DE406079C - Verfahren zur Herstellung von Alkalikarbonat aus Sulfaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkalikarbonat aus Sulfaten

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DE406079C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B1/00Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
    • C25B1/01Products
    • C25B1/14Alkali metal compounds

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkalikarbonat aus Sulfaten. Es gibt bisher noch kein in der Großtechnik angewandtes Verfahren zur Herstellung von Soda auf elektrochemischem Wege. Die Darstellung von Natriumsulfat durch Umsetzung von Eisenvitriol mit Natriumchlorid unter Einwirkung des elektrischen Stromes sowie die -'berführung von Bisulfaten durch (las bei der Elektrolyse von Kochsalz. entstehende N atriumhydroxvd in neutrale Salze sind zwar bekannt; indessen war es bisher nicht möglich, aus Alkalisulfaten direkt Karbonate herzustellen. Diese für die Technik wichtige Aufgabe wird durch die folgende Erfindung gelöst: :Man verwendet als Elektrolyt eine Alkalisulfatlösung, die sich in einem' Elektrolysator befindet, auf dessen Boden eine scheibenförmige Anode liegt, die mit einem unlöslichen Karbonat bedeckt ist. Letzteres inuß die Eigenschaft haben, sich durch Schwefelsäure in ein unlösliches schwefelsaures Salz überführen zu lassen. Außerdem muß eine Vorrichtung vorgesehen sein, die gestattet, die bei der Kathode sich bildende Karbonatlösung (lauernd abzusaugen.
  • Der hauptsächlichste Vorteil der vorliegenden Erfindung ist der, daß sie eine Gewinnung der Karbonate ohne weitere Zufuhr von Kohlendioxyd gestattet, während bei den bekannten Verfahren dieses Gas, das zur Umwandlung des bei der Elektrolyse entstehenden Hydrooxyds in das Karbonat notwendig ist, besonders hergestellt werden mußte.
  • Das Verfahren wird durch folgendes Beispiel näher erläutert: In einem flachen Elektrolysiergefäß aus Zement oder einem anderen säurefesten Material liegt auf dein Boden eine Platte aus Kohle, Koks oder Graphit als Anode. Dieselbe wird mit einer Schicht gepulverten Kalziumkarbonats (Baryumkarbonat, Bleikarbonat usw.) bedeckt. Als Elektrolyt dient eine N atriumstilfatlö sung. Der Anode gegenüber befindet sich eine poröse Kathode, die aus Eisen oder aus einem beliebigen anderen Material sein kann. Je nach dein inneren Widerstand elektrolysiert man mit einem Strom von i bis 3 'Ampere und 2,6 bis 3,6 Volt Spannung.
  • Das Natriumsulfat wird durch den Strom zersetzt, und es bildet sich an der Kathode Natriumhydrat und an der Anode SO. Ionen. Letztere können nicht frei bestehen, und es bildet sich daher Schwefelsäure, die ihrerseits auf (las an der Anode befindliche Kalziumkarl:onat unter Bildung von Gips einwirkt. Die frei werdende Kohlensäure steigt als Gas nach oben und bildet finit dein an der Kathode entstehenden Natriumhydroxyd Karbonat.
  • Verwendet man eine poröse Kathode, so läßt ;ich leicht (las gebildete Natriumkarbonat durch die Poren der Kathode absaugen. Dabei kann der Fall eintreten, daß die abgesaugte Flüssigkeit neben Karbonat auch noch ein freies Alkali enthält, indem sich nur ein Teil desselben niit der aufsteigenden Kohlensäure verbunden hat.
  • Ist (las gesaiute Kalziumkarbonat verbraucht, so kann das gebildete Kaliumsulfat von Wasser befreit und nach dem Trocknen und Brennen auf vorzüglichen Alabastergips verarbeitet «-erden. Ist man von Baryumkarhonat ausgegangen, so erhält tnan hachwertiges Barvtweiß.

Claims (2)

  1. PATFNT-ANSPRLCHE: z. Verfahren zur Herstellung von Alkalikarbonat aus Sulfaten, dadurch gekennzeichnet, daß Alkalisulfatlösungen der Elektrolyse unterworfen werden unter Anwendung einer unangreifbaren Anode. die auf dem Boden des Elektrolvsiergefäßes liegt und mit einem unlöslichen Karbonat bedeckt ist, und einer Kathode, die sich der Anode gegenüber befindet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß als Kathode eine poröse Elektrode verwendet wird, durch deren Poren die gebildete Alkalikarbonatlösung kontinuierlich abgezogen werden kann.
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