CH193166A - Anordnung zur Löschung eines in einem Vakuumentladungsgefäss brennenden Lichtbogens. - Google Patents

Anordnung zur Löschung eines in einem Vakuumentladungsgefäss brennenden Lichtbogens.

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CH193166A
CH193166A CH193166DA CH193166A CH 193166 A CH193166 A CH 193166A CH 193166D A CH193166D A CH 193166DA CH 193166 A CH193166 A CH 193166A
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Schumann Winfried Otto Dr Prof
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  Anordnung zur Löschung eines in einem     Vakuumentladungsgefäss     brennenden Lichtbogens.    Die Erfindung bezweckt, einen Licht  bogen, der in einem     Vakuumentladungs-          gefäss,    beispielsweise einem Quecksilber  dampfentladungsgefäss, brennt, zu einem be  stimmten, wählbaren Zeitpunkt zu löschen.  Es sind Steuerungsanordnungen bekannt, bei  denen mit Hilfe eines Gitters, das heisst mit  Hilfe einer zwischen den beiden     Hauptelek-          tzoden    Anode und Kathode angeordneten  Hilfselektrode, der Zeitpunkt der Zündung  des Lichtbogens gesteuert werden     kann,    bei  denen aber nach dem Entstehen des Licht  bogens das     Gitter    wirkungslos ist.

   Der       Grund.    für diese Erscheinung liegt darin,     da-ss     sich um das an eine negative     Sperrspannungs-          quelle    angeschlossene Gitter eine positive  dünne     Ionenhaut    bildet, welche die     elek-          trisehe    Wirkung des     G;tters    nach aussen hin  völlig abschirmt.  



  Nach der Erfindung wird die Spannungs  quelle, welche einer zwischen den     beiden     Hauptelektroden (Anode und Kathode) des         Entladungsgefässes    angeordneten Hilfselek  trode     (Gitter)    die     Löschspannung    zuführt,  derart ausgebildet,     dass    die von ihr erzeugte  Löschspannung der Hilfselektrode innerhalb  einer Zeit von höchstens     10-7    bis 10-9 Sek.

    zugeführt     wird.    Ein besonders zweckmässiges  Mittel zur Erzeugung der     Löschspannung    be  steht     darin"dass    das Gitter über eine Funken  strecke an eine     Spannungsquelle        an"#"eschlos-          sen    ist, mit der ein kurzer Spannungsstoss er  zeugt werden kann. Die Höhe ,der dem Git  ter zugeführten Spannung ist bei dieser An  ordnung mindestens gleich ,der Durchschlags  spannung der Funkenstrecke, die bei gerin  gem     Elektrodenabstand    etwa 1000 Volt be  trägt, bei grösserem     Elektrodenabstand    da  gegen Werte von mehreren tausend Volt an  nehmen kann.

   Die dem Gitter     zugeführte          Löschspannung    ist bei der Anordnung nach  der Erfindung erheblich grösser als die bis  her bei     gittergesteuerten        Lichtbogenentla-          duugsgefässen    zur     Verhinderung    der Zün-           dung    angewendeten Sperrspannungen, die  etwa 50 bis 25,0 Volt betragen. Die Zeit,  die für .den Durchbruch einer Funkenstrecke  erforderlich ist, beträgt nach bekannten Un  tersuchungen etwa 10-7 bis 10-9 Sek., die       Löschspannung    wird der Hilfselektrode bei  dieser Anordnung also innerhalb einer Zeit  von höchstens 10-7 bis 10-9     Sek.    zugeführt.  



  Die Erfindung beruht auf der Erkennt  nis, dass für die Bildung der die     negativen     Gitterstäbe umgebenden positiven     Ionenhaut     eine     bestimmte,    wenn auch kurze Zeit er  forderlich ist. Führt man gemäss der Erfin  dung in der sehr kurzen Zeit von etwa     10r-7     bis 10-9 Sek. dem Gitter die Sperrspan  nung zu, so hat das     Lichtbogenplasma    andere  Eigenschaften als im     stationären    Zustand.  Offenbar werden dabei     viel    weiter reichende  Gitterwirkungen erzielt, als es beim lang  samen Anlegen .der Gitterspannungen bisher  möglich war. Der Lichtbogen erlischt bereits,  bevor sich die positive     Ionenhaut    bildet.

   Die  Stromaufnahme des Gitters, das heisst das  Produkt aus Strom und Zeit, ist während  dieser Zeit sehr     gering.     



  Die nach :der Erfindung angewendeten  -verhältnismässig hohen Gitterspannungen  können nicht zu     Störungen    führen, weil die  extrem rasch zugeführte Spannung fast eben  so rasch wieder entfernt werden kann. Der  hohe Spannungsstoss kann dabei einer nega  tiven Sperrspannung, wie sie zur Verhin  derung der Zündung des Lichtbogens beiden       bekannten        Entladungsgefässen    üblich ist,  überlagert werden. Diese Sperrspannung  kann entweder gleichzeitig mit dem hohen  Spannungsstoss oder schon vorher an das  Gitter angelegt werden. Sie verhindert die       Wiederzündung    des Bogens nach der durch  den hohen Spannungsstoss bewirkten Lö  schung.  



  Die zur Löschung des Lichtbogens die  nende Spannung kann dadurch erzeugt wer  den, dass ein kleiner Kondensator über einen  Gleichrichter vorgeladen wird, oder mit Hilfe  einer     Influenzmaschine    oder durch den Span  nungsstoss eines Induktors oder durch einen    kleinen Hilfstransformator. Diese Spannung  wird dann über eine Funkenstrecke, die mit  einer gesteuerten oder     ungesteuerten    Gas-,  Dampf- oder Flüssigkeitsentladung arbeiten  kann, dem     Gitter    :der zu löschenden Ent  ladungsstrecke, beispielsweise .dem Gitter  eines zu steuernden     Lichtbogengleichrichters,     zugeführt.

   Versuche haben gezeigt,     dass    die       Spannung    nach verhältnismässig kurzer Zeit  wieder zu Null gemacht werden kann. Es  ist zweckmässig, dass einem die     Löschspan-          nung    liefernden Kondensator eine Induk  tionsspule parallel geschaltet     wird,        bezw.        :dass     einer die Löschspannung liefernden     Induk-          tivität,    beispielsweise der Sekundärwicklung  eines Induktors, ein     Kondensator    parallel ge  schaltet wird.

   In beiden Fällen wird erreicht,  dass die über die Funkenstrecke dem     Gitter     zugeführte Entladung etwas länger     dauert     als erforderlich ist, um !das     Gitter    auf das für  die     Lichtbogenlöschung    erforderliche Poten  tial zu bringen. Es wird dann durch     -den     in extrem kurzer Zeit zugeführten     Lösch-          spannungsstoss    der     Lichtbogenstrom    unter  brochen und durch das nach :diesem Stoss noch  etwas länger bestehen bleibende Gitterpoten  tial die Beseitigung von Restladungen     (Ent-          ionisierung)    bewirkt und die Wiederzündung  verhindert.

    



  In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh  rungsbeispiele der Schaltanordnung .darge  stellt, mit der die     Lichtbogenlöschung    nach  der Erfindung durchgeführt     werden    kann.       Fig.    1 zeigt ein     Quecksilberdampfentladungs-          gefäss    1, .das über einen als Widerstand dar  gestellten Verbraucher 2 an eine Stromquelle  3 angeschlossen ist. Als     Stromquelle        ist    eine  Gleichstromquelle     gezeichnet.    Die Schaltung  kann aber auch für     Wechselstromkreise    an  gewendet werden.

   Zwischen den beiden  Hauptelektroden des Entladungsgefässes 1 ist  ein Gitter 4 angeordnet, welches über eine  Funkenstrecke 5 und einen Kondensator 6  mit der Kathode verbunden ist. Der Konden  sator 6 wird über einen     Induktor        'l    auf die  für den Durchbruch der Funkenstrecke 5 er  forderliche hohe Spannung aufgeladen. Der  Schalter 8 im     Primärkreis    des     Induktors    be-      stimmt den     Zeitpunkt    der Löschung des  Lichtbogens.  



  Der Verlauf des Steuervorganges, bei  dem gemäss .der Erfindung plötzlich eine  hohe Spannung an das Gitter eines Gas- oder       Dampfentladungsgefässes    gelegt wird, hängt,  wie Untersuchungen der Vorgänge gezeigt  haben, weitgehend     von,dem        Aufbaudes    gan  zen Stromkreises ab, und zwar wegen des  elektrischen Stosses, den das System erhält.  Durch Hinzufügen oder Fortnehmen von Wi  derständen,     Induktivitäten    oder Kapazi  täten     kann    der Verlauf des Vorganges stark       beeinflusst    werden.  



  Solche Änderungen können indem Strom  kreis vorgenommen werden, in den der zu  löschende Lichtbogen     bezw.    das Lichtbogen  entladungsgefäss geschaltet ist. In diesem  Stromkreis können beispielsweise in der  Nähe einer der Hauptelektroden, bei der  Schaltung der     Fig.    1 also in die Nähe .der  Anode des Entladungsgefässes '1 oder in die  Nähe der Kathode des Gefässes,     Induktivi-          täten    oder Widerstände eingeschaltet wer  den.     Induktivitäten    oder Widerstände, die  aus andern Gründen in dem Stromkreis be  reits vorhanden sind, können vorteilhaft  durch Kapazitäten überbrückt. werden, denen  auch noch Widerstände     zugeschaltet    sein  können.

   Bei der in     Fig.    1 dargestellten  Schaltung ist es demnach vorteilhaft, den  Widerstand 2 oder eine an dieser Stelle im  Belastungsstromkreis liegende     Induktivität     durch einen     Kondensator    zu überbrücken.  



  Vielfach ist es vorteilhaft, den an das  Entladungsgefäss angeschlossenen Belastungs  stromkreis, mithin den Widerstand 2 in der  Schaltung nach     Fig.    1, durch Impedanzen  zu überbrücken. Als solche kommen     ohm-          sche    Widerstände,     Induktivitäten    und Kapa  zitäten in Betracht, gegebenenfalls aber auch  Funkenstrecken und Gleichrichter. Die Wahl  dieser Impedanzen richtet sich nach der Art  des Stromkreises, in den das zu löschende  Entladungsgefäss geschaltet ist, und kann  durch Versuche ermittelt werden.  



  Als     vorteilhaft    haben sieh ferner zu.sätz-    liehe     Schalfanordnungen    erwiesen, die zum  Stromkreis des     Steuergitters    gehören.  



  Das     Steuergitter,    dem der zur Licht  bogenlöschung dienende Spannungsstoss zuge  führt wird, kann über Impedanzen mit der  Anode oder der Kathode des Entladungs  gefässes verbunden werden. Als Impedanzen  kommen -dabei     ohrnsche    Widerstände,     Induk-          tivitäten,        Kapazitläten    oder aber auch  Funkenstrecken oder Gleichrichter in Be  tracht. Die Wahl der Impedanzen richtet       sich    auch hier nach der Art des     .Stromkreises,     in dem das zu löschende Entladungsgefäss  liegt, und nach der Art der Schaltung, die  für den Gitterkreis gewählt wird.

   Eine     ka-          pazitive    Verbindung zwischen Gitter und  Anode sorgt .dafür, dass ein dem Gitter zu  geführter negativer Spannungsstoss sich auf  die Anode überträgt und deren Potential  erniedrigt. Die Löschwirkung wird dadurch  unterstützt. Eine Widerstandsverbindung  zwischen Gitter und Anode wirkt als     Dämp-          fungsmittel    gegen Schwingungserscheinun  gen, .die nach dem     Löschspannungsstoss    auf  treten und zur Wiederzündung des Licht  bogens führen können.  



  Zwischen dem Gitter     und    der Kathode  können vorteilhaft eine     Vorspannungsquelle,          beispielsweise    eine Batterie und ein Wider  stand, vorgesehen werden. Dadurch wird er  reicht, dass der Spannungsstoss am Gitter  nicht erheblich     .gesenkt    wird,     sondern,dass    das  Gitter nach Abklingen des Spannungsstosses  negativ gegen die Kathode vorgeladen     bleibt.     Die Widerstandsverbindung zwischen Gitter  und Kathode hat die Wirkung, dass Schwin  gungen gedämpft werden,     und    dass :dadurch  die Gefahr der Wiederzündung des Licht  bogens nach dem Löschen verhindert wird.

    Eine     Vorspannungsquelle    kann auch mit der  .die Stossspannung erzeugenden Spannungs  quelle in Reihe geschaltet sein.  



  Die vorstehend erläuterten Schaltverbin  dungen zwischen Gitter und Anode oder  Gitter und     Kathode    können auch gleichzeitig  angewendet werden. In beiden Verbindungs  leitungen     ist    dabei die Einschaltung von       hochohmigen    Widerständen von wichtiger      Bedeutung, weil     dadurch    störende     freie          Schwingungen    nach :der     Stromunterbrechung          verhindert    werden. Dem gleichen Ziel dienen  auch entsprechend angeschlossene Kapazi  täten.  



  In     Fig.    2; ist ein Beispiel für eine solche  Schaltanordnung     dargestellt.    Die mit     Fig.    1  übereinstimmenden Teile sind mit .den glei  chen Bezugsziffern versehen. Der Unter  schied     gegenüber        Fig.    1 besteht darin,     .dass     das     Gitter    4 über einen Kondensator 9 mit  der Anode und über einen Widerstand 10  mit .der Kathode verbunden ist. An Stelle  des Widerstandes 10 kann auch eine Kapazi  tät verwendet werden.

   Versuche haben er  geben,     dass    die     Löschwirkung    auch dadurch  verbessert werden kann,     @dass    das Gitter nicht  mit der Kathode oder der Anode des Ent  ladungsgefässes,     sondern.    mit einem andern  Punkt des Belastungsstromkreises über Im  pedanzen verbunden wird,     beispielsweise    mit  ,dem     Verbindungspunkt    zwischen dem Wider  stand 2- und der .Stromquelle 3     bei,der    ,Schal  tung nach     Fig.    1. Die Art einer solchen       Verbindung    ist im Einzelfall durch Versuche       zu        ermitteln.     



  Eine weitere Verbesserung für die     Lösch-          wirkung        besteht        darin,        dass    Impedanzen zwi  schen Anode und Kathode geschaltet werden.  In .die diese Impedanzen enthaltende Verbin  dungsleitung kann noch eine Funkenstrecke  geschaltet werden, die in     Abhängigkeit    von  bei der Löschung auftretenden Schwankungen  der Anodenspannung :derart gesteuert wird,  ,dass sie überschlägt.

   Als Funkenstrecke eig  nen sich hier besonders solche mit kleiner       Ansprechspannung    und Löschspannung, wie  zum Beispiel gesteuerte und     ungesteuerte     Bogenentladungen in     verdünnten    Gasen und  Dämpfen.  



       Ein    Beispiel für diese Ausführungsform  der Erfindung ist in     Fig.        .3    dargestellt. Die  Schaltanordnung dieser Figur unterscheidet  sich von     Fig.    1 dadurch, dass die Anode des  Entladungsgefässes 1 über einen Kondensator  11 mit der Kathode verbunden ist. Zwischen  .dem Kondensator und der Anode liegt ausser  dem     noch    ein     steuerbares    Entladungsgefäss         12.,    dessen     Steuergitter    an einen     Anzapf-          punkt    eines     Widerstandes        13    angeschlossen  ist.

   Dieser Widerstand verbindet die Anode  .des Entladungsgefässes 1 mit dessen Steuer  gitter 4. Ein von der     Gitterstossspannungs-          quelle    5     bis,8    auf das Gitter 4 übertragener       Spannungsstoss    ändert ;die     Potentialverteilung     des     Widerstandes    13 derart, dass die Ent  ladungsstrecke 12 leitend gemacht und da  durch die Verbindung     zwischen    der Anode  des Entladungsgefässes 1 und dem Konden  sator 11 hergestellt wird.  



  In der vorstehend genannten Form kann  die Anode des zu löschenden Entladungs  gefässes auch mit einem     Abzweigpunkt    eines       Widerstandes    verbunden werden, der zwi  schen Gitter und Kathode liegt. Der     Kon-          densator    11 in     Fig.    3'     liegt    dann nicht un  mittelbar an der Kathode des Entladungs  gefässes 1, sondern an einem     Anzapfpunkt     eines Widerstandes, der das Gitter 4 mit der  Kathode verbindet.  



  Man kann auch zwischen Anode und Ka  thode zwei Gruppen von Impedanzen in  Reihe schalten und den     Verbindungspunkt     beider mit dem nicht     an.das    Gitter ange  schlossenen Ende der .Spannungsquelle für  .den     Gitterspannungsstoss    verbinden. Das Git  ter kann dabei in der oben beschriebenen       Weise    mit der Anode     verbunden    sein, bei  spielsweise über einen Kondensator oder einen  Widerstand.  



  Ein Beispiel für diese     Ausführungsform     der Erfindung ist in     Fig.    4     dargestellt.    Der  Unterschied dieser Schaltanordnung gegen  über     Fig.    1 besteht darin, dass Anode und  Kathode des     Entladungsgefässes    1 über zwei  in Reihe geschaltete Kondensatoren 14 und  15     miteinander        verbunden    sind.     Zwischen     diese     beiden    Kondensatoren ist der dem       Steuergitter    4     abgewendete    Pol -der Gitter  spannungsquelle 5 bis 8 angeschlossen.

   Es  ist also die untere     Belegung    des Konden  sators 6 mit dem     Anschlusspunkt        zwischen     den beiden Kondensatoren 1.4 und 1,5 ver  bunden. Der Vorteil dieser     Schaltung    liegt  darin, dass die Gefahr der     Wiederzündung     des gelöschten Lichtbogens beseitigt     wird.         Vielfach kann, wie durch Versuche fest  gestellt wurde, die Löschwirkung verbessert  und die Gefahr der Wiederzündung verhin  dert werden, wenn der nicht an das     Gitter    an  geschlossene Pol der     Gitterspannungsquelle     nicht direkt an die Kathode angeschlossen,

    sondern mit einem andern Punkt des Licht  bogenstromkreises verbunden und von der Ka  thode durch Spulen oder Widerstände ge  trennt ist. Diese Trennung kann entweder  dadurch erreicht werden, dass das freie Ende  der     Gitterspa.nnungsquelle    an einen nicht di  rekt mit der Kathode in Verbindung stehen  den Punkt des     Lichtbogenstromkreises,    bei  spielsweise an die Anode des     Entladungs-          efässes,    angeschlossen wird oder dadurch,  g<B>p</B>  dass zwischen das freie Ende und die Ka  thode eine Spule geschaltet wird, die auch  ganz oder zum Teil durch     Kondensatoren     und eventuell auch Widerstände überbrückt  werden kann.  



  Ein Beispiel für die Verbindung des  nicht am Gitter liegenden Pols der Gitter  spannungsquelle mit der Anode :des Ent  ladungsgefässes ist in     Fig.    5 dargestellt. Das  freie Ende der     Gitterspannungsquelle    5 bis 8,  das heisst die der Funkenstrecke 5 abgewen  dete Belegung des Kondensators ,6, ist in :die  ser Schaltung nicht an die Kathode, sondern  an einen andern Punkt des     Lichtbogenstrom-          kreises,    in ,diesem Falle an die Anode, ange  schlossen. In die Verbindungsleitung zwi  schen der Anode des Entladungsgefässes 1  und dem Verbraucherwiderstand 2 ist bei  dieser Schaltung noch eine     Induktivität    17  geschaltet, die durch einen Kondensator 18  mit Widerstand 19 überbrückt ist.

   Diese  Einfügung eines     Schwingungskreises    hat  die Wirkung,     dass    bei einer durch den       Löschspannungsstoss        bewirkten    Absenkung  der Anodenspannung auch Jas Potential des  an der Anode liegenden Punktes des Schwin  gungskreises sinkt, und dass dieser Punkt  dann nicht so schnell wieder auf die volle  Spannung .gelangen und dadurch eine uner  wünschte Wiederzündung des Lichtbogens  herbeiführen     kann.     



  Es sei noch erwähnt, dass zu den Funken-    strecken 5 in den     Fig.    1     bis    5 ein     Xoncien-          sator    parallel geschaltet werden kann, der  dafür     sorgt,        .dass    die Entladung des in diesen  Figuren mit     .6    bezeichneten     Kondensators     etwas länger aufrecht erhalten wird.  



  Eine weitere Verbesserung der     Lösch-          wirkung    lässt sich dadurch erzielen,     dass    mit       Kondensatoren,,die    zum Steuerkreis gehören,       gleichrichtende    Elemente in Reihe geschaltet  werden, umdauernde Restladungen auf diese  Kondensatoren zu bringen. Bei dem Aus  führungsbeispiel nach     Fig.    2 kann zu dem  Zweck ein     Gleichrichter    zwischen die Fun  kenstrecke 5     und    den     Anschlusspunkt    .des       Kondensators    9 an das     .Steuergitter    4 ge  schaltet wenden.

   Dieser Gleichrichter ver  hindert :das Rückströmen von Ladungen, die  über die Funkenstrecke 5 auf das Steuer  gitter 4 und den Kondensator 9 gebracht sind.  



  Eine     weitere    Möglichkeit der Verbesse  rung der     Löschwirkung    besteht darin, dass  die Anode der zu löschenden Entladungs  strecke über Impedanzen mit dem -von dem  Gitter abgewendeten Pol der     Gitterstossspan-          nungsquelle    verbunden wird.

   Ein Ausfüh  rungsbeispiel für diese Schaltverbindung  kann darin     bestehen,    dass bei der     .Schaltung     nach     Fig.    1 die untere Belegung des     Konden-          satom    6     bezw.    der nicht an der Funken  strecke 5 liegende Verbindungspunkt zwi  schen .dem Kondensator 6 und dem Induktor  7 über einen Kondensator und einen dazu  parallel geschalteten Widerstand an die  Anode der Entladungsstrecke 1 angeschlos  sen ist.  



  Die zwischen     Gitterspannungsquelle    und  Gitterelektrode geschaltete Funkenstrecke  (Funkenstrecke 5 in     Fig.    1) wird     vorteilhaft     so gewählt,     dass    ihre Löschspannung wesent  lich     kleiner    ist. als die     Durchschlagsspan-          nung.    Der     Löschspannungsstoss    wird dann  mit grosser Geschwindigkeit dem Gitter zu  geführt, die     Gitteraufladung    bleibt aber  etwas länger erhalten, und die Gefahr der  Rückzündung ist vermindert.  



  Die Erfindung kann auch für Ent  ladungsstrecken angewendet werden, bei  denen     zwischen    Anode und Kathode mehrere           Gitterelektroden        angeordnet    sind. Diese Elek  troden können alle gleichzeitig an -die Gitter  spannungsquelle angeschlossen werden, es  kann aber auch nur einem Teil der Gitter  elektroden ein     ,Spannungsstoss    zugeführt wer  den.  



  Die     Löschwirkung        kann    noch dadurch  verbessert werden, dass den     Gitterelektroden     kurz nacheinander mehrere Spannungsstösse  zugeführt werden. Zu dem Zwecke kann eine       Hochfrequenzgitterspannungsquelle        angewen-          d@et    werden, oder es     .können    zwischen     Gitter     und     Gitterspannungsquelle    rotierende Unter  brecher     geschaltet    sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Löschung eines in einem Vakuumentladungsgefäss brennenden Licht bogens, bei der einer zwischen den beiden Hauptelektroden (Anode und Kathode) des Entladungsgefässes angeordneten Elektrode (Gitter) eine Löschspannung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Erzeu gung der Löschspannung dienende Span nungsquelle derart ausgebildet ist,
    dass die von ihr erzeugte Löschspannung der Hilfs elektrode innerhalb einer Zeit von höchstens 10-7 bis 10-9 Sek. zugeführt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass der Gitter elektrode von einer Spannungsquelle über eine Funkenstrecke eine negative Ladung zugeführt wird.
    2. Anordnung nach Patentanspruch, da- .durch .gekennzeichnet, dass der zur Lö schung dienende Spannungsstoss (Lösch- spannung) einer die Lichtbogenzündung verhindernden negativen Sperrspannung überlagert wird, die vor der Löschspan- nung dem Gitter zugeführt wird. 3.
    Anordnung nach Patentanspruch, da- .durch gekenzeichnet, dass der zur Lö schung dienende Spannungsstoss (Lösch- spannung) einer die Lichtbogen.zündung verhindernden negativen Sperrspannung überlagert wird, die gleichzeitig mit der Löschspannung dem Gitter 2ngeführt wird. 4.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lösch -spannung einem Kondensator entnommen wird, der von einer Ililfsgleichstrom- quelle aufgeladen wird. 5. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lösch- spannung in einer Induktionsspule er zeugt wird. 6.
    Anordnung nach Unteranspruch 5, da- ,durch gekennzeichnet, dass als Induk tionsspule eine Transformatorwicklung verwendet ist. 7. Anordnung nach Unteranspruch .5, da durch gekennzeichnet, dass als Induk- tionsspule die Sekundärwicklung eines Induktors verwendet ist. B. Anordnung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass dem die Löschspannung liefernden Kondensator eine Induktionsspule parallel geschaltet ist. 9.
    Anordnung nach Unteranspruch 5, @da- ,durch gekennzeichnet, dass der die Lösch spannung liefernden Induktionsspule ein Kondensator parallel geschaltet ist. 10. Anordnung nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass zwischen,die Anode des zu löschenden Entladungs gefässes und en an .das Entladungsgefäss angeschlossenen Belastungsstromkreis Impedanzen geschaltet sind.
    11. Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, ;dass ,zwischen :die Kathode des zu löschenden Entladungs gefässes und den an das Entladungsgefäss angeschlossenen Belastungsstromkreis Im pedanzen geschaltet sind. 12.
    Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass im Licht- bogenstromkreis enthaltene Induktivitäten durch Kapazitäten; überbrückt sind. 13. Anordnung nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass im Licht- bogenstromkreis enthaltene Widerstände durch Kapazitäten überbrückt sind. 14.
    Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass parallel zu dem an den Lichtbogen angeschlossenen Belastungsstromkreis Impedanzen ge- schaltem sind. 15. Anordnung nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass parallel zu einem Teil des an den Lichtbogen an geschlossenen Belastungsstromkreis Im pedanzen geschaltet sind. 16.
    Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch .gekennzeichnet, dass .die Gitter elektrode über Impedanzen mit der Licht- bogenanodo verbunden ist. 1.7. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter elektrode über Impedanzen mit der Licht bogenkathode verbunden ist. 18. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter elektrode über Impedanzen mit einem Punkt des Lichtbogenstromkreises ver bunden ist, der nicht unmittelbar an die Hauptelektroden (Anode, Kathode) des Entladungsgefässes angeschlossen ist. 19.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter elektrode mit der Kathode über eine Vor spannungsquelle und einen Widerstand verbunden ist. 20. Anordnung nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass zwischen Anode und Kathode des Lichtbogenent- ladungsgefässes Impedanzen geschaltet sind. 21. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Teil des Lichtbogenstromkreises durch Impedan zen überbrückt ist.
    22. Anordnung nach Unteranspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, dass in die die Impedanzen enthaltende Verbin dungsleitung eine Funkenstrecke geschal tet ist, die in Abhängigkeit von bei der Löschung auftretenden Schwankungen der Anodenspannung :derart gesteuert wird, dass sie überschlägt. 2,$. Anordnung nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass die Anode über Impedanzen an einen Abzweigpunkt eines Widerstandes angeschlossen ist, der zwischen Gitter und Kathode liegt. 24.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen Anode und Kathode zwei Gruppen von Impedanzen in Reihe geschaltet sind, und ,dass deren Verbindungspunkt mit dem nicht an die Gitterelektrode angeschlos senen Ende der die Löschspannung lie fernden Spannungsquelle verbunden ist.
    25. Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, .dass der nicht an ,die Gitterelektrode angeschlossene Pol der Gitterspannungsquelle an einen Punkt des Lichtbogenstromkreises ange schlossen ist, der von,der Kathode durch Spulen getrennt ist. 26.
    Anordnung nach Unteranspruch 1, .da durch gekennzeichnet, dass der # nicht an die Gitterelektrode angeschlossene Pol der Gitterspannungsquelle an einen Punkt des Lichtbogenstromkreises ange schlossen ist, der von der Kathode ,durch Widerstände getrennt ist. 27. Anordnung nach Unteranspruch 25, da durch gekennzeichnet, .dass die der Ka thode vorgeschaltete In$uktionsspule durch Kondensatoren überbrückt ist. 28.
    Anordnung nach Unteranspruch 25, da durch gekennzeichnet, dass die der Ka thode vorgeschaltete Induktionsspule zum Teil durch Kondensatoren über brückt ist. 29. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der nicht an die Gitterelektrode angeschlossene Pol ,der Gitterspannungsquelle über Impedan zen an die Anode angeschlossen ist. 30.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der nicht an die Gitterelektrode angeschlossene Pol der Gitterspannungsquelle über eine In- duktivität und einen Widerstand an die Kathode angeschlossen ist. 3-1. Anordnung nach Unteranspruch 20, da durch gekennzeichnet, dass .die zwischen Gitterspannungsquelle und Kathode lie genden Widerstandselemente durch Ka pazitäten überbrückt sind. 32..
    Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass eine Funken strecke gewählt ist, .die bei einer Span nung erlischt, die kleiner ist als die Spannung, ,die erforderlich ist, um den Durchbruch .der Funkenstrecke zu er zielen. 33. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen Anode und Kathode der Lichtbogenent- Ladungsstrecke mehrere Steuerelektroden angeordnet sind, von denen wenigstens ein Teil an die Gitterspannungsquelle angeschlossen ist. 34.
    Anordnung nach Unteranspruch 30, da durch gekennzeichnet, dass die nicht an die Gitterspannungsquelle angeschlos senen Gitterelektroden mit dem Licht bogenstromkreis verbunden sind. 35. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, .dass .der Gitter elektrode kurz hintereinander mehrmals ein Spannungsstoss zugeführt wird.
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