DE717794C - Verfahren zur Herstellung konischer Rohrholme fuer Flugzeuge - Google Patents
Verfahren zur Herstellung konischer Rohrholme fuer FlugzeugeInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung konischer Rohrholme für Flugzeuge Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von konischen Rohrholmen für Flugzeuge. Holzrohre aus zusammengesetzten Leisten, Holzstreifen, Furnieren, gerolltem Sperrholz o. dgl. sind bereits bekannt. Es ist auch bekannt, Flugzeugholme aus Holzleisten herzustellen, deren Faserung in der Richtung der Holmlängsachse verläuft. Die verhältnismäßig dicken Holzstreifen werden bei diesem Verfahren vor dem Zusammensetzen einzeln auf einer besonderen Biegevorrichtung in ihrer Längsrichtung und quer zu dieser entsprechend der gewünschten Holmform gebogen und dann unter Verleimung an den seitlichen Stoßstellen aneinandergeschlossen, worauf über die Enden Kappen geschoben werden, die durch eine Zugstange verbunden sind. Es ist ferner bekannt, Rohrholme aus Sperrholzplatten herzustellen, die aus in der Faserrichtung längs der Achse verlaufenden Furnieren bestehen, die an den quer verlaufenden, durch Schäftung abgeschrägten Stoßfugen verleimt sind. Weiter sind auch Holzrühre für den Flugzeugbau bekannt, bei welchen Holzstreifen, in mehreren Lagen rechts-und linksläufig in der Längsrichtung des Rohres verlaufend, übereinander angeordnet sind und durch ein Bindemittel zusammengehalten werden.
- Diese Holzrohre konnten sich aber nicht bewähren, weil sie gegen die Beanspruchung, insbesondere auf Drehung, nicht genügend Widerstand leisten, in den verleimten Fugen aufreißen und bersten.
- Um diesen Übelstand zu vermeiden und einen gegen die auftretenden Beanspruchungen äußerst widerstandsfähigen Rohrholm zu erhalten, ist gemäß der Erfindung ein Verfahren vorgesehen, bei welchem unter an sich bekannter Verwendung einer oder mehrerer Lagen stumpf zusammengesetzter Holzstreifen, deren Faserung in Richtung der Holmlängsachse verläuft, die vorerst ebenen dünnen Holzstreifen unter Abbieguhg in die Krümmung des Holmquerschnittes auf einen mit Textilstoff, z. B. Leinwand, überzogenen Holmkern unter Anpressung verleimt werden. Es ist dabei besonders vorteilhaft, wenn die Breite der Holzstreifen ein Zehntel des Rohrumfanges und die Dicke derselben ein Dreißigstel des größten Kerndurchmessers nicht überschreitet.
- In der Zeichnung ist ein konischer Rohrholm gemäß der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel in Fig. i in Ansicht, in Fig. 2 im Querschnitt vor Abbiegung der Holzstreifen in die Rundung des Holmquerschnittes dargestellt.
- Der Holzkern a ist mit einem Überzug b aus Textilstoff, z. B. aus Leinwand, versehen. Die Holzstreifen c werden nach Aufbringen eines Bindemittels auf den Stoffüberzug b gebracht und unter Abbiegung aus ihrer ebenen Form auf den Textilüberzug aufgepreßt. Die Aufpressung der dünnen Holzstreifen c auf den Kern a kann in mehreren Lagen erfolgen, die untereinander in an sich bekannter Weise verleimt sind. Hat der Holm hierdurch die gewünschte Wandstärke erhalten und ist die Verleimung getrocknet, so wird der fertige Holm vom Kern a abgezogen. .
- Um dem Bestreben der vorerst ebenen Holzstreifen c, in ihre ebene Form zurückzukehren und insbesondere in den oberen Lagen an den Stoßstellen aufzureißen, vorzubeugen,-kann eine Stoffumwicklung angewendet werden, welche ein Aufbrechen der Stoßfugen mit Sicherheit verhindert und gleichzeitig ein Bersten oder eine Splitterung des Holmes bei Überbeanspruchung, insbesondere bei Verdrehung, ausschließt. Um dem Austreten des Bindemittels zwischen die Fugen der Holzstreifen Gelegenheit zu geben und den Verleimungs- und Preßvorgang 'zu erleichtern, ist es vorteilhaft, daß die Breite der Holzstreifen nicht mehr als ein Zehntel des Rohrumfanges und ihre Dicke, insbesondere bei Verwendung von Fichte, Kiefer o. dgl., nicht mehr als ein Dreißigstel des größten Kerndurchmessers betragen. Hierdurch wird ein Reißen der trockenen Holzstreifen beim Biegen um den Holzkern vermieden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung konischer Rohrholme für Flugzeuge aus einer oder mehreren Lagen stumpf zusammenstoßender Holzstreifen, deren Faserung in der Richtung der Holmlängsachse verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die vorerst ebenen dünnen Holzstreifen (c), deren Breite vorzugsweise etwa ein Zehntel des Rohrumfanges und deren Dicke vorzugsweise nur etwa ein Dreißigstel des größten Rohrdurchmessers nicht überschreitet, auf einen mit Textilstoff (b) umkleideten Holzkern (a) unter Verwendung eines Bindemittels aufgepreßt werden.
- 2. Rohrholm, hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Textilstoff (b) aufgepreßten Holzstreifen (ci durch eine Umwicklung der Außenmanteliläche mit Textilstoff gegen ein Aufbrechen der Stoßfugen gesichert sind.
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| DE717794C true DE717794C (de) | 1942-02-23 |
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