DE644520C - Verfahren zur Leistungsverstaerkung - Google Patents
Verfahren zur LeistungsverstaerkungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H03F—AMPLIFIERS
- H03F3/00—Amplifiers with only discharge tubes or only semiconductor devices as amplifying elements
- H03F3/20—Power amplifiers, e.g. Class B amplifiers, Class C amplifiers
- H03F3/22—Power amplifiers, e.g. Class B amplifiers, Class C amplifiers with tubes only
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Description
Die Erfindung bezieht sich in erster Linie auf die Leistungsverstärkung von Frequenzen
bzw. Frequenzgemischen, welche im Hörbereich liegen, so z. B. auf die Verstärkung
in den Endstufen von Klangverstärkern. Sie ist jedoch nicht hierauf beschränkt, sondern
kann in gleicher Weise der Verstärkung oberhalb und unterhalb des Tonfrequenzbereiches
liegender Frequenzen dienen und dabei für verschiedene andere Zwecke, z. B. für Steuerungen, Regelungen, Nachrichtenübermittlung
usw., Anwendung finden.
Bei Klangverstärkern ist es üblich, die Endstufen zwecks Vermeidung von Verzerrungen
nur so weit auszusteuern, daß der lineare Teil der Arbeitskennlinie von der aussteuernden
Gitterspannung nach beiden Seiten nicht überschritten wird. Dies hat zur Folge, daß die von einem Leistungsrohr abgebbare
Leistung im Höchstfalle nur gleich der Hälfte der an der Anode vernichteten Leistung werden
kann. Um eine erhöhte Ausnutzung der Leistungsröhren zu erreichen, sind bereits Entzerrungseinrichtungen vorgeschlagen worden,
durch die nichtlineare Verzerrungen aufgehoben werden, welche bei absichtlich hervorgerufener
Übersteuerung eintreten.
Durch die Erfindung wird ein grundsätzlich neuer Weg gezeigt, um eine Leistungs-Verstärkung
von Strömen beliebiger Kurvenform zu erreichen. Dabei ergibt sich der große Vorteil, daß eine erhöhte Ausnutzung
der bisher für diesen Zweck bekannten Elektronenröhren erzielt wird.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, die Hochvakuumröhren so auszusteuern,
daß möglichst wenig Energie innerhalb der Röhren verbraucht wird. Zu diesem Zweck werden die Eingangsseiten der Röhren
stoßweise erregt, und zwar derart, daß entweder kein Strom durch die Röhre fließt oder
bei sehr großem Stromdurchfluß praktisch keine Spannung an der Röhre vorhanden ist.
Die in der Röhre verbrauchte Leistung, d. h. das Produkt aus Spannung und Stromstärke,
ist dann ein Minimum. Die Steuerung der Verstärker wird dabei derart eingerichtet,
daß in ihren Anodenkreisen Stromstöße von annähernd gleicher Amplitude und von oberhalb
des zu verstärkenden Frequenzbandes liegender Frequenz entstehen, die durch Stromlücken getrennt sind. Die Dauer oder
die Frequenz der Stromstöße oder Dauer und Frequenz werden derart von den Augenblickswerten des zu verstärkenden Stromes ab-
hängig gemacht, daß nach Absiebung sämtlicher oberhalb des zu verstärkenden Frequenzbandes
liegender Frequenzen der durch den 'Verbraucher fließende Strom einen dem
zu verstärkenden Strom annähernd proportionalen Verlauf zeigt.
Bei dem Verstärkungsverfahren gemäß der Erfindung wirken die Röhren wie Schalter,
die abwechselnd geschlossen und geöffnet
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Walter Hähnle in Berlin-Siemensstadt.
werden. Die Frequenz, mit der die Schließung und Öffnung erfolgt, ist so hoch zu wählen,
daß sie oberhalb der höchsten zu übertragenden Nutzfrequenz liegt. In praktischen Fällen
wird man diese Frequenz etwa dreifach so groß wie die höchste Xutzfrequenz bemessen,
um eine einfache Absiebung durchführen zu können. In den Fällen, in denen der Verbraucherwiderstand
einen begrenzten Durchto lässigkeitsbereich aufweist, können die Siebmittel entbehrt werden, da die Stoßfrequenz
durch die begrenzte Durchlässigkeit des Belastungswiderstandes zurückgehalten wird.
Bei den durch stetige Kennlinien a'usgezeichneten Hochvakuumröhren wird das
sprunghafte Ein- und Aussetzen des Stromes erfindungsgemäß dadurch erhalten, daß eine
sprunghaft wirkende Steuerung angewendet wird. Beispielsweise kann hierfür eine geeignete
Rückkopplung vorgesehen sein, oder es kann von unstetigen, beeinflußbaren Vorgängen,
z. B. von Relaxationsschwingungen, Gebrauch gemacht werden.
Die Abhängigkeit der Stromstöße von den Augenblickswerten der zu verstärkenden
Spannung kann auf verschiedene Weise ausgeführt werden. Verhältnismäßig einfache
Schaltungsanordnungen ergeben sich, wenn die Stromstöße gleichen Abstand erhalten
und ihre Dauer zu dem Momentanwert des zu verstärkenden Stromes in Beziehung gesetzt
ist oder wenn die Stromstöße von gleicher Dauer gemacht und ihre Abstände entsprechend den Werten der zu verstärkenden
Größe gewählt werden. Der rechtzeitige Einsatz der Stromstöße bzw. das rechtzeitige
Aufhören läßt sich durch geeignete Schaltungen, die insbesondere Rückkopplungen des
Ausgangskreises auf den Eingangskreis verwenden, herbeiführen.
Für die Ausbildung der erwähnten Siebmittel zur Zurückhaltung der Stoßfrequenzen
ist zu berücksichtigen, daß diese imstande sein müssen. Leistung aufzunehmen, wenn
der Verstärker mit einem wattlosen Verbraucherwiderstand belastet ist. Dies ist erforderlich,
um zu verhindern, daß die Leistung in den Röhren selbst vernichtet wird und dort eine unzulässige Erwärmung der
Anoden herbeiführt.
Ein der Erfindung ähnliches Verfahren zur Leistungsverstärkung mit Hilfe von nicht
stetig arbeitenden Gasentladungsröhren ist bereits früher unter Schutz gestellt worden.
Dieses Verfahren ist jedoch insofern nachteilig, als es mit diesen Verstärkern infolge
der langen Entionisierungszeit der verwendeten Röhren nicht möglich ist, die Röhren
im Takte der oberhalb des zu verstärkenden Frequenzbandes liegenden Hilfsfrequenz einwandfrei
zu steuern, sobald diese Frequenz oberhalb 1000 Hz gewählt werden muß. Da
diese Hilfsfrequenz praktisch etwa dreimal so groß ist wie die höchste der zu verstärkenden
Frequenzen, wird bei der Verwendung von Gasentladungsröhren das zu verstärkende Frequenzband auf etwa 300 bis 500 Hz als
obere Grenze beschränkt. Diese Einschränkungen fallen bei den trägheitslos arbeitenden
Hochvakuumröhren, die gemäß der Erfindung verwendet werden, fort.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden in prinzipieller Form und durch
Ausführungsbeispiele erläutert und dargestellt.
In Fig. ι ist h die Schwingung eines einfachen
Wechselstromes, der verstärkt werden soll. Durch die Verstärkungsmittel sollen Stromstöße von der Form α hervorgebracht
werden. Diese Stromstöße haben gleichen Abstand voneinander und einen konstanten
Stromwert, der z. B. bei Wolframelektronenröhren gleich dem Sättigungswert sein kann
oder allgemein einem zulässigen Höchststromwert der Verstärkungsmittel entspricht. Die
Dauer eines Stromstoßes ist zu dem Momentanwert des zu verstärkenden Stromes b in
Beziehung gesetzt. Z. B. kann diese der zu dem Beginn eines Stromstoßes gehörenden
Ordinate des Wechselstromes b proportional bzw. gleich dem Wert gemacht werden, der
dieser Ordinate auf Grund der funktionellen Abhängigkeit der Stromstöße von dem zu
verstärkenden Strom bei formgetreuer Verstärkung entspricht.
In Fig. 2 ist eine andere Art der Um-Setzung
in Stromstöße dargestellt. Bei diesem Beispiel soll der Abstand der einzelnen Stromstöße dem Momentanwert des zu verstärkenden
Stromes entsprechen^während die Stromstöße selbst konstante Dauer besitzen.
Je größer der Augenblickswert des zu verstärkenden Stromes ist, desto geringer muß
der Abstand zwischen den Stoßen gewählt werden. Die Frequenz der Stromstöße ist für
die formgetreue Verstärkung maßgebend.
Bei den beiden vorgenannten Beispielen entspricht die Richtung der Stromstöße den
positiven bzw. negativen Werten des zu verstärkenden Stromes b. Für die praktische
Ausführung von Verstärkern nach den Ge-Sichtspunkten dieser Beispiele wird es vorteilhaft
sein, die Schaltung ähnlich einer Gegentaktschaltung auszubilden, so daß die positiven
und negativen Stromstöße durch getrennte Verstärkungsmittel erzeugt werden. Es ist aber auch möglich, eine Schaltung nach
Art einer gewöhnlichen Verstärkerschaltung anzuwenden, wenn die Zerlegung in Stromstöße
so vorgenommen wird, wie es die Fig. 3 zeigt. Dem Nullwert e des zu verstärkenden
Wechselstromes entspricht ein Stromimpuls mittlerer Dauer, nach positiveren Strom-
werten werden die Impulse länger, nach negativeren kürzer. Im übrigen ist die Zerlegung
in Stromstöße nach der durch die Fig. ι angegebenen Methode durchgeführt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ergibt im allgemeinen eine verstärkte Spannungs-.
bzw. Stromkurve, die im wesentlichen mit der Kurve der Eingangsspannung bzw. des
Eingangsstromes übereinstimmt. Handelt es ίο sich um die Verstärkung eines Frequenzbandes,
dessen Breite geringer ist als die einer Oktave, so liegen gegebenenfalls entstehende
Oberwellen außerhalb des Nutzbereichs und stören nicht. Ist dagegen das zu verstärkende Frequenzband verhältnismäßig
breit und werden sehr hohe Anforderungen an Klirrfaktorfreiheit gestellt, so empfiehlt es sich, die Verstärkerschaltung
gemäß der Erfindung mit einer besonderen Linearisierungsschaltung zu kombinieren,
durch deren Einfluß Oberwellen vermieden werden. An sich sind die verschiedensten
bekannten Linearisierungsschaltungen für diese Zwecke brauchbar. Es empfiehlt sich
jedoch, die folgende bereits vorgeschlagene Linearisierungsschaltung anzuwenden.
Da bei dem weiter unten erläuterten Ausführungsbeispiel die erwähnte Linearisierungsschaltung
gleichzeitig die stoßweise Steuerung des Leistungsverstärkers herbeiführt und daher eine eingehende Kenntnis
über die Wirkungsweise der Linearisierungsschaltung für das Verständnis der Schaltung
gemäß der Erfindung erforderlich ist, sei zunächst die Linearisierungsschaltung ohne Verbindung
mit der Leistungsschaltung :an Hand der Fig. 8 und 9 erläutert.
Bei der Linearisierungsschaltung wird die Kompensation von in einem Leistungsverstärker
entstehenden nichtlinearen Verzerrungen durch einen besonderen Linearisierungsverstärker
mit geradliniger Kennlinie herbeigeführt. Der Linearisierungsverstärker wird durch die zu entzerrende Schaltungsanordnung,
also beispielsweise den Leistungsverstärker, derart gesteuert und mit diesem so zusammengeschaltet, daß die Summe der von
dem Linearisierungsverstärker und der von dem verzerrenden Leistungsverstärker gelieferten
Ströme oder Spannungen frei von nichtlinearen Verzerrungen ist. Es ist bei dieser Schaltung nicht erforderlich, die Kennlinie
des verzerrenden Teiles genau zu kennen, um die Kennlinie der Linearisierungsschaltung
entsprechend zu bemessen. Es genügt vielmehr, daß die Kennlinie der Linearisierungsschaltung
geradlinig verläuft. Durch die angewendete Kopplung zwischen der Linearisierungsschaltung
und dem übrigen Teil der Schaltungsanordnung paßt sich die Linearisierungsschaltung
von selbst der Form der Kennlinie des zu entzerrenden Teiles an. Da der Linearisierungsverstärker so in Abhängigkeit
von dem Leistungsverstärker gesteuert wird, daß er im wesentlichen nur die Verzerrungen
des Leistungsverstärkers, kompensiert, braucht der Liniearisierungsverstärker
nur für eine verhältnismäßig kleine Leistungsabgabe bemessen zu werden. Durch die Anwendung
der Linearisierungsschaltung läßt sich, die Gesamtleistungsabgabe eines Verstärkers
bei gleichem Aufwand an Röhren gegenüber Schaltungen ohne Linearisierungsverstärker
beträchtlich erhöhen.
Die selbsttätige Kompensation von nichtlinearen Verzerrungen, unabhängig von der
Kennlinienform des verzerrenden Leistungsverstärkers, wird grundsätzlich dadurch ermöglicht,
daß dem Linearisierungsverstärker, der ausgangsseitig mit dem Leistungsverstärker
parallel geschaltet ist, außer der zu verstärkenden Spannung zwei weitere Spannungen
zugeführt werden. Von diesen dient die eine zur Kompensation des inneren Spannungsabfalles
des Linearisierungsverstärkers. Diese Spannung wird durch Rückkopplung erzeugt und ist naturgemäß dem Anodenstrom
des Linearisierungsverstärkers proportional. Die weitere Spannung, die dem Linearisierungsverstärker
zugeführt wird, ist der Summe aus dem vom Leistungsverstärker und vom Linearisierungsverstärker gelieferten
Strom proportional. Diese Spannung wird dem Gitterkreis des Linearisierungsverstärkers
derart zugeführt, daß sie der zu verstärkenden Spannung, die, wie erwähnt, ebenfalls
am Eingang des Linearisierungsverstärkers liegt, entgegenwirkt. Dem Eingangskreis
des Linearisierungsverstärkers wird also die Differenz aus der zu verstärkenden Spannung und einer Spannung zugeführt, die
dem durch den Verbraucher tatsächlich hindurchfließenden Strom proportional ist. Durch
diese Steuerung wird erreicht, daß der Linearisierungsverstärker die durch den Lei- iog
stungsverstärker hervorgerufenen Verzerrungen kompensiert; er_ wirkt dabei entweder
als Generator oder als Verbraucher. Geht der vom Leistungsverstärker gelieferte Strom
über den der zu verstärkenden Spannung proportionalen Betrag hinaus, so wird die Differenz
von dem Linearisierungsverstärker aufgenommen. Umgekehrt liefert dieser die Differenz in den Verbraucherkreis hinein,
wenn der vom Leistungsverstärker gelieferte Strom ,den Sollwert unterschreitet.
Ist im vorstehenden insbesondere der Fall betrachtet worden, daß Leistungsverstärker
und Linearisierungsverstärker ausgangsseitig parallel geschaltet sind, so ist es auch möglich,
denselben Erfolg zu erzielen durch eine Reihenschaltung von Leistungs- und Lineari-
sierungsverstärker. Im Zusammenhang mit dem Erfindungsgedanken sei im folgenden
jedoch mir auf die Parallelschaltung näher eingegangen, da die Reihenschaltung zu dieser
widerstandsreziprok ist und grundsätzlich in derselben Weise wirkt. Für die grundsätzliche
Erörterung werden die verzerrende Schaltung und die linearisierende Schaltung je als ein Generator angesehen. Die beiden
ίο Generatoren sind gemeinsam an einen Verbraucher
angeschlossen. In Fig. 8 ist I der verzerrende Generator, kurz Leistungsgenerator
genannt, und III der Linearisierungsgenerator. Beide Generatoren sind parallel an den Verbraucher Z angeschlossen. Es ist
die Voraussetzung gemacht, daß der Widerstand des Verbrauchers Z beliebig komplex
und linear ist. Der innere Widerstand R1 des Leistungsgenerators sei nicht konstant, jedoch
ständig positiv, d. h. der Generator 1 gibt ständig Leistung ab. Durch die Änderung des
inneren Widerstandes R1 mit der Belastung des Leistungsgenerators werden die nichtlinearen Verzerrungen bedingt. Aufgabe der
Linearisierungsschaltung ist es, den durch den Verbraucher Z hindurchfließenden Summenstrom
(Z1 + /3) von den Änderungen des
Widerstandes R1 unabhängig zu machen. Der
Summenstrom muß bei linearem Belastungswiderstand der zu verstärkenden Spannung Eg1 proportionaj sein.
Zur Erläuterung der unten wiedergegebenen Gleichungen sei folgende Zeichenerklärung
vorangestellt:
Bezogen auf den gemeinsamen Verbraucherkreis,
E01 = fremdgesteuerte EMK des Generatorsi (Anoden-
wechselspannung bei Leerlauf) Em = fremdgesteuerteEMKdesGeneratorsIII(Anoden-
wechselspannung bei Leerlauf)
Ej, J1 , R1 ~ Klemmenspannung, Strom, innerer Widerstand des Generatorsi, E3, J3, R3 --: Klemmenspannung, Strom, innerer Widerstand des Generators III, A, — - Konstante von der Dimension eines Widerstandes, die mitRücksicht auf möglichst günstige Belastung des Generators III zu wählen ist, -- Verstärkungsfaktor des Generators III (für alle Frequenzen und Amplituden reell und konstant).
Ej, J1 , R1 ~ Klemmenspannung, Strom, innerer Widerstand des Generatorsi, E3, J3, R3 --: Klemmenspannung, Strom, innerer Widerstand des Generators III, A, — - Konstante von der Dimension eines Widerstandes, die mitRücksicht auf möglichst günstige Belastung des Generators III zu wählen ist, -- Verstärkungsfaktor des Generators III (für alle Frequenzen und Amplituden reell und konstant).
ν.Λ
Die beiden EMKe En und E03 sind einander
gleich (bezogen auf den Verbraucherkreis), was durch geeignete Bemessung der beiden
Schaltungen erreicht werden kann.
Die Klemmenspannung des Leistungsgenerators I ist
worin J1. R1 den inneren Spannungsabfall
des Generators bedeutet.
Der Linearisierungsgenerator III ist so geschaltet, daß an seinem Gitter folgende Spannungen
liegen:
E — — - E
.ΪΊ ^* 03'
'3 '
(2)
(3)
(4)
Es ergibt sich mithin für die Klemmenspannung des Generators III der Wert
Ex =
J3- R3-A1(J1 + J3)-J3- R3. (5)
Die drei ersten Glieder der Gleichung (5) entsprechen den obenerwähnten Gitterspannungen
Egs, Eg.,, Eg1, während das letzte Glied
den inneren Spannungsabfall des Linearisierungsgenerators darstellt. Der durch die
Gitterspannung Eg., hervorgerufene Anteil der Klemmenspannung ist also gleich und entgegengesetzt dem inneren Spannungsabfall
der Röhre.
Aus Gleichung (5) folgt
Ji +J3= ^-'(E0,-E3). (6)
Da außerdem »oo
/, + h = §■ (6a)
ist, wobei Z den Widerstand des Verbrauchers bedeutet, folgt aus den Gleichungen (6) und
(6a) die Beziehung
'03
(6b)
Unter Berücksichtigung der Gleichung (2) ergibt sich
1 +
(6c)
Es ist also die am Verbraucher liegende Spannung £3 abhängig von der zu verstärkenden
Spannung Eg1, dem Widerstand des Verbrauchers
Z, dem Faktor A1 und dem Ver- iao
Stärkungsfaktor der Linearisierungsschaltung F3. Der Verstärkungsfaktor va ist vor-
aussetzungsgemäß für alle Frequenzen und Belastungen reell und konstant. Ebenso ist der
Faktor A1 als konstant anzusehen. Es ergibt sich mithin, daß bei linearem Belastungswiderstand
Z eine lineare Beziehung zwischen der am Verbraucher liegenden verstärkten Spannung E3 und der zu verstärkenden Eingangsspannung
E g! besteht.·
Fig. 9 zeigt die Kombination eines aus
ίο zwei im Gegentakt geschalteten Röhren V1
und V2 bestehenden Leistungsverstärkers mit einem Linearisierungsverstärker. Der Linearisierungsverstärker
besteht aus den beiden über Widerstände und Kondensatoren gekoppelten Verstärkerröhren V3 und V1. Der
Linearisierungsverstärker könnte naturgemäß auch aus einer einzigen Stufe oder aus mehr
als zwei Stufen aufgebaut werden. Der Aufbau aus zwei widerstandsgekoppelten Stufen
wurde zur Erzielung der richtigen Phase, die jedoch auch mit anderen Mitteln herbeigeführt
werden könnte, gewählt. Die zu verstärkende Spannung Egl wird der Primärwicklung
W1 eines an die Eingangsklemmen /C1 und K2 angeschlossenen Transformators
zugeführt, der zwei Sekundärwicklungen W2 und W3 besitzt. Über die Wicklung W3
wird die zu verstärkende Eingangsspannung Effl den Gitterkreisen der beiden Leistungsröhren
V1 und V2 zugeführt. Dieselbe Spannung
E^1 liegt über die zweite Sekundärwicklung
Wo im Eingangskreis des Linearisierungsverstärkers.
Der Eingangskreis des Linearisierungsverstärkers verläuft von dem Gitter G3 der Röhre V3 über die Sekundärwicklung
des Transformators Tr3, die Wicklung W2, den Punkt P3, den Kondensator C1,
den Widerstand R zum Kathodenmittelpunkt /C3 der Röhre V3. Die Linearisierungsschaltung
wird also eingangsseitig durch die zu verstärkende Spannung Egi gesteuert. Der
Ausgang des Linearisierungsverstärkers ist über den Transformator Tr4 mit dem Ausgang
des Leistungsverstärkers an den Punkten P1 und P2 parallel geschaltet. Zwischen
diesen Punkten liegen in Reihe mit anderen Schaltungselementen die Primärwicklungen
der Transformatoren Tr1 und Tr2, an deren
Sekundärwicklungen der Verbraucher Z angeschlossen ist. Es ergibt sich also eine
grundsätzliche Schaltung gemäß Fig. 8.
Entsprechend den Gleichungen (2) bis (4) sind dem Linearisierungsverstärker außer der
zu verstärkenden Spannung Egl noch zwei weitere
Spannungen zuzuführen. Die eine dieser Spannungen Eg„, die zur Kompensation des
inneren Spannungsabfalles dient, wird an der im Anodenkreis der Verstärkerröhre V4 liegenden
Widerstandskombination R abgegriffen. Diese Widerstandskombination liegt in dem obenerwähnten Eingangskreis der
Verstärkerröhre F3 zwischen den Punkten G3
und K3. Die dritte Spannung Eg, ist an der
Sekundärwicklung des Transformators Tr3 vorhanden, dessen Primärwicklung an die von
dem Summenstrom J1 + J3 durchflossene
Widerstandskombination X, Dr angeschlossen ist. Die an der Sekundärwicklung des Transformators
Tr3 auftretende Spannung ist also dem Summenstrom J1 + /3 proportional. Die
Wicklungen bzw. Widerstände, an denen die drei Spannungen Egl , Egl und Eg., auftreten,
liegen in Reihe in dem Eingangskreis der Verstärkerröhre V3, so daß dieser die Summe
der drei Spannungen eingangsseitig zugeführt wird.
Die vor die Gitter- und Anodenbatterien geschalteten Drosselspulen Dr' sind zur Abriegelung
der Wechselströme vorgesehen, die über die Kondensatoren C1, C2 und C3 verkufen
sollen. Die Induktivitäten Dr und die zu der Reihenschaltung R gehörige Induktivität
sind notwendig, um die erforderlichen Phasenbeziehungen herzustellen, da die verwendeten
Übertrager keine idealen Übertrager sind.
Nachdem die Linearisierungsschaltung erläutert ist, sei nun an Hand der Fig. 4 ein
Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens beschrieben, und zwar zeigt die Schaltung die
Kombination eines aus den beiden Röhren 1 und 2 gebildeten Leistungsverstärkers, der
gemäß der Erfindung stoßweise ausgesteuert wird, mit einem Linearisierungsverstärker,
der die Röhren 3 und 4 enthält. Die Leistungsröhren sind in Gegentakt geschaltet.
Sie arbeiten parallel mit dem Ausgang des Linearisierungsverstärkers auf den Verbraucher
15. Der Linearisierungsverstärker ist grundsätzlich in derselben Weise aufgebaut,
wie dies an Hand der Fig. 9 erläutert wurde. Außer der zu verstärkenden Spannung E^1,
die der Röhre 3 über den Transformator 6 zugeführt wird, liegen im Eingangskreis dieser
Röhren noch die Spannungen Eg., und Eg:l, die
dieselbe Bedeutung haben wie die mit den gleichen Buchstaben bezeichneten Spannungen
der Schaltung nach Fig 9. Die Spannung Eg, dient zur Kompensation des inneren Spannungsabfalles
des Linearisierungsverstärkers, und die Spannung Egi, die dem von beiden
Verstärkern gelieferten Summenstrom proportional ist, bewirkt, daß der Linearisierungsverstärker
dem Verbraucher 15 über die Transformatoren 13 und 14 so viel Leistung,
zuführt, wie zur Aufrechterhaltung einer linearen Beziehung zwischen Eingangs- und
Ausgangsstrom erforderlich ist.
In der Schaltung sind weiterhin die zur Absiebung der Stoßfrequenzen erforderlichen
Siebmittel 43 und 44 in die Anodenkreise der beiden Röhren 1 und 2 eingeschaltet. Der
Aufbau der Siebmittel ist im einzelnen aus Fig. 6 zn ersehen.
Die beiden Röhren des Linearisierungs Verstärkers sind über die Auodeninduktivität
24, den Gitterkondensator 26 und den Ableitwiderstand 25 gekoppelt. Es ist selbstverständlich
auch möglich, an Stelle der Induktivität einen Ohnischen Widerstand zu verwenden,
wie dies in der Schaltung nach Fig. 9 geschehen ist. Der Widerstand 42. der über
den Kondensator 41 mit dem Anodenkreis der Röhre 4 gekoppelt ist. dient in einer noch
später zu erläuternden Weise zur Einleitung bzw. Unterbrechung der Stromstöße in den
Leistungsröhren 1 und 2. Die an dem Widerstand 42 auftretende Spannung liegt zu diesem
Zwecke im Eingangskreis der vor die Leistungsröhre geschalteten Röhre 5. Dieser Röhre werden gleichzeitig über die Wicklungen
19, 47 und 49 Spannungen zugeführt, die in den Ausgangskreisen der Röhren 4, 1
und 2 auftreten. An sich wäre es möglich, die Verstärkerröhre 5 fortzulassen und die erwähnten
Spannungen dein Gegentaktverstärker unmittelbar zuzuführen. Es ist jedoch im
Interesse der Erzielung möglichst steiler Stromstöße günstig, die erwähnten Spannungen
vor ihrer Zuführung zur Leistungsstufe zu verstärken. Die Induktivitäten 31, 32 und
21 dienen zur Herstellung der für das einwandfreie Arbeiten der Schaltung erforderlichen
Phasenbeziehungen.
Es werden jetzt die Vorgänge betrachtet, die sich bei der Erzeugung der Stromstöße
abspielen. In Fig. 5 ist der Verlauf der Anodenströme der Röhren 1 und 2 in Abhängigkeit
von der Spannung E0-Jix dargestellt,
wobei E0 die innere EMJv und Ex die
Spannung am äußeren Widerstand (Klemmenspannung) eines Rohres bezeichnet. Wie die
Fig. 5 zeigt, ist über einen mehr oder weniger breiten Bereich der Spannung E0-E1 der
Anodenstrom beider Röhren gleich Null. Dies ist notwendig, damit beim Übergang von
positiven zu negativen Werten des zu verstärkenden Stromes bzw. umgekehrt der positive
bzw. negative Stromstoß gelöscht ist, bevor der entgegengerichtete Stromstoß eingeleitet
wird.
So Wenn nun der zu verstärkende Wechselstrom
in der Primärwicklung 7 des Transformators 6 eine Spannung erzeugt, wird in der Wicklung 19 des Ausgangstransformators 16
eine entsprechende Spannung hervorgerufen, die gleichzeitig am Gitter des Rohres 5 wirksam
ist. Durch die Wicklungen 10, 11 und 12
des im Anodenkreis liegenden Transformators 9 wird diese Spannung auf die Gitter der
Rohre 1 und 2 übertragen. Durch die Wicklung 18 des Transformators 16 fließt, wie
schon erwähnt, ein Strom in den Ausgangskreis der Röhren 1 und 2, und zwar auf dem
Wege über die Wicklung 37 des Transformators 13, die induktivitäten und Widerstände
31» 32, 33 und die Wicklung 34 des Transfermators
14. In der Wicklung 30 des Gittertransformator 2j wird dabei eine derartige
Spannung erzeugt und über die Röhren 3, 4 und 5 an die (jitter der Röhren 1 und 2 übertragen,
daß die Spannung E0-Ex zunächst ungeändert
bleibt, trotzdem die Eingangsspannung E1T1 in der erwähnten Weise über die
Röhren 3, 4 und 5 die Gitter der Röhren 1 und 2 steuert. Die Einleitung eines Stromstoßes
beispielsweise in dem Rohr 1 erfolgt dadurch, daß die Spannung an der Serienschaltung
der Widerstände 40 und 20 bzw. der Induktivität 21 einen kritischen Wert
überschreitet. Diese Spannung liegt ebenfalls an dem Widerstand 42, der über die Kapazi- to
tat 41 mit dem Anodenkreis des Rohres 4 gekoppelt ist. Diese Spannung wird über das
Rohr 5 gleichfalls an die (jitter der Röhren 1 und 2 übertragen und soll bei der augenblicklichen
Betrachtung am Gitter des Rohres 1 eine positive, am Gitter des Rohres 2 eine
negative Spannung hervorrufen. Sobald der Anodenstrom des Rohres 1 einsetzt, werden
in den Wicklungen 47 und 39 der Transformatoren 45 und 13 Spannungen erzeugt, durch
welche sowohl über das Rohr 5 als auch direkt eine Rückkopplung bewirkt wird. Durch die
Rückkopplung steigt der Anodenstrom des Rohres 1 auf einen durch die Verhältnisse der '
Schaltung festgelegten Höchstwert. Dabei fließt ein Strom aus der Anodenstromquelle
AB durch die obere Hälfte des Widerstandes 33, die Induktivität 31, die Wicklung 37 des
Transformators 13 und die Siebschaltung 43 in das Rohr 1. Das plötzliche Anwachsen des
Anodenstromes steht in keiner Beziehung mehr zum augenblicklichen Verlauf der zu
verstärkenden Spannung E^1 am Transformator
6. Infolgedessen beginnt der Linearisierungsverstärker, der bestrebt ist, eine lineare
Beziehung zwischen der Eingangsspannung und der Spannung am Verbraucher herzustellen,
seine linearisierende Wirkung. Von dem Rohr 4 wird über die Wicklung 18 des
Transformators 16 ein Ausgleichsstrom hervorgerufen werden, der über die Transformatoren
13 und 14 im Verbrauchswiderstand 15
einen Summenstrom erzwingt, der mit dem Verlauf der an der Wicklung 7 liegenden Spannung übereinstimmt. Diese Steuerung des
Rohres 4 bzw. des Vorrohres 3 wird durch den Stromstoß des Rohres 1 selbsttätig über
den Transformator 2j bewirkt. Der Anodenstrom
des Rohres 4 sinkt und ruft in der Wicklung 19 sowie an dem Widerstand 42 eine iao
entgegengerichtete Spannung hervor, die sich nach dem Verlauf der Spannung an dem
Transformator 27 richtet und durch das Rohr 5
an das Gitter des Rohres 1 übertragen wird. Infolgedessen sinkt der Anodenstrom des
Rohres 1 gleichfalls, wobei durch die rückkoppelnde Wirkung der Transformatoren 45
und 13 bzw. ihrer Wicklungen 47 und 39 der Rückgang des Anodenstromes unterstützt wird
bzw. plötzlich erfolgt. Das Absinken des Anodenstromes hat" in der Wicklung 28 wieder
eine entgegengerichtete Spannung zur Folge, so daß die Röhren 3 und 4 umgesteuert
werden und der Anodenstrom des Rohres 4 wieder steigt und einen entsprechenden Ausgleichsstrom
hervorruft. Infolgedessen kehren sich auch die Spannungen am Transformator 16 bzw. der Wicklung 19 und an dem Widerstand
42 um, und das Spiel kann von neuem beginnen. Je nach dem Spannungswert, der an dem Transformator 6 vorhanden ist, ist
eine mehr oder weniger große Spannung an dem Widerstand 42 notwendig, um einen
Stromstoß im Rohr 1 einzuleiten. Auf diese Weise findet eine Regelung der Stromstöße
in Abhängigkeit von dem zu verstärkenden Strom statt. Nimmt die Spannung des letzteren
am Transformator 6 negative bzw. umgekehrte Werte an, so tritt das Rohr 2 in Tätigkeit, wobei die rückkoppelnde Wirkung
durch die Transformatoren 46 und 14 bzw. die Wicklungen 49 und 36 hervorgebracht
wird.
Die durch das stoßweise Ansteigen und Absinken des Anodenstromes entstehenden
hohen Frequenzen werden durch die Siebmittel 43 und 44 zurückgehalten, so daß im
Stromkreis des Verbrauchers 15 im wesentlichen nur die d'er Eingangswicklung 7 zugeführten
Frequenzen vorhanden sind. Sind nach der Beseitigung der Stoßfrequenzen durch die Filter noch nichtlineare Verzerrungen
vorhanden, so werden diese durch die Wirkung des Linearisierungsverstärkers beseitigt.
In Fig. 6 ist eine Ausführungsform einer Siebschaltung und in Fig. 7 die durch eine derartige Siebschaltung bewirkte Abflachung
eines Stromstoßes angenähert wiedergegeben.
Der Punkt K1 der Siebschaltung (Fig. 6)
entspricht dem Anodenanschluß der Röhren 1 bzw. 2, der Punkt /C2 dem Anschluß der
Transformatoren 13 bzw. 14 und der Punkt K3
der Erdung. Die bereits genannten Widerstände sind mit W1, W2, IV3 bezeichnet. In
der Zeit zwischen zwei Stromstößen werden die Kondensatoren C1 und C2 aufgeladen.
Während eines Stromstoßes findet über die Widerstände W1, W2, W4 und über das zugehörige
Rohr eine Entladung dieser Kondensatoren statt, wobei gleichzeitig eine Stromnachlieferung aus der Anodenstromquelle
erfolgt. Durch die Wirkung der genannten Schaltelemente und ebenfalls der Induktivität
L1 kann im Belastungswiderstand ein Stromverlauf erzielt werden, der der
Kurve b (Fig. 7) entspricht, wenn durch das Rohr ein Stromstoß von der Form α erfolgt.
Durch die Überlagerung aller Stromkurven b wird die gewünschte Stromform im Belastungswiderstand
erreicht.
Die Widerstände W1, W^ W3 erfüllen noch
einen weiteren Zweck, der darin besteht, daß bei Blindbelastung durch den Widerstand 15
die von der Anodenspannungsquelle gelieferte Energie in diesen Widerständen vernichtet
wird, damit eine schädliche Belastung der Leistungsrohre vermieden wird. Bei Wirkbelastung
durch den Verbrauchswiderstand 15, der durch die Wicklungen· 35, 38 der
Transformatoren 13, 14 mit dem Anodenkreis der Rohre 1 und 2 gekoppelt ist, wird fast der
gesamte Betrag der von der Anodenstromquelle AB gelieferten Leistung durch den
Widerstand 15 verbraucht. Ist dagegen der Widerstand 15 ein Blindwiderstand, so wird
ebenfalls von der Anodenstromquelle AB eine den Spannungen der Transformatoren 13, 14
proportionale Leistung geliefert. Da der Widerstand 15 keine Leistung aufzunehmen vermag,
muß dieselbe in den Rohren und in den Siebschaltungen vernichtet werden. Bei riehtiger
Bemessung der Siebschaltungen kann der auf die Rohre 1 und 2 entfallende Betrag
sehr gering gehalten werden.
Wie schon erwähnt, ist für die Verwirklichung des Erfindungsgedankens ein mögliehst
steiler Anstieg der einzelnen Stromstöße erforderlich. Bei der in Fig. 4 dargestellten
Schaltung wird dieser steile Anstieg bei Hochvakuumröhren durch besondere Kunstschaltungen (mehrfache Rückkopplungen)
herbeigeführt.
Für die Steuerung von Leistungsröhren gemäß der Erfindung kann auch von beliebig
periodisch wirkenden Einrichtungen Gebrauch gemacht werden, deren Schwingungsdauer
beeinflußbar und so kurz ist, daß die verstärkte Wiedergabe einer gewünschten Stromkurvenform
hinreichend genau erfolgt. Als solche Einrichtungen seien beispielsweise Schaltungen erwähnt, in denen Kippschwingungen
hervorgerufen werden. Als Mittel hierfür sind z. B. Glimmlampen bekannt, die sich im -Parallelkreis zu einer Kapazität oder
Kapazität enthaltenden Schaltung befinden. Die Beeinflussung der Schwingungsdauer
kann dadurch erfolgen, daß in die Zuführung zu der aus Glimmlampe und Kapazität gebildeten
Kombination bzw. in Serie mit dem den Aufladungs- oder Entladungsvorgang regelnden Widerstand oder an Stelle desselben
ein Verstärkungsmittel gelegt ist, das von dem zu verstärkenden Strom gesteuert
wird. Das Verstärkungsmittel wirkt in diesem Falle als veränderlicher Widerstand, wodurch
die Schwingungsdauer der Kippschwingung ebenfalls geändert wird. Der Steuerung der Verstärkungsmittel
können gleichfalls fremderregte Schwingungsvorgänge dienen, deren Frequenz oder Kurvenform
durch Beeinflussung der Fremdsteuerung im Sinne des zu verstärkenden ίο Stromes geändert werden kann.
Claims (10)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Leistungsverstärkung, dadurch gekennzeichnet, daß Hochvakuumröhren derart gesteuert werden, daß in ihren Anodenkreisen Stromstöße von annähernd gleicher Amplitude und von oberhalb des zu verstärkenden Frequenzbandes liegender Frequenz entstehen, die durch Stromlücken getrennt sind und deren Dauer oder Frequenz oder beide derart von den Augenblickswerten des zu verstärkenden Stromes abhängig gemacht sind, daß nach Absiebung sämtlicher oberhalb des zu verstärkenden Bandes liegender Frequenzen der durch den Verbraucher fließende Strom einen dem zu verstärkenden annähernd proportionalen Verlauf zeigt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärker in einer Gegentaktschaltung derart gesteuert werden, daß bei positiven bzw. negativen Werten der zu verstärkenden Stromkurve entsprechende Anodenstromstoße der einen oder anderen Seite des Gegentaktsystems entstehen.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verstärkungsmittel oder mehrere parallel derart gesteuert werden, daß ein Höchstwert und ein Tiefstwert des aus den Stromstößen gebildeten Mittelwertes dem positiven und negativen Höchstwert des zu verstärkenden Stromes entspricht.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Verstärkungsmittel Hochvakuumröhren verwendet werden, deren Gitter ins Positive übersteuert werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Verstärkungsmittel durch eine von dem zu verstärkenden Strom beeinflußte Rückkopplung bewirkt wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Verstärkungsmittel durch von dem zu verstärkenden Strom beeinflußte fremdgesteuerte oder selbsterregte Schwingun- gen vorgenommen wird (Relaxations schwingungen usw.).
- 7. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Zurückhaltung der durch die stoßweise Aussteuerung entstandenen Stoßfrequenzen vorgesehenen Netzwerke so bemessen sind, daß bei Blindlast im Verbrauchskreise der Leistungsverbrauch vorzugsweise durch die Netzwerke erfolgt.
- 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem stoßweise gesteuerten Verstärker ein Linearisierungsverstärker gekoppelt ist, der die in dem ersten Verstärker entstehenden nichtlinearen Verzerrungen kompensiert.
- 9. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zum Leistungsverstärker ein nur in dem linearen Teil seiner Kennlinie ausgesteuerter Linearisierungsverstärker ausgangsseitig parallel geschaltet ist, dessen innerer Spannungsabfall z. B. durch Rückkopplung kompensiert und an dessen Eingang außer der zu verstärkenden Spannung eine weitere dem von beiden Verstärkern gelieferten Summenstrom proportionale Spannung gelegt ist, deren · reelle Komponente der zu verstärkenden Spannung entgegenwirkt, wenn die reelle Komponente des Belastungswiderstandes positiv ist.
- 10. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch im Ausgangskreis des Linearisierungsverstärkers liegende, mit dem Eingangskreis des Leistungsverstärkers gekoppelte Schaltelemente eine derartige Beeinflussung des Leistungsverstärkers durch den Linearisierungsverstärker herbeigeführt wird, daß die Stromstöße in dem Leistungsverstärker in Abhängigkeit von dem jeweiligen Augenblickswert des zu verstärkenden Stromes geregelt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES100640D DE644520C (de) | 1931-08-27 | 1931-08-27 | Verfahren zur Leistungsverstaerkung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES100640D DE644520C (de) | 1931-08-27 | 1931-08-27 | Verfahren zur Leistungsverstaerkung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE644520C true DE644520C (de) | 1937-05-05 |
Family
ID=7523200
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES100640D Expired DE644520C (de) | 1931-08-27 | 1931-08-27 | Verfahren zur Leistungsverstaerkung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE644520C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1030393B (de) * | 1954-01-06 | 1958-05-22 | Rochar Electronique | Niederfrequenzverstaerker mit Gegentakt-Endstufe und Impulssteuerung |
| DE1058558B (de) * | 1955-09-01 | 1959-06-04 | Hazeltine Corp | Verfahren und Anordnung zur Verstaerkung einer Spannung, insbesondere einer Wechselspannung sehr niedriger Frequenz oder einer veraenderlichen Gleichspannung |
| DE1141675B (de) * | 1956-05-29 | 1962-12-27 | Paul Romberg Johannessen | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Leistungsverstaerkung einer amplitudenmodulierten Schwingung |
| DE1147266B (de) * | 1960-02-17 | 1963-04-18 | Csf | Transistorverstaerkeranordnung |
| DE1161953B (de) * | 1960-03-08 | 1964-01-30 | Kieler Howaldtswerke Ag | Anordnung zum Verstaerken von Gleich- oder Wechselspannungen |
| DE1176716B (de) * | 1961-03-06 | 1964-08-27 | Intermetall | Schaltungsanordnung fuer einen Niederfrequenzverstaerker mit einem zweipoligen Schaltelement |
-
1931
- 1931-08-27 DE DES100640D patent/DE644520C/de not_active Expired
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1030393B (de) * | 1954-01-06 | 1958-05-22 | Rochar Electronique | Niederfrequenzverstaerker mit Gegentakt-Endstufe und Impulssteuerung |
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| DE1176716B (de) * | 1961-03-06 | 1964-08-27 | Intermetall | Schaltungsanordnung fuer einen Niederfrequenzverstaerker mit einem zweipoligen Schaltelement |
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