CH192169A - Umdruckpapier für lithographische Zwecke. - Google Patents
Umdruckpapier für lithographische Zwecke.Info
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Description
Umdruckpapier für lithographische Zwecke. Gegenstand :der vorliegenden Erfindung ist ein sogenanntes Umdruckpapier, wie es vorzugsweise in,der lithographischen Repro- duktionstechnik Verwendung findet.
Das Wesen der Lithographie besteht be kanntlich darin, da.ss: das zu druckende Ori ginal mittels lithographischer Kreide auf einen Schieferstein gezeichnet wird. Der geeignet vorbereitete Schiefer nimmt beim späteren Einfärben nur an den gekreideten Stellen die Farbe an, so dass ein gefärbtes Bild entsteht, das auf Papier übertragen. werden kann. Dieser Vorgang lässt sich be liebig oft wiederholen.
Zur Beschleunigung der Arbeit verviel fältigt man auf dem Stein vorhandene Ori ginale. indem man mit Hilfedes soggenannten ITmdruekpapiers Abdrucke nimmt und .diese auf andere Stellen des .Steines oder auf son stige Steine oder Zinkplatten grösseren Aus masses nebeneinander anordnet und ,dann diese Vielzahl von Zeichnungen tragende Druckplatte zur Herstellung der Abzüge ver- wendet. Diese Vervielfältigung,der Original- zeichnung nennt man in der lithographischen Technik .einen "Umdruck".
Eine Grundbedingung beim Umdruckver fahren besteht darin, .dass das Original natur getreu und unverzerrt übertragen wird. Beispielsweise <I>wäre es</I> nicht möglich, einen Hehrfarbendruck mit Teilfarbendruckplat- ten herzustellen.,
wenn beim Umdruck etwa die Teilfarbenbilder verzerrt würden. Die Folge hiervon wäre das Auftreten von Farb- säumen oder andern Farbverfälschungen.
Die Ursache der Verzerrung .der übertra genen Zeichnung liegt darin, dass das Um- druckpapier beim Umdruckvorgang sich un ter Umständen deformiert. Diese Gefahr ist beim Umdruckpapierverfahren besonders gross, da das Umdruckpapier infolge seiner klebrigen Beschaffenheit an der Druckplatte, auf die es unter hohem Pressendruck auf gedruckt wird, mit grosser Zähigkeit fest haftet, so dass. das Abziehen volle Muskel kraft verlangt.
Es hat sich nun herausgestellt, dassi eine unzulässige Dehnung des Umdruckpapiers nur dann nicht eintritt, wenn es meiner be- stimmten Richtung vom Stein abgezogen wird. Diese vorteilhafte Abzugsrichtung kann z.
B. diejenige sein, in der es im Laufe der 13erstellungsverfahren bereits durch Zug beansprucht worden ist. Die Richtung des geringsten Dehnung fällt im allgemeinen mit der Längsrichtung der maschinell her- gestellten Papierbahn zusammen,
weil bei der Rohpapierherstellung die Fasern -des Pa- pierbreies .gerichtet werden.
Von ähnlichem Einfluss1 ist auch die Richtung, in der der Auftrag, der Umdruckschicht erfolgt. Meist fällt natürlich die Auftragsrichtung mit der Papierfaserrichtung zusammen. Es isst je doch, allerdings nur in ganz wenig bekann ten Ausnahmefällen, möglich, @dass bei be stimmten Rohpapiersorten eine andere als,
die Papierfaserrichtung als Abzugsrichtung be- vorzugt werden muss.
Da das Umdruckpapier fast ausschliess lich in Bogenform und nicht in Rollenform in den Handel kommt, ist es schon an und für sich schwer, auf den Bogen vor der Be arbeitung die günstigste Abzugsrichtung festzustellen. Nahezu ausgeschlossen ist aber diese Feststellung dann,
wenn das Unidruck- papier auf den (higinaIstein aufgelegt wor den ist. Daher kommt es häufig vor, dass trotz aller Aufmerksamkeit das Papier in der falschen Richtung abgezogen wird, so dass die übertragene Zeichnung sich verzerrt.
Der hierdurch entstehende Schaden ist sehr gross, weil ein einziges schlechtes Bild die ganze Druckplatte unbrauchbar macht, da der Feh ler auf allen, späteren Abdrucken .in Erschei nung tritt.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Gefahr der falschen Anwendung das Um- druekpapieres. Die Erfindung besteht darin, dass das die Umdruckschicht tragende Papier mit die Richtung seiner geringsten Dehn barkeit anzeigenden Zeichen versehen ist,
die auf beiden Seiten des Papiers sichtbar sind und die vorschriftsmässige Abzugsrichtung auch auf kleinen Abschnitten des Bogens er- kennbar machen. Diese Kennzeichnung kann von verschiedenster Art sein. Man wird sie natürlich so wählen,<B>da</B> sie -das Umdrucken nicht stört, also z.
B. von der Umdruck schicht selbst nicht abgenommen werden kann. Die Kennzeichnung kann in Form von einfachen Linien, Pfeilen oder dergleichen gestaltet sein. Sie muss aber .so häufig auf dem Papierbogen vorhanden sein, dass sie auch auf kleinen Abschnitten, wie sie der Druckfachmann bisweilen benötigt, erkenn bar ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Umdruckpapieres ge mäss der Erfindung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen -Schnitt durch das Um druckpapier gemäss der Erfindung quer zur Faserrichtung und Fig. \? ist eine Draufsicht desselben. Bei,dem gezeichneten Papier sind Linien als die Richtung der geringsten Dehnbarkeit anzeigende Zeichen angenommen.
Der Linia- turfarbauftrag ist auf derjenigen Seite des R,ohpapiexes a vorgenommen, die bei der Her stellung des Umdruckpapieres mit .der Um- dTuekschicht b bestrichen werden soll.
Man lagert also den Farbstoff für die Liniatur d zwischen das Rohpapier a und die Umdruck- schicht b ein. Dabei wird mit Vorteil ein Farbstoff verwendet, der in die Ro'hstoff- papierbahn a tief eindringt, so da, er auf der entgegengesetzten Seite des Rohpapiers a noch genügend erkennbar ist.
Da der Farb stoff c auch auf der bestrichenen Seite des Umdruckpapieres sichtbar sein soll, ist ein Farbstoff zu verwenden, der beim Abziehen des Dmuckes keine Störungen hervorruft und für die Umdruckschicht unschädlich ist, wie z.
B. 1Vlethylviolett. Wie oben bereits aus geführt, wird die Liniatur d bezw. der Farb- stoffauftrag in derjenigen Richtung ange bracht, .die für das jeweilige Rohpapier am vorteilhaftesten angesehen wird, meist also in Richtung der Papierfaser.
Die linienförmigen Farbstoffeinlagerun- gen sind in kurzen Abständen nebeneinander angeordnet und erstrecken sich über die ganze Papierbreite. Mit Vorteil wird ein flüssiger Farbstoff verwendet, .der leicht in das Roh papier eindringt oder das Rohpapier durch dringt. Die Farbstoffeinlagerungen können ausser aus linearen auch aus andern Zeichen, z. B. aus in linearer Folge hintereinander- gf-Ireihten Zeichen bestehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Umdruckpapier für lithographische Zwecke, dadurch .gekennzeichnet, dass das die Um druckschicht tragende Papier mit die Rich tung seiner geringsten Dehnbarkeit anzeigen den Zeichen versehen ist, die auf beiden Sei ten des Papiers sichtbar sind und die vor schriftsmässige Abzugsrichtung auch auf kleinen Abschnitten des Bogens erkennbar machen. UNTERANSPRüCHE: 1.Umdruckpapier nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das die Umdruckschicht trabende Papier gerich tete Fasern besitzt und mit dieser Faser richtung als Richtung geringster Dehn barkeit des Papiers anzeigenden Zeichen versehen ist. ?.Umdruckpapier nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das die Um- druckschicht tragende Papier, bei dem eine Gleichrichtung von Fasern nicht nachw eisbar ist, mit jene Richtung als vorschriftsmässige Abzugsrichtung an zeigenden Zeichen versehen ist, in wel cher das Rohpapier bei der Herstellung bereits die grösste Dehnung erfahren hat. 3. Umdruckpapier nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet. dass die Zeichen durch Farbstoffeinlagerungen zwischen dem Rohpapier und der Umdruckschieht erzeugt sind. 4.Umdruckpapier nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, gekennzeichnet durch linienaxtig gestaItete Farbstoffein- lagerungen zwischen dem Rohpapier und der Umdruckschicht. 5.Umdruckpapier nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die linienartigen Farbstoffeinlagerungen in kurzen Ab ständen nebeneinander sich über die ganze Papierbreite erstrecken. 6. Umdruckpapier nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Farbstoffeinlagerungen durch Aufbringen eines flüssigen Farb stoffes hergestellt sind.7. Umdruckpapier nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, .dass die Farbstoffeinlagerungen durch Aufbringen eines leicht in das Rohpapier eindringenden Farbstoffes hergestellt sind. B. Umdruckpapier nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>3,</B> dadurch gekenn- zeichnet, dass die Farbstoffeinlagerun- gen durch Aufbringen eines .das Roh papier durchdringenden Farbstoffes her gestellt sind. 9.Umdruckpapier nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Farbstoff verwendet ist, der die Um-druekschicht nicht beein flusst. 10. Umdruckpapier nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, .dadurch gekenn zeichnet, dass der Farbstoff in Form von in Reihen angeordneten Zeichen im Roh papier angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE803528X | 1935-08-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH192169A true CH192169A (de) | 1937-07-31 |
Family
ID=6721915
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH192169D CH192169A (de) | 1935-08-13 | 1936-03-18 | Umdruckpapier für lithographische Zwecke. |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| BE (1) | BE413902A (de) |
| CH (1) | CH192169A (de) |
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0
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-
1936
- 1936-02-11 AT AT150005D patent/AT150005B/de active
- 1936-03-17 FR FR803528D patent/FR803528A/fr not_active Expired
- 1936-03-18 CH CH192169D patent/CH192169A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT150005B (de) | 1937-06-25 |
| BE413902A (de) | |
| FR803528A (fr) | 1936-10-02 |
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