CH191216A - Textilstoffkragen. - Google Patents
Textilstoffkragen.Info
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Description
Textilstoff kragen. Um den Sitz von weichen und halbsteifen Kragen zu verbessern, hat man bereits an der Vorderkante des Oberkragens auf des sen Unterseite Befestigungsvorrichtungen für Vensteifungsstäbchen angebracht, wie z. B. Taschen, die zur Aufnahme eines heraus- nehmbaren .Stäbchens aus Zelluloid .dienen.
Man hat auch schon derartige Stäbchen mit Nadeln versehen und diese an der zu ver steifenden Kante angesteckt. Derartige Ver steifungsmittel haben jedoch den Nachteil, dass sie bei der Wäsche des Kragens entfernt werden müssen und leicht verloren gehen. Ausserdem lassen sieh die Stäbchen meist nur mit Schwierigkeiten in die Tasche ein führen oder sonst befestigen, ohne den Kra gen zu zerknittern.
Oft drücken sich auch die Taschen beim Plätten des Kragens nach der Aussenseite durch und beeinträchtigen dessen Aussehen.
Man hat auch bereits .dauernd mit .der zu verstärkenden Kante verbundene Versteifun- gen hergestellt durch Aufnähen von Stoff- streifen, Einnähen von oder dergl. Dadurch wird jedoch einerseits die Kragenkante sehr dick und anderseits bleibt die Versteifung nach vielfachem Waschen nicht raufrecht erhalten.
Diesen bekannten Ausführungen gegen über beruht die vorliegende Erfindung auf der Erkenntnis, dass zwei miteinander ver klebte Stoffe eine bessere Versteifung bei ausreichender Elastizität besitzen als zwei lose aufeinander liegende Stoffe oder ,solche, die miteinander vernäht sind.
Gemäss der Erfindung ist ein von der Spitze des Oberkragens aus verlaufender Klebstreifen vorgesehen, der, unmittelbar mit dem Textilstoff verklebt, eine stäbchenartige Versteifung bildet.
de nach der Menge des aufgetragenen Klebstoffes bildet dieser in erstarrtem Zustande eine elastische Trocken schicht, die eine Wirkung ähnlich der eines Stäbchens hervorruft.
Es kann nur ein Kleb stoff in Frage kommen, der in Wasser un löslich ist und oder durch die Hitze, die beim Plätten des Kragens notwendig ist, nicht leidet. Gut verwendbar sind für diesen Zweck beispielsweise Zellulosederivate, ins besondere höhere Azetate,
wie sie bei der Kunstseidenfabrikation Verwendung finden und die z. B. in Azeton lösbar sind.
Ferner kann man das Versteifungs- bezw. Klebemittel in trockenem Zustande an den entsprechenden Stellendes Kragens in diesen einbringen und erst, wenn. der Kragen fertig genäht ist, denselben mit einem Lösungsmit tel, z. B. Azeton, anfeuchten und ihn danach pressen.
Beim Anfeuchten mit dem Lösungs mittel für den Klebstoff löst sich dann da-s Klebemittel auf und wird alsdann durch den Druck beim Pressen mit der Innenschicht des Stoffes verbunden.
Praktisch wird. man diesen letzten Vor gang am besten so verwirklichen, dass man beispielsweise einen gewobenen Azetatseiden- streifen in die vordere Kragenkante mitein- näht. Nachdem der Kragen fertiggestellt ist, wird er :
dann mit Azeton angefeuchtet, wo bei sich das Kunstseidengewebeauflöst, so dass es praktisch einen Klebstoff bildet. Mit tels einer angewärmten Presse wird dann der Kragen getrocknet, wobei :das Klebemittel beide Stoffschichten des Kragens fest mit einander verbindet.
Wählt man :diesen Kunstseidenstreifen sehr dick, so verkleben auch die einzelnen Teile des Gewebes untereinander und bilden nach dem Erstarren eine eigene Trocken- schicht, die jede für sich denselben Effekt hervorruft, wie ein in :
den Kragen einge- schobenes Versteifungsstäbchen. An die Stelle eines Streifens oder Bändchens kann natürlich auch eine Kordel aus Azetatseide treten.
Statt eines reinen Kunstseidengewebes kann man natürlich auch ein nicht in Azeton lösbares Gewebe, das man vorher mit dem Klebstoff präpariert hat, oder ein Gewebe,
bei dem in Azeton lösbare und in Azeton unlösbare Fasern zusammenverwebt sind,
verwenden. Man erzielt auf diese Art und Weise fast denselben Effekt wie im vorbe- schriebenen Falle. Die Zeichnung stellt verschiedene Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des dar.
Fig. 1 zeigt einen normalen Einstoffkra- gen von innen gesehen. Der umgebogene Teil 2 des Oberkragens 1 ist am freien Rande doppelt gesteppt. Das Klebemittel liegt un ter dem umgebogenen Teil 2 und hält den selben mit der Innenseite des Oberkragens fest verklebt.
Fig. ? zeigt dieselbe Ausführung im Schnitt nach Linie A-B in Fig. 1, nämlich den Oberkragen 1 mit dem umgebogenen Teil 2 und dazwischen den Klebstoff 3;
Fig. 3 zeig, eine andere Ausführungs form, und zwar den Oberkragen. 1 im Schnitt etwa an .der Stelle A-B in Fig. 1 mit sei nem umgebogenen Teil 2 und dazwischen einen Klebstof f streif en 4, der beim Steppen mit in den Kragen eingelegt worden ist und durch die Behandlung mit Azeton und durch nachfolgendes Pressen die beiden Gewebe stoffschichten fest miteinander verklebt hat.
Die durch diese Behandlung in sich selbst zusammengeklebten Stofflagen bilden eine stäbchenartige Versteifung.
Fig. 4 zeigt eine andere praktische Aus führungsform des Textilstoffkragens nach der Erfindung in einem den Fig. 2 und 3 entsprechenden Schnitt. Es ist hierbei das bei Einstoffkragen übliche Bändchen, mit dem !der Dickstoff des Oberkragens gesäumt ist, als Träger des Versteifungs- bezw. Klebstoffes verwendet.
Das Bändchen be- steht in. in diesem Fall aus einem normalen mit Klebstoff präparierten Gewebe oder aber aus einem Gewebe, bei dem Fäden aus einem Zellulosederivat mit einem andern Faserstoff, beispielsweise Baumwolle, zu sammen verwebt sind.
Der innenliegende Teil des Bändchens verklebt den aussen- liegenden Kragenstoff mit dem umgeboge nen Teil des letzteren. Je nach Stärke des Bändchens wird auch hier mehr oder weni ger die Wirkung eines Verstärkun,-,sstäb- chens aus Zelluloid oder dergl. erreicht.
Die Bildung eines Versteifungsstübchens kann sowohl bei Einstoff- als auch bei Mehr- stoffkragen Verwendung finden. Kerner lässt sich die Versteifung in jeder beliebigen Stärke durchführen. Auch kann der Verstär kungsstreifen von der Spitze des Oberkra gens ausgehend in einem Winkel zur Kra- genvorderkante verlaufen.
Ist ,die Vorder kante des Kragens versteift, so ist es nicht erforderlich, dass diese Versteifung schon an der Bruchkante zwischen Ober- und Unter kragen beginnt, vielmehr kann der Teil, wo die Krawatte hindurchtritt, von dem Ver stärkungsstreifen freibleiben. Ausser der Vorderkante ist es auch möglich, besonders bei Einstoffkragen,
den Sitz des Oberkra gens dadurch zu verbessern, .dass die ganze untere freie Kante des Kragens (Fig. 1) ebenso versteift ist wie die vordere Kante.
Ausser Zellulosederivaten können auch alle diesen chemisch verwandte Klebmittel, wie überhaupt alle wasser- und kochfesten oder durch eine besondere Behandlung wasser- und kochfest gemachten Stoffe, die dann versteifend wirken, Anwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Tegtilstoffkragen, dadurch gekenuzeich- net, dass ein von der Spitze des Oberkragens aus verlaufender Klebstoffstreifen vorge sehen ist, der, unmittelbar mit dem Textil stoff verklebt, eine stäbchenartige Verstei- fung bildet. ÜNTP,PANSPRtrGHg 1.Kragen nach Patentanspruch, -dadurch gekennzeichnet, .dass zur stäbchenartigen Versteifung ein in Wasser unlösbares Klebmittel verwendet ist,und @dass nach Behandlung desselben mit einem Lö- sungsmittel die betreffende Kragenpartie durch nachträgliches Pressen versteift worden ist. 2.Kragen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Versteifung ein an der vordern Kragenkante eingenähter Gewebestreifen mit Zellulosederivatfäden Verwendung gefunden hat, die nach ihrer Erweichung mit einem Lösungsmittel in- folge Wiederverfestigung,die Versteifung der Tegtilsto.fflagen bewirkten. Kragen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass (der Versteifungs- streifen nur längs einem Teil der Vorder kante des Oberkragens vorhanden ist. 4.Kragen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das durch ein, Klebe- mittel gebildete Versteifungsstäbchen von der Spitze des Oberkragens aus in einem Winkel ,zur Kragenvorderkante verläuft.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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1935
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