CH191006A - Verfahren zur Herstellung von Natronlauge durch Elektrolyse einer wässerigen Natriumsulfatlösung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Natronlauge durch Elektrolyse einer wässerigen Natriumsulfatlösung.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Natronlauge durch Elektrolyse einer wässerigen Natriumsulfatlösung. Die Elektrolyse von Alkalisulfatlösung, die gegenüber der Alkalichloridelektrolyse den Unterschied aufweist, dass neben Alkali lauge gleichzeitig Schwefelsäure gebildet wird, die im Anolyten verbleibt, ist dadurch erschwert, dass die Elektrolysenprodukte sich wieder zu vereinigen trachten. Selbst wenn man ein Diaphragma verwendet, sind die Stromausbeuten nicht befriedigend. Während bei Erreichung einer nur 5 0%igen H2S04- Lösung Stromausbeuten bis zu 60 % erreicht werden, sinkt diese Zahl auf 20 0j0 beim Hin- arbeiten auf eine 20 %ige 1-12S04-Lösung. Die Verwendung einer Quecksilberkathode, die bereits vorgeschlagen wurde, vermag die ses Verhältnis nicht wesentlich zu verbessern. Günstigere Ergebnisse wurden mit der Ver wendung .von zwei Diaphragmen erreicht, wobei die Sulfatlösung im Zwischenraum zwischen den beiden Diaphragmen zugeführt wurde und von dort durch die Diaphragmen, und zwar sowohl gegen die Anode wie auch gegen die Kathode strömt. Im Interesse einer hohen Stromausbeute war. es jedoch bei die sem Verfahren erforderlich, die Strömungs geschwindigkeit so hoch zu halten, dass in den beiden Elektrodenräumen nur geringe Konzentrationen (maximal 200 g/1 H2SO4 bezw. 100 g11 NaOH) erreicht werden. Eine eingehende Untersuchung der die Stromausbeute bedingenden Verhältnisse bat nun ergeben, dass die zu erreichende Schwe- felsäurekonzentration in der Anodenflüssig keit in ganz überwiegendem Masse von der Dichtigkeit des angewendeten Diaphragmas abhängt. Je dichter das Diaphragma ist, um so geringere Strömungsgeschwindigkeiten sind erforderlich, um die bei der Elektrolyse gebildeten Wasserstoffionen im Anodenraum zurückzuhalten. Das erfindungsgemässe Ver fahren zur Herstellung von Natronlauge durch Elektrolyse einer wässerigen Natriumsulfat- 1ösung unter Verwendung einer Amalgam kathode und eines Diaphragmas ist nun da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt von dem Kathoden- in den Anodenraum durch ein Diaphragma eintritt, dessen Durchlässig keit derart bemessen wird, dass es bei 40 und bei einem Druck von 35 cm Wassersäule je Minute weniger als 10 cm' Wasser je dm' Schicht, zweckmässig sogar 'weniger als 5 cm3 Wasser je Minute, hindurchlässt. Auf diese Weise gelingt es, bei Stromausbeuten von zirka 95 % Natronlauge der im Handel üb lichen Konzentration von hoher Reinheit, und gleichzeitig auch eine Anodenflüssigkeit mit bis zu 400g H2S04 im Liter, die für viele Zwecke, zum Beispiel für die Kunstseiden herstellung, unmittelbar verwendbar ist, zu erhalten. Es gelingt somit, die bisher aufge wendeten sehr erheblichen Kosten für Ein- dampfung und Kühlung der Anodenflüssig keit zwecks Abtrennung der Schwefelsäure vom Sulfat zu ersparen. Als Diapbragmenbaustoffe, die den gekenn zeichneten Forderungen entsprechen, kommen sowohl keramische Massen als auch Asbest gewebe in Frage, so lange sie nur durch geeignete Herstellungsweise die geforderte Dichtigkeit aufweisen. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht zum Beispiel im wesent lichen aus der in einem nicht leitenden Ge fäss am Boden desselben untergebrachten Quecksilberkathode, dem darüber angeord neten Diaphragma und einer über dem letz teren angeordneten Anode aus Blei oder einer beständigen Bleilegierung. Da die Bildung von Wasserstoff auch an einer Quecksilber kathode nie völlig vermieden wird, lässt man das Diaphragma zweckmässig mit einem kleinen Winkel von der horizontalen Rich tung abweichen, so dass die geringen Wasser stoffmengen, die an der Kathode gebildet werden, alsbald von dem Diaphragma durch Aufsteigen entfernt werden und so nicht zu einer Beeinträchtigung des Stromdurchganges führen. Je nach der Rauhigkeit des Dia phragmas liegt die hierfür erforderliche Nei- gung zwischen etwa 4 und 10<B>%</B>. Die Er gänzung des Quecksilbers kann auf beliebige an sich bekannte Weise erfolgen, wobei das gebildete Natriumamalgam ausserhalb der Zelle zu Natronlauge und Quecksilber zer setzt wird. Die Natriumsulfatlösung tritt in den Kathodenraum ein, breitet sich auf der Quecksilberoberfläche aus, und wandert durch das Diaphragma unter einem kleinen hydro statischen Druck in den Anodenraum, von wo sie als schwefelsaure Anodenflüssigkeit abläuft. Bei sehr langsamem Durchsatz der Sulfatlösung bezw. bei grosser Strombelastung kann es zweckmässig sein, die Sulfatlösung des Kathodenraumes zur Vermeidung einer übermässigen Verarmung an Sulfat zirkulieren zu lassen und ihr ausserhalb der Zelle neues Sulfat zuzuführen. <I>Beispiel:</I> Eine Quecksilberzelle mit einer Kathoden fläche von 1 m2 und einem mit 4 /o ge neigten, unterteilten keramischen Diaphragma von 3 mm Dicke wird mit einem Strom von 1600 Amp. belastet. Der Durchsatz an Sul- fatlösung (Dichte 1,32) durch das Diaphragma in den Anodenraum beträgt 8 1/Std. Man erhält eine Anodenflüssigkeit mit einem Schwefelsäuregehalt von 28 Gewichtsprozent H2S04, die kathodische Stromausbeute ist 950/,.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Natron lauge durch Elektrolyse einer wässerigen Natriumsulfatlösung unter Verwendung einer Amalgamkathode und eines Diaphragmas, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt von dem Kathoden- in den Anodenraum durch ein Diaphragma eintritt, dessen Durchlässig keit derart bemessen wird, dass es bei 40 0 und bei einem Druck von 35 cm Wasser säule je Minute weniger als 10 cm<B>'</B>Wasser je dm 2 Schicht durchlässt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlässigkeit des Diaphragmas derart bemessen wird, dass es bei 40 und bei einem Druck von 35 cm Wassersäule je Minute weniger als 5 cm3 Wasser je dm' Schicht durchlässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathodenlösung zirkuliert und dabei bezüglich ihres Sulfat gehaltes ergänzt wird.
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| CH191006D CH191006A (de) | 1935-06-27 | 1936-04-17 | Verfahren zur Herstellung von Natronlauge durch Elektrolyse einer wässerigen Natriumsulfatlösung. |
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1936
- 1936-04-17 CH CH191006D patent/CH191006A/de unknown
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