Mäusefalle.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Falle f r Mäuse, z. B. W hlmÏuse oder Maulwürfe, bei denen eine Sohlagstange be tätigt wird, die mit einer Tragstange meist aus dickem Harteisendraht und einem in ihren Verlanf eingeschaltoten, federnden Teil aus einem St ck hergestellt ist.
Bei den bekannten derartigen. Fallen wird die Schlagstange durch eine Abziehvorrich- tung mittels kurzen, aufeinanderliegenden FlÏchen in Arretierung gebracht. Zur Auslosung der Schlagstange müssen diese Flächen voneinander abgleiten, was s aber gro¯e Reibungen verursacht, und daher einen star- ken Andruck des zu fangenden Tieres auf die Auslosevorriehtung erfordert. Sind solche Fallen verrostet, so kann dieser Druck auch von einem ausgewachsenen Tier nicht mehr bewältigt werden.
Durch derartige MÏngel entstehen viele Fehlfänge oder schlechte Fänge. Ein Fehlfang führt ausser- dem zu grossen Schwierigkeiten, hauptsäch- lich bei Maulw rfen, insofern ein solches Tier ein zweitesmal in keine Falle mehr geht.
Es sind auch Fallen mit Würgesystem in verschiedenen Ausf hrungsarten. bekannt.
Diese Fallen haben alle den Nachteil, daB die gefangenen Tiere nicht plötzlich getötet werden und deshalb arg zu leiden haben. Mit den meisten dieser Fallen können auch kleine Tiere nicht gefangen werden.
Alle diese Nachteile oder Mängel werden durch die Mäusefalle der eingangsgenannten Art beseitigt, bei welcher eine Ausloseeinrichtung, die nur lose an der Tragstange aufgehängt ist, aus einem Hängebügel und einem an ihm gelagerten Eippbügel besteht, von welcher der letztere die Sohlagstange in der Spannstellung hält, das Ganze derart, dass der Hängebügel a-uch bei leichtem, durch eine Maus verursachtem Anstoss von vorne her unten nach hinten zurüok weicht, wobei der Kippbiigel umkippt und die Sehlagstange frei gibt, so dass diese mit ihrem Schlagteil niederschlagen kann.
Damit der Schlag unbedingt eine rasche Tötung verursacht, kann ausser der starken Federkraftwirkung die Torliegende Einrich- tung weiters noch die Besonderheit aufwei- sen, dass ein am vordem Ende der Schlagstange befestigter Querteil, eine sogenannte Schlagsiohel, statt mit der Stange in gleicher Ebene zu verlaufen, an deren Unter- kanbe angeordnet ist, so dass dieser Querteil an noch ein wenig tieferer Stelle wie bisher üblich wirkt, so dass das Tier mit gro¯er Kraft auf das Riickgrat getroffen, und daher auf der Stelle getötet wird.
Der Erfindungsgegenstand ist in beiliegender Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigen in per spektivischen Ansichten :
Fig. 1 eine Falle in ungespannter Stellung, mit den lose hÏngenden Ausl¯seb geln,
Fig. II dieselbe mit der Schlagstange in gespannter Stellung und
Fig. III eine andere Ausführungsform.
In beiden Fällen besitzt die Falle wie bekannt zwei wesentliche Teile, nämlich die Schlagstange 1 mit ihrem Schlagteil 9, und die R cken- bezw. Tragstange 3, die unter Bildung zwischengeseha. lteter, zur Spannung der Schlagstange dienender Federwindungen 2 samt dem Schl pfring 4 aus einem St ck hergestellt sind. Ferner weist die Falle eine Ausl¯seeinrichtung auf, die aus einem Auslösebügel 5 und einem Kippbiigel 6 besteht.
Der eine dieser beiden B gel, der HÏngeb gel 5, der an sich beliebig geformt sein kann, ist, so ausgeführt, dass er oben lose, also frei beweglich an die Tragstange 3 aufge- hÏngt werden kann, und er ist im ersten Aus- führungsbeispiele unten zu zwei Lappen 7 geformt, in deren L¯cher ein zweiter (kleinerer) Bügel 6 lose, beweglich eingehÏngt ist, durch den die Schlagstange 1 frei hindurchgeführt ist, die an ihrem vordern Ende unten die abwärts gerundete Sichel 9 trägt.
Zur Spannung der Schlagstange l wird diese gegendieTrag-bezw.Rüokenstange hochgedrückt, und das untere Ende des B gels 6 wird nach oben gekippt, so da¯ der Bügel mit diesem Ende die Schlagstange unterfängt und abstützt, die also dann in gespannter Stellung auf ihm ruht, wie Fig. II zeigt. Damit die Bügelkombination 5,6 wäh rend der Spannung nicht etwa auf der Stange 3 verrutscht, ist@ diese mit einem Höcker- bezw. einer davor befindlichen Senkung 10 versehen.
Zur Bewirkung der Auslösung genügt infolge der dabei nur kaum merklichen Reibung schon ein ganz minimaler Ansto¯nur etwa gleich 30 bis 50 Gramm Druckdes Tieres an die Arretierung, um die gespannte Schlagstange auszul¯sen und durch diese den tötlichen Schlag zu vollführen.
Statt wie nach Fig. I kann die gelenkige 'Verbindung des Eippbügels 6 mit dem Hangebügel 5 auch irgend eine andere Art bewirkt werden.
Nach Fig. III ist ferner eine andere M¯glichkeit der Verbindung des Kippbügels mit der Schlagstange gezeigt, indem hier der Eippbügel 6 weiter oben am Hängebügel 5 gelagert und die Schlagstange mit einem hakenförmigen Ansatz 8 versehen ist, unter welchen der Biigel 6 bei der Spannung der Stange einzurücken ist, so dass diese also am Eippbügel hängt statt auf ihm liegt.
Zur Bereitstellung wird auch diese Falle, mit dem Fangring 4 voran, in einen durch das Tier im Erdreich etc. gegrabenen Gang so eingeschoben, da¯ die B gel 5,6 senkrecht stehen und der Ring 4 die Gangoffnung ausf llt. Wenn dann das Tier durch diesen hin- durch weiter schlüpfend mit Kopf bezw.
Schnauze an die Bügelkombination stosst, so wird diese, nachdem dazu schon der schwÏchste Andruck genügt, unten zur ck gedrüekt, so da¯ der Bügel 6 oben vorwarts umkippt, wodurch die Schlagstange frei wird und mit gro¯er Wucht niederschlagt. Da das Um- kippen des obern B gelendes von oben nach unten erfolgt, wird dieses Umkippen nicht etwa durch den Eopf des Tieres gehemmt, sondern der Bügel fÏllt auf ihn mit herab.
Zufolge der beschriebenen und dangestellten Ausf hrung des HÏnge- und Ausl¯sebügels kommt es bei der Auslösung nur zu einer kaum merklichen Reibung, so dass bei dieser Falle kein Versagen durch Rostbildung an den Fallenteilen oder durch Eindringen von Erde erfolgen kann.