CH192351A - Schweissblatt. - Google Patents
Schweissblatt.Info
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Description
Schweissblatt. Die gebräuchlichen Schweissblätter be stehen aus einer Gummiplatte und einem äussern und einem innern Überzug aus Stoff. Der äussere Überzug hat die Aufgabe, den Schweiss aufzusaugen, die Gummiplatte hat den Zweck, das Kleid gegen den nassen Überzug zu schützen und der innere Überzug soll die Gummiplatte verdecken, sei es wegen der Farbe oder wegen des Geruches. Es sind also dreierlei Arten von Schichten vorhan den, von denen jede ihre spezifischen Auf gaben und aber auch Nachteile hat. Der nasse äussere Überzug kühlt sich zufolge der andauernden Verdunstung fortwährend ab.
Er kältet. Die luftdichte Gummiplatte fördert das Schwitzen und hindert die- Verdunstung nach der Seite des Kleides, also nach aussen, und der innere Überzug wird trotz der Gummi platte zuweilen nass, weil sich der Schweiss von der äussern Seite des Schweissblattes um die Kante herum auf die innere Seite saugen kann.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Schweissblatt ohne Gummiplatte. Es besteht nur aus zweierlei Arten von Schichten. Die eine Schicht ist schweissauf saugend. Die andere Schicht ist schweissab stossend imprägniert. Nach einer beispiels weisen Ausführungsart ist die aufsaugende Schicht der Haut zugekehrt, während die schweissabstossende Schicht dem Kleid zuge wendet ist. An Stelle von zwei dicken Schich ten können mehrere dünne Schichten treten, welche abwechslungsweise aufeinander liegen, wobei entweder die eine, dem Kleid zuge kehrte Aussenschicht, abstossend und die andere, der Haut zugekehrte Aussenschicht, aufsaugend ist oder beide Aussenschichten abstossend sind. Im letzteren Fall ist die Haut also nicht mit einer aufsaugenden, sondern mit einer abstossenden Schiebt in Berührung.
Die aufsaugende Schicht ist zweckmässig ein lockeres Gefüge, das möglichst viel Flüs sigkeit aufzunehmen vermag. Es kann aus irgend einem bekannten Textilgewebe, wie z. B. Mull, bestehen, das möglichst locker gewoben ist und dessen Fäden möglichst locker gedreht sind. Die schweissabstossende Schicht ist dagegen zweckmässig ein mög lichst dichtes Gefüge, das möglichst kleine Hohlräume in sich schliesst, welches Gefüge dem Durchdringen des Schweisses möglichst viel Widerstand bietet. Es kann aus irgend einem bekannten, möglichst engmaschig ge wobenen Textilgewebe, wie z. B. Jaconat, bestehen. Dieses Gefüge ist zudem auf irgend eine bekannte Art schweissabstossend im prägniert.
Eines dieser Verfahren besteht zum Beispiel darin, dass die Fasern von einer hauchdünnen Paraffinschicht überzogen wer den, wodurch erreicht wird, dass die Fasern den Schweiss nicht weiter leiten. Das Paraffin kommt dabei in so dünnem Masse zur An wendung, dass die kleinen Hohlräume nicht verstopft werden, so dass die Schicht ihre Porosität nicht verliert. Es sind also beide Schichtarten luftdurchlässig, so dass die Luft alle Schichten durchstreichen kann. Es kön nen so nicht nur die nassen Schichten leich ter trocknen, also auch von der Seite des Kleides her, sondern auch die Armhöhle kann besser ausdünsten und ihre Wärme aus strahlen.
Ist gemäss einer Ausführungsart die der Haut zu liegende Aussenschicht schweissab stossend, dann ist das Gefüge dieser Schiebt nicht dicht, sondern weitmaschig und da durch sowohl luftdurchlässig, als auch schweiss durchlässig. Es kann aus irgend einem be kannten Textilgewebe, wie z. B. Mousseline, bestehen. Es ist zudem schweissabstossend imprägniert, und zwar beispielsweise auf die gleiche Art wie oben erwähnt. Eine solche Textilschicht nimmt den Schweiss nicht auf, lässt ihn aber durch die weiten Maschen auf die darunterliegende aufsaugende Schicht sickern.
Auf diese Weise kommt die Haut nicht mit einer vollgesaugten, nassen Schicht in Berührung, weil beide durch eine Schicht getrennt sind, welche, ausser dem an ihrer Oberfläche nur durch Adhäsion haftenden Schweiss, trocken bleibt. Diese Schicht ver hindert, dass dieses Schweissblatt das bei den gebräuchlichenSchweissblättern bekanntenass- kalte Gefühl auslöst.
Es kann auch bei diesem Schweissblatt die innere Seite nicht nass werden, indem wie bei den gebräuchlichen Schweissblättern sich der Schweiss von dem äussern Überzug um die Kante herum auf den innern Über zug weiter saugt, weil bei diesem neuen Schweissblatt kein innerer Überzug nötig ist. Es ist hier kein Gummigeruch zu verdecken und können alle Schichten in jeder beliebigen Farbe gefärbt werden.
Das beschriebene Schweissblatt vermeidet also alle Nachteile des gebräuchlichen Schweiss blattes.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gummiloses Schweissblatt, das aus wenig stens zweierlei Arten von Textilschichten besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Schichtart schweissaufsaugend ist, wäh rend die andere schweissabstossend imprä gniert ist. ÜNTERANSPRüCHE: Gummiloses Schweissblatt nach Patent anspruch mit mehr als zwei Schichten, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arten von Schichten abwechslungsweise aufeinander liegen. . Gummiloses Schweissblatt nach Patent anspruch mit mehr als zwei Schichten, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Aussenschichten schweissabstossend imprä gniert sind. Gummiloses Schweissblatt nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schichtarten luftdurchlässig sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH192351T | 1942-01-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH192351A true CH192351A (de) | 1937-08-15 |
Family
ID=4438178
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH192351D CH192351A (de) | 1942-01-14 | 1935-09-08 | Schweissblatt. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH192351A (de) |
-
1935
- 1935-09-08 CH CH192351D patent/CH192351A/de unknown
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