CH191709A - Gebirgskarren. - Google Patents
Gebirgskarren.Info
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Description
Gebirgskarren. Gegenstand der Erfindung ist ein Karren für den Transport in gebirgigen Gegenden, und die Erfindung besteht darin, dass der selbe an beiden Enden mit Befestigungsmit teln für die Deichsel versehen ist und zwei Ladekasten besitzt, die zwischen sich einen Kanal freilassen, in dem -die Wagenachse samt der Bremswelle elastisch gelagert ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand in einem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 zur Hälfte in Seitenansicht, zur Hälfte im Längsschnitt dargestellt.
In Fig. 2 ist der Gebirgskarren in Stirnansicht teil weise geschnitten veranschaulicht. Die Fig. 3 und 4 zeigen ein zur Verbindung zweier oder mehrerer Karren dienendes Kupplungsstück im Längsschnitt und in Stirnansicht. Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Ausführungsform der Radscheibe,
welche in Ansicht und in einem nach der Linie VI-VI der Fig. 5 ge- führten :Schnitt dargestellt ist. In den Fig. 7 Und 8 ist die Verbindung ,
der Bremswelle mit dem Bremsquirl in Ansicht und Querschnitt veranschaulicht und die Fig. 9 zeigt den Bremshandhebel mit -dem Klinkengesperre zur Betätigung und Feststellung der Brems backen zur elastischen Einspannung der Rad achse im Wagenrahmen. In Fig. 1ss sind die Bestandteile schaubildlich,dargestellt.
Im aus Profileisen bestehenden Wagen rahmen 1, der den Aufbau 3 aus Stahlrohren trägt, sind,die beiden Ladekasten 2 aus per- foriertem Stahlblech eingesetzt.
Zur Errei chung einer günstigen möglichst tiefen Schwerpunktslage ist der Wagenrahmen 1 in der Mitte zur Lagerung .der Radachse 9 und Bremswelle .2.5 durch- gekröpft. Nach unten zu ist der, von den beiden Ladekasten 2 frei gelassene Kanal 39 mit einem perforierten Bodenblech 4 abgeschlossen, so,
dass eine voll- ständig glatte Bodenfläche entsteht. Hier durch kann der Karren über Hindernisse, die zwischen den Rädern höher hinausreichen, leicht hinweggleiten. An den beiden Stirn- wänden des Karrens befinden sich rohrför mige Kupplungsstutzen 5 zum Anstecken der Deichsel 3'2, sowie Augen 6 für die Ein- hänb*-ung des in den Fig. 3 und 4 dargestell ten Kupplungsstückes 34.
Ausserdem ist an einer Stirnseite des Karrens das Führungs rohr 7 (Fig. 2) für die Lagerung der schwenkbaren Karrenstütze 29 vorgesehen. In den Winkelrahmen 1 kann zur Erzielung einer ebenen Ladefläche auch ein leichter Holzboden eingelegt werden.
Die Achse be steht nach Fig. 1 und 2 aus dem. Achsrohr 8, den beiden Achsstummeln 9, auf welche die Bremsscheiben 10 aufgeschweisst sind, sowie den an den Enden .des Achsrohres 8 aufgeschweissten innern Schalen 11 (Fig. 10) für die Achslagerung.
Zur Lagerung des Achsrohres 8 tragen die abgekröpften Teile des Wagenrahmens 1 nach den Fig. 1 und 10 einander zugekehrte, mit den kurzen Schenkeln durch Schrauben befestigte Stützwinkel 44, an denen .die Ge genschalen;
13 mit den an das Achsrohr 8 an geschweissten Schalen 11 unter Zwischen schaltung von Gummiklötzen 12, die in die Schalen 11 und 1,3 eingreifen, angeschraubt sind. Die Stützwinkel 44 sind unten durch Abstandhalter 14 miteinander (Fig. 1) ver bunden.
Dadurch wird eine gute allseits elastische Einspannung der Radachse erzielt, wobei die Gummiklötze 12 im wesentlichen nur auf Schub beansprucht sind. Die Lage rung der Räder auf den Achsstummeln 9 er folgt in üblicher Weisse in Lagerschalen 2,2 (Fig. 2),
die mittels Fettpresse von aussen durch einen in die Bremstrommel einge schraubten Nippel geschmiert werden. Die Abdichtung nach innen geschieht durch einen Filzring <B>2,3;</B> nach aussen ist die Nabe 18 durch eine Deckkappe 24 abgeschlossen.
Die Räder bestehen, wie die Fig. 5 und 6 zeigen, aus ,der aus Stahlblech gepressten Radscheibe 15, der Felge 16 und dem aus Fig. 2 ersichtlichen Vollgummireifen 17.
Die Räder werden auf der mit .der Bremstrommel ein .Stück bildenden Nabe 18 mittels Schrau ben und einem Flanschring 20 befestigt. Hier bei greifen die in den Speichen: der Rad scheibe 15 eingepressten radialen Verstei fungsrippen 40 in gegengeformte Flächen. an der Nabe 18 und dem Flanschring 20 ein.
Die die Bremstrommeln nach innen abschlie ssenden Bremsscheiben 10 tragen Bolzen 41 zum Aufhängen der an den. Bremsbelag 21 der Bremstrommel 18 anpressbaren halbkreis- förmigen Bremsbacken 27 (Fig. 9), sowie ein Auge 42 (Fig. 2) zum Lagern der rohrför- migen Bremswelle 25.
An einer der beiden Bremsscheiben 1-0 ist auch das Zahnsegment 43 (Fig. 2, und 9) für die Feststellung des Bremshebels 28 befestigt. Jedes Ende der aus einem Stahlrohr bestehenden Bremswelle 25 ist, wie Fig. 7 zeigt, geschlitzt und um fasst den Zapfen<B>216'</B> eines, Bremsquirls 26,
der nach seiner Einstellung -durch eine die Bremswelle 25- umspannende Klemmuffe 46 an der Bremswelle 25 feststellbar ist und nachgestellt werden kann. Die eine der bei den die Bremswelle 25 umfassenden Huffen 46 ist als Nabe eines seitlich am Karren an geordneten Bremshandhebels 28 ausgebildet, bei dessen Verschwenkung die beiden Quirle 26 der Bremswelle 2:
5 verdreht und dadurch die halbkreisförmigen Bremsbacken. 27 in üblicher Weise auseinander gespreizt und gegen den Bremsbelag 21 gedrückt werden. Der Bremshandhebel 28 ist, wie Fig. 9 zeigt, mit einer Klinkensperre 45 versehen, deren Klinke in ein an der Bremsscheibe 10 befe stigtes Zahnsegment 43 reingreift und da durch den Handhebel in der eingestellten Stellung sichert.
Die Karrenstütze 29 ist an einer Stirn wand des Karrens schwenkbar .gelagert. In der Ruhestellung wird sie durch eine dreh bar angeordnete Feder 30 gehalten. In der Stützstellung ist sie in einem Führungsrohr 7 gegen seitliches Kippen fixiert und ausser dem durch eine Feder 31 gegen Herausfallen gesichert.
Die Befestigung :der Hand- oder Zugtiergabeldeichsel kann wahlweise an einer der Stirnseiten des Karrens in den Kupp- lungsstutzen 5 durch einen in ein Loch des Deichselrohres eingreifenden Vorstecker 33 erfolgen, der .durch eine Feder gegen Heraus fallen gesichert ist. Das in den Fig. 3 und 4 dargestellte Kupplungsstück 34 dient zur Verbindung zweier oder mehr Karren. zu einem Zuge.
Es ist in den hierzu an den Karrenstirnseiten vorgesehenen Augen 6 un terhalb der Kupplungsstutzen 5 mittels eines Kupplungsbolzens 35 eingehängt. Das Kupp lungsstück 3:4 gestattet ausser einer vertika len und horizontalen Beweglichkeit auch eine durch Anschläge 36 begrenzte Verdrehung um die Längsachse. Es wird hierdurch von den Verdrehungsbeanspruchungen beim Über fahren einseitiger Hindernisse entlastet. Die Zugübertragung erfolgt elastisch unter Zwi- schenschaltung eines Gummipuffers 37.
Die Kupplungsstücke können jedoch auch so aus gebildet sein, dass, sie ebenso wie die Deichsel in die Kupplungsstutzen 5 eingesteckt wer den können. Auch die Deichsel ist im Kupp lungsstutzen 5 des Karrens drehbar gelagert und .gestattet so eine seitliche, durch An schläge 38 für den die Deichsel durchsetzen den Vorstecker 33 begrenzte Schräglage des Karrens von + und -<B>28'</B> aus der Hori zontalen.
Hierdurch ist das Zugtier von den Verdrehungsbeanspruchungen, wie sie beim Fahren quer zum Hang oder bei Hindernis sen, über welche nur ein Rad geht, entlastet. Die Anschläge 38 zur Begrenzung der Ver drehungsbewegung sind derart angeordnet, dass der Karren nicht kippen kann. Dadurch, dass die Deichsel einerseits rasch vom Kar ren getrennt, anderseits auf beiden Karren seiten angesteckt werden kann, ist es mög lich, auch ganz enge Spitzkehren mit dem Karren zu passieren. ohne wie bisher das Zugtier ausschirren zu müssen.
Es wird in diesem Falle die Deichsel durch Heraus ziehen des Vorsteckers 33 vom Karren gelöst, das Zugtier samt der Deichsel um den Kar ren herumgeführt und an .der andern Karren seite wieder angekuppelt. Die Karren können zu einem Zug vereinigt werden und mittels geeigneter Verbindungsstücke auch an ein Motorfahrzeug angehängt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gebirgskarren, dadurch gekennzeichnet, dass .derselbe an beiden Enden mit Befesti gungsmitteln für de Deichsel versehen ist und zwei Ladekasten besitzt, die zwischen sich einen Kanal freilassen, in .dem die Wagenachse samt der Bremswelle elastisch gelagert ist.UNTERANSPR'trCHE 1. Gebirgskarren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Raum z wi schen den Ladekasten unten durch ein Blech geschlossen ist, das mit dem Lade kastenboden eine ebene Fläche bildet, so .dass der Karren über höhere Hindernisse hinweggleiten kann. 2.Gebirgskarren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Radachse (8, 9) zwischen auf Schub beanspruchten Gummiklötzen (12) gelagert ist. 3. Gebirgskarren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das auf der rohrförmigen Bremswelle (25) sitzende Auge des.Bremshebels (2,8) als nachstell- barer Klemmring ausgebildet ist, der den in dem geschlitzten Rohrwellenende sit zenden Bremsquirl (26) festklemmt.4. Gebirgskarren nach Patentanspruch, .da durch gekennzeichnet, dass an beiden Stirnwänden -des Wagenrahmens (1) Kupplungsstutzen (5) für eine Deichsel (3'2) angebracht und Kupplungsstücke (34) zum Verbinden mehrerer Karren zu einem Zug in Augen (6) des Wagenrah mens (1) eingehängt sind.5. Gebirgskarren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Deichsel (3:2) im Kupplungsstut- zen: <B>(</B>5) durch Anschläge (38) begrenzt drehbar gelagert ist, um bei Schräglage des Karrens das Zugtier nicht einseitig zu belasten. 6.Gebirgskarren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kupplungsstücke (34) eine durch Anschläge (36) begrenzte Drehungsmöglichkeit um die Längsachse und eine Beweglichkeit in waagrechter und senkrechter Richtung besitzen.7. Gebirgskarren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, .daB die aus Blech gepressten Radscheiben (15) radiale Ver- steifungsrippen (40) besitzen, die zwi schen den gegengeformten Flächen der mit .der Bremstrommel ein Stüok bildenden Radnabe (18) und eines Flanschringes (20) eingespannt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH191709A (de) |
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- 1936-07-11 CH CH191709D patent/CH191709A/de unknown
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