CH191571A - Verfahren zur Herstellung eines Leimpulvers, insbesondere für Fournierungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Leimpulvers, insbesondere für Fournierungen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Leimpulvers, insbesondere für Fournierungen. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung eines Leimpulvers, insbesondere für Fournierungen. Für die Ausführung derartiger Arbeiten muss vom Leim eine besonders .gute Bindefähigkeit und eine verhältnismässig geringe Sprödigkeit ge fordert werden. Weiter ist es wünschenswert, dass der Leim nicht durch die Poren des, Holzes durchschlägt und rasch trocknet und nach .der in Heisspressen erfolgenden Four- nierung die fournierten Gegenstände bei et waiger rascher Abkühlung nicht reissen.
Die Erfindung zeigt einen Weg zur Her- stellung eines Leimpulvers, das einen Leim liefert, der die vorstehend aufgezählten Be dingungen in besonders hohem Grade er füllt, der also sich insbesondere durch hohe Trockengeschwindigkeit, gute Bindekraft und sehr geringe Sprödigkeit auszeichnet.
Das neue Verfahren zur Herstellung eines Leimpulvers:, insbesondere für Fournie- rungen, ist dadurch gekennzeichnet, dass tie rischer Leim in feine Verteilung übergeführt und mit geringen Mengen von Alkaliealzen der Naphtalinsulfosäure, sowie feinzerteilten, wasserunlöslichen Stoffen mit Adsorptions- fähigkeit für die genannten Salze innig ver mengt wird.
Die zu benutzenden feinverteilten Stoffe mit Ad3orptionsfähigkeit für die Alkalisalze der Naphtalinsulfosäure können ,solche an organischer oder .organischer Herkunft sein. Bedingung ist allgemein nur, dass ,sie Ad- sorptionsfähigkeit für die genannten Salze besitzen und nicht in Wasser löslich sind.
Unter den zur Verfügung stehenden tie rischen Leimen; zur Durchführung des neuen Verfahrens ist an erster Stelle Hautleim zu nennen, der die besten Ergebnisse liefert.
Das in .der beschriebenen Weise bereitete pulverige bis feinkörnige Gemisch ist, mit Ausnahme der zugesetzten nicht in Wasser löslichen Stoffe mit Ad,sorptions.fähigkeit für die genannten alte, leicht in der Hitze in Wasser löslich. Es bildet nach der Auf lösung eine ziemlich beständige Suspension und ist unmittelbar für die Herstellung von Fournieren geeignet.
Die Verwendung von Salzen organischer Sulfosäuren zur Behandlung von tierischem Leim ist an sich bekannt; man benutzte der artige Salzzusätze, um einen kalt löslichen bezw. flüssigen Leim herzustellen, der eine verhäHnismässig geringe Trockengeschwin digkeit aufwies und dementsprechend auch für Fournierungen kaum geeignet ist.
Um bei dem bekannten Leim eine raschere Trok- kenfähigkeit zu erhalten, war ein Zusatz von Formalin oder dergl. erforderlich, der zur Erzielung der erstrebten Wirkungen erst während der Verwendung des Leimes zuge geben werden durfte, womit also die Hand habung für den Tischler sehr erschwert war. Ausserdem ist der so hergestellte Leim ziem lich spröde und wäre sorgfältige langsame Kühlung der durch Heisspressung gefertigten Fourniere erforderlich.
Umso überraschender ist es, dass es durch Arbeiten gemäss den oben gegebenen Vor- echriften gelingt, gerade bei Verwendung von Alkalisalzen der Naphtalinsulfosäure einen Leim mit hoher Trockengeschwindig keit herzustellen, was offensichtlich auf die gleichzeitige Gegenwart der feinzerteilten anorganischen oder organischen .Stoffe mit saugenden Eigenschaften bezw. Adsorptions- fähigkeit zurückgeführt werden muss.
Die -Wirkung der Alkalis.alze der Naphtalin- sulfosäure beim Leimpulver gemäss der Er findung ist zunächst die, @dass die Löslichkeit des tierischen Leimes selbst verbessert wird, dann jedoch werden diese Salze von den gleichzeitig vorhandenen anorganischen oder organischen Stoffen adsorbiert,
so dass sie die Wirkung der Trocknungsverzögerung nicht mehr ausüben können und gleichzeitig wir ken -die feinzerteilten saugfähigen Stoffe im Sinne einer Begünstigung der Trocknung.
Durch den Zusatz solcher feinzerteilter anorganischer oder organischer Stoffe, z. B. Dolomit, Kreide, Gips bezw. Gipsstein, An hydrit, Holzmehl, Korkmehl, Papierfasern und dergl. einzeln oder .gemischt, wird aber gleichzeitig noch der Vorteil erzielt, .dass dem Leim ohne Beeinträchtigung seiner Binde kraft ein Teil der Sprödigkeit genommen wird und dass ein Durchschlagen durch die Poren dünner und dünnster Fourniere ver hindert oder zum mindesten vermindert wird.
Eine weitere Verbesserung des Leimpul vers kann dadurch herbeigeführt werden, dass dem Gemenge, vorzugsweise während der Mischoperation, geringe Mengen Harnstoff zugefügt werden, die die Auflösung des Lei- mes bezw. in dieser Richtung wirkende Ei genschaften der naphtalinsulfosauren Alkali salze unterstützen.
Es hat sich überraschen- derweise gezeigt, dass sich auch hier die trocknungsverzögernde Wirkung des Harn stoffes nicht geltend macht, was gleichfalls auf die oben erwähnten Ursachen zurückge führt werden muss.
<I>Ausführungsbeispiel:</I> GO kg Hautleimpulver werden in eine Mischtrommel eingefüllt, es werden dann 3 kg a-naphtalinsulfosaures Natrium und 37 kg eines Gemisches Mineralpulver-Holz- mehl zugesetzt. Man bearbeitet das Gemenge etwa eine :Stunde in der Mischtrommel und erhält ein pulveriges Gut, dass ein inniges Gemisch ,der genannten Komponenten dar stellt.
Ist Harnstoffzusatz erwünscht, eo gibt man, bezogen auf die oben genannte Menge, ausserdem noch etwa 5 kg Harnstoff in die Mischtrommel vor oder während des Betrie bes dieser.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Leim pulvers, insbesondere für Fournierungen, da durch gekennzeichnet, dass tierischer Leim in feine Verteilung übergeführt und mit ge ringen Mengen von Alkalisalzen der Naph- talinsulfosäure, sowie feinzerteilten, wasser- unlöelichen Stoffen mit Adsorptionsfähigkeit für die genannten .Salze innig vermengt wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als tierischer Leim Hautleim benutzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Leim neben Al kalisalzen der Naphtalinsulfosäure fein- zerteilte anorganische, wasserunlösliche Stoffe mit Adsorptionefähigkeit für die genannten Salze eingemischt werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Leim neben Alkalisalzen der Naphtalinsulfosäure feinzerteilte organische, wasserunlösliche Stoffe mit Adsorptionsfähigkeit für die genannten Salze eingemischt werden. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem aus Leim, Al- kalisalzen der Naphtalinsulfosäure und feinzerteilten wasserunlöslichen Stoffen mit Adsorptionsfähigkeit für die genann- ten Salze bereiteten Gemisch ausserdem noch geringe Mengen Harnstoff zugefügt werden. 5.Verfahren nach Patentanspruch und En teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufügung des Harnstoffes wäh rend des Vermischens der drei andern Komponenten erfolgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass feinverteilter Haut leim mit geringen Mengen naphtalinsulfo- sauren Alkalis und einem Gemisch 1Vline- ralpulver-Holzmehl versetzt wird und da nach diese Masse in einer Mischtrommel homogenisiert wird.
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