CH300524A - Verfahren zur Herstellung von Matten aus Pneumaterial. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Matten aus Pneumaterial.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Matten aus Pneumaterial. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Matten aus Pneustr eifen, z. B. aus Streifen von alten Autopneus. An Hand der beiliegenden Zeich nung wird eine beispielsweise Ausführungs form des Verfahrens nach der Erfindung er läutert.
Fig.1 ist eine Draufsicht auf eine Matte mit und ohne Rand.
Fig.2 ist ein Ausschnitt perspektivisch dargestellt im Zustande der Herstellung, und Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Matte. Alte Lastwagenpneus werden auf bekannte Weise durch Schneidmascbinen in Streifen zerlegt, aufgerauht und je nach Wunsch ein gefärbt. Solche Streifen sind bis heute zu geflochtenen Matten weiterverarbeitet worden. Diese Matten haben den Nachteil, dass sie durch die Flechterei sehr teuer zu stehen kommen, sich auf den Kreuzungsstellen der Streifen relativ schnell abnützen und für Schmutz und Staub durchlässig sind. Die vorliegende Erfindung behebt diese Nachteile.
Die Herstellung der erfindungsgemässen Matte wird zum Beispiel nach folgendem Verfahren durchgeführt Die fertig aufgerauhten und eingefärbten Pneustreifen 1 (Fig.2) werden in Stücke gewünschter Länge geschnitten, nachdem sie bereits durch eine flüssige Vulkanisations- lösung auf der Rückseite sowie auf den beiden Schmalseiten bestrichen worden sind.
Dann werden sie - wie nachstehend eingehender beschrieben - auf eine ab einer Rolle 5 aus- gebreitete Bindegummischicht 2 (vulkanisier- barer Rohgummi) in Schrägrichtuug zum Rand, d. h. diagonal, Streifen an Streifen auf gelegt.
Durch die Vorbebandlung der Streifen mit Vulkanisationslösung bleiben sie auf der Andrückstelle kleben und verharren in diesem Zustande bis zur völligen Vulkanisation. Mit dem Auflegen der Streifen 1 wird, wie in Fig.1 dargestellt, vorteilhaft in der linken obern Ecke begonnen, und zwar in einem Winkel von 45 zum Rand. Wenn der Streifen auf die Bindegummischicht 2 gedrückt ist, dann wird mittels einer Fettpresse der Schmal seite 3 entlang eine Vulkanisationsmasse 4 in Wurmform gelegt.
Durch das Andrücken des nachfolgenden Streifens wird dieser Pa- stenwurm auf die ganze Schmalseite verteilt und füllt den freien Zwischenraum 7, 8 (Fig. 3) zwischen den einzelnen Streifen aus. Bei der späteren Vulkanisation werden da durch die Streifen -untereinander auf der Schmalseite unlösbar miteinander verbunden. Diese Vulkanisationspaste hat ausserdem noch den Zweck, eventuelle Unregelmässigkeiten (Hohlräume) auszugleichen.
Es ist zweck mässig, dass die Schmalseiten 3 nicht im rech ten Winkel zur Auflage geschnitten werden, sondern zur Vergrösserung der Kontaktfläche in Schrägschnitt, wie in Fig.3 dargestellt. Die Streifen könnten natürlich auch in einer andern Richtung auf die Bindegummischicht gelegt werden, die Schrägstellung ist aber insofern vorteilhafter, weil beim Rollen der Matte (zum Beispiel Versand) die Vulkan!- sationsstösse (7 und 8) nie auf zu starke Bie gung beansprucht werden.
Im weiteren liegt darin ein fabrikationstechnischer Vorteil, in dem nur einmal, am Anfang, die kurzen Eck- stücke geschnitten werden müssen.
Die so vorbereiteten Matten werden nun 1 bis 2 Tage ruhen gelassen, damit die Lösungsmittel der Vulkanisationslösung (Paste) teilweise ver- dunsten können, und durch Oxydation bereits eine sogenannte Vorvulkanisation stattfindet. Diese Vorvulkanisation ist notwendig, damit:
bei der nachfolgenden eigentlichen Vulkani- sation mit einem Pressdruck von etwa 5 kgjcm und einer Temperatur von 130 bis 140 C die Streifen an den Rändern nicht auseinander getrieben werden. Die Vorvulkanisation könnte durch Zufuhr von Wärme und entsprechender Einrichtung (Ventilation) auf Stunden abge kürzt werden. Die Vulkanisationszeit beträgt je nach Dicke der Streifen, Temperatur und Pressdruclz etwa 10 bis 15 Minuten.
Aus der Presse genommen, werden die Matten vorerst erkalten gelassen, dann werden die Ränder nachgeschnitten und alsdann der durch die Textilfa.sereinlage gebildete Flor mittels fei nem Aufrauhwerkzeug aufgefrischt. Sollen die Matten einfarbig sein, dann können sie erst nachträglich am Stück eingefärbt werden. Zur Effelderhöhting können sie nachträglich noch mit luminösen Farben auf Kunststoff basis naehgesprizt werden.
Ausserdem kann als Abschluss (Dekoration) ein Rand um'die ganze Matte eingepresst, eingebrannt oder aufgespritzt werden (siehe Fig.1 rechts vom Trennstrich A1 B) .
Solche Matten, die sich vor allem für den Haushalt (Türvorlage. Badzimmereinlage usw.) und als Autoeinlagen sehr gut eignen, können durch Stanzen auch zu kleineren Stücken (Schreibmaschinen- und Telephonunterlagen) weiterverarbeitet wer den ohne Rücksicht auf die Vulkanisations- naht. Bei guter respektiv exakter Fabrikation soll die Vulkanisationsnaht auf der Ober fläelie (durch den Flor hindurch) kaum sicht bar sein. Solche Matten haben den Vorteil der Undurchlässigkeit,
der schönen und warmen Oberfläche, verbunden mit guter Isolations- wirkting gegen Feuchtigkeit und Kälte mit vollständiger Gleitsicherheit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCII Verfahren zur Herstellung von Matten aus Pneumaterial, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens auf einer Seite einer Gummiträger schielit (2) Pneustreifen (1) nebeneinander angeordnet. und untereinander sowie mit der Trägerschicht durch Vulkanisation unlösbar verbunden werden. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Altpneustreifen verwen det werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH300524T | 1952-10-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH300524A true CH300524A (de) | 1954-08-15 |
Family
ID=4490704
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH300524D CH300524A (de) | 1952-10-22 | 1952-10-22 | Verfahren zur Herstellung von Matten aus Pneumaterial. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH300524A (de) |
-
1952
- 1952-10-22 CH CH300524D patent/CH300524A/de unknown
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