CH192633A - Verfahren zur Herstellung von Gegenständen mit erhaben gemusterter Oberfläche aus Textilzeug und Gummi. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gegenständen mit erhaben gemusterter Oberfläche aus Textilzeug und Gummi.

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CH192633A
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Guttapercha Es Gummia Hungaria
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Guttapercha Es Gummia Hungaria
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  Verfahren zur Herstellung von Gegenständen mit     erhaben    gemusterter     Oberfläche     aus     Textilzeug    und Gummi.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung von Gegenständen,  insbesondere     Schuhoberteilen,    mit erhaben  gemusterter Oberfläche -     d.    h. solcher Ge  genstände, deren     Oberflächenmusterung    aus  Erhöhungen und Vertiefungen besteht   aus Textilzeug, vorzugsweise Leinwand und  Gummi, durch mittels Pressens erfolgende       Vereinigung    von Gummiplatten mit dem  Textilzeug.  



  Das     Aufpressen    von     unvulkanisierten     Gummiplatten auf     Leinwand    nebst gleich  zeitiger Musterung der     CTummioberflä.che    ist  bekannt und     es    ist auch ein Verfahren zur  Herstellung von nur stellenweise mit Gummi  bedeckten     Leinwandschuhoberteilen    bekannt,

         bei    dem     auf    die     Leinwand    eine     unvulkani-          sierte    Gummiplatte aufgelegt und     mittels     einer     kombinierten    Stanz- und     Pressplatte    aus  der     Gummiplatte    die     Gummistücke    entspre  chender     Form        ausgestanzt,    auf     Jie        Leinwand            aufgepresst,

      entlang der     Umrisslinien    stumpf  verschweisst und gegebenenfalls an der       Gummioberfläche    gleichzeitig auch mit einer       erhabenen.        AZusterung    versehen     werden,    wo  bei die     Pressplatte    und     Unterlagplatte,    zwi  schen. welchen .das Pressen erfolgt, beheizt  werden, um     das    Gummimaterial zu erweichen  und dadurch sein     Eindringen    in die     Maschen     der Leinwand zu erleichtern.

       Hierbei    wird       das    Austreten des     erweichten    Gummimate  rials aus der beim Pressen im Wesen ge  schlossenen     Pressform    der     Press.platte        und,die     hierdurch     verursachte        Verunreinigung    der       überzugsfrei    zu haltenden     Leinwandteile     durch die zum Stanzen     benützten,    aus der  Ebene ,derselben emporragenden Kanten der       Pressplatte,    .die sich ,dichtend an die     Lein-          wandoberflächeanpressen,    verhindert.

    



  Gemäss der     Erfindung    erfolgt     nun    das       Aufpressen    der     unvulkanisierten        Gummiplat-          ten    auf das     Textilzeug,    z.

   B,     Leinwand    oder      anderes Gewebe, Wirk- oder Strickware,  aus beliebigen     Faserstoffen,        zwischen;        einer     geheizten,     vorteilhaft    starren und ebenen       Pressplatte    und einer gekühlten, aus elasti  schem und nachgiebigem     Material    bestehen  den, vorteilhaft oberflächlich erhaben     gemu-          sterten    Werkzeugplatte,

   wobei die beim An  fang des     Pressens    herrschende Temperatur  der mit der Gummiplatte in     Berührung    ste  henden     Werkzeugplattenoberfläche        minde-          stens    um     1,5      C     unter    d er     Pressplattentempe-          ratur    liegen muss.  



  Die     aufzupressende        unvulkanisierte    Gum  miplatte kann hierbei auf die Werkzeug  platte gelegt und mit :dem Textilzeug bedeckt  werden, wodurch erreicht     wird,        dass:        die        Be-          heizung    des Gummimaterials nur     einseitig     und     mittelbar,    d. h.

       mittels    der durch das       Textilmaterial    auf die     Gummiplatte        über-          tragena        Wärme    der     Pressplatte    erfolgt. Nach  derart erfolgter Vereinigung     des    Textilzeugs  und der     Gummiplatte    kann letztere in belie  biger     bekannter    Weise lackiert und vulkani  siert werden.  



       Überraschenderweise    ist dieses Verfahren  gleich gut .dazu geeignet,     Textilzeug    mit ,das  selbe     ganz    oder nur     stellenweise        bedeckenden,     scharf     abgegrenzten        Gummiüberzügen    mit  klaren,     unverwischten        Umriss.linien    und schar  fer     Oberflächenmusterung    zu versehen und  weist in beiden Fällen bedeutende Vorteile  gegenüber sämtlichen     bisher        bekannten    Ver  fahren auf.  



  Im Falle der Herstellung von vollständig  mit     Gummi    überzogenem     Textilzeug        besteht     der Vorteil, dass, die     Werkzeugplatte        mit          einer    beliebigen, das Original haargenau     und     täuschend     ähnlich        nachahmenden    erhaben  gemusterten     Oberfläche    durch Pressen in der       entenstehend    beschriebenen Weise sehr  leicht, schnell und billig hergestellt werden  kann.     Es    ist daher möglich, z. B.

   Leder  imitationen, ferner     Imitationen    von Stroh  geflecht,     Matten        und    dergleichen aus Textil  zeug und Gummi billig, schnell und daher  den jeweiligen     Bedürfnissen    der bekannt  lich oft     wechselnden    Mode sofort entspre-         chend,    herzustellen. Diese     Imitationen        sind     z. B. zur Herstellung von     Aktentaschen,     Reisetaschen und     sonstigen    Gebrauchs-,       Reise-    und     Toilettengegenständen    oft besser  geeignet, als das nachgeahmte Originalmate  rial, z.

   B.     Krokodilleder,        Schlangenhaut     oder dergleichen selbst, da     man    ihre Eigen  schaften dem jeweiligen     Zweck    weitgehend  anpassen kann.  



  Im Falle .der Herstellung von nur stel  lenweise mit Gummi überzogenem Textil  zeug, z. B.     hreinwandschuhoberteilen,    ergeben  sich noch bedeutendere     Vorteile.    Erstens be  trägt der Preis der     Werkzeugplattere    nur  einen     geringen        Bruchteil    des     Preises    der ent  sprechenden     bekannten        kombinierten        Stanz-          und        Pressplatten    aus     Meta.11.    Dieser Umstand       besitzt    besonders bei der     Schuhfabrikation,

       wo     bisher    für jede Grösse ein     besonderes          Presswerkzeug    notwendig war, deshalb aus  schlaggebende Bedeutung, weil es     mittels     des erfindungsgemässen Verfahrens möglich  ist, mittels     denselben        Werkzeugplatte    Schuh  oberteile verschiedener Grösse     herzustellen,     und demzufolge     -der    Preis     eines,    für die       Schuhfabrikation    geeigneten erfindungsge  mässen     Werkzeugsatzes    ,

  gegebenenfalls nur  etwa ein     Hundertstel    des     Preises        des    bekann  ten     Werkzeugsatzes        beträgt.    Dies wird durch  die Nachgiebigkeit und Elastizität :

  der erfin  dungsgemässen     Werkzeugplatten    ermöglicht,  an welchen     das    Entstehen der zur Verhinde  rung des     Verschmierens    der Ränder -der auf  zupressenden     Gummiplatten        notwendigen,     ,die     Gummiplatten    in sich aufnehmenden  Vertiefungen nicht durch vorangehende Be  arbeitung der Plattenoberfläche, sondern  durch die Form und Grösse der aufgelegten       Gummiplatten    selbst bedingt     ist        und    dem  nach beim     Aufpressen    der aufgelegten       Gummiplatten    selbsttätig erfolgt.

   Demzu  folge können mit derselben     Werkzeugplatte          Gummiplatten    verschiedener Grösse richtig       aufgepresst,    und daher auch     Schuhobea-teile     verschiedener Grösse hergestellt werden.

       Die          Lebensdauer    der erfindungsgemässen     Werk-          zeuge    ist zwar geringer als     diejenige    der  Metallwerkzeuge, doch ist     dies    beim obigen      Preisunterschied     belanglos,    ja sogar oft vor  teilhaft, da anlässlich der Herstellung neuer  Werkzeuge neue, der jeweiligen Mode     besser          entsprechende    Muster gewählt werden kön  nen.

       Ferner    ist .das Verfahren auch deshalb       vorteilhaft,    weil man mit demselben sehr  schnell und sicher arbeiten und an verschie  denen Stellen der     Leinwand    Gummiüberzüge  verschiedener Dicke, z. B. stärkere Kappen,  herstellen und das Textilzeug an .den Rän  dern     gegebenenfalls    sehr einfach, billig,  dauerhaft und in gefälliger Weise auch ein  säumen kann. Zu diesem Zwecke bestreicht  man die Ränder mit     Gummilösung,    legt sie  um, und drückt sie, z.

   B. mit einer Rolle,  leicht zusammen, damit sie     aneinanderkleben     und presst .sie nach     Verflüchtigung,des    Lö  sungsmittels im     Arbeitsgäng    des     Aufpressens     der     Gummiplatten    zwischen der Werkzeug  und Heizplatte     stark    zusammen. Nach dem  Vulkanisieren sind die     aufeinander    gepressten       Leinwandflächen    durch die     zwischenliegende          Gummischicht        beinahe    unzertrennbar ver  einigt.  



  Im Falle der     Herstellung    von nur stel  lenweise mit Gummi überzogenen     Textilmate-          rial        kann,die    freie Gummioberfläche der auf  gepressten Gummiplatten sowohl     glatt,    wie  erhaben     gemustert    sein, da im ersteren Falle  ebenfalls ein Gegenstand erhaben: gemuster  ter Oberfläche entsteht.  



       Wenn        mittels    des erfindungsgemässen       Verfahrens    das     Textilmaterial    nur stellen  weise bedeckende Gummiplatten     aufgepresst     werden, ist es zwecks Erzielung :scharfer       Umrisslinien        vorteilhaft,    den grössten     Press-          druck    von z.     B.    13 bis 2:5 kg/cm' plötzlich,  d. h. während eines Bruchteils der gesamten       Presszeitdauer,    auszuüben:

   Hierdurch kann  die am     Anfang    des Pressens noch     unbeheizte     und daher     unerweichte        unvulkanisierte          Gummiplatte    plötzlich in .die     elastische    und  nachgiebige     Werkzeugplatte        gedrückt    und  dadurch in derselben     eine    der jeweiligen  Form der     aufzupressenden        Gummiplatte    ent  sprechende     Vertiefung    geschaffen werden,

    deren Tiefe - je nach     .dem        Pressdruck    und       sonstigen        Umständen.    - gleich oder kleiner    als die     Stärke    der     aufzupressenden        Gummi-          platte    ist und die nach dem Pressen infolge  .der Elastizität des     Pressplattenmaterials,

      wie  der     verschwindet.    Im     Laufe    des     Aufpressens     wird nun .die auf dem Textilzeug aufliegende  Seite der     Gummiplatte    durch die     Beheizung     plastisch     und    dringt im     gewünschten    Masse  in die Maschen des     Textilzeugs        ein,        indem     der hierzu erforderliche     Druck    auf die an  ,dere,

   auf die     Werkzeugplatte        aufliegende     Seite derselben .durch die Elastizität des  Materials der     Werkzeubgplatte        und    gegebe  nenfalls der ebenfalls     elastischen    Unterlag  platte     derselben:    ausgeübt wird. Das Pressen  kann nach plötzlicher Entfaltung     des,    maxi  malen     Pressdruckes    mit stetig abnehmendem       Pressdruck,    vorteilhaft in     einer        K:niehebel-          presse    oder einer andern     .geeigneten    Presse,  z.

   B. derart     ausgeführt    werden,     dass@    die Plat  ten der Presse plötzlich .gegeneinander ge  drückt werden, ihr hierdurch     erzielter    gegen  seitiger Abstand aber während     @derPressdauer     unverändert bleibt. Der .gegenseitige Ab  stand der     Pressplatten        während,d-er        Press.dauer     wird bei     gniehebelpressen    infolge     deren;    Bau  konstant     gehalten.,    hei     andern.    Pressen kann  dies z. B. durch geeignete     Distanzstücke    ge  sichert werden.

   Das     Pressen.    kann     aber    auch  in üblicher     Weise,    d. h.     mit    langsam zuneh  mendem     Press.druck,    erfolgen.  



  Die     Beheizung    der     meistens    aus     Eisen,    im  Falle von     grossen,    Höhenunterschieden der       Musterung    aber gegebenenfalls auch aus gut  wärmeleitendem     Gummi    oder dergleichen be  stehenden und gegebenenfalls auch eine er  haben     gemusterte        Oberfläche    aufweisenden       Pressplatte    kann     beliebig,    z. B.     elektrisch     oder     mittels    Heizschlangen usw. erfolgen,  ihre Betriebstemperatur liegt in der Regel  etwa     zwischen    40 und<B>150'</B> C.

   Je höher .die  Temperatur der     Pressplatte    ist, desto :geringer  kann im     allgemeinen        die    z. B. zwischen etwa  ss und 65 Sekunden     liegende        Presszeitdauer     sein, doch sind     meistens    mittlere Tempera  turen von     etwa        160,    bis<B>90'</B> C     vorteilhaft,

          @da     dann     Vulkanisationsgefahr    sicher     vermieden     wird und für die     elastischen    Werkzeugplat  ten oft schon die     näDtürliche        Luftkühlung         ausreicht.

   Die vor .dem     Pressen,    d. h. beim  Anfang des     Pressens    herrschende Tempera  tur der     #Verkzeuagplattenoberfläche    soll näm  lich um mindestens 15     bis    20   C unter .der  Temperatur der geheizten     Pressplattenober-          fläche    liegen, im     Falleder    Verwendung von       Gummiplatten,    die aus dem üblichen     Gummi-          materia1        bestehen,    etwa<B>50'</B> C aber nicht  übersteigen,

   da während des     Pressens    eine       Temperaturerhöhung    der Werkzeugplatte  stattfindet und     allzuhohe        Werkzeugplatten-          temperatur    wegen der Gefahr des     Verschmie-          rens    und     Festhaftens    der     Gummiplatte    ver  mieden werden     muss.    Die     natürliche    Luft  kühlung     kann    :durch künstliche Luftkühlung,       Wasserkühlung,    oder beiden,     unterstützt     werden,     indem    z.

   B. diejenige Platte der  Presse, auf welcher die     Werkzeugplatte    oder  deren     Unterlagplatte        aufliegt,    durch     Lei-          ttrngswasser    von z. B. 10     bis    15   C durch  strömt wird.  



  Das     Material    der Werkzeugplatte     und     die Stärke derselben inne den jeweiligen       Arbeitsbedingungen    entsprechend gewählt  werden,     damit    die Oberfläche derselben     mit     der     gewünschten        Musterung    versehen werden  und sich in der     Werkzeugplatte    die zur völli  gen oder teilweisen Aufnahme der Gummi  platte     geeignete    Vertiefung ausbilden kann.  Zu letzterem Zwecke     ist    es meistens erfor  derlich, dass die Stärke der     Werkzeugplatte     das mehrfache, z.

   B. 2- bis, 8fache, der  Stärke der     aufzupressenden    Gummiplatten  beträgt. Als     Werkzeugplattenmaterial    sind  verschiedene     Kunstmassen,        insbesondere    die       bekannten        sogenannten    "halbharten" Gummi  massen     geeignet.    Oft     ist        es    vorteilhaft, wenn  die     Werkzeugplatte    aus mehreren Schichten       verschiedener        Härte        besteht,    z.

   B. einer ober  sten     verhältnismässig        dünnen    und     harten,     oberflächlich erhaben gemusterten Schicht,  einer     darunterliegenden    stärkeren und wei  cheren Schicht und einer noch     stärkeren    und  weicheren     Unterlagplatte.    Die mit der     un-          vulkanisierten    Gummiplatte in Berührung       gelangene    Oberfläche ,der     Werkzeugplatte    ist  mit einem das     Festhaften    der Gummiplatte       verhindernden        Überzug,    z.

       B.,        Lacküberzug,       versehen.     Es    sind aber auch diese     Oberfläche     nur an     edengewünschten    Stellen bedeckende  andere Überzüge, z. B. dünne Metallüber  züge,     verwendbar.    Vor dem Auflegen der     un-          vulkanisierten        Gummiplatte    kann man die       Werkzeugplattenoberfläche    auch mit     Ulkum     oder dergleichen     bestäuben:,    eventuell be  spritzen., um das Festhaften der     Gummi-          platte    sicher zu verhindern.

    



  Falls die     Werkzeugplatte    eine erhaben       gemusterte    Oberfläche besitzt, kann sie       zweckmässig    ebenfalls durch Pressen     im    war  men Zustande hergestellt werden, indem auf  die noch weiche oder erweichte Platte aus  z. B.     halbhartem        Gummimaterial,        das    die ge  wünschte     Musterung        tragende        Original,     z. B. präpariertes Leder,     gravierte    Metall  platte oder dergleichen     aufgepresst    wird.

         Überraschenderweise        wurde        ,gefunden,    dass  hierdurch das Original haarscharf kopiert  werden kann, so dass z. B. bei Benützung  eines aus Leder, oder     Textilmaterial    und  Leder,

   bestehenden     Schuhoberteils    als Origi  nal selbst dessen Nähte an der     Werkzeug-          platte        naturgetreu        erschienen    und beim mit  dieser     Werkzeugplatte    durchgeführten Pres  sen als erhabene     Musterung    der auf das       Textilmaterial        aufgepressten    Gummiplatte  genau wiedergegeben     werden.    Die Herstel  lung solcher     Werkzeugplatten    erfolgt z. B.

    derart, dass auf die     unvulkanisierte    halb  harte     Gummiplatte    das zu kopierende Origi  nal aufgelegt und     mittels    einer geheizten       Pressplatte    unter     stetig    oder     stufenweise    er  höhtem     Drucke    langsam     aufgepresst    wird.  Nach Erreichung der erforderlichen Schärfe  der Musterung wird das Original von der  Gummiplatte abgehoben, dieselbe lackiert  und vulkanisiert.

   Falls     mehrschichtige    Werk  zeugplatten     hergestellt    werden, wird die här  teste     ;Schicht    allein in der obigen Art ge  presst und mit der weicheren Schicht durch       einmaliges        Zusammenpressen,    und Vulkani  sieren     vereinigt.     



       Das    erfindungsgemässe Verfahren wird       nachstehend    mit     Bezugnahme    auf die Zeich  nung in einigen     Beispielen    näher beschrie-           ben,    ohne jedoch auf die Beispiele     beschränkt     zu     sein.     



  <I>Beispiel 1:</I>       Zwecks    Herstellung einer     Ei.dechsenhaut-          imitation    wird :die gegebenenfalls voran  gehend durch entsprechende Präparierung in       bekannter    Weise oberflächlich     gehärtete          Eidechsenhaut    auf eine     unvulkanisierte    halb  harte Gummiplatte von etwa 4 bis 5 mm  Stärke gelegt und an dieselbe mit absatz  weise erhöhtem Drucke in einer     handbetätig-          ten        Kniehebelpresse,

  deren    auf die     Eidech-          senhaut    aufliegende     Pressplatte    auf etwa  80   C beheizt ist,     angepresst.    Das die ent  sprechenden bekannten Füllstoffe     etc,    enthal  tende Material dieser Gummiplatte besitzt  nach dem Vulkanisieren eine     Shore-Härte    von  etwa 90 bis 97   und eine     Shore-Elastizität     von etwa. 15 bis, 25  .

   Nachdem :die durch  das Pressen     entstandene    erhabene     Oberflä-          chenmusterung    der Gummiplatte die ge  wünschte Schärfe .erlangt hat, :d. h. nach  etwa 1.2, bis 16 Minuten, wird die     Eidechsen-          haut    von der     Gummiplatte    entfernt, dieselbe       lackiert    und in üblicher Weise vulkanisiert.

    Auf die     :derart        hergestellte    Werkzeugplatte  wird nun eine     unvulkanisierte,    .dem Original  entsprechend gefärbte, etwa 0,8 mm starke  Gummiplatte üblicher Zusammensetzung, die  schon die zum Vulkanisieren nötige Zusätze  enthält,     belegt,    hierauf ein etwa     .gleichstar-          kes        Leinwandstück    entsprechender Grösse.

    Das     Aufpressen    der     Gummiplatte    auf die       Leinwand        erfolgt        zwischen        einer    auf etwa  <B>70'</B> C     beheizten,    auf die     Leinwand    auflie  genden     eisernen    ebenen     Pressplatte    und der  auf Zimmertemperatur gehaltenen obigen       Werkzeubgoplatte    in     einer    beliebigen Presse  unter entsprechendem, etwa 20     kg/em@        betra-          gendem,

      schnell ausgeübtem     Druck    und       dauert    etwa 10 bis 15     Sekunden.        Hiernach          wird    das Leinwandstück     mitsamt    der nun  mehr mit ihm     vereinigten    Gummiplatte von       derWerkzeugplatteabgenommen,    die     Gummi-          oberfläche    gegebenenfalls dem Original ent  sprechend bemalt, lackiert und vulkanisiert.  



  Genau in der obigen Weise     können    andere       Lederimitationen    usw. hergestellt werden,         und    man     kann    dieselben in     manchen        h'ällen.,          vorteilhaft    in     unvulkanisierteni        Zustande,     z. B. zu     Schuhen,        verarbeiten        und    erst im  fertigen Zustande     vulkanisieren.     



  <I>Beispiel 2:</I>  Zwecks     Herstellung        eines    aus Leinwand  und Gummi bestehenden, mit einem     ihn    nur       stellenweise    bedeckenden     Gummiüberzug        ver-          sehenen        Schuhoberteils        wird    die obere, er  haben     gemusterte    Schicht (der Werkzeug  platte in der im     Beispiel    1     angegebenen     Weise hergestellt,

   als Original aber statt der       Eidechsenhaut    ein aus Leinwand und Leder  in üblicher     Weise        hergestellter    Schuhober  teil benützt, der auf     :eine        halbharte        Gummi-          platte    von etwa 2 mm .Stärke gepresst     wird.     Nachdem die Oberfläche derselben die Mu  sterung des,     Originals    schon     aufgenommen     hat, legt man eine 2,5 bis 3 mm starke,     etwas     weichere halbharte     unvulkanisierte    Gummi  platte darunter,     presst    beide zusammen,

   ent  fernt dann das     Original    von der     Platten-          oberfläche    und     vereinigt    die beiden Platten  durch :das nach dem     .Lackieren    der Ober  fläche erfolgende Vulkanisieren     endgültig.     Nach :

  dem     Vulkanisieren    beträgt die     Shore-          Härte        (H0)    der     zweisehiclhtigen        fertigen          Werkzeugplatte    - je nach     Muster    und Ver  wendungszweck - etwa 6,5     bis9    94, ihre       Shore-Edastizität   <B>(EG)</B> etwa 20 bis     3'5.        Fig.    1  der Zeichnung     zeigt    die Draufsicht auf die  derart hergestellte     Werkzeugplatte        1-,

          Fig.    2       eine        vergrösserte,        das    Pressen veranschau  lichende     .Seitenansicht    der     Pressplatten    mit       dazwischengelegter    Gummiplatte     und    Lein  wand.

   Nach     hauchdünner        Bestäubung        ihrer     erhaben     ,gemusterten    Oberfläche     wird    auf die       Werkzeugplatte        eine        unvulkanmierte    Gummi  platte 2 gelegt, deren Form in     Fig.    1 durch  die     punktierte        Linie    angedeutet ist und die  z.

   B.     ,durch        ,Stanzen:    oder     Ausschneiden        aus     im     Kalander    hergestellten     grossen        Gummi-          platten    üblicher     Zusammensetzung    die     ge-          wünschte        Form    erhalten hat.

   Die     Stärke    der  selben beträgt     z.        B.    0,9 mm, ihre     Shore-          Härte    etwa     22    bis 30, ihre     Shore-,Elastizität     <B>16</B> bis 22.     Hierauf        legt    man nun     das    Lein-           wandstüek    3 aus     dichtgewebter,        zur        Vierstel-          lung    von     Schuhoberteilen    üblicher     Leinwand     von z.

   B. 0,8     m.m    Stärke,     .dessen        Umrisslinie     in     Fig.    1     mit        gestrichelter        Linie        angedeutet     ist.

   Die derart vorbereitete Werkzeugplatte       wird    nun auf .die aus     vulkanisiertem    Gummi  bestehende     Unterlagplatte    4 von etwa 9     mm          Dicke    gelegt, deren     !Shore-Härte        etwa    401     bis     55,     Shore-Elastizität    etwa 7,5 bis 90 beträgt       (Fig.    2).

   Dieselbe befindet sich auf der  durch     Leitungswasser    von 13   C durchström  ten     Kühlplatte        .5,    in welche     das.    Wasser  durch den Rohrstutzen .5a     eintritt    und durch  den Stutzen 5 b     ausströmt        und    die auf der  untern beweglichen Platte 6 der     Kniehebel-          presse        befestigt    ist.

   Die obere feststehende  Platte 7 der     Kniehebelpresse        ist        mittels    der       schematisch        dargestellten,    Widerstände elek  trisch je nach den     Betriebsbedingungen    auf  etwa 50     bis        11!0      C erhitzt.

   Die Presse     .wird     derart     betätigt,        @dass!    die     Platten    6 und 7  durch     Hochdrücken    -der     Platte    6     innerhalb     etwa 0,2 bis 1,5 Sekunden     in        ihre    relative       Endstellung        gedrückt    und     in    derselben     dann     während der     Presszeitdauer    von 3 bis, 6     Se-          kunden,

          gehalten        werden.    Nach     Beendigung     des     Pressens        wird    das     nun    mit der     Gummi-          platte        vereinigte        Leinwandstück    3 von     ,der          Werkzeugplatte    1 entfernt, dieselbe     mittels     natürlicher oder     künstlicher    Luftkühlung auf  etwa 22 bis<B>50'</B> abgekühlt und     weiter        in,

  der     obigen     Weise        benützt,    während der Schuh-         oberteil        verarbeitet,        lackiert        und        vulkanisiert     wird.  



       Beispiel   <I>3:</I>       Zwecks        Vermeidung        desjenigen;    Nachteils       :der        Arbeitsweise    des     Beispiels    2, dass     ,die    auf  zupressende     Gummiplatte        ziemlich        genau    auf  die     entsprechende        Stelle    der     Werkzeugplatte     gelegt werden     muss"    und,

       dass    man für jede  Grösse     eine        besondere        Werkzeugplatte    be  nützen     muss-,        wird        .die        Werkzeugplatte    ,durch       Anpressen        einer        Metallplatte        besonderer          Oberflächenmusterung        hergestellt.        Fig.    3  zeigt die     Draufsicht    auf     die    derart herge  stellte     Werkzeugplatte,

      wobei die     Umrisslinie     der     aufzupressenden        Gummiplatte        durch    die       punktierte        Knie,    die     Umrisslinie    des     Lein-          wandstückes        durch    die     gestrichelte        Linie    an  gedeutet wird.

   Der     Oberflächenteil    la der       Werkzeugplatte    ist     karriert,    der Teil     1b     glatt, der     Teil        1e    schraffiert     und        der    Teil       1d    grob schraffiert     gemustert.    Vor Auflegen  der     aufzupressenden        Gummiplatte    2 von  z.

   B. 0,8     mm        Stärke        wird    aber     auf    die Werk  zeugplatte 1 vorerst die mit     strichpunktier-          ter    Linie angedeutete zweite     unvulkanisierte          Gummiplatte        Zia    von z.

   B. 0,4     mm    Stärke  gelegt,     um    eine     verstärkte    Kappe am Schuh  oberteil     herzustellen.    Diese Platte 2a     wird     mit der     Platte    2 durch     das    Pressen und Vul  kanisieren     vollkommen        vereinigt.     



  Einige der     verschiedenen.    Arbeitsbedin  gungen der     Beispiele    .2 und     3.    zeigt ,die enten  stehende Tabelle:  
EMI0006.0161     
  
    I. <SEP> II. <SEP> III.
<tb>  Heizplattentemperatur <SEP> C <SEP>   <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 40 <SEP> 60 <SEP> 100
<tb>  Werkzeugplattentemperatur <SEP> C <SEP>   <SEP> . <SEP> . <SEP> 25 <SEP> 28 <SEP> 45
<tb>  Presszeitdauer <SEP> sec. <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 55 <SEP> 2,0 <SEP> b.
<tb>  Leinwandstärke <SEP> mm <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0;8 <SEP> 0;

  8 <SEP> 0,55
<tb>  Gummiplattenstärke <SEP> mm <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,9 <SEP> 00,9 <SEP> -f- <SEP> 0,4 <SEP> <B>0,85</B>
<tb>  Gesamtsteke <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Aufpres  sen <SEP> mm <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 1;6 <SEP> 2;0 <SEP> 1,0       Ein wesentlicher     Vorteil    des     Verfahrens     ist, dass,     dasselbe    selbst bei ziemlich beträcht  licher, z.

       B.    10     bis.    1,5     %iger    Über- oder Un  terschreitung der richtigen     Press@zeitdauer     noch brauchbare     Erzeugnisse    liefert     und,    wie  aus obigen     Daten    ersichtlich, an die jeweili-    gen     Erfordernisse        stets    sehr leicht     anpas-          sungsfähig    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Gegen- ständen mit erhaben gemusterter Oberfläche durch Aufpressen von unvulkanisierten Gummiplatten auf Textilzeug und nachfol gender Vulkanisierung,dadurch ,gekennzeich net, dassi das Aufpressen zwischen einer aus nachgiebigem, elastischem Material bestehen- den gekühlten Werkzeugplatte und einer ge heizten Pressplatte erfolgt,
    wobei die beim Anfang des Pressens herrschende Tempera tur der mit der Gummiplatte, in Berührung stehenden: Werkzeugplattenoberfläche minde stens um 15 C unter der Pressplattentempe- ratur liegt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der maximale Pressdruck während eines Bruchteils -der Presszeitdauer erzeugt und das Pressen mit abnehmendem Press.druck durchge führt wird.
    \3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass auf die Werk zeugplatte mindestens eine Gummiplatte vorbestimmter Form gelegt, mit dem Textilzeug, welches die Gummiplatte au ,den Rändern überragt, bedeckt und mit demselben durch Pressen vereinigt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass auf der Werk zeugplatte mehrere Gummiplatten über einander angeordnet und mit dem Textil zeug und miteinander durch Pressen ver einigt werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mittels einer Werkzeugplatte von erhaben gemusterter Oberfläche die Gummiplatten beim Pres- gen an einer Seite oberflächlich erhaten gemustert und an der andern Seite mit dem. Textilzeug vereinigt werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die einzuräu menden Ränder des Textilzeugs vor des sen Auflegung auf die Werkzeugplatte mit G<U>ummi</U>lösung bestrichen, umgelegt, aneinandergeklebt, beim Pressen aneinan- dergedrückt und beim Vulkanisieren end gültig vereinigt werden.
    PATENTANSPRUCH II Mittel zur Durchführung ,des Verfahrens nach Patentanspruch I, bestehend aus einer Werkzeugplatte aus halbhartem vulkanisier tem Gummi, die eine erhaben gemusterte Oberfläche besitzt. UNTERANSPRüCHE 6.
    Werkzeugplatte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine die erhaben gemusterte Oberfläche mindestens teilweise bedeckende Schutzschicht und eine Shore-Härte von 65 bis 96 nebst einer Shore-Elastizität von 15 bis 40 besitzt. 7.
    Werkzeugplatte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus min- destens zwei miteinander vereinigten Schichten, von denen die eine erhaben ge- mustert ist, besteht, wobei das Material der Schicht mit erhaben gemusterter Oberfläche härter als dasjenige der mit ihm vereinigten andern Schicht ist.
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