CH191972A - Verfahren und Einrichtung zum Prüfen der Kathodenwirksamkeit von Elektronenentladungsvorrichtungen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Prüfen der Kathodenwirksamkeit von Elektronenentladungsvorrichtungen.

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CH191972A
CH191972A CH191972DA CH191972A CH 191972 A CH191972 A CH 191972A CH 191972D A CH191972D A CH 191972DA CH 191972 A CH191972 A CH 191972A
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Bell Telephone Manufac Anonyme
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Bell Telephone Mfg
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      Verfahren    und Einrichtung zum Prüfen der     Kathodenwirksamkeit     von     Elektronenentladungsvorrichtungen.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zum Prüfen der Kathodenwirk  samkeit von     Elektronenentladungsvorrich-          tungen    und eine Einrichtung zur Ausübung  dieses     Verfahrens.     



  Bei dauernd im Betriebe     stehenden    und  verhältnismässig langen elektrischen     Fexn-          meldeanlagen    sind für .die Weitergabe der       Sprech-    oder Zeichenströme in der Anlage  Verstärker erforderlich, und in diesen Ver  stärkern werden als Verstärkungsmittel       Elektronenentladungsvorrichtungen    verwen  det.     Bei    .gewissen Anlagen werden solche       Elektronenentladungsvorrichtungen    auch als       Modulatoren,        Demodulatoren    und Schwin  gungserzeuger benützt.

   Die Wirksamkeit und  die Stabilität :der betreffenden Anlage hängt  in weitgehendem     iiasso    von den     Betriebscha-          ralzteristiken    -der     Elelitronenentladungsvor-          riehtungen    ab, und die.

   Elektronenaktivität  der Kathode oder die Fähigkeit der Kathode,    einen genügend grossen     E'lektronenfluss    in  dem zwischen der Kathode und andern bei  geordneten Elektroden,     beispielsweise        einer     Eingangselektrode oder     Gitter        und    einer  Ausgangselektrode oder Anode; liegenden  Entladungsraum auszustrahlen, liefert eine       Bestimmungskenugrösse.     



  In einer solchen Anlage, die während  24     Stunden:    des Tages andauernd im     Betriebe     steht, ist es     wichtig,        dass    in regelmässigen  Zeitabständen     mittelst    geeigneter Prüfstrom  kreise der Arbeitszustand der Entladungs  vorrichtungen geprüft wird, um festzustel  len, ob irgend eine der     Vorrichtungen    das  Sinken der Betriebsgüte. oder der Stabilität  der Anlage auf einen     kritischen    Betriebswert  bewirkt:

   Ferner sollte die Prüfung ohne Her  ausnehme der     Entladungsvorrichtungen    aus  den     Verstärkerstromkrelsen    und ohne Unter  brechung des über die Anlage verlaufenden  Verkehrs durchgeführt werden, können.     Dies         ist besonders bei     Mehrkanalträgeranlagen     wichtig, bei welchen die     Herausnahme    der  Entladungsvorrichtung eine Unterbrechung  einer Anzahl von     Verkehrswegen    bewirken  würde.  



  Die Erfindung     bezweckt:    unter anderem  die Ermöglichung einer beschleunigten       Durchführung    der Bestimmung des Aktivi  tätsgrades der Kathode in     Elektronenentla-          dungsvorrichtungen    von Fernmeldeanlagen,  wodurch das wahrscheinliche Versagen der  Vorrichtungen vorausgesagt und dadurch  eine     Unterbrechung    des Betriebes verhindert       werden    kann.  



       Weiter        bezweckt.sie    die Durchführung die  ser     Prüfung    ohne Notwendigkeit zur Heraus  nahme der     Entladungsvorrichtungen    aus den  Anlageeinrichtungen,     eo    dass eine wesentliche  Beeinträchtigung des Betriebes verhindert  wird.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass die Zeit gemessen  wird, die der Raumstrom bei einer gegebenen  Herabsetzung .des Heizstromes für die Ka  thode benötigt, um in einem gegebenen Masse  abzufallen.  



  Die erfindungsgemässe Einrichtung zur  Durchführung des Verfahrens ist dadurch  gekennzeichnet, dass sie ein     Anzeigemittel.     das in den     Raumentladungsweg    der Vorrich  tung geschaltet ist, ein     Zeitmessmittel    und  ferner ein Mittel besitzt, .durch das gleich  zeitig das     Zeitmessmittel    in Tätigkeit gesetzt  und der Heizstrom für die Kathode herab  gesetzt werden kann.  



  Dabei kann die     Einrichtung    so ausge  führt     Gein,    dass in den     Kathodenstromkreis     einer     Entladungsvorrichtung    ein Anzeige  messinstrumentrelais eingeschaltet ist, wel  ches .den     normalen    Spannungsabfall regi  striert, der     proportional    dem in Kathoden  stromkreis fliessenden Raumstrom ist. Durch  einen Schaltmechanismus kann entweder der       Erregungsstromkreis    der Kathode unter  brochen werden oder es kann lediglich der  Heizstrom auf einen niedrigen Wert herab  gesetzt     werden,        tun.    dadurch eine für die    Prüfung genügende Abkühlung der Kathode  zu erzielen.

   Sobald der Kathodenheizstrom       herabgesetzt    wird, wird ein     Zeitmesselement     in Tätigkeit     gesetzt,    welches     die    Zeit misst,  die der Raumstrom erfordert um im Katho  denstromkreis infolge der Abkühlung der  Kathode abzufallen.

   Wenn die Kathode ge  nügend abgekühlt ist, um das Abfallen des  Raumstromes auf einen bestimmten Wert zu  bewirken, beispielsweise auf 10 bis<B>50%</B> des  normalen     Betriebswertes,    so bewirkt     das    ge  nannte     ',%essinstrumentrelais        automatisch    die  Wiederherstellung des     Kathodenerregungs-          stromkreises    und die Stillsetzung des     Zeit-          messelementes.    Je aktiver die Kathode ist,  umso weiter kann ihre Temperatur fallen,  bevor der Raumstrom auf den zum voraus  bestimmten Wert fällt und umso länger fällt  auch die dazu erforderliche Zeit aus.

   Die  verlaufene Zeit ist daher ein Mass für die  Aktivität der Entladungsvorrichtung und  falls die Zeit geringer ist als ein gewählter  kritischer     Wert,    so zeigt dies,     dass    die Vor  richtung genügend     inaktiv    ist, um ersetzt zu  werden.  



  Eine gleiche Prüfung kann für zwei oder  mehr in einem einzigen     Verstärkerstromkreis     vorhandene Entladungsvorrichtungen durch  geführt werden, falls deren Kathodenstrom  kreise in Reihe geschaltet     sind.    Bei einer  derartigen     Ausführungsform    wird für den  Kathodenstromkreis der unter der     Prüfung     stehenden     Entladungsvorrichtung    ein Wider  stand substituiert, um eine     Beeinflussung     der andern im gleichen     Erregungsstromkreis     liegenden Vorrichtungen zu verhindern,

    deren Emission geringer sein kann als     die-          jenigeder    unter Prüfung stehenden     Vorrich-          tung    und .daher so tief fallen     könnte,    dass  beim Öffnen .des Erregungsstromkreises wäh  rend der     Prüfperiode    der Betrieb der Anlage  unterbrochen würde.  



       Gemäss    einer andern     Ausführungsform     können die Prüfungen bei einer Anlage, in  welcher die     Kathodenstromkreise    zweier oder  mehrerer Entladungsvorrichtungen in Reihe       geschaltet    sind, durch     Vergleichen    dieser       Vorrichtungen        vorgenommen    werden, und      zwar indem man feststellt, in welcher Vor  richtung der Raumstrom am schnellsten auf  einen gegebenen Wert sinkt.

   Bei dieser Aus  führungsform wird durch eine einzige Schalt  einrichtung in jeden Kathodenstromkreis ein       Anzeigeinstrumentrelais    eingeschaltet, um  das     Zeitmesselement        und,die        Erregungsstrom-          kreise    für die Röhren zu     steuern.    Das Mass  der Abkühlung der Kathoden wird durch die  Relais     registriert,    und das der Kathode mit  der geringeren Aktivität beigeordnete Relais  schliesst seine     Kontakte        sobald    der Raum  strom um einen bestimmten Betrag fällt.

    worauf der Erregungsstromkreis wieder her  gestellt und das     Zeitmesselement    stillgesetzt  wird, so     dass    :die für den     Raumstromabfall    in  der am wenigsten     aktiven    Röhre abgelaufene  Zeit angezeigt wird. Ausserdem kann jedem  Relais eine Signalvorrichtung beigegeben  werden, die beim Schliessen der Relaiskon  takte betätigt wird und anzeigt, welche der  Röhren nicht mehr gut ist und ersetzt wer  den muss, da ihre Elektronenemission unter  einem festgelegten Normalwert liegt.  



  Weiter kann die Einrichtung zum Prü  fen von zwei und mehr Röhren, deren Ka  thoden in Reihe geschaltet sind, so ausgebil  det sein,     dass    das     Zeitmesselement    eine feste  Zeitkonstante     besitzt,    und     dass    die jedem Re  lais beigegebene Signalvorrichtung eine     gas-          gefüllte    Röhre ist, welche aufleuchtet und  damit die fehlerhafte Vorrichtung anzeigt,  sobald das Relais vor dem Ablauf des für  das     Zeitmesselement    festgelegten Zeitab  schnittes arbeitet.  



  Die Erfindung ist nachstehend anhand  einiger beispielsweisen Ausführungsformen,  die in den beiliegenden Zeichnungen darge  stellt sind, näher     erläutert.     



  In den Zeichnungen zeigt:       Fig.    1 in vereinfachter Darstellung das  Schaltbild der einfachsten     Ausführungsform     der zur Ausübung des erfindungsgemässen  Verfahrens -dienenden     Einrichtung    und zeigt  den Prüfstromkreis mit dem     Anzeigerelais,     der     Zeitmessvorrichtung        und    dem Schalt  mechanismus auf der rechten Seite der Figur    und der zu prüfenden     Entladungisvorrich-          tung    eines typischen     Verstärkerstromkreises,          Fig.    2 den gleichen     #Stromkreis,

      der je  doch zur Prüfung einer Gruppe von Entla  dungsstromkreisen deren     Erregungsstrom-          kreise    in Reihe geschaltet sind leicht     ab-          geändert        ist;

            F'ig.    3 eine     schematische    Darstellung einer       andern    Anordnung zur gleichzeitigen Prü  fung einer     Gruppe    von     Entladung3vorrich-          tungen    und zur Bestimmung der am wenig  sten aktiven     Vorrichtung,der        Gruppe,    und       Fig.    4 einen     etwas        abgeänderten        Strom-          kreis,,

  der    an Stelle des auf der rechten Seite  der Linie     X-X    der     Fig.    3     liegenden,Strom-          kreisteils        verwendet    werden kann und in wel  chen die defekte     Vorrichtung    der unter Prü  fung     stehenden        Anlage    durch aufleuchtende       Gasentladungsröhren    angezeigt     wird.     



  Die in der     Fig.    1 dargestellte Prüfein  richtung umfasst im     wesentlichen    ein An  zeige- oder     Registriermittel    10, beispiels  weise ein Zählrelais mit einem einstellbaren       Kontakt    11, einen     Schaltmechanismus    oder  Schlüssel 12, ein     Zeitmesselement    13, bei  spielsweise eine     elektrische    Uhr mit einer       zugeordneten        Erregungsquelle    14,     einen          Elektromagneten    oder Relais 15,

   das durch       Kontakte    des     Anzeigerelais    110     ,gesteuert     wird, und zwei     Verbindungsistöpsel    16 und  17.     Die    zu prüfende     Elektronenentladungs-          vorrichtung    gehört     einem    typischen     Verstär-          kerstromkreis    an, welcher einen Eingangs  transformator 18 besitzt;

   von welchem die  eine Seite der     Sekundärwicklung    mit     einer     Steuerelektrode     bezw.    einem Gitter 19 der  Entladungsröhre verbunden ist, während die  andere Seite der     Sekundärwicklung    an Erde  gelegt ist. Der Kathode 20 ist -ein     Heizele-          ment    21 beigeordnet, welches durch eine Bat  terie oder eine     sonstige    zweckmässige Energie  quelle 22     erregt    wird.

   Auf der andern Seite  der Entladungsvorrichtung liegt ein     Aus-          gangstransformator    23, bei welchem die     eine     Seite der     Primärwicklung    mit einer Aus  gangselektrode     bezw.    einer Anode 24 ver  bunden ist, während das andere Ende der       Primärwicklung    mit der     positiven    Seite einer      Batterie 25 verbunden ist, deren negative       Seite    geerdet     ist.    Die Anode liegt zwischen  zwei Schirmelektroden 26,

   die an einer einen  niedrigeren     Spannungswert    als die Anode 24  aufweisenden     Zwischenstelle    .der Batterie 25  angeschlossen sind. Die Elektroden der     Ent-          ladungsvorrichtung    sind in einem luftleeren  Kolben 27 eingeschlossen und sind in bezug  aufeinander so     distanziert,    dass die Kathode,  wenn sie unter den normalen Betriebsbedin  gungen eine gewisse.

   Temperatur erreicht in  dem zwischen den Elektroden liegenden Ent  ladungsraum einen genügend starken     Elek-          tronenfluss    emittiert, wobei der Elektronen  fluss nach der Anode 24 verläuft und durch  die     Steuerelektrode    19     gesteuert    wird.

   An die  Kathode 20 ist ein bei 29 geerdeter Wider  stand 28     angeschlossen,    der .sowohl im Ka  thodengitter, wie auch im Kathodenanoden  stromkreis liegt, und dem ein solcher Wert  gegeben wird, dass der Spannungsabfall in  folge des in ihm fliessenden Raumstromes die       richtige    negative     Vorspannung    für das     Steuer-          gitter        19@        liefert,    Einer der Kontakte der  Klinke     30    ist mit der einen Seite des Wider  standes     28-    verbunden.

   Ferner ist eine weitere  Klinke 31 vorhanden, deren Hauptkontakte  mit den Leitern 32     und        33        verbunden    sind,  die den     iSpeisestromkreis    für das Heizelement  21     bilden.    Die     Klinke    31 besitzt innere ge  kreuzte Kontakte 34 über die der vorge  nannte     Speisestromkreis,    der die     Batterie    22  enthält, geschlossen ist. Diese Anordnung  zeigt eine typische     Verstärkerschaltung    für  Fernmeldeanlagen, bei denen die     Entladungs-          vorrichtung        dauernd    im Betriebe .steht.

   Die  einzige     zusätzliche    Ausrüstung zum     Verstär-          kerstromkreis    sind die Klinken 30 und. 31.  



  Das zur Durchführung der     Aktivitäts-          prüfung@    der     Entladungsvorrichtung    dienende  Verfahren verlangt zwei einfache     Betä.ti-          gungsmassnahmen,    nämlich das Einführen  der Stöpsel 16 und 17 in die entsprechenden       Klinken    30 und 31 und     das        nachherige    Nie  derdrücken des Schlüssels 12,

   worauf die       übrigen    Vorgänge .durch die im     Prüfstrom-          kreis    vorhandenen Einrichtungen     automatisch          durchgeführt        werden.       Nachstehend ist die Arbeitsweise dieser  Prüfeinrichtung ausführlich     beschrieben:

       Wenn der     sStöpsel    16 in     die    Klinke 30  eingeführt ist, so liegt das     14lessrelais    10 in       Nebenschluss    zum Widerstand     28'    und der  Zeiger 35 des Relais zeigt den Spannungs  abfall im Widerstand 28 an, welcher propor  tional zu dem in der Kathode     ?0    fliessenden  Raumstrom ist, so dass     das,        Messinstrument     den normalen Raumstrom der Entladungs  vorrichtung anzeigt.

   Das     Messrelais    10 ist  ein Mikroamperemeter, dessen eine Seite über  einen     hochohmigen    Widerstand     3,6    mit .der       Stöpselspitze    des Stöpsels 16- verbunden ist,  während ,die andere Seite des     MikroampAre-          meters    mit Erde verbunden ist, so dass das       lessins.trnment        ats    Voltmeter arbeitet. An  die Klemmen .des Instrumentes 10. ist ein ver  änderlicher Widerstand 37 angeschlossen,  mittelst welchem ein voller Ausschlag des  Zeigers 35 erhalten werden kann.

   Ein be  sonders für diesen Zweck     geeignetes        Mess-          relais    ist unter dem Namen     "Weston        Sensi-          trol        Relais    Modell 705" im Handel. erhältlich.  



  Dieses. Relais ist ein     MikroampAredreh-          spulinstrument    mit einer Skala von 10 Mir       kroa.mpere    und dient zur Strommessung. Der  einstellbare Kontakt 11 ist an seinem freien  Ende mit einem kleinen Dauermagneten ver  sehen, während der bewegliche Kontakt als  über eine     iSkala    sich bewegender Zeiger aus  gebildet ist, der einen Eisenreiter trägt.

   Das  Drehmoment der Drehspule des     Messrelais     bewegt den Reiter in     das    Magnetfeld des  einstellbaren Kontaktes, und     dieser        zieht     den Reiter kräftig an, so     dass    ein einwand  freier Kontakt gewährleistet und ein Prellen       verhindert    wird; ausserdem können auf diese  Weise die Kontakte so ausgebildet werden,  dass sie eine erhebliche Strombelastung mit  Sicherheit zu tragen vermögen.

   Der einstell  bare, mit dem Dauermagneten     versehene          Kontakt    kann     mittelst    einer durch die Front  scheibe des runden Relaisgehäuses hindurch  führenden einen Knopf tragenden Achse  nach irgend einem Punkt der Skala bewegt  werden.

   Nachdem der Raumstrom durch das       Messrelais.    10 angezeigt worden ist, und der           Widerstand    37 so eingestellt worden ist, dass  ein voller Ausschlag des Zeigers 3,5 (in der       Fig.    1 nach     unten)    erzielt     wird,    wird die  Klinke 31 mit dem     iStöpsel    17 gestöpselt  und der Schlüssel 12 niedergedrückt, um  den die Batterie 22     einschliessenden        Er-          regun:

  gsstromkrels    des     Heizelementes    21 der       Entladungsvorrichtung    am Kontakt 38 des  Schlüssels 1'2 zu     unterbrechen.    Gleichzeitig  mit der Öffnung des.     Kontaktes        .38    wird der  Kontakt 39 geschlossen, wodurch das Zeit  element 13, welches eine elektrische Uhr ist,  die ,durch die     Wechselstromquelle    14 betätigt  wird, in     Betrieb    gesetzt, wird.

   Wenn der       Kontakt    38 des Schlüssels 12 den Heizstrom  kreis unterbricht, so setzt die Abkühlung der  Kathode 20     ein,    da das     Heizelement    21     keine     Wärme mehr ausstrahlt. Dies, bewirkt eine  Abnahme des Raumstromes in der Kathode  infolge der Abnahme ,der Elektronenemission  und folglich     wird    die     gleiche    Wirkung auch  im Widerstand 2:8 hervorgebracht. Die Ab  nahme des Stromes im Widerstand 28 be  wirkt     notwendigerweise,        dass    der Zeiger 35  des     Messrelans    10 für den Spannungsabfall  im Widerstand 28 einen abnehmenden Wert  anzeigt.

   Der     Eisenreiter    des Zeigers 35     trifft     dann auf den Kontakt 11, welcher beispiels  weise auf eine 20 % unter dem normalen       Wert    des     Raumstromes    liegenden Wert ein  gestellt     ist,    so dass die Entladungsvorrich  tung während der Prüfung nicht vollstän  dig     inaktiv    ist und daher die durch sie hin  durch geleiteten Zeichen- und Sprechströme  weiterhin verstärkt.  



  Wenn der fallende Raumstrom bewirkt,       da.ss    der Reiter auf den Kontakt 11 zu lie  gen kommt, wird ein Stromkreis für das  Relais 15 geschlossen, der von der Batterie  40 über die Kontakte des Relais 10 nach der  Erde beim Relais 10 verläuft. Das Relais 15  schliesst am Kontakt 41 beim Anziehen den  Erregungsstromkreis für das Heizelement 21  um die Entladungsvorrichtung wieder auf  den normalen     Betriebszustand    umzuschalten.  Gleichzeitig öffnet das Relais 15 am Kon  takt 42 den Stromkreis des,     Zeitelementes    13  und schliesst am     Kontakt    43 einen eigenen    Haltestromkreis, der über -den     $ontakt    44  des     Schlüssels    12 nach Erde verläuft.

   Der  Haltestromkreis des Relais 15 ist vorgesehen,  um die     Aberregung    des     Relais    15 beim Öff  nen des.     Kontaktes    des     Messrelais    10 zu ver  hindern. Anstatt wie beschrieben, den Strom  kreis des     Heizelementes    21 vollständig zu  öffnen, mag es vorteilhaft sein, lediglich den       Heizstrom    um 25 bis     50/'o        herabzusetzen,     statt auf Null.

   Zu     diesem    Zweck kann der       Widerstand    45 in Brücke zu den nach der  Spitze und der Hülse des     .Stöpsels    17 füh  renden     Leitern    geschaltet     werden,    wodurch  die     erwünschte    Herabsetzung des Heizstro  mes erzielt wird.

   Wie vorangehend beschrie  ben! worden ist,     bewirkt    die Erregung des  Relais 15 die     Unterbrechung    des Zeitelement  stromkreises und die auf der Uhr 13 regi  strierte Zeit     ist    ein Mass für die Aktivität  der Kathode 20 der     Entladungsvorrichtung.     Wenn die verflossene Zeit kleiner isst als ein  gewählter     kritischer        Wert,        .so    zeigt dies, an,       d.ass    die Aktivität der Röhre genügend klein  geworden     ist,    um ein Ersetzen der Röhre zu  rechtfertigen.

   Der Prüfstromkreis wird .durch       Freigabe    des     Schlüssels    12 und durch Her  ausziehen der Stöpsel 16 und 17 aus den  Klinken 30 und .31 in die Ruhestellung zu  rückgeführt.  



  Die     Fig.    2 zeigt eine     Einrichtung    zum  Prüfen der einzelnen     Entladungsvorrichtun-          gen    einer Gruppe von solchen Vorrichtun  gen. In dieser Figur sind die Entladungs  vorrichtungen, zur Vereinfachung ohne ihre       zugeordneten        Verstärkenstromkreise    darge  stellt. Es sind lediglich zwei Entladungs  röhren gezeigt,     ,doch    kann natürlich diese  Einrichtung auch zum Prüfen einer grösseren  Anzahl von Entladungsröhren benützt wer  den, vorausgesetzt,     dass    deren     Heizelemente     in den gleichen     Erregungsstromkreis    einge  schaltet sind.

   Die beiden dargestellten     Ent-          ladungsvorrichtungen    46 und 47, können  zwei getrennten Verstärkern oder zwei     Stu-          fen    eines mehrstufigen Verstärkers, oder  einer     Gegentaktschaltungsstufe    angehören,       wobei    .die     Heizelemente    48 und 49 im folgen  den     .Stromkreis    in Reihe geschaltet     ,sind:

           Erde 50, Batterie 51,     heiter    5,2, Heizelement  48, Leiter 53, oberer     Kontakt    und Feder der  Klinke 54, Leiter 55, Heizelement 49 der  Röhre 47, oberer Kontakt und Feder der  Klinke     @56,    Erde. Wie die Zeichnung zeigt,  sind die     Hülsen    der beiden Klinken 54 und  56 an den Erregungsstromkreis der     Heizele-          mente    der Röhren so angeschlossen,     dass    sie  mit dem dreiteiligen Stöpsel 57 zusammen  wirken, der den     'Stöpsel    17 der Einrichtung  der     Fig.    1 ersetzt.

   Wenn die Heizelemente  zweier oder mehrerer Röhren in Reihe ge  schaltet sind, so     ist    ersichtlich, dass bei der       Durchführung    der Prüfung an einer Entla  dungsvorrichtung gleichzeitig der Heizstrom  für die andere Entladungsvorrichtung her  abgesetzt wird,     und,    falls diese andere Vor  richtung weniger aktiv als die unter Prüfung  stehende     ist,    so kann der Raumstrom soweit  abnehmen, dass der Verstärker aussetzt.

   Um  diese Schwierigkeit zu beseitigen, ist ein Wi  derstand 58 an den     Hülsenkontakt    des Stöp  sels 5 7 angeschlossen, so dass wenn der Stöp  sel 5 7 in die     Klinke    54 eingeführt wird, der  Widerstand 5,8 während der Öffnungsperiode  im     Erregungsstromkreis    an     ,Stelle    des     Heiz-          elementes    48 der Entladungsvorrichtung     -16     tritt und dadurch .den Heizstrom im     Heiz-          element    49 .der     Entladungsvorrichtung    47,  welches im gleichen Erregungsstromkreis  liegt,

   annähernd auf dem     normalen    Betriebs  wert hält. Sobald der     Stöpsel    57 in die  Klinke (54 eingeführt und der Schlüssel 12  niedergedrückt wird, wird der Erregungs  stromkreis     des        Heizelementes    48, der über  die     Kontakte    des     iStöpsel:s    57, den     obern     Ruhekontakt des Relais 15 und den obern  Kontakt 38 des     :Schlüssels    12     führte,    unter  brochen.

   Der     Widerstand    38 wird an Stelle  des Heizelementes 48 in den Erregungsstrom  kreis der     Entladungsvorrichtung    47 einge  schaltet, so dass das     Heizelement    49 dem glei  chen Strom ausgesetzt wird, wie wenn es  sich in Reihe mit dem Heizelement 48 be  finden     würde.        Dieser    Stromkreis verläuft     wie     folgt:

   Erde 50,     Batterie    51, Hülse der Klinke  54, Hülsenkontakt des     Stöpsels    57, Wider  stand 58, Ruhekontakt 59 und Feder des-    Schlüssels 12 in seiner     betätigten    Stellung,       Ruhekontakt    und obere Feder des Relais 15,       :;pitzenkontakt    des Stöpsels<B>57,</B> obere Haupt  feder,der Klinke 54,     Leiter    55, Heizelement       -1-9    und oberer Kontakt und Feder der  Klinke     ä6    nach Erde.  



  Der übrige Teil des Stromkreises ist im  wesentlichen gleich wie derjenige ,der     Fig.    1  und die Vorgänge im     Pridstromkreis    sind  ebenfalls gleich wie diejenigen, die anhand  der     Einrichtung    der     Fig.    1 beschrieben wor  den sind, in welcher der     Stöpsel    16 in die  Klinke 30 eingeführt wurde, um den im Wi  derstand     2'8    fliessenden Raumstrom zu erhal  ten, der durch das     Messrelais    10 gemessen  wird, und der Stöpsel 57 wird in die Klinke  54     eingeführt,    um die Unterbrechung des  Erregungsstromkreises des Heizelementes 48  durch die Betätigung des     :

  Schlüssels    1? vor  zubereiten. Das Abfallen des     Raumstromes     in der Entladungsvorrichtung 46, welcher  durch das Relais 10 gemessen wird, bewirkt  dass der- Zeiger 35 den Kontakt 11 berührt  und :das Relais 15 erregt, um den Erregungs  stromkreis des Heizelementes 48 der Entla  dungsvorrichtung 46     wiederherzustellen    und  die     Zeitmessvorrichtung    13 abzuschalten, die  die während dem     R.aumstromabfall    ver  laufene Zeit anzeigt, welche ein Mass für die  Aktivität der unter Prüfung stehenden Vor  richtung ist. Die gleichen Vorgänge werden  für die Vorrichtung 47 durchgeführt, sobald  der Stöpsel 16 in die Klinke -30' und der  Stöpsel 57 in die Klinke 56 eingeführt wird.

    Die Kathode der Vorrichtung 47 ist über  einen Widerstand 28' mit der Erde 29' ver  bunden, so dass wenn der Stöpsel 16 in die  Klinke 30' eingeführt wird, eine Verbindung  erhalten wird, durch die das Relais     1(1    in       Brücke    zum Widerstand 28' gelegt wird und  nun den Raumstrom, der in der Kathode  fliesst, misst. Es ist ersichtlich, dass während  dieser Prüfung die     Vorrichtung    46 durch die  Unterbrechung des Erregungsstromkreises  des     Heizelementes    der Entladungsvorrich  tung 47 nicht beeinflusst wird, da für diese  Vorrichtung ein geschlossener Stromkreis      vorhanden ist, so     dass    sie ihre normale Funk  tion ausüben kann.  



  Eine andere Einrichtung zum Prüfen von       riiehrröhrigen    Verstärkern zeigt die     Fig.    3,  in welcher eine Vorrichtung mit der andern  verglichen wird. Die     Vorrichtung    mit der  geringeren Aktivität steuert     dac,:    Arbeiten  des     Prüfstromkreises.    Die abgelaufene Zeit  der Röhre mit der geringeren Aktivität kann  dann mit einem festgelegten kritischen Wert  verglichen werden, um festzustellen, ob die  Röhre im Verstärker ersetzt werden muss.

   In  der gezeigten Schaltung sind die     Heiz-          elemente    48 und 49 der Entladungsvorrich  tungen 46 und 47 .des mehrstufigen Verstär  kers in einem     Reihenerregungsstremkreis          eingeschaltet,    der folgenden Verlauf hat:

    Erde 50, Batterie 51 obere     Hauptfeder    und  Ruhekontakt der Klinke 60, Erde.     Ilm    die  erfindungsgemässe Prüfung vornehmen zu  können, .sind .getrennte Klinken 30 und 30'  in Brücke zu den Kathodenwiderständen 28  und 2,8' geschaltet und die beiden     Messrelais     10 und 10' sind an die Stöpsel 16 und 16'  geschlossen und dienen zum Messen der in  <B>i</B> in  den Kathoden der Vorrichtungen 46 und 47  fliessenden normalen Raumströme.

   Nach dem  Einführen der Stöpsel 16 und 16' in die     ent-          .prechen:den    Klinken 30 und 30' bewirkt der  in den Kathoden der Vorrichtungen 46 und  4 7     fliessende    Raumstrom einen Ausschlag der  Zeiger 3,5 und 35' der     Messrelais    10 und 10'.  Hierauf werden die     Nebenechlusswiderstände     7 und<B>37'</B> eingestellt, um dadurch einen  Ausschlag der Zeiger 3,5 und 35' zu     bewir-          ken,,der    sich über .die ganze Skala erstreckt.  Hierauf wird der Stöpsel 17 in die Klinke  60 eingeführt.

   Durch das     Niederdrücken    des  Schlüssels 12 wird     .der        Reihenerregungsstrom-          kreis    der Heizelemente 48 und 49 unter  brochen, oder es wird eine bestimmte Herab  setzung der Heizwirkung des Erregungs  widerstandes durch den Überbrückungs  widerstand 45 bewirkt.

   Gleichzeitig wird das  elektrische     Zeitelement    13 über die     untere     Feder und den Ruhekontakt 39 -des Schlüs  sels 12     eingeschaltet.    Der     Stromkreis    des  Zeitelementes ist bei dieser Anordnung leicht         abgeändert,    und zwar durch     Einschluss    der  Relais 61 und 62 und der Signalvorrichtun  gen 63 und 64.

   Der     Stramkreis    des     Zeit-          elementes    verläuft     wie    folgt: Quelle 14,  Ruhekontakt 39 und untere Feder des  Schlüssels 12, Ruhekontakt ,65 und obere  Feder des Relais 61,     Ruhekontakt        66a    und       obere    Feder des Relais 62, Zeitelement 13,  Quelle 1,3.  



  Mit der Einführung der     .Stöpsel    in die  entsprechenden Klinken und der Betätigung  des Schlüssels 12 .sei angenommen, dass die       Entladungsvorrichtung    46 eine geringere  Aktivität aufweise als .die Kathode der Ent  ladungsvorrichtung 47. Unter diesen Um  ständen fällt, sowie die Abkühlung der Ka  thoden eintritt, der Raumstrom ,der     Entla-          dungsvorrichtung    46 rascher als der     Raum-          stromder    Entladungsvorrichtung 47 und der  Zeiger 35 erreicht den Kontakt 11 früher als  der Zeiger 3.5' seinen Kontakt 11'.

   Durch den       niedergedrückten    Schlüssel 12 ist auch die       Zeitmessvorrichtung    in Betrieb     gesetzt    wor  den, und wenn der Zeiger 3,5 den Kontakt Il  des     Messrelais    10 erreicht, wird das Relais 15  erregt und stellt den Erregungsstromkreis  über die linke Feder und     den    Kontakt wieder  her und schliesst einen     Haltestromkreis    für  das Relais 15 über die innere rechte Feder  und den Kontakt des Relais 15, Ruhekontakt  44 des Schlüssels 12, Erde.

       Dass    Relais 15 er  regt über die äussere rechte Feder und den  Kontakt 6,6 und den die Batterie 67     ein-          schliessenden    geschlossenen     Stromkreis    das  Relais 62. Das Relais 62 unterbricht beim  Anziehenden     Zeitstromkreis    am Kontakt     66a     und setzt die elektrische Uhr 13 still. Ferner  schliesst es einen Stromkreis über die untere  Feder und den Kontakt 68 einen Stromkreis  für die Erregung der Signalvorrichtung 64  nach der     Batterie    69.

   Die Signalvorrichtung  kann eine Glühlampe, ein Wecker oder eine  sonstige     ,Signalvorrichtung    sein, und dient  zum Anzeigen der Entladungsvorrichtung  mit der niedrigeren     Induktivität.    Die auf der       Zeitvorrichtung    angegebene Zeit     bestimmt,    ob  die Entladungsvorrichtung für den weiteren  Gebrauch noch genügt oder infolge eines Ak-           tivitätsverlustes,    der das sichere Arbeiten  der Anlage in Frage zu     stellen    vermag, er  setzt werden muss.  



  Wird angenommen, dass statt der Vor  richtung 46 nunmehr die Vorrichtung 47 die  geringere Aktivität besitze, dann steuert das       Messrelais    10' den Prüfvorgang, indem der  Zeiger 35' einen     .Stromkreis    über den ein  stellbaren     Kontakt    11' schliesst und das Re  lals 15' durch die Batterie 40' betätigt.

   Das  Relais 15' schliesst dann seinen linken Kon  takt und     stellt    den Erregungsstromkreis für  die Heizelemente der beiden Röhren wieder  her, schliesst ferner einen Haltestromkreis  über den Kontakt 44     des    !Schlüssels 1-2 und  den     innern    rechten     Kontakt    des Relais 15'  und     erregt        ferner    das Relais 61 am rechten  äussern Kontakt, worauf der Stromkreis des       Zeitmessers    13 am     Kontakt    65 des Relais 61  unterbrochen wird, während die     Signalvor-          richtung        ss3    betätigt wird und anzeigt,

   dass  die Vorrichtung 47 die geringere Aktivität       besitzt    als die Vorrichtung 46.     Wiederum     gibt .die abgelaufene Zeit an, ob die     Röhre     im Verstärker ersetzt werden muss.  



  Obschon als Zeitvorrichtung im voran  gehenden eine elektrische Uhr benützt wird,  so ist die Erfindung jedoch     keineswegs    dar  auf beschränkt. Die     Fig.    4 zeigt eine andere  Anordnung, in welcher ein Zeitstromkreis  und zwei gasgefüllte Röhren als Signal  elemente des Prüfstromkreises verwendet  werden. Der Stromkreis der     Fig.    4 kann in  der Schaltung der     Fig.    3 an Stelle des auf  der rechten .Seite der vertikalen Linie     X-X     liegenden Teils gesetzt werden.

   In     dieser     Anordnung wird ein     Kondensatorwider-          stands-Entladungsstromkreis    als Zeitelement  verwendet, der normalerweise an die positive  Seite einer 130 Voltbatterie 71 angelegt ist.  Um die Zeitkonstante des Zeitstromkreises  70 für ungefähr 10 Sekunden zu erhalten,  welche     als    Mass für die Zeit gelten soll, wäh  rend welcher eine Kathode mit genügender  Emission abgekühlt werden kann,     wenn    der  Erregungsstromkreis unterbrochen wird,

   ver  wendet man einen Kondensator 72 von  10     MF    und einen Widerstand 73 von    1     Megohm.    An     Stelle    des Zeitstromkreises  mit dem Zeitelement 13 und des Anschlusses  der Quelle 14 über die untere Feder und den  Kontakt des     Schlüssels    12, wird, wie die       Fig.    4 zeigt, ein Relais 74 verwendet. Die  Relais 75 und 76 ersetzen die Relais 61 und  62 des     Stromkreises    der     Fig.    3 und diese  Relais     steuern    die     Gasentladungsröhren    77  und 78.  



  Die den !Stromkreis der     Fig.        .1    anwen  dende Einrichtung arbeitet wie folgt: Es .sei       wie    früher angenommen, dass die Stöpsel 16,  16' und 17 in die entsprechenden Klinken  eingeführt seien, so dass die     Messrelais    10 und  10' den in den Entladungsröhren 46 und 47  des     Verstärkerstromkreises    fliessenden nor  malen     Raumstrom    anzeigen. Wenn der  Schlüssel 12     betätigt    wird, so werden der  untere     Kontakt    39 und die Feder geschlossen  und dadurch     das    Relais 74 durch die Bat  terie 79 erregt.

   Dadurch wird die Batterie 71  vom Zeitstromkreis 70 nach den Anoden der  Röhren 77 und 78 umgelegt. Durch die Ab  schaltung der     Batterie    71 vom     Zeitstromkreis     70 infolge     Offnens    des     Kontaktes-    des Relais  74 beginnt der aufgeladene Kondensator 72  mit der Entladung über den Widerstand 73  in solchem Masse, dass die noch verbleibende  Spannung an den     Kondensatorklemmen    im  Zeitraum von 10     .Sekunden    noch ungefähr  den Wert von 50 Volt besitzt.

   Die Kathoden  der     Röhren:    77 und 78 werden durch ihre  Heizelemente erregt, doch erhalten sie in  folge der nach einer Zwischenstelle des Wi  derstandes 80 führenden Verbindung, wel  cher über einen Kontakt des Relais 74 in       Nebenschluss    zur     Batterie    71     geschaltet    ist,  eine     positive    !Spannung von     annähernd     50 Volt gegenüber der Erde 81. Da die Git  ter     normalerweise    über die     Kontakte    der Re  lais 75 und 76 ein Erdpotential erhalten  und gegenüber den Kathoden um viele Volt  negativer sind, fliesst in diesen Röhren kein  Strom.

   Wenn     eines    der     Relais    75 oder 76  durch das Relais! 15' oder 15 zum Arbeiten  gebracht wird, sobald der Kontakt des     Mess-          rel.ais:    10' oder 10 geschlossen ist, so wird in       diesem    Augenblick das Gitter der Röhre 77      oder 78 von Erde nach dem Potential des       Kondensators    7 2 umgeschaltet. Das Gitter  der betreffenden Röhre ist nun gegenüber  der zugeordneten Kathode positiv und es  tritt augenblicklich eine Zündung in dieser  Röhre ein, .die damit anzeigt, welche Entla  dungsvorrichtung des Verstärkers ersetzt  werden muss.

   Um ein vorzeitiges Arbeiten  der Anzeigeröhren zu verhindern, wenn die  Relaisfedern der Relais 75 oder 76 in der  Mitte ihres Umschlagweges liegen, werden  den Kondensatoren 82 und 83 an die Gitter  stromkreise der     entsprechenden    Röhren, die  eine kleine Kapazität von zirka 0,001 Mikro  farad besitzen, so dass der     Kondensator    72  des     Zeitstromkreises    nicht wesentlich ent  laden wird.

   Es     ist    ersichtlich, dass wenn eines  der Relais 75 oder 76 anzieht, bevor der     Kon-          deneator    72 auf das     Potentialentladen    ist,  das wesentlich unter demjenigen der Katho  den der Anzeigeröhren 77 und 78 liegt, eine  der Anzeigeröhren unverzüglich zündet und  damit die     Entladungsvorrichtung    mit der  geringeren Aktivität anzeigt. Wenn jedoch  das Relais erst später anzieht, so. hat sieh der       Kondensator    72 soweit entladen, dass die Git  ter der Anzeigeröhren 77 und 78 genügend       negativ    werden, um das Zünden der Röhren  zu verhindern.

   Das Zünden einer der Röhren  77 oder 78 zeigt daher sichtbar an, dass die  entsprechende Entladungsvorrichtung inaktiv  ist und ersetzt werden muss. Am Ende der       Prüfung    wird durch Loslassen     JesSchlüssels     12 die     Anodenstromzufuhr    nach     den.    An  zeigeröhren 77 und 78 durch die     Aberregung     des Relais 74     abgeschaltet,    worauf     -der    Zeit  stromkreis für die     nächste        Prüfung    geladen  wird.

   Die Wahl der     Zeitkonstanten    des  Zeitstromkreises 70 und die Potentialdiffe  renz gegen Erde, die den     Anzeigeröhrenka-          thoden    durch den Widerstand 80 geliefert  wird,     bestimmt,den    kritischen     Zeitwert,    wel  cher dann anzeigt, dass eine Entladungsvor  richtung genügend inaktiv     isst,    um ihre Er  setzung zu rechtfertigen. Es ist ersichtlich,       dass    der Prüfstromkreis in bezug auf die  Lage des Zündpunktes in den     Anzeigeröhren     nicht empfindlich ist. Eine     Änderung    von    1 Volt in der Zündspannung der Röhren 77  und 78 ändert die Zeit um nur 0,2 Sekunden.  



  Mit den beschriebenen Einrichtungen lässt  sich eine genaue und rasche Prüfung der Ak  tivität von Entladungsvorrichtungen durch  führen, ohne     dass    diese aus dem Betriebe ge  nommen werden müssen und ohne     dass    der  Betrieb der Anlage unterbrochen werden  muss. Die Erfindung kann zum     Prüfen    ver  schiedener Arten von Entladungsröhren mit  verschiedenen normalen     Raumstromwerten     angewendet werden. Ausserdem geben die  mit einer erfindungsgemässen Einrichtung  vorgenommenen Prüfungen mit genügender  Unterschiedlichkeit an, in welchem Falle eine  Röhre zu ersetzen ist oder nicht.

   Die Zeit, die  der Raumstrom benötigt, um beispielsweise  auf den halben Wert zu fallen, zeigt für eine  gute und eine schlechte Röhre ungefähr das  Verhältnis von 2 : 1.  



  Die Erfindung eignet sich besonders zum  Prüfen von dauernd im Betriebe stehenden       Entladungsvorrichtungen    von Fernmeldean  lagen, ist aber keineswegs darauf beschränkt.  Sie kann ebenso vorteilhaft bei Anlagen an  gewendet werden, bei denen -die Entla  dungsvorrichtungen nicht notwendigerweise  dauernd im     Betriebe    stehen, beispielsweise in  durch" Sprechfrequenz betätigten Verstärkern  oder in     Trägerwellenanlagen.    Auch ist sie  nicht auf .das Gebiet der Verstärker be  schränkt,     sondern    kann ohne weiteres auch  auf Radiosender- und     empfänger    angewendet  werden,

   wenn es sich um die Aufrechterhal  tung einer     guten        Betriebsweise    handelt. In  den in den     Fig.    2 und 3 gezeigten Beispielen  liegen die Heizelemente in Reihe, die Erfin  dung ist aber auch nicht auf diese Schaltung       beschränkt,    sondern kann auch auf Schaltun  gen angewendet werden, in :

  denen die     Heiz-          elemente    einer Mehrzahl von     Elektronen-          entladungsvorrichtungen    parallel geschaltet       sind    oder     bei    denen die Heizelemente einiger  Möhren parallel und in Serie mit den     Heiz-          elementen    anderer Röhren     ges.ehaltet    sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Prüfen der Kathoden wirksamkeit von Entladungsvorriehtun- gen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeit gemessen wird, die der Raumstrom bei einer gegebenen Herabsetzung des Heizstromes für die Kathode benötigt, um in einem gegebenen Masse abzufallen.
    II. Einrichtung zur Ausübung des. Verfah- rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass sie ein Anzeigemittel, das in den Raumentladungsw eg der Vor richtung geschaltet ist, ein Zeitmessmit- tel und ferner ein Mittel besitzt, durch das gleichzeitig das Zeitmessmittel in Tätigkeit gesetzt und der Heizstrom für die Kathode herabgesetzt werden kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Wider stand im Kathodenstromkreis der Ent- ladungsvorrächtung an eine Klinke an geschlossen ist, und dass das genannte Anzeigemittel an einen Stöpsel ange- schlos sen ist, der in die genannte Klinke eingeführt wird. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie einen Schlüssel besitzt, dessen Kontakte in der Arbeitsstellung gleichzeitig den Heiz strom für .die Kathode herabsetzen und die genannte Zeitmessvorrichtung in Tätigkeit setzen. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass ein Relais mit dem genannten Anzeigemittel verbunden ist, und die Kontakte dieses Relais in der betätigten Stellung die genannte Zeitmessvorrichtung stilisetzen und den normalen Betriebswert des Kathodenstro- mes wieder herstellen. .1. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet,
    dass Kontakte in den Heizstromkreisen und Kontakte in den Anoden-Kathodenstromkreisen einer Mehrzahl von Entladungsvorrichtungen an Klinken angeschlossen sind, die den Entladungsvorrichtungen einzeln zuge ordnet sind, und dass das genannte An- zeigemittel, die Zeitmessvorrichtung und ,die Mittel zum Steuern der Zeitmessvor- richtung und des Heizstromes an Stöpsel angeschlossen sind, die in die einzelnen Klinken eingeführt werden können. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II zum Prüfen irgend einer. Gruppe von Entladungsvorrichtungen, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kathodenheiz- stromkreis der Gruppe an eine .allen Ent- ladungsvorrichtungen gemeinsam ange hörende Klinke angeschlossen ist, und dass die mit einer Zeitmessvorrichtung zusammenwirkenden Anoden-Kathoden- stromkreiee der einzelnen Entladungs vorrichtungen je an ein zugehöriges An zeigemittel, das an einen ;
    Stöpsel zum Einführen in eine entsprechende Klinke angeschlossen ist und dass Mittel vorge sehen sind, die zum Steuern des Heiz- stromkreism und der Zeitmessvorrichtung dienen und an einen zum Einführen in die gemeinsame Klinke bestimmten Stöp sel angeschlossen sind.
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