Kurvenstücken ausgerüstet sind, bietet  der     Erfindungsgegenstand    den besonderen  Vorteil, dass keine besonderen Sicherungen  zum     Halten    der mit den     Ablesegliedern    ver-         sehenen    Wippen in den beiden Endlagen er  forderlich sind.

   Ferner ist durch die     Wip-          penanordnung    nach vorliegender Erfindung  gegenüber den oben erwähnten      bekannten     Schaftmaschinen, bei denen in Form von       Platinenhaken    ausgebildete Umstellglieder  verwendet sind, der besondere Vorteil erzielt,  dass eine     zwangläufig    arbeitende Wippen  anordnung geschaffen ist, so dass ein Hän  genbleiben von Teilen der Einstellvorrich  tung in -ihren Führungen vermieden ist.

    Ausserdem ist beim Erfindungsgegenstand  das Arbeiten der Einstellvorrichtung gegen  über den vorher erwähnten bekannten Ein  richtungen, bei denen in Form von     Platinen-          haken    ausgebildete Umstellglieder verwendet  sind, insofern vereinfacht, als bei den be  kannten Einrichtungen die Bewegung einer  Nadelschiene sowie eines Schiebers erforder  lich ist, während beim Erfindungsgegenstand  nur der Tragkörper der Wippe hin- und her  bewegt zu werden braucht.  



  Die Zeichnung veranschaulicht verschie  dene Ausführungsbeispiele des Erfindungs  gegenstandes.  



       Fig.    1 zeigt ein erstes Beispiel im Aufriss  mit Schnitt, in Anwendung an einer Doppel  hubschaftmaschine;       Fig.    2 ist in grösserem Massstab ein teil  weiser Grundriss zu     Fig.    1, jedoch sind eine  Anzahl Teile (der Übersicht halber) weg  gelassen;       Fig.    3 bis 8 sind     schematische    Darstel  lungen zur Erklärung der Wirkungsweise:       Fig.    9 zeigt ein zweites Beispiel im Auf  riss mit     Schnitt,    in Anwendung an einer       Schützenwechselvorrichtung,    und       Fig.    10 ein     drittes    Beispiel im Aufriss mit  Schnitt.  



  Beim ersten Beispiel     (Fig.    1, 2) sind zwi  schen zwei Schilden 1, 2 obere und untere       Platinenhaken    3, 4 einer     Doppelhubschaft-          maschine    angeordnet, welche     bekannterweise     an einer gemeinsamen zweiarmigen Balance  5     angelenkt    sind, dem zwei     Widerlager    6, 7  zugeordnet sind. Mit der Mitte der Balance  5 ist ein auf einer Achse 8 gelagerter Hilfs  hebel 9 gelenkig verbunden, an welchem eine      Zugfeder 10 wirksam ist, unter deren Ein  fluss die Balance 5 für gewöhnlich in Ruhe  stellung gehalten wird, in welcher sie an den  beiden     )Viderlagern    6, 7 anliegt.

   Mit einem  am Hilfshebel 9 vorgesehenen Kurvenschlitz  11 steht die Rolle 12 des Schafthebels 13 im  Eingriff, wodurch dieser Schafthebel 13 mit  dem Hilfshebel 9 und folglich mit der Ba  lance 5 Bewegungsverbindung hat.  



  Mit den     Platinenhaken    3, 4 arbeiten be  kanntermassen die Hubmesser 14, 15 zusam  men, welche durch Stangen 16, 17 an zwei  Armen des gemeinsamen Schwinghebels 18  angeschlossen sind. Dieser     Schvwinghebel    18,  der auf einer Achse 19 gelagert ist, trägt an  einem dritten Arm eine Rolle 20 für den Ein  griff in eine exzentrische     Führungsnut    21,  welche auf der einen Seite einer Steuer  scheibe 22 vorgesehen ist. Von dieser Steuer  scheibe 22 aus werden somit die an den drei  armigen Schwinghebel 18 angeschlossenen  zwei Hubmesser 14, 15 verschoben.  



  Die Steuerscheibe 22 hat.auf ihrer an  dern Seite noch eine exzentrische Führungs  nut 23, mit welcher eine Rolle 24 im Ein  griff steht, die am einen Arm eines Hebels  25 angeordnet ist. Mit zwei andern Armen  dieses auf einer Achse 26 gelagerten drei  armigen Steuerhebels sind durch Stangen 27,  28 die als Tragkörper für Wippen 33, 34  dienenden Schieber 29, 30 angeschlossen. Der  obere Schieber 29 und der untere Schieber 30  sind in den Schilden 1, 2 in schrägen Füh  rungen in Richtung gegen die Förderwalze  38 verschiebbar gelagert.

   Der Schieber     _    29       bezw.    30 trägt auf einer Achse 31     bezw.    32  eine Anzahl nebeneinander angeordneter  Wippen 33     bezw.    34, an denen an zwei ein  ander gegenüber liegenden Armen Ablese  nadeln 35, 35', 36, 36'     angelenkt    sind, welche  mit ihrem freien Ende in dem Steg 29'     bezw.     30' des Schiebers 29     bezw.    30 verschiebbar  geführt sind. Von den beiden     Ablesenadeln     35, 35', 36, 36' der einzelnen Wippe ist die  eine     linksseitig    an der Wippe und die an  dere rechtsseitig an der Wippe angeordnet.

    Die Nadeln 35, 36     sind    beim gezeichneten         Ausführungsbeispiel    gekröpft, die Nadeln  35', 36' dagegen gerade; die Wippen selbst  sind zwischen Anschlägen     verschwenkbar,     welche am betreffenden Schieber für einen       rückwärtsgerichteten    Arm der Wippe vor  gesehen sind und zugleich entsprechende Ein  stellagen der Wippen bestimmen. Die freien  Enden sämtlicher     Ablesenadeln    35, 35', 36,  36' treffen die Musterkarte 37,     mit    welcher  sie unmittelbar zusammenarbeiten, in einer  Linie. Die Musterkarte 37 ist     beim    vorlie  genden Ausführungsbeispiel aus Papier, end  los, gelocht und über eine Förderwalze 38  geleitet.

   Bei jedem Vorwärtslauf der von  der Steuerscheibe 22 aus hin- und herbeweg  ten Schieber 29, 30 wird je nach der Stel  lung der Wippen 33, 34 durch die     eine    oder  andere der am, einzelnen Schieber vorhan  denen     Ablesenadeln    eine Lochreihe der Mu  sterkarte 37     abgefühlt        bezw.    abgelesen.  



  Den Wippen 33 sind Umstellhebel 39, 40  zugeordnet, die paarweise durch eine Verbin  dungsstange 41     miteinander    verbunden sind,  während Umstellhebel 42, 43, die paarweise  durch eine     Verbindungsstange    44 miteinan  der     vereinigt    sind, mit den     Wippen    34 zu  sammenwirken. Die Verbindungsstangen 41  und 44 stehen unter der Wirkung einer am  Gehäuse der Vorrichtung     befestigten    Rück  stellfeder 45.

   Die     obern    Umstellhebel 39  dienen zugleich zur Beeinflussung der  obern     Platinenhaken    3, die untern Umstell  hebel 42 zur Beeinflussung der untern     Pla-          tinenhaken    4; zu diesem Zwecke besitzen  die untern Umstellhebel 42     einen        abgebo=          genen    Arm 42', welcher eine Nase des be  treffenden     Platinenhakens    4 übergreift, wäh  rend die obern Umstellhebel 39 durch einen  flachen     Arm    mit einer Nase des betreffenden       Platinenhakens    zusammenwirken können.

    Die     genannten    Umstellhebel 39, 42 können  durch einen andern Arm auf die zugeordnete  Verbindungsstange 41     bezw.    44     einwirken,     auf welchem Arm auch unmittelbar die be  treffende Wippe     mittels    rückwärts gerichte  ten Armes auftreffen kann, wenn sie sich  beim     Schieberrücklauf    in     entsprechender     Stellung befindet.      Durch die beim Vorwärtslauf der Schie  ber 29, 30 mit der     DTusterkarte    37 zum Zu  sammenarbeiten kommenden     Ablesenadeln    35,  35', 36, 36' werden die Wippen 33, 34 sinn  gemäss eingestellt.

   In der Stellung der obern  Wippe 33 gemäss     Fig.    1 wirkt dieselbe, wenn       Rückwärtslauf    des Schiebers 29 angenommen       @vird,    mit dem Umstellhebel 40 zusammen,       iv        elcher    mit dem entsprechenden Arm an der  betreffenden Verbindungsstange 41 Anschlag  findet, wodurch seine Schwenkbewegung be  grenzt wird. Beim Rücklauf des untern       Schiebers    30 wirkt die untere Wippe 34 mit  dem Umstellhebel 43 zusammen, dessen ent  sprechender Arm dann     beim        Verschwenken     dieses Umstellhebels an der betreffenden  Verbindungsstange 44 Anschlag findet.

   Bei  diesem     Verschwenken    des Umstellhebels 43  wird auch der durch die Verbindungsstange  44 mit ihm gekuppelte Umstellhebel 42     ver-          schwenkt,    wobei dessen mit dem untern     Pla-          tinenhaken    4 zusammenwirkender Arm in die  in     Fig.    1 durch eine strichpunktierte Linie  angedeutete Stellung kommt, was zur Folge  hat, dass der untere     Platinenhaken    4 unter  Einfluss seines Eigengewichtes auf das in  zwischen in die strichpunktierte Lage ge  kommene Hubmesser 15 fällt.

   Wenn beim  Rücklauf des obern Schiebers 29 die Wippe  33 derart zu der in     Fig.    1 gezeichneten Stel  lung     verschwenkt    ist, dass deren rückwärts  gerichteter Arm sich in der durch eine strich  punktierte Linie angedeuteten Stellung befin  det, dann trifft letzterer auf den Umstellhebel  39 auf, welcher in der Folge in die strich  punktiert angedeutete Stellung     verschwenkt     wird und dabei den     obern        Platinenhaken    3       zwangläufig    aus der Bewegungsbahn des  Hubmessers 14     herausschwenkt,    so dass dieses  den     Platinenhaken    3 nicht mitnimmt.  



  In den     Fig.    3 bis 8 sind verschiedene Ein  stellagen der obern Wippe 33 im Zusammen  bang mit den Umstellhebeln 39, 40 schema  tisch dargestellt, wobei zur besseren Veran  schaulichung die freien Enden der Einstell  nadeln 35, 35' sich nicht wie bei der Aus  führungsform gemäss     Fig.    1 decken, sondern       übereinanderliegend    gezeichnet sind     (vergl.       Variante gemäss     Fig.    9).

   Aus     Fig.    3, in wel  cher durch eine strichpunktierte Linie A die  Bewegungsbahn des obern Schiebers ange  deutet ist, ist ersichtlich, wie sich aus dem       Fühlvorgang    der     Ablesenadeln    35, 35' die  vorerwähnte Einstellung der Wippe 33 er  gibt; es ist angenommen, die     Ablesenadel    35  sei durch ein Loch der Musterkarte hindurch  getreten.

   In     Fig.    4 ist die Wippe 33 in ihrer  Einstellage beim     Schieberrücklauf    gezeich  net.     Fig.    5 zeigt die Wippe 33 beim Auf  treffen auf den Umstellhebel 39, gemäss       Fig.    6 hat die Wippe 33     bezw.    der Schieber  die hintere Endlage erreicht, wobei die  Wippe den Umstellhebel 39 dementsprechend  aus seiner Einstellage gemäss     Fig.    3 bis 5       verschwenkt    hat und mittels der Verbin  dungsstange 41 auch der angeschlossene Um  stellhebel 40     verschwenkt    worden ist.

   Nach       Fig.    7 ist angenommen, die     Ablesenadel    35'  sei durch ein Loch der     Musterkarte    hindurch  getreten, worauf beim     Schieberrücklauf    die  Wippe 33 mit - dem Umstellhebel 40 zum  Zusammenwirken kommt und diesen     ver-          schwenkt,    wobei mittels der Verbindungs  stange 41 auch der damit verbundene Um  stellhebel 39     verschwenkt    wird.

   Gemäss       Fig.    8 ist der Fall angenommen, dass beim       Schiebervorwärtslauf    infolge Schadhaftigkeit  der Musterkarte beide     Ablesenadeln    35, 35'  der Wippe 33 auf Widerstand gestossen sind,  wobei die Wippe 33 in die gezeichnete Mit  telstellung     verschwenkt    worden ist, in wel  cher der rückwärts gerichtete Arm der Wippe  frei zwischen den beiden     Umstellhebeln    39,  40     hindurchtritt    und dieselben somit     unbe-          einflusst    lässt.  



       In    entsprechender Weise wie     in    bezug  auf die obere Wippe 33 erklärt worden ist,  vollzieht sich auch die Einstellung der un  tern Wippe 34 und deren Zusammenwirken  mit den zugeordneten Umstellhebeln 42, 43.  



  Beim     Rücklauf    des obern Schiebers 29  wird der untere Schieber 30 gegen die Mu  sterkarte 37 vorwärts bewegt und umge  kehrt, worauf jeweils die betreffenden Ab  lesenadeln mit der inzwischen um einen  Schritt geschalteten Musterkarte 37 zum Zu-           sammenwirken    kommen. Je nachdem hier  bei die Wippen 33, 34 eingestellt werden,  erfolgt alsdann die     Beeinflussung    der     rim-          steuerhebel    39, 40     bezw.    42, 43 und dem  entsprechend der     Platinenhaken    3     bezw.    4,  um von den Hubmessern 14     bezw.    15 mit  genommen oder nicht mitgenommen. zu wer  den.

   Ausser den     Platinenhaken    3 werden  auch die     Platinenhaken    4 durch die Wippen  und die zugehörigen Umstellhebel jeweils       zwangläufig    in die     Ausrücklage    bewegt.  



  Sind beispielsweise die     Umsteuerhebel    39,  40     bezw.    42, 43 derart beeinflusst und dem  entsprechend die     Platinenhaken    3, 4 derart  eingestellt, dass der obere     Platinenhaken    3  auf sein Hubmesser 14 gefallen ist und der       untere        Platinenhaken    4 von seinem Hubmes  ser 15 frei ist (ausgezogen gezeichnete Stel  lung der     Fig.    1),

   so nimmt das durch die  Steuerscheibe 22     angetriebene    Hubmesser 14  beim sich Bewegen nach rechts in die strich  punktiert     gezeichnete    Stellung den     Platinen-          haken    3 mit und     verschwenkt    so die Balance  5 um das     Widerlager    7 als Drehpunkt. Das       Verschwenken    der Balance 5 hat zur Folge,       da.ss    der Hilfshebel 9 unter Anspannen der  Feder 10 ausschwingt und mit diesem der  Schafthebel 13, der den bezüglichen Schaft  unter Vermittlung bekannter, nicht ge  zeichneter Übertragungsorgane in die ent  sprechende Stellung bewegt.  



  In der mit einer     Schützenwechselvorrich-          tung    zusammenhängenden Ausführung ge  mäss     Fig.    9 bezeichnet 38 wiederum eine  Förderwalze für die auf ihr aufliegende  Musterkarte 37, mit welcher     Ablesenadeln     35, 36 zusammenwirken, die hier an der ein  zelnen Wippe 46 angeordnet sind;

   jede der  beiden Gruppen von     Ablesenadeln    arbeitet  hier in einer besonderen     bezw.    eigenen     Fühl-          linie.    Die nebeneinander angeordneten Wip  pen sind auf der Achse 47 gelagert, welche  sich an einem Schieber 48 befindet, der mit  tels einer Rolle 49 mit der     Kurvennut    50  eines Hubkörpers 51 im Eingriff steht und  durch diesen in seiner Führung hin -und her  geschoben wird. Der Hubkörper 51 ist fest  auf einer Welle 52 angeordnet, welche durch    ein Kettengetriebe 53 von einer Welle 54 aus  angetrieben wird, die fest ein Antriebsrad 55  trägt. Die Welle 52 ist fest mit einem  Schneckenkörper 56 versehen, welche die  Schaltung der Förderwalze 38 vermittelt.  



  In der gezeichneten Einstellage der Wippe  46, an welcher ein federbelasteter Druckbol  zen 57     wirksam    ist, kommt deren     rüokwärts     gerichteter Arm -beim Rücklauf des Schie  bers 48 mit einem Umstellhebel 58 zum Zu  sammenwirken, wie strichpunktiert angedeu  tet.     Beim    entsprechenden     Verschwenken    die  ses Umstellhebels 58 wird durch eine Ver  bindungsstange 59 der angeschlossene Um  stellhebel 60 sinngemäss     verschwenkt.    Mit  diesem Umstellhebel 60 arbeitet ein auf einer  Achse 61 gelagerter Steuerhebel 62 zusam  men, welcher zwei Arme     aufweist,    die mit  tels Rollen an     einer    Steuerfläche des Um  stellhebels 60 anstehen.

   Ein dritter Arm des  Steuerhebels 62 fasst in eine Umfangsnut der  Nabe eines Zahnkörpers 63, welcher auf einer  Welle 64 angeordnet ist; diese Welle 64 ist  als Keilwelle ausgebildet, durch die dem  Zahnkörper 63     Drehverbindung    mit der  Welle gegeben ist, die jedoch     eine        achsiale     Verschiebung des Zahnkörpers 63 zulässt,  welcher zwei nur auf einen Teil des Um  fanges und der Breite des     Zahnkörpers    sich  erstreckende Teile, das heisst Zahnbogen 63',  63" aufweist. In der gezeichneten     Einstell-          lage    des Zahnkörpers 63 liegt dessen Zahn  bogen 63' in der Ebene eines auf der Welle  54     befestigten    Übertragungsrades 65.

   Wenn  der Steuerhebel 62 durch den Umstellhebel  60 in die durch strichpunktierte Linien an  gedeutete     Stellung        verschwenkt    wird, wird  der     Zahnkörper    63 auf seiner Welle 64 derart       achsial    verschoben, dass dessen     Zahnbogen     63" in die Ebene des Übertragungsrades 65  zu liegen kommt, um mit diesem zusammen  arbeiten zu     können.    Die durch den Zahnkör  per 63 in Drehung gesetzte Welle 64 leitet  ihre Bewegung durch     einen    Kurbelzapfen 66  und eine Schubstange     67.auf    den     Schützen-          wechselkasten,

      um denselben     einzustellen.     



  In der ausgezogen gezeichneten Stellung  der Wippe 46 steht     nun    der Schieber 48 in      seiner äussersten     Rechtsstellung,    indem die  obere Einstellnadel 35 ein Loch in der Mu  sterkarte 37 vorgefunden hat. Tritt dagegen  der Fall ein, dass beim sich Bewegen des  Schiebers 48 nach rechts, die untere Einstell  nadel 36 ein Loch auf der Musterkarte 37  antrifft, dann stellt sich die Wippe 46 in die  Stellung ein, die durch die strichpunktierte       Mittellinie    angedeutet ist. In dieser Stellung  trifft beim Rücklauf des Schiebers 48 der  rückwärts gerichtete Arm der Wippe 46 auf  den Umstellhebel 60.

   Dieser Umstellhebel 60  wird sodann derart     verschwenkt,    dass er den  Steuerhebel 62 in die durch strichpunktierte  Linien angedeutete zweite Stellung     ver-          schwenkt,    um den Zahnbogen 63" mit dem       Übertragungsrad    65 in Eingriff zu bringen.

    Beim     Verschwenken    des untern Umstell  hebels 60 wird durch die Verbindungsstange  59 der obere Umstellhebel 58     mitverschwenkt,     so dass derselbe in eine Stellung kommt, aus  welcher er, wenn die Wippe 46 später beim  Rücklauf des Schiebers 48 sich neuerdings       in    der ausgezogen gezeichneten Einstellage  befindet,     wieder    in die gezeichnete Stellung  zurückgeschwenkt wird; dabei wird dann  durch die Verbindungsstange 59 auch der  untere Umstellhebel 60 in die gezeichnete  Stellung zurückgeschwenkt,     und    es kann das  beschriebene Spiel sich wiederholen.  



  Auch bei dieser     Ausführungsform    kann  der Fall gemäss     Fig.    8 eintreten, nämlich,  dass infolge Schadhaftigkeit der Musterkarte  37 beide     Ablesenadeln    35, 36 der Wippe 46  auf Widerstand stossen und die Wippe 46  sich ungefähr in ihre Mittelstellung einstellt,  in welcher ihr rückwärts gerichteter Arm  frei zwischen den beiden Umstellhebeln 58,  60     hindurchtritt    und somit dieselben unbe  einflusst lässt.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    10 ist 68  der hin- und herbewegte Schieber, an wel  chem auf einer Achse 69 Wippen 70 neben  einander gelagert sind. Die     einzelne    Wippe  70 besitzt nur am einen Arm eine Ablese  nadel 35 zum Zusammenwirken mit der über  die Förderwalze 38 gelegten Musterkarte 37.  Am Schieber 68 vorgesehene Anschläge 68'    begrenzen die     Schwenkbewegung    der Wippe  70, welche mit ihrem rückwärts gerichteten  Arm mit einem (nicht gezeichneten) Umstell  organ zum Zusammenwirken gebracht wer  den kann. Der Schieber 68 ist an zwei Stütz  hebeln 71, 72 angeordnet, von welchen der  letzte abwärts über seine Lagerachse 73 hin  aus verlängert ist und mit dieser Verlänge  rung unter dem Einfluss einer Zugfeder 74  an eine Hubscheibe 7 5 gehalten wird.

   Von  dieser Hubscheibe 75 aus wird der Schieber  68 durch den Hebel 7 2 in hin- und her  schwingende Bewegung gesetzt. Auf der  obern Fläche des Schiebers 68 sitzt ein Bü  gel 76 auf, dessen Steg in der Bewegungs  bahn des aufwärts ragenden Armes der  Wippe 70 liegt.  



  Auf der Zeichnung ist die Variante nach       Fig.    10 so dargestellt, dass sich der Schieber  68 in seiner Endstellung gegen die garte zu  befindet, und dass die     Ablesenadel    35 kein  Loch in der Musterkarte 37     vorgefunden    hat,  so dass die Wippe 70 im     Uhrzeigersinne        ver-          schwenkt    ist. Bewegt sich jetzt der Schieber  68 nach links, dann wird durch den aufwärts  ragenden, an den obern Anschlag 68' des  Schiebers 68 anstehenden Arm der Wippe 70  der Bügel 76 angehoben, worauf dieser Arm  unter dem Bügel 76 hindurchgeht.

   Beim  nachfolgenden Vorwärtsschwingen des Schie  bers 68 schlägt der aufwärts ragende Arm  der Wippe 70 auf den Steg des Bügels 76,  wodurch in der Folge die Wippe 70     ver-          schwenkt    wird und ihr abwärts gerichteter  Arm an den untern Anschlag 68' des Schie  bers 68 anzustehen kommt. In dieser Stel  lung verbleibt die Wippe 46 so lange, bis  infolge Zusammenwirkens der     Ablesenadel     35 mit der Musterkarte 37 ein Umstellen der  Wippe 70 in die gezeichnete Wirkungsstel  lung veranlasst     wird.    Die Wippe 70 kann ein  (nicht gezeichnetes)     Umstellorgan    beeinflus  sen, welches die     Steuerbewegung    veranlasst.  



  Die Anwendung der Erfindung ist nicht  auf vorstehend erwähnte     Maschinen        bezw.     Vorrichtungen beschränkt, sondern kommt       allgemein    da in Betracht, wo eine mittels           Mustervorriehtungg    einstellbare Steuerung für  irgendwelche Arbeitszwecke vorgesehen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Jacquardeinrichtung, bei der mittels eines hin- und herbewegbaren Tragkörpers Tast- nadeln gegen ein Jacquard-Steuerelement ge drückt werden, gekennzeichnet durch an dem hin- und herbewegbaren Tragkörper neben einander gelagerte, mit mindestens je einer Tastnadel verbundene Wippen, die beim Vorgehen des Tragkörpers mittels der an ihnen aasgelenkten Tastnadeln nach Massgabe des Jacquard-Steuerelementes in die ge wünschte Einstellage gebracht werden,
    in der sie beim Zurückgehen des Tragkörpers mit mindestens je einem Stellhebel zusammen wirken zwecks Veranlassung einer Steuer bewegung. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an jeder einzel nen der in dem hin- und herbewegbaren Tragkörper gelagerten Wippen zwei Tast- nadeln angeordnet sind, die zum Einstel len der zugehörigen Wippe in zwei ver schiedene Wirkungslagen und in eine wir kungslose Zwischenlage dienen, wobei die Wippe in jeder der beiden Wirkungslagen mit je einem Stellhebel zusammenwirkt. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die durch ein und dieselbe Wippe beeinflussbaren beiden Stellhebel durch je eine Stange miteinan der gekuppelt sind. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die die beiden Stellhebel verbindende Stange beim Zu- rückgehen der Tragkörper mit ihren Wip pen als Begrenzungsanschlag für die Stell hebel dient. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass an den Ver bindungsstangen eine Rückstellfeder an greift. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, in Anwendung bei einer Schaftmaschine, da durch gekennzeichnet, dass die Platinen- haken mittels der Wippen über die von diesen gesteuerten Stellhebel zwangläufig ausser Eingriff mit den zugehörigen Mes sern gebracht werden können. G. Einrichtung nach Unteranspruch 2, in Anwendung bei einer Schützenwechselvor- richtung, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Stellhebel unmittelbar auf einen Ge- triebesteuerhebel einwirkt. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch, mit wenigstens zwei Tastnadelgruppen, da durch gekennzeichnet, dass die freien En den sämtlicher Tastnadeln einer jeden Nadelgruppe in einer Linie gegenüber der Musterkarte stehen. B. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wippe in der einen Bewegungsrichtung des Trag körpers durch Zusammenwirken mit einem Anschlag, den sie in der andern Bewe gungsrichtung des Tragkörpers anhebt, in ihrer Lage umgestellt wird. 9. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Wippen mittels federbelasteter Druckbol zen in ihrer jeweiligen Einstellage gehal ten werden.
CH190977D 1935-08-22 1935-08-22 Jacquard-Einrichtung, bei der mittels eines hin- und herbewegbaren Tragkörpers Tastnadeln gegen ein Jacquard-Steuerelement gedrückt werden. CH190977A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2476693A1 (fr) * 1980-02-22 1981-08-28 Staeubli Ag Dispositif de lisage et de commande d'une machine
FR2476695A1 (fr) * 1980-02-26 1981-08-28 Staeubli Ag Dispositif de lisage et de levage d'une machine de commande

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FR2476695A1 (fr) * 1980-02-26 1981-08-28 Staeubli Ag Dispositif de lisage et de levage d'une machine de commande

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