CH191858A - Abwasserreinigungsverfahren. - Google Patents

Abwasserreinigungsverfahren.

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CH191858A
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wastewater
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Description


  Abwasserreinigungsverfahren.    Das vorliegende Verfahren kennzeichnet  sich dadurch, dass das zufliessende Abwasser  zuerst in ein Adsorptionsbecken gelangt, sich  hier mit einer Adsorptionsmasse vermischt  und     darin    mit letzterer zusammen in einen  Filterbehälter mit durchlässigen Wänden  fliesst, durch welche es als gereinigtes Wasser  abläuft.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel einer zur Durchführung des Ver  fahrens geeigneten Einrichtung in Fig. 1 im  Schnitt und in der Fig. 2 in Ansicht dar  gestellt.  



  Das zufliessende Abwasser gelangt durch  das Zuleitungsrohr a (Fig. 1) in das kreis  runde Adsorptionsbecken b, in welchem sich  die für die Adsorption notwendige Adsorp  tionsmasse und eventuell ein Fällungsmittel  befindet. Als Adsorptionsmittel kann zum  Beispiel Torf, als Fällungsmittel Kalk dienen.  Durch die tangentiale Einführung des Rohres       a    wird eine kreisförmige Bewegung des Ab  wassers im Becken b hervorgerufen, wodurch  sich das Wasser mit dem Adsorptionsmittel    und dem Fällungsmittel, sofern ein solches  verwendet wird, innig vermischt. Die Grösse  des Beckens b ist so bemessen, dass eine  genügende Kontaktzeit vorhanden ist.  



  Ist das Becken b gefüllt und die Kon  taktzeit abgelaufen, so wird das Gemisch  über die Rinne c in- den Filterbehälter d  geleitet. Dadurch, dass die Einlaufrinne c  gerade in der Mitte des Behälters ausmündet,  wird der grösste Teil der Adsorptionsmasse  und etwaige feste Bestandteile des Abwassers  ringsherum gleichmässig gegen die Wände  gespült, an diesen ringsherum ein gleich  mässiges Filter aufbauend, durch welches das  Wasser seitlich ablaufen muss.  



  Der Behälter d besteht aus Wänden e  und einem Boden, die aus Drahtgeflecht oder  gelochten Blechen gebildet sind. Er ist auf  Erhöhungen f aufgestellt, welche Zwischen  räume     g    bilden, durch welche das Wasser  in die Rinnen h gelaugt, um schliesslich in  den Vorraum i des Sammelkanals k abzu  fliessen. Um etwa mitgerissene     Adsorptions-          masse    aufzufangen, muss das abfliessende      Wasser vor Einlauf in den Sammelkanal k  die Filter 1 passieren, die beispielsweise aus  Drahtgeflecht von 2 mm Maschenweite be  stehen können. Hier werden die Partikel zu  rückgehalten und bilden wiederum ein Filter.  Man kann als Filter l auch Rahmen mit  Filtertuch einspannen.  



  Der Betrieb der Einrichtung bei doppelter  Anordnung (Fig. 2) gestaltet sich wie folgt:  Zuerst wird das Abwasser in das Becken  b1 geleitet, bis dasselbe gefüllt ist. Dann lässt  man das Wasser in Becken     b2    laufen. Ist  in b1 die Kontaktzeit abgelaufen, so kann  das Wasser in den Filterbehälter     dl    ablau  fen. Inzwischen ist auch das Becken     b2    ge  füllt und ist hier die     Kontaktzeit    abgelaufen,  so gelangt auch dieses Gemisch durch eine  auf der Zeichnung nicht ersichtliche Um  leitung in den Filterbehälter     dl,    bis dieser  gefüllt ist.  



  Dann wird auf gleiche Weise der     Filter-          Behälter        d2    aufgefüllt. Inzwischen hat man  das Material im Behälter     d1    abtropfen las  sen, um bei der Lagerung möglichst wenig  Wasser in der Masse zu haben, entfernt dann  die feste Masse und lagert sie zum Zwecke  einer Gärung ein. Besteht die Adsorptions  masse aus geeigneten organischen Stoffen,  so verwendet man die Masse als Düngmittel  als Ersatz für Stallmist.  



  Durch die Einwirkung der Adsorptions  mittel ist von Anfang an der Betrieb ohne  jede Geruchsbelästigung oder Fliegenplage.  Ebenso verhält es sich mit der lagernden  Masse.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Abwasserreinigung mittels einer Adsorptionsmasse, dadurch gekenn- zeichnet, dass das zufliessende Abwasser zu erst in ein Adsorptionsbecken geleitet wird, hier mit einer Adsorptionsmasse vermischt wird und dann mit letzterer zusammen in ein Filterbecken mit durchlässigen Wänden fliesst, um durch letztere als gereinigtes Wasser abzufliessen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das in das Filter hecken einlaufende Gemisch genau in die Mitte dieses Beckens einfliessen lässt, wo durch die festen Bestandteile des Gemisches an den Seitenwänden des Filterbeckens rund um dieses herum eine gleichmässige Filterschicht aufbauen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Abwasser im Adsorptionsbecken Fällungsmittel zu setzt.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abwasser tangential in ein kreis rundes Adsorptionsbecken eingeleitet wird, in welchem durch die Drehbewegung des einfliessenden Wassers eine Vermischung mit der eingebrachten Adsorptionsmasse und dem Fällungsmittel stattfindet; und dass die Wände und der Boden des Filterbeckens aus Draht geflecht oder gelochten Blechen bestehen, so dass sowohl am Boden, als auch an den Seitenwänden des Filterbeckens gereinigtes Wasser ablaufen kann.
CH191858D 1936-07-04 1936-07-04 Abwasserreinigungsverfahren. CH191858A (de)

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