Empfangsunordnung für Trägerstromsysteme mit Einschaltung des Trägerstromes durch die diesen modulierenden Signalströme. Bei Verwendung von Trägerstromsyste- men, bei denen der Trägerstromerzeuger durcb die den Trägerstrom modulierenden Signal ströme eingeschaltet wird, wie es z. B. beim Einwellenverkehr gewöhnlich der Fall ist, tritt der Nachteil auf, dass sich im Emp fangsapparat der Gegenseite ein lästiges Knacken bemerkbar macht, das durch den plötzlichen Stromanstieg beim Einschalten des Trägerstromes hervorgerufen wird.
Nach der vorliegenden Erfindung sind besondere Mittel vorgesehen, die die durch den plötzlichen Stromanstieg bei solchen Trägerstromsystemen hervorgerufenen Wir kungen auf der Empfangsseite dämpfen. Dies lässt sich beispielsweise dadurch erreichen, dass beim Eintreffen eines Hochfrequenz stromes die Gittervorspannung irgend einer Verstärker- oder Gleichrichterstufe verlagert wird, und zwar derart, dass diese Stufe erst allmählich wirksam wird, wodurch auch die Durchlässigkeit des Empfangskanals vom Nullwert bis zum Maximalwert nicht plötz- lich,
sondern erst allmählich erreicht wird. Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel. wobei nur ein Empfangszweig und von die sem nur das für das Verständnis der Erfin dung Wesentliche dargestellt ist.
1 bezeichnet den Hochfrequenzein- bezw. -ausgang einer Anordnung für Trägerstrom gegenverkehr auf einer Welle,. 2 den An schluss des Teilnehmers. 3, 4 stellen übliche Nachbildungen, 5, 6 übliche Ausgleichsüber trager dar. Die von 1 eintreffende Hoch frequenz gelangt über die Gabelschaltung 3, 5 in die Hochfrequenzverstärkerstufen 7 und 10, wird in 15 demoduliert, worauf die nie derfrequenten Ströme in 16 verstärkt und über 6 dem Teilnehmer zugeführt werden. Hinter dem Verstärker 7 ist ein besonderer Gleichrichter 8 abgezweigt, in dessen Aus gangskreis sich das Relais 9 befindet.
Beim Eintreffen von Hochfrequenz wird der Kon takt 91 des letztgenannten Relais, der sich im Gitterkreis der Verstärkerstufe 10 befin det, aus der gezeichneten Lage nach rechts umgelegt. Die negative Gittervorspannung 11, 12 wird dabei auf den Wert der Batterie 12 vermindert. Die Spannungsänderung kann in bezug auf das Gitter nicht momentan erfolgen, da die eigentliche Gitterspannung durch den Kondensator 14 bestimmt ist und dieser aus der Batterie 11 bezw. 12 über den Widerstand 13 aufgeladen wird.
Beim Um schalten des Kontaktes 91 findet also eine Entladung des Kondensators 14 auf den niedrigeren Spannungswert der Batterie 12 allmählich statt. Diese Zeitdauer muss natür lich so bemessen sein, dass keine wesentliche Störung der Sprachübertragung stattfindet, dagegen ein plötzlicher Stromanstieg im Hörer des Teilnehmers vermieden wird. Die be schriebene Gitterspannungsverlagerung kann selbstverständlich auch in der Demodulations- stufe, wie z. B. 15, vorgenommen werden.
Die beschriebene allmähliche bffnung des Empfangskanals durch den empfangenen Trägerstrom könnte auch im Niederfrequenz kanal vorgenommen werden. Zweckmässig wird die Anordnung dabei ebenfalls in der Weise getroffen, dass von einer Stufe ein Gleichrichter abgezweigt wird, über welchen unter Einschaltung einer gewissen Verzöge rung, z. B. durch ein geeignetes elektro magnetisches Relais, eine Gitterspannungs- verlagerung einer oder auch mehrerer Nieder frequenzstufen zugleich stattfindet.
Selbstverständlich kann die Aufhebung der Sperrung des Empfangskanals auch in einer andern geeigneten Weise erfolgen, z. B. kann eine analoge Regelung wie oben für die Gitterspannung beschrieben, bezüglich des Einsatzes der Anodenspannung durchgeführt werden. Auch kann von Schaltungen mit llehrgitterröhren, bei denen beispielsweise die Spannung an den Raumlade- oder Schutz gittern in der oben beschriebenen Weise ge ändert wird, für den Zweck der Erfindung vorteilhaft Gebrauch gemacht werden.
Reception disorder for carrier current systems with activation of the carrier current by the signal currents modulating it. When using carrier current systems, in which the carrier current generator is switched on by the signal currents modulating the carrier current, as is the case e.g. B. is usually the case with single-wave traffic, the disadvantage arises that an annoying crackling becomes noticeable in the receiving device on the other side, which is caused by the sudden increase in current when the carrier current is switched on.
According to the present invention, special means are provided which dampen the effects on the receiving side caused by the sudden increase in current in such carrier current systems. This can be achieved, for example, by shifting the grid bias voltage to any amplifier or rectifier stage when a high-frequency current arrives, in such a way that this stage only becomes effective gradually, which means that the permeability of the receiving channel from the zero value to the maximum value is not suddenly lich,
but is only achieved gradually. The figure shows an embodiment. with only one receiving branch and only what is essential for understanding the invention is shown.
1 denotes the high frequency input or -output of an arrangement for carrier flow counter-traffic on a shaft. 2 the connection of the participant. 3, 4 are common replicas, 5, 6 are common compensation carriers. The incoming high frequency from 1 passes through hybrid circuit 3, 5 into high-frequency amplifier stages 7 and 10, is demodulated in 15, whereupon the low-frequency currents in 16 are amplified and transferred 6 are fed to the participant. Behind the amplifier 7, a special rectifier 8 is branched off, the relay 9 is located in the output circuit.
When the high frequency arrives, the con tact 91 of the last-mentioned relay, which is located in the grid circle of the amplifier stage 10, is moved from the position shown to the right. The negative grid bias voltage 11, 12 is reduced to the value of the battery 12. The voltage change cannot take place instantaneously with respect to the grid, since the actual grid voltage is determined by the capacitor 14 and this from the battery 11 respectively. 12 is charged via the resistor 13.
When switching to the contact 91, a discharge of the capacitor 14 to the lower voltage value of the battery 12 takes place gradually. This period of time must of course be dimensioned in such a way that there is no significant disturbance of the speech transmission, while a sudden increase in current in the subscriber's listener is avoided. The be written grid voltage shift can of course also in the demodulation stage, such as. B. 15, are made.
The described gradual opening of the receiving channel by the received carrier stream could also be carried out in the low-frequency channel. Appropriately, the arrangement is also made in such a way that a rectifier is branched off from one stage, via which tion with the involvement of a certain delay, z. B. by means of a suitable electro-magnetic relay, a grid voltage shift of one or more low frequency levels takes place at the same time.
Of course, the blocking of the receiving channel can also be canceled in another suitable manner, e.g. B. an analog control as described above for the grid voltage can be carried out with regard to the use of the anode voltage. Advantageously, use can also be made of circuits with teaching lattice tubes in which, for example, the voltage at the space charging or protective lattices is changed in the manner described above.