CH192009A - Verfahren zur Herstellung von aus übereinandergeschichteten und miteinander verleimten Holzlamellen bestehenden Holzblöcken, insbesondere zur Anfertigung hölzerner Luftschrauben. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von aus übereinandergeschichteten und miteinander verleimten Holzlamellen bestehenden Holzblöcken, insbesondere zur Anfertigung hölzerner Luftschrauben.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von aus übereinandergeschichteten und miteinander verleimten Holzlamellen bestehenden Holzblöcken, insbesondere zur Anfertigung hölzerner Luftschrauben. L m bei hölzernen Luftschrauben einerseits die Fliehkräfte klein zu halten und anderseits eine feste Verbindung zwischen der Luft schraube und der Metallnabe zu ermöglichen, hat man bereits vorgeschlagen, die Schrau benblätter aus einem spezifisch leichteren und weicheren Holz und den Mittelteil zweiflüge liger Luftschrauben oder den Schaft von ein- oder verstellbaren Einzelflügeln aus einem spezifisch schwereren und demgemäss här teren Holz herzustellen.
Dieser Vorschlag wird zum Beispiel bei aus verhältnismässig dicken übereinanderge- leimten Holzlamellen bestehenden Luft schrauben dadurch verwirklicht, dass man im Mittelteil oder Schaft Hartholzlamellen ver wendet, die mit den das Schraubenblatt bil denden Leichtholzlamellen durch Überlap- pung mit schrägem oder stumpfem Stoss ver bunden werden.
Die Herstellung derartiger Luftschrauben ist umständlich und teuer, weil erst die einzelnen Hart- und Weichholz lamellen für sich hergerichtet und zu beson- deren Lamellen verleimt werden müssen, die dann ihrerseits aufeinandergeschichtet und zusammengeleimt werden. Dabei hat die Überlappungsverbindung noch den Nachteil, dass sie aus Festigkeitsgründen lang sein muss, was zu einer unerwünschten Steigerung des Gewichtes der Luftschraube führt.
Die Erfindung (Erfinder ist Hans Orth, Berlin-Bankow, Paracelsusstrasse 19) betrifft ein Verfahren zur Herstellung von aus über einandergeschichteten und miteinander ver leimten Holzlamellen bestehenden Holz blöcken, die an einer Stelle von grösserer Festigkeit und Dichte sein sollen, insbeson dere zur Anfertigung von hölzernen Luft schrauben mit einem mit der Wellennabe zu verbindenden Teil von grösserer Festigkeit und Dichte.
Sie kennzeichnet sich dadurch, dass man an der Stelle, die von grösserer Festigkeit und Dichte sein soll, zwischen durchlaufenden, sehr dünnen Lamellen zu sätzliche, ebenfalls sehr dünne Lamellen von der Grösse dieser Stelle schichtet und unter Verwendung von Kunstharz als Klebmittel das Verbinden aller Lamellen unter hohem Pressdruck und bei hoher Temperatur in der Weiee vornimmt, dassi die die Zusatzlamellen enthaltende Stelle einem wesentlich höheren Pressdruck unterworfen und dadurch stärker verdichtet wird als der übrige Teil resp. die übrigen Teile der Holzblöcke,
wobei die Zu satzlamellen in einer einen allmählichen Übergang von der stark verdichteten Stelle zu der weniger stark verdichteten Stelle oder den weniger stark verdichteten Stellen be wirkenden Weise gestaltet und angeordnet werden.
Das Verfahren gemäss der Erfindung. ist einfach auszuführen und ergibt Luftschrau ben, die preiswert, leicht, haltbar und be triebssicher sind.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise und schematisch die Schichtung der Holzlamellen bei einem zu einer@Holzluftschraube zu ver arbeitenden, nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Holzblock.
Fig. 1 veranschaulicht einen Schnitt nach der Linie I-1 der Fig. 2, welche eine Drauf sicht darstellt.
1, 2 und 3 sind von der Mitte der Luft schraube bis zu den Flügelspitzen durchlau fende, sehr dünne, beispielsweise 0,4 bis 0,6 mm starke Holzlamellen. Zwischen sie sind im Mittelteil der Luftschraube ebenfalls sehr dünne Holzlamellen 4, 5, 6 zu dem Zweck geschichtet, an dieser den Flügelschaft oder die Schraubennabe bildenden Stelle eine höhere Festigkeit zu erzielen. Um einen ste tigen Übergang zwischen der einfachen und verstärkten Schichtung zu schaffen, nehmen die eingebetteten Enden der Zusatzlamellen von den Kanten nach der Längsmitte zu all mählich, zum Beispiel parabelförmig, an Breite ab und gleichzeitig an Länge zu. Ausserdem laufen sie zugeschärft aus.
Die einzelnen Lamellen werden mit Kunstharz als Klebmittel versehen.
Ein derartig hergerichteter Block wird entsprechend der Bindefähigkeit des gewähl ten Klebmittels bei gewöhnlicher oder hoher Temperatur in der Weise stark gepresst, dass die die Zusatzlamellen 4, 5, 6 aufweisende Stelle einen höheren Druck erfährt. Hierbei findet im ganzen Block die Verleimung statt und es wird die Stelle mit den Zusatzlamel len stärker verdichtet, deren Holz somit auch ein grösseres spezifisches Gewicht annimmt. Das Ausmass der zusätzlichen Schichtung und der Pressung richtet sich nach dem Grade der gewünschten Festigkeitssteige rung.
Im allgemeinen geht man bei der Ver- leimung und Verdichtung in der Weise vor, dass man den Holzblock zwischen zwei zuein ander parallelen und relativ zueinander be wegbaren, ebenen Platten 7, 8 zu einem Kör per gleicher Dicke presst. Hierbei wirkt sich der Pressdruck an der Stelle stärkerer Schich tung stärker aus.
Sieht man im Sinne der Erfindung im Innern eines Holzblockes eine Stelle höherer Festigkeit vor, zum Beispiel in Form eines Ellipsoides, dann müssen die Zusatzlamellen zwecks Erzielung eines allseitigen und all mählichen Überganges in ihrer gesamten Flächenausdehnung stetig zu- bezw. abneh- men. und auf dem gesamten Randumfang ,ge schärft auslaufen. Eine derartige Stelle kann auch bis zur Oberfläche des Holzblockes rei chen. Laufen die Lamellen 1, 2, 3 von Flügelspitze zu Flügelspitze durch, dann bil det die die Zusatzlamellen 4, 5, 6 enthaltende Stelle die Flügelnabe mit der Achse 9-9.
Die Erfindung ermöglicht auch die Schaf fung eines Leichtholzpropellers, indem man für die durchlaufenden Lamellen 1, 2, 3 Leichtholz wie Linde, Erle und für die Zu satzlamellen 4, 5, 6 zwecks Bildung einer besonders festen Nabe oder Flügelwurzel Hartholz, wie Buche, Esche, Eiche verwen det.
Der fertig geleimte Holzblock bildet für sich oder zusammen mit andern in gleicher Weise hergestellten und auf kaltem Wege miteinander verleimten * Holzblöcken den L uftschraubenkörper, dem man durch Nach bearbeitung das richtige Profil gibt.
Die Faserrichtung der Haupt- und Zu satzlamellen kann dieselbe sein oder einen beliebigen Winkel einschliessen. Im allgemei nen wählt man den Winkel zwischen der Faserrichtung von Haupt- und Zusatzlamel len derart, dass Scher- und Zugfestigkeit. der Propellerflügel einander angeglichen sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von aus über einandergeschichteten und mit einander ver leimten Holzlamellen bestehenden Holzblök- ken, die an einer Stelle von grösserer Festigkeit und Dichte sein sollen, insbesondere zur An fertigung hölzerner Luftschrauben mit einem mit der Wellennabe zu verbindenden Teil von grösserer Festigkeit und Dichte, dadurch ge kennzeichnet, dass man an der Stelle, die von grösserer Festigkeit und Dichte sein soll, zwi schen durchlaufenden sehr dünnen Lamellen zusätzliche, ebenfalls sehr dünne Lamellen von der Grösse dieser Stelle schichtet und unter Verwendung von Kunstharz als Klebe mittel das Verbinden aller Lamellen unter hohem Pressdruck und bei hoher Temperatur in der Weise vornimmt,dass die die Zusatz lamellen enthaltende Stelle einem wesentlich höheren Pressdruck unterworfen und dadurch stärker verdichtet wird als der übrige Teil resp. die übrigen Teile der Holzblöcke, wo bei die Zusatzlamellen in einer einen allmäh lichen Übergang von der stark verdichteten Stelle zu der weniger stark verdichteten Stelle oder den weniger stark verdichteten Stellen bewirkenden Weise gestaltet und an geordnet werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlamellen in verschiedener Länge verwendet werden.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1., dadurch gekennzeich net, dass die Zusatzlamellen in Richtung nach den Enden mit abnehmender Breite hergestellt werden. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Enden der Zusatzlamel len zugeschärft werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch gekennzeichnet, dass man für die durchlaufenden Lamellen Weichholz und für die Zusatzlamellen Hartholz verwen det.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzblock bei der Verleimung zwischen zwei zueinander parallelen, rela tiv zueinander bewegbaren ebenen Platten zu einem Körper gleicher Dicke gepresst wird. PATENTANSPRUCH II:Aus übereinander geschichteten und mit einander verleimten Lamellen bestehender Holzblock, der an einer Stelle von grösserer Festigkeit ist, insbesondere zur Anfertigung hölzerner Luftschrauben mit einem mit der Wellennabe zu verbindenden Teil grösserer Festigkeit und Dichte, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er aus sehr dünnen, durchlaufenden Lamellen mit an der Stelle grösserer Festigkeit besonders zwischenge schichteten sehr dünnen Zusatzlamellen von der Grösse dieser Stelle besteht, die durch unterschiedliche Gestaltung einen allmäh lichen Übergang vom Teil grösserer Festig keit zu den übrigen Teilen des Holzblockes bilden, und dass die durch Kunstharz mitein ander verleimten Lamellen dort,wo Ersatz lamellen zwischengeschichtet sind, stärker verdichtet sind als anderwärts. UNTERANSPRÜCHE: 6. Holzblock nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Zusatz lamellen in verschiedener Entfernung von den Enden des Holzblockes enden. 7. Holzblock nach Patentanspruch II und und Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Enden der Zusatzlamel len sich verjüngen. B. Holzblock nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass die Enden der Zusatz lamellen zugeschärft sind.
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