CH192436A - Verfahren zur Ablenkung des Kathodenstrahls in Braunschen Röhren. - Google Patents

Verfahren zur Ablenkung des Kathodenstrahls in Braunschen Röhren.

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CH192436A
CH192436A CH192436DA CH192436A CH 192436 A CH192436 A CH 192436A CH 192436D A CH192436D A CH 192436DA CH 192436 A CH192436 A CH 192436A
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Radioaktiengesellschaft Loewe
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Loewe Opta Gmbh
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  Verfahren zur Ablenkung des     gathodenstrahls    in     Braunschen    Röhren.    Ordnet man zwischen einer starken End  stufe und den     Ablenkplatten    einer Braun  sehen Röhre einen Transformator an, so kann  auf Grund der geringen     Ablenkleistung    der       Braunschen    Röhre eine     bedeutende    Steige  rung     -der        Ablenkspannung    erzielt werden.

    Der innere     Widerstand    zwischen     den    Ab  lenkplatten einer Kathodenstrahlröhre be  trägt etwa 106 Ohm     und    die     Ablenkleistung     auf einige 100 Volt     Ablenkspannung    nur  einige     zehntel    Watt. Wendet man daher auf  der     Primärseite    etwa 10     Watt    auf, so ist eine  
EMI0001.0017     
    Spannungsverstärkung denkbar. Man kommt  daher auf der Primärseite mit     Amplituden     von .der Grössenordnung von 10 Volt aus, wo  durch     das,    Arbeiten mit Anodenbatterien ge  ringer Spannung beim Kippgerät möglich  gemacht ist.  



  Die vorliegende Erfindung beschäftigt  sich mit der Frage einer fehlerlosen Kipp-         Schwingungsform.    Es ist nicht ohne     weiteres     möglich, über einen Transformator eine       Kippschwingungskurve    farmgetreu zu über  tragen. Zur     Veranschaulichung    der     SeUwie-          rigkeiten    dient     Fig.    1. Die Endstufe 1 wird       gitterseitig    an einen Kippgenerator 2 ange  schlossen.

   Sie     be",-,itzt        einen        innern    Wider  stand 3     (Bi).    Der Transformator 4     besitzt     einen     ohmisch-induktiven    Scheinwiderstand  5-6. Wenn es gelingen würde, an die Pri  märklemme des Transformators eine     unver-          zerrte    Kippspannung von der Kurvenform  des Generators 2 anzulegen, so     wäre    eine  formgetreue     Transformation    durchführbar.  Die sekundäre     .Spannung    hätte die Grösse  
EMI0001.0039     
    und der Strom würde eine von der Kipp  kurve stark abweichende Kurvenform haben.

    Es     wäre    nämlich die Integralkurve der       Primärspannung:     
EMI0001.0042     
           Dieser    Betriebszustand gebraucht den       Leerlaufbetrieb    des Verstärkers. Er ist     nui     dann zu erhalten, wenn der Scheinwider  stand des Transformators sehr gross gegen  den     innern    Widerstand der Röhre ist.

   Durch  Verwendung von     Röhren    ohne Schirmgitter,  d. h. von     Dreipolröhren    mit grossem Durch  griff und grosser     Steilheit,    also kleinem       innern    Widerstand kann man sich dem     Leer-          laufzustand    .stark annähern. Eine wirkliche  Erreichung ,des     Leerlaufbetriebes    ist aber in  der Praxis nicht möglich, da es schwer fällt,  die Transformatoren so gross zu dimensionie  ren, dass sie lediglich mit Spannungserregung  und mit sehr kleinem Primärstrom arbeiten.  



       Gegenstand    der Erfindung ist ein Ver  fahren, welches auch bei kleinen stromerreg  ten Transformatoren beachtliche     Kipp-          schwingungen    liefern kann.     Das    Verfahren       besteht    darin,     dass    den     Primärklemmen    des  Ausgangstransformators eine derartig ver  zerrte Spannung zugeführt wird, dass an den  Sekundärklemmen .die     unverzerrte        Ablenk-          spannung        auftritt.     



  Die     Erfindung    bezieht sich ebenfalls auf  eine     Anordnung    zur Durchführung dieses  Verfahrens-, von welcher die Zeichnung zwei       Ausführungsbeispiele    darstellt.  



  Zur Erklärung sei der     Grenzfall    eines  kleinen Transformators angenommen, .dessen       Scheinwiderstand    5     (RJ    klein :gegen den       Innenwiderstand    (R;) der Röhre 1 ist.

   Dann  arbeitet der Transformator mit einer strom  begrenzenden Röhre, welche durch ihn  scheinbar kurzgeschlossen     wird        (Kurzschluss-          fall).    In diesem Falle ist der     ,Strom        it    eine       unverzerrte        Kippkurve,    und nach der For  mel (1) gibt der     Transformator        sekundär-          seitig    die Differentialkurve der Primär  stromkurve, welche für     Fernsehzwecke    un  brauchbar     ist.     



  In Wirklichkeit ist der     Betriebszustand     stets ein Mittelding zwischen Leerlauf und  Kurzschluss. Die     Klemmenspannung        des     Transformators ist     :dann    eine Summe aus  einem rein     0'hmschen    und einem     induktiven     Bestandteil. An der Anode der Verstärker-    röhre 1-     liegt    daher eine Spannung nach fol  gender     Gleichung    (3)  
EMI0002.0050     
    Die sekundäre     Spannung    ist nach Formel (1)  der zeitlichen Ableitung     proportional    und  soll eine saubere     Kippkurvenform   
EMI0002.0054  
   haben.

   Es  soll also sein:  
EMI0002.0055     
    wobei JU die     Gegeninduktivität    des Transfor  mators     ist.    Aus der     Zusammenfassung    der  Gleichung (3) und der Gleichung (ja) ergibt  sich nun die Anodenwechselspannung, wel  che man an der     Verstärkerröhre    haben  möchte, um eine saubere     Kippspannung    an  der     Transformatersekundärwicklung    abneh  men zu können. (4)  
EMI0002.0062     
    Formel (4) liefert -die Bedingung für die       Kurvenform    der     Gitterwechselspannung,    mit  welcher man den Verstärker erregen muss.

    Man sieht, dass diese Gitterwechselspannung  keine reine     Kippkurvenform    haben darf.  Denn es genügt nicht, den     Ausdruck        B.    t  zuzuführen. Dieser würde nur für Leerlauf  ausreichen. Der     Kurzschiusswert    A.     t'    muss  ausserdem     hinzugefasst    werden, und zwar       muss    er in einem durch die     Schaltung    fest  gelegten     Verhältnis    zur     unverzerrten    Gitter  spannung addiert werden. Der Kurzschluss  wert ist nach Gleichung (4) ,das Integral der       Kippschwingung.     



  Wird daher die Gittererregung     .des.    Lei  stungsverstärkers 1 zusammengesetzt aus  einer     unverzerrten        Kippspannungskurve    und  einem überlagerten Integral dieser     Kipp-          spannungskurve,    so erhält man eine     unver-          zerrte        Ablenkspannung.     



       Fig.    2 zeigt eine     SSchaltung,    welche     es:    in  der     Praxis    ermöglicht, die Gleichung (4) zu  erfüllen. Die     zweite    Integration der     Kipp-          kurve    wird bei dieser .Schaltung :durch Ruf  ladung eines Kondensators     ausgeführt.    Eine       Anodenbatterie    7 lädt über einen Widerstand      8 einen ersten Kondensator 9 auf. Diese Auf  ladung geschieht mit konstantem Strom, so  lange die     Aufladespannung    an 9 klein bleibt  gegenüber der Netzspannung 7. Macht man  z.

   B. den Widerstand 8 = 100 000 Ohm und  den     Kondensator'9   <I>=</I>     1,uF.    .so wird bei einer  Kippfrequenz von 25     ,Sek.    die, Höchstspan  nung an 9 30 % von 7 und man kann die  Zeitkurve der Ladespannung     des        Kondensa-          tors    in erster     Annäherung    als     lineare:        Kurve     ansehen.

   Man erhält also bei 300 Volt     hTetz-          spannung        Kippschwingungen    von zirka  100 Volt Amplitude und linearer     Form          (Selbstverständlich    kann eine noch bessere       Linearität    dadurch erreicht werden, dass man  die     Kondensatorspannung    nicht ganz so hoch  anwachsen lässt). Die von der Gleichung (4)  geforderte Integration an dieser     unverzerrten     Kippkurve wird dadurch ausgeführt, dass ein  zweiter     Stabwiderstand    10 einen zweiten  Ladekondensator 11 auflädt.

   Der     Wi.der-          sta.nd    10 wird etwa zehnmal so,     gross'    wieder  Widerstand 6 bemessen, während die Zeit  konstante     .des    Kreises     10--11,    des     sogenann-          ten    Integrationskreises, bei gleichen Anfor  derungen an     Linearität    ebenso gross gewählt  wird, wie die Zeitkonstante des     ersten    Krei  ses 8-9. Man kann also z.

   B. wählen: Wi  derstand     1.0    = 106 Ohm, Kondensator  <B>11</B> -     0,1,uF.    Unter     diesen        Umständen    ist       dA.r    Strom, welcher in den Integrationskreis       at)fliesst,    für den     Primärkreis    8-9 zu ver  nachlässigen.  



       Die,Spannung    am     Kondensator    11     wächst     parabolisch an, wenn die Spannung am Kon  densator 9 linear wächst. Durch Verschieben  eines'     Abgreifers    12 über dem Widerstand 10  kann man sich einen geeigneten Bruchteil  der beiden     Kondensatorenspannungen    an 9  und 11 auswählen und diese dem Steuer  gitter der Röhre 1 zuführen. Die Röhre 1  wird dann zweckmässig durch die Batterie 13  so     stark    negativ vorgespannt, dass sie     gitter-          stromfrei    arbeitet. Der Anodenkreis der  Röhre steht     mit    dem     Kipptransformator    4 in  Verbindung.

   In speziellen Fällen ist     ,es.    von       ,grosser    Bedeutung. - den Transformator 4 als       Gegentakttransformator    auszuführen. Dieser    Fall liegt bei der     Verwendung    von Hoch  vakuum-Fernsehröhren mit einfacher und  mit     zweifacher    elektrostatischer Ablenkung  vor. Der Gegentaktbetrieb gewährleistet  gleichbleibende     Bildpunktschärfe    am Bild  rand.

   Es kann     fernerhin    von Vorteil sein, die       Isolation    zwischen der Primärwicklung 4a       und,der        Sekundärwicklung    4b     .des        Transfor-          mators    4 hochspannungsfest auszubilden.  Der Innenkern des Transformators ist so zu  dimensionieren, dass     eine        Sättigung        durch     den     Emissionsstrom    von 1     vermieden    wird.

    Es ist selbstverständlich auch möglich, durch  Verwendung von zwei     Leistungsstufen    1     pri-          märseitig    bereits Gegentaktbetrieb auszufüh  ren und dadurch Sättigung des     Transforma-          torelsens    zu vermeiden.  



  Die     Entladung,der        Kondensatoren    9 und  11 kann durch eine     Entladeröhre    12 bewirkt  werden, welche Mm Ladezustand .durch  negative Verspannung 14 verriegelt ist und  durch     @Synchronisierimpulse        leitend    gemacht  wird.     Esi    können auch zwei Entlade-röhren 12  und     12a    für jeden der beiden Kondensatoren  9 und 11 angewendet werden, deren Gitter  parallel geschaltet sein können.

   Beim Be  trieb mit einer einzigen     Entladeröhre    12  kann ferner ein Überbrückungskondensator  15 nützlich sein, welcher so klein ist, dass er  den     Aufladevorgang    nicht beeinflusst, aber  beim Entladen eine schnellere Entladung des       Kondensators    11 und damit eine Verbesse  rung .der     Rücklaufgeschwindigkeit        bewirkt.     In vorliegendem Fall könnte 15 zirka       0,01yF    betragen.  



  An     .Stelle    von     Flochvakuumentladeröhren     12 können mit grossem     Vorteil    gasgefüllte       Glühkathodenröhren    verwendet werden,     wel-          ehe    die Eigenschaft haben, von selbst nach       Erreichung    einer durch ihr     Gittereinstell-          baren        Höchstspannung    zu zünden und da  durch zu entladen.  



  In     Fig.    2 ist der Integralkreis 10-11  direkt an den ersten     Ladekreis        8-.9    ange  schlossen.     Selbstverständlich    kann die Span  nungsverzerrung nach Gleichung (4) auch  in getrennten Stromkreisen durchgeführt und  nachträglich     addiert        werden.         In     Fig.    3     isst    ein solches Schaltschema ge  zeichnet, bei welchem der     Ladekreis    8-9  durch eine Röhre 15 von dem     Integralkreis     10-11 getrennt ist.

   Die Röhre 15 erhält ihre  Anodenspannung über einen Spannungs  widerstand<B>16,</B> welcher klein gegenüber dem       Widerstand    10 ist. Durch ein     Potentiometer          10a    kann     mittels    Schleifkontakt 12 eine Mi  schung der     Spannung    der beiden Kondensa  toren in     beliebigem    Verhältnis vorgenommen  werden und     dieses        Gemisch    nach Gleichung  (4) auf die     Endröhre    1 und den Transfor  mator 4 gegeben werden.

   Es sind noch zahl  reiche andere     (Schaltungen    möglich, welche  vom Verfahren der Integration der     urver-          zerrten    Kippkurve Gebrauch machen.  



       Bei    einer     praktischen    Ausführung der  Schaltung nach     Fig.    2 mit einer Telefunken  röhre     Re    134 als Leistungsröhre könnte eine       Gegentakttransformation    1 :10 ausgeführt  werden, bei welcher eine exakte     Bildpunkt-          aufzeicUnung    mit 400 Volt     Kippamplitude     unter     Verwendung    einer     Anodenbatterie    7  von nur 300 Volt und bei einem Anoden  strom von nur     ä    M.     Amp.    gelang.

   Der Lei  stungsbedarf dieses Kippgerätes,     welches    mit  einer gasgefüllten gittergesteuerten Entla  dungsröhre 12     arbeitete,    betrug demnach nur  1;5 Watt. Demgegenüber     verbrauchen        Kon-          struktionen    ohne     Kipptransformation    mit  Widerstandsverstärkung bei<B>1000</B> Volt Ano  denspannung 20 bis 30 M.     Amp.,    d. h. mehr  als das zehnfache der genannten Leistung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Ablenkung .des Kathoden strahls in Braunschen Röhren unter Ver wendung eines Kippgerätes mit Aus gangstransformator, dadurch gekenn zeichnet, dass den Primärklemmen des Ausgangstransformatore eine derartig verzerrte Spannung zugeführt wird, dass an den Sekundärklemmen die urverzerrte Ablenkspannung auftritt. II. Anordnung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I,
    dadurch gekennzeichnet, dass eine lineare Kipp schwingung einen Kondensator über einen grossen Widerstand auflädt und das sich an diesem Kondensator ausbil dende Integral der Kippspannung die Korrektur der Ablenkspannung bewirkt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Primär wicklung des Transformators eine aus der urverzerrten Spannung des Kipp- generators und einer durch Integration der urverzerrten ,Spannung gewonne nen Überlagerungsspannung zusammen gesetzte Spannung zugeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass man den Transformator im Anodenkreis eines Leistungsverstärkers anordnet, dessen Gitterkreis mit der verzerrten Kippspan nung erregt wird.
    B. Anordnung nach Patentanspruch 1I, da- ,durch gekennzeichnet, .dass der Strom in einem zweiten Ladekreis mit Ladekon densator, der zur Integration der Kipp spannung dient, gegen den ,Strom im ersten Ladekreis- zu vernachlässigen ist, wobei .die Kondens@atorspannungen beider Kreise einem Mischpotentiometer des Endverstärkers zugeführt werden. 4.
    Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Entladun gen über gesteuerte Hochvakuumröhren oder Thyratrons vollzogen werden, wobei jeder Ladekondensator zu je einer beson deren Entladeröhre parallel liegt. 5. Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der erste Lad-ekondeneator zu einer Entladeröhre parallel liegt und der zweite mit dersel ben über einen Widerstand verbunden ist. 6.
    Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der erste Ladekondensator zu einer Entladeröhre parallel liegt und -der zweite mit dersel ben über einen Kondensator verbunden ist.
CH192436D 1935-10-25 1936-10-09 Verfahren zur Ablenkung des Kathodenstrahls in Braunschen Röhren. CH192436A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE878962C (de) * 1938-03-05 1953-06-08 Telefunken Gmbh Schaltungsanordnung zur Erzeugung periodisch verlaufender, nicht sinusfoermiger Stroeme
DE954792C (de) * 1938-06-14 1956-12-20 Telefunken Gmbh Schaltungsanordnung zur Herstellung eines saegezahnfoermigen Stromverlaufs in einer Spule

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DE878962C (de) * 1938-03-05 1953-06-08 Telefunken Gmbh Schaltungsanordnung zur Erzeugung periodisch verlaufender, nicht sinusfoermiger Stroeme
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