CH193166A - Anordnung zur Löschung eines in einem Vakuumentladungsgefäss brennenden Lichtbogens. - Google Patents
Anordnung zur Löschung eines in einem Vakuumentladungsgefäss brennenden Lichtbogens.Info
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Description
Anordnung zur Löschung eines in einem Vakuumentladungsgefäss brennenden Lichtbogens. Die Erfindung bezweckt, einen Licht bogen, der in einem Vakuumentladungs- gefäss, beispielsweise einem Quecksilber dampfentladungsgefäss, brennt, zu einem be stimmten, wählbaren Zeitpunkt zu löschen. Es sind Steuerungsanordnungen bekannt, bei denen mit Hilfe eines Gitters, das heisst mit Hilfe einer zwischen den beiden Hauptelek- tzoden Anode und Kathode angeordneten Hilfselektrode, der Zeitpunkt der Zündung des Lichtbogens gesteuert werden kann, bei denen aber nach dem Entstehen des Licht bogens das Gitter wirkungslos ist.
Der Grund. für diese Erscheinung liegt darin, da-ss sich um das an eine negative Sperrspannungs- quelle angeschlossene Gitter eine positive dünne Ionenhaut bildet, welche die elek- trisehe Wirkung des G;tters nach aussen hin völlig abschirmt.
Nach der Erfindung wird die Spannungs quelle, welche einer zwischen den beiden Hauptelektroden (Anode und Kathode) des Entladungsgefässes angeordneten Hilfselek trode (Gitter) die Löschspannung zuführt, derart ausgebildet, dass die von ihr erzeugte Löschspannung der Hilfselektrode innerhalb einer Zeit von höchstens 10-7 bis 10-9 Sek.
zugeführt wird. Ein besonders zweckmässiges Mittel zur Erzeugung der Löschspannung be steht darin"dass das Gitter über eine Funken strecke an eine Spannungsquelle an"#"eschlos- sen ist, mit der ein kurzer Spannungsstoss er zeugt werden kann. Die Höhe ,der dem Git ter zugeführten Spannung ist bei dieser An ordnung mindestens gleich ,der Durchschlags spannung der Funkenstrecke, die bei gerin gem Elektrodenabstand etwa 1000 Volt be trägt, bei grösserem Elektrodenabstand da gegen Werte von mehreren tausend Volt an nehmen kann.
Die dem Gitter zugeführte Löschspannung ist bei der Anordnung nach der Erfindung erheblich grösser als die bis her bei gittergesteuerten Lichtbogenentla- duugsgefässen zur Verhinderung der Zün- dung angewendeten Sperrspannungen, die etwa 50 bis 25,0 Volt betragen. Die Zeit, die für .den Durchbruch einer Funkenstrecke erforderlich ist, beträgt nach bekannten Un tersuchungen etwa 10-7 bis 10-9 Sek., die Löschspannung wird der Hilfselektrode bei dieser Anordnung also innerhalb einer Zeit von höchstens 10-7 bis 10-9 Sek. zugeführt.
Die Erfindung beruht auf der Erkennt nis, dass für die Bildung der die negativen Gitterstäbe umgebenden positiven Ionenhaut eine bestimmte, wenn auch kurze Zeit er forderlich ist. Führt man gemäss der Erfin dung in der sehr kurzen Zeit von etwa 10r-7 bis 10-9 Sek. dem Gitter die Sperrspan nung zu, so hat das Lichtbogenplasma andere Eigenschaften als im stationären Zustand. Offenbar werden dabei viel weiter reichende Gitterwirkungen erzielt, als es beim lang samen Anlegen .der Gitterspannungen bisher möglich war. Der Lichtbogen erlischt bereits, bevor sich die positive Ionenhaut bildet.
Die Stromaufnahme des Gitters, das heisst das Produkt aus Strom und Zeit, ist während dieser Zeit sehr gering.
Die nach :der Erfindung angewendeten -verhältnismässig hohen Gitterspannungen können nicht zu Störungen führen, weil die extrem rasch zugeführte Spannung fast eben so rasch wieder entfernt werden kann. Der hohe Spannungsstoss kann dabei einer nega tiven Sperrspannung, wie sie zur Verhin derung der Zündung des Lichtbogens beiden bekannten Entladungsgefässen üblich ist, überlagert werden. Diese Sperrspannung kann entweder gleichzeitig mit dem hohen Spannungsstoss oder schon vorher an das Gitter angelegt werden. Sie verhindert die Wiederzündung des Bogens nach der durch den hohen Spannungsstoss bewirkten Lö schung.
Die zur Löschung des Lichtbogens die nende Spannung kann dadurch erzeugt wer den, dass ein kleiner Kondensator über einen Gleichrichter vorgeladen wird, oder mit Hilfe einer Influenzmaschine oder durch den Span nungsstoss eines Induktors oder durch einen kleinen Hilfstransformator. Diese Spannung wird dann über eine Funkenstrecke, die mit einer gesteuerten oder ungesteuerten Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsentladung arbeiten kann, dem Gitter :der zu löschenden Ent ladungsstrecke, beispielsweise .dem Gitter eines zu steuernden Lichtbogengleichrichters, zugeführt.
Versuche haben gezeigt, dass die Spannung nach verhältnismässig kurzer Zeit wieder zu Null gemacht werden kann. Es ist zweckmässig, dass einem die Löschspan- nung liefernden Kondensator eine Induk tionsspule parallel geschaltet wird, bezw. :dass einer die Löschspannung liefernden Induk- tivität, beispielsweise der Sekundärwicklung eines Induktors, ein Kondensator parallel ge schaltet wird.
In beiden Fällen wird erreicht, dass die über die Funkenstrecke dem Gitter zugeführte Entladung etwas länger dauert als erforderlich ist, um !das Gitter auf das für die Lichtbogenlöschung erforderliche Poten tial zu bringen. Es wird dann durch -den in extrem kurzer Zeit zugeführten Lösch- spannungsstoss der Lichtbogenstrom unter brochen und durch das nach :diesem Stoss noch etwas länger bestehen bleibende Gitterpoten tial die Beseitigung von Restladungen (Ent- ionisierung) bewirkt und die Wiederzündung verhindert.
In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungsbeispiele der Schaltanordnung .darge stellt, mit der die Lichtbogenlöschung nach der Erfindung durchgeführt werden kann. Fig. 1 zeigt ein Quecksilberdampfentladungs- gefäss 1, .das über einen als Widerstand dar gestellten Verbraucher 2 an eine Stromquelle 3 angeschlossen ist. Als Stromquelle ist eine Gleichstromquelle gezeichnet. Die Schaltung kann aber auch für Wechselstromkreise an gewendet werden.
Zwischen den beiden Hauptelektroden des Entladungsgefässes 1 ist ein Gitter 4 angeordnet, welches über eine Funkenstrecke 5 und einen Kondensator 6 mit der Kathode verbunden ist. Der Konden sator 6 wird über einen Induktor 'l auf die für den Durchbruch der Funkenstrecke 5 er forderliche hohe Spannung aufgeladen. Der Schalter 8 im Primärkreis des Induktors be- stimmt den Zeitpunkt der Löschung des Lichtbogens.
Der Verlauf des Steuervorganges, bei dem gemäss .der Erfindung plötzlich eine hohe Spannung an das Gitter eines Gas- oder Dampfentladungsgefässes gelegt wird, hängt, wie Untersuchungen der Vorgänge gezeigt haben, weitgehend von,dem Aufbaudes gan zen Stromkreises ab, und zwar wegen des elektrischen Stosses, den das System erhält. Durch Hinzufügen oder Fortnehmen von Wi derständen, Induktivitäten oder Kapazi täten kann der Verlauf des Vorganges stark beeinflusst werden.
Solche Änderungen können indem Strom kreis vorgenommen werden, in den der zu löschende Lichtbogen bezw. das Lichtbogen entladungsgefäss geschaltet ist. In diesem Stromkreis können beispielsweise in der Nähe einer der Hauptelektroden, bei der Schaltung der Fig. 1 also in die Nähe .der Anode des Entladungsgefässes '1 oder in die Nähe der Kathode des Gefässes, Induktivi- täten oder Widerstände eingeschaltet wer den. Induktivitäten oder Widerstände, die aus andern Gründen in dem Stromkreis be reits vorhanden sind, können vorteilhaft durch Kapazitäten überbrückt. werden, denen auch noch Widerstände zugeschaltet sein können.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Schaltung ist es demnach vorteilhaft, den Widerstand 2 oder eine an dieser Stelle im Belastungsstromkreis liegende Induktivität durch einen Kondensator zu überbrücken.
Vielfach ist es vorteilhaft, den an das Entladungsgefäss angeschlossenen Belastungs stromkreis, mithin den Widerstand 2 in der Schaltung nach Fig. 1, durch Impedanzen zu überbrücken. Als solche kommen ohm- sche Widerstände, Induktivitäten und Kapa zitäten in Betracht, gegebenenfalls aber auch Funkenstrecken und Gleichrichter. Die Wahl dieser Impedanzen richtet sich nach der Art des Stromkreises, in den das zu löschende Entladungsgefäss geschaltet ist, und kann durch Versuche ermittelt werden.
Als vorteilhaft haben sieh ferner zu.sätz- liehe Schalfanordnungen erwiesen, die zum Stromkreis des Steuergitters gehören.
Das Steuergitter, dem der zur Licht bogenlöschung dienende Spannungsstoss zuge führt wird, kann über Impedanzen mit der Anode oder der Kathode des Entladungs gefässes verbunden werden. Als Impedanzen kommen -dabei ohrnsche Widerstände, Induk- tivitäten, Kapazitläten oder aber auch Funkenstrecken oder Gleichrichter in Be tracht. Die Wahl der Impedanzen richtet sich auch hier nach der Art des .Stromkreises, in dem das zu löschende Entladungsgefäss liegt, und nach der Art der Schaltung, die für den Gitterkreis gewählt wird.
Eine ka- pazitive Verbindung zwischen Gitter und Anode sorgt .dafür, dass ein dem Gitter zu geführter negativer Spannungsstoss sich auf die Anode überträgt und deren Potential erniedrigt. Die Löschwirkung wird dadurch unterstützt. Eine Widerstandsverbindung zwischen Gitter und Anode wirkt als Dämp- fungsmittel gegen Schwingungserscheinun gen, .die nach dem Löschspannungsstoss auf treten und zur Wiederzündung des Licht bogens führen können.
Zwischen dem Gitter und der Kathode können vorteilhaft eine Vorspannungsquelle, beispielsweise eine Batterie und ein Wider stand, vorgesehen werden. Dadurch wird er reicht, dass der Spannungsstoss am Gitter nicht erheblich .gesenkt wird, sondern,dass das Gitter nach Abklingen des Spannungsstosses negativ gegen die Kathode vorgeladen bleibt. Die Widerstandsverbindung zwischen Gitter und Kathode hat die Wirkung, dass Schwin gungen gedämpft werden, und dass :dadurch die Gefahr der Wiederzündung des Licht bogens nach dem Löschen verhindert wird.
Eine Vorspannungsquelle kann auch mit der .die Stossspannung erzeugenden Spannungs quelle in Reihe geschaltet sein.
Die vorstehend erläuterten Schaltverbin dungen zwischen Gitter und Anode oder Gitter und Kathode können auch gleichzeitig angewendet werden. In beiden Verbindungs leitungen ist dabei die Einschaltung von hochohmigen Widerständen von wichtiger Bedeutung, weil dadurch störende freie Schwingungen nach :der Stromunterbrechung verhindert werden. Dem gleichen Ziel dienen auch entsprechend angeschlossene Kapazi täten.
In Fig. 2; ist ein Beispiel für eine solche Schaltanordnung dargestellt. Die mit Fig. 1 übereinstimmenden Teile sind mit .den glei chen Bezugsziffern versehen. Der Unter schied gegenüber Fig. 1 besteht darin, .dass das Gitter 4 über einen Kondensator 9 mit der Anode und über einen Widerstand 10 mit .der Kathode verbunden ist. An Stelle des Widerstandes 10 kann auch eine Kapazi tät verwendet werden.
Versuche haben er geben, dass die Löschwirkung auch dadurch verbessert werden kann, @dass das Gitter nicht mit der Kathode oder der Anode des Ent ladungsgefässes, sondern. mit einem andern Punkt des Belastungsstromkreises über Im pedanzen verbunden wird, beispielsweise mit ,dem Verbindungspunkt zwischen dem Wider stand 2- und der .Stromquelle 3 bei,der ,Schal tung nach Fig. 1. Die Art einer solchen Verbindung ist im Einzelfall durch Versuche zu ermitteln.
Eine weitere Verbesserung für die Lösch- wirkung besteht darin, dass Impedanzen zwi schen Anode und Kathode geschaltet werden. In .die diese Impedanzen enthaltende Verbin dungsleitung kann noch eine Funkenstrecke geschaltet werden, die in Abhängigkeit von bei der Löschung auftretenden Schwankungen der Anodenspannung :derart gesteuert wird, ,dass sie überschlägt.
Als Funkenstrecke eig nen sich hier besonders solche mit kleiner Ansprechspannung und Löschspannung, wie zum Beispiel gesteuerte und ungesteuerte Bogenentladungen in verdünnten Gasen und Dämpfen.
Ein Beispiel für diese Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. .3 dargestellt. Die Schaltanordnung dieser Figur unterscheidet sich von Fig. 1 dadurch, dass die Anode des Entladungsgefässes 1 über einen Kondensator 11 mit der Kathode verbunden ist. Zwischen .dem Kondensator und der Anode liegt ausser dem noch ein steuerbares Entladungsgefäss 12., dessen Steuergitter an einen Anzapf- punkt eines Widerstandes 13 angeschlossen ist.
Dieser Widerstand verbindet die Anode .des Entladungsgefässes 1 mit dessen Steuer gitter 4. Ein von der Gitterstossspannungs- quelle 5 bis,8 auf das Gitter 4 übertragener Spannungsstoss ändert ;die Potentialverteilung des Widerstandes 13 derart, dass die Ent ladungsstrecke 12 leitend gemacht und da durch die Verbindung zwischen der Anode des Entladungsgefässes 1 und dem Konden sator 11 hergestellt wird.
In der vorstehend genannten Form kann die Anode des zu löschenden Entladungs gefässes auch mit einem Abzweigpunkt eines Widerstandes verbunden werden, der zwi schen Gitter und Kathode liegt. Der Kon- densator 11 in Fig. 3' liegt dann nicht un mittelbar an der Kathode des Entladungs gefässes 1, sondern an einem Anzapfpunkt eines Widerstandes, der das Gitter 4 mit der Kathode verbindet.
Man kann auch zwischen Anode und Ka thode zwei Gruppen von Impedanzen in Reihe schalten und den Verbindungspunkt beider mit dem nicht an.das Gitter ange schlossenen Ende der .Spannungsquelle für .den Gitterspannungsstoss verbinden. Das Git ter kann dabei in der oben beschriebenen Weise mit der Anode verbunden sein, bei spielsweise über einen Kondensator oder einen Widerstand.
Ein Beispiel für diese Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 4 dargestellt. Der Unterschied dieser Schaltanordnung gegen über Fig. 1 besteht darin, dass Anode und Kathode des Entladungsgefässes 1 über zwei in Reihe geschaltete Kondensatoren 14 und 15 miteinander verbunden sind. Zwischen diese beiden Kondensatoren ist der dem Steuergitter 4 abgewendete Pol -der Gitter spannungsquelle 5 bis 8 angeschlossen.
Es ist also die untere Belegung des Konden sators 6 mit dem Anschlusspunkt zwischen den beiden Kondensatoren 1.4 und 1,5 ver bunden. Der Vorteil dieser Schaltung liegt darin, dass die Gefahr der Wiederzündung des gelöschten Lichtbogens beseitigt wird. Vielfach kann, wie durch Versuche fest gestellt wurde, die Löschwirkung verbessert und die Gefahr der Wiederzündung verhin dert werden, wenn der nicht an das Gitter an geschlossene Pol der Gitterspannungsquelle nicht direkt an die Kathode angeschlossen,
sondern mit einem andern Punkt des Licht bogenstromkreises verbunden und von der Ka thode durch Spulen oder Widerstände ge trennt ist. Diese Trennung kann entweder dadurch erreicht werden, dass das freie Ende der Gitterspa.nnungsquelle an einen nicht di rekt mit der Kathode in Verbindung stehen den Punkt des Lichtbogenstromkreises, bei spielsweise an die Anode des Entladungs- efässes, angeschlossen wird oder dadurch, g<B>p</B> dass zwischen das freie Ende und die Ka thode eine Spule geschaltet wird, die auch ganz oder zum Teil durch Kondensatoren und eventuell auch Widerstände überbrückt werden kann.
Ein Beispiel für die Verbindung des nicht am Gitter liegenden Pols der Gitter spannungsquelle mit der Anode :des Ent ladungsgefässes ist in Fig. 5 dargestellt. Das freie Ende der Gitterspannungsquelle 5 bis 8, das heisst die der Funkenstrecke 5 abgewen dete Belegung des Kondensators ,6, ist in :die ser Schaltung nicht an die Kathode, sondern an einen andern Punkt des Lichtbogenstrom- kreises, in ,diesem Falle an die Anode, ange schlossen. In die Verbindungsleitung zwi schen der Anode des Entladungsgefässes 1 und dem Verbraucherwiderstand 2 ist bei dieser Schaltung noch eine Induktivität 17 geschaltet, die durch einen Kondensator 18 mit Widerstand 19 überbrückt ist.
Diese Einfügung eines Schwingungskreises hat die Wirkung, dass bei einer durch den Löschspannungsstoss bewirkten Absenkung der Anodenspannung auch Jas Potential des an der Anode liegenden Punktes des Schwin gungskreises sinkt, und dass dieser Punkt dann nicht so schnell wieder auf die volle Spannung .gelangen und dadurch eine uner wünschte Wiederzündung des Lichtbogens herbeiführen kann.
Es sei noch erwähnt, dass zu den Funken- strecken 5 in den Fig. 1 bis 5 ein Xoncien- sator parallel geschaltet werden kann, der dafür sorgt, .dass die Entladung des in diesen Figuren mit .6 bezeichneten Kondensators etwas länger aufrecht erhalten wird.
Eine weitere Verbesserung der Lösch- wirkung lässt sich dadurch erzielen, dass mit Kondensatoren,,die zum Steuerkreis gehören, gleichrichtende Elemente in Reihe geschaltet werden, umdauernde Restladungen auf diese Kondensatoren zu bringen. Bei dem Aus führungsbeispiel nach Fig. 2 kann zu dem Zweck ein Gleichrichter zwischen die Fun kenstrecke 5 und den Anschlusspunkt .des Kondensators 9 an das .Steuergitter 4 ge schaltet wenden.
Dieser Gleichrichter ver hindert :das Rückströmen von Ladungen, die über die Funkenstrecke 5 auf das Steuer gitter 4 und den Kondensator 9 gebracht sind.
Eine weitere Möglichkeit der Verbesse rung der Löschwirkung besteht darin, dass die Anode der zu löschenden Entladungs strecke über Impedanzen mit dem -von dem Gitter abgewendeten Pol der Gitterstossspan- nungsquelle verbunden wird.
Ein Ausfüh rungsbeispiel für diese Schaltverbindung kann darin bestehen, dass bei der .Schaltung nach Fig. 1 die untere Belegung des Konden- satom 6 bezw. der nicht an der Funken strecke 5 liegende Verbindungspunkt zwi schen .dem Kondensator 6 und dem Induktor 7 über einen Kondensator und einen dazu parallel geschalteten Widerstand an die Anode der Entladungsstrecke 1 angeschlos sen ist.
Die zwischen Gitterspannungsquelle und Gitterelektrode geschaltete Funkenstrecke (Funkenstrecke 5 in Fig. 1) wird vorteilhaft so gewählt, dass ihre Löschspannung wesent lich kleiner ist. als die Durchschlagsspan- nung. Der Löschspannungsstoss wird dann mit grosser Geschwindigkeit dem Gitter zu geführt, die Gitteraufladung bleibt aber etwas länger erhalten, und die Gefahr der Rückzündung ist vermindert.
Die Erfindung kann auch für Ent ladungsstrecken angewendet werden, bei denen zwischen Anode und Kathode mehrere Gitterelektroden angeordnet sind. Diese Elek troden können alle gleichzeitig an -die Gitter spannungsquelle angeschlossen werden, es kann aber auch nur einem Teil der Gitter elektroden ein ,Spannungsstoss zugeführt wer den.
Die Löschwirkung kann noch dadurch verbessert werden, dass den Gitterelektroden kurz nacheinander mehrere Spannungsstösse zugeführt werden. Zu dem Zwecke kann eine Hochfrequenzgitterspannungsquelle angewen- d@et werden, oder es .können zwischen Gitter und Gitterspannungsquelle rotierende Unter brecher geschaltet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Löschung eines in einem Vakuumentladungsgefäss brennenden Licht bogens, bei der einer zwischen den beiden Hauptelektroden (Anode und Kathode) des Entladungsgefässes angeordneten Elektrode (Gitter) eine Löschspannung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Erzeu gung der Löschspannung dienende Span nungsquelle derart ausgebildet ist,dass die von ihr erzeugte Löschspannung der Hilfs elektrode innerhalb einer Zeit von höchstens 10-7 bis 10-9 Sek. zugeführt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass der Gitter elektrode von einer Spannungsquelle über eine Funkenstrecke eine negative Ladung zugeführt wird.2. Anordnung nach Patentanspruch, da- .durch .gekennzeichnet, dass der zur Lö schung dienende Spannungsstoss (Lösch- spannung) einer die Lichtbogenzündung verhindernden negativen Sperrspannung überlagert wird, die vor der Löschspan- nung dem Gitter zugeführt wird. 3.Anordnung nach Patentanspruch, da- .durch gekenzeichnet, dass der zur Lö schung dienende Spannungsstoss (Lösch- spannung) einer die Lichtbogen.zündung verhindernden negativen Sperrspannung überlagert wird, die gleichzeitig mit der Löschspannung dem Gitter 2ngeführt wird. 4.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lösch -spannung einem Kondensator entnommen wird, der von einer Ililfsgleichstrom- quelle aufgeladen wird. 5. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lösch- spannung in einer Induktionsspule er zeugt wird. 6.Anordnung nach Unteranspruch 5, da- ,durch gekennzeichnet, dass als Induk tionsspule eine Transformatorwicklung verwendet ist. 7. Anordnung nach Unteranspruch .5, da durch gekennzeichnet, dass als Induk- tionsspule die Sekundärwicklung eines Induktors verwendet ist. B. Anordnung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass dem die Löschspannung liefernden Kondensator eine Induktionsspule parallel geschaltet ist. 9.Anordnung nach Unteranspruch 5, @da- ,durch gekennzeichnet, dass der die Lösch spannung liefernden Induktionsspule ein Kondensator parallel geschaltet ist. 10. Anordnung nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass zwischen,die Anode des zu löschenden Entladungs gefässes und en an .das Entladungsgefäss angeschlossenen Belastungsstromkreis Impedanzen geschaltet sind.11. Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, ;dass ,zwischen :die Kathode des zu löschenden Entladungs gefässes und den an das Entladungsgefäss angeschlossenen Belastungsstromkreis Im pedanzen geschaltet sind. 12.Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass im Licht- bogenstromkreis enthaltene Induktivitäten durch Kapazitäten; überbrückt sind. 13. Anordnung nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass im Licht- bogenstromkreis enthaltene Widerstände durch Kapazitäten überbrückt sind. 14.Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass parallel zu dem an den Lichtbogen angeschlossenen Belastungsstromkreis Impedanzen ge- schaltem sind. 15. Anordnung nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass parallel zu einem Teil des an den Lichtbogen an geschlossenen Belastungsstromkreis Im pedanzen geschaltet sind. 16.Anordnung nach Patentanspruch, da- ,durch .gekennzeichnet, dass .die Gitter elektrode über Impedanzen mit der Licht- bogenanodo verbunden ist. 1.7. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter elektrode über Impedanzen mit der Licht bogenkathode verbunden ist. 18. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter elektrode über Impedanzen mit einem Punkt des Lichtbogenstromkreises ver bunden ist, der nicht unmittelbar an die Hauptelektroden (Anode, Kathode) des Entladungsgefässes angeschlossen ist. 19.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter elektrode mit der Kathode über eine Vor spannungsquelle und einen Widerstand verbunden ist. 20. Anordnung nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass zwischen Anode und Kathode des Lichtbogenent- ladungsgefässes Impedanzen geschaltet sind. 21. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Teil des Lichtbogenstromkreises durch Impedan zen überbrückt ist.22. Anordnung nach Unteranspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, dass in die die Impedanzen enthaltende Verbin dungsleitung eine Funkenstrecke geschal tet ist, die in Abhängigkeit von bei der Löschung auftretenden Schwankungen der Anodenspannung :derart gesteuert wird, dass sie überschlägt. 2,$. Anordnung nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass die Anode über Impedanzen an einen Abzweigpunkt eines Widerstandes angeschlossen ist, der zwischen Gitter und Kathode liegt. 24.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen Anode und Kathode zwei Gruppen von Impedanzen in Reihe geschaltet sind, und ,dass deren Verbindungspunkt mit dem nicht an die Gitterelektrode angeschlos senen Ende der die Löschspannung lie fernden Spannungsquelle verbunden ist.25. Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, .dass der nicht an ,die Gitterelektrode angeschlossene Pol der Gitterspannungsquelle an einen Punkt des Lichtbogenstromkreises ange schlossen ist, der von,der Kathode durch Spulen getrennt ist. 26.Anordnung nach Unteranspruch 1, .da durch gekennzeichnet, dass der # nicht an die Gitterelektrode angeschlossene Pol der Gitterspannungsquelle an einen Punkt des Lichtbogenstromkreises ange schlossen ist, der von der Kathode ,durch Widerstände getrennt ist. 27. Anordnung nach Unteranspruch 25, da durch gekennzeichnet, .dass die der Ka thode vorgeschaltete In$uktionsspule durch Kondensatoren überbrückt ist. 28.Anordnung nach Unteranspruch 25, da durch gekennzeichnet, dass die der Ka thode vorgeschaltete Induktionsspule zum Teil durch Kondensatoren über brückt ist. 29. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der nicht an die Gitterelektrode angeschlossene Pol ,der Gitterspannungsquelle über Impedan zen an die Anode angeschlossen ist. 30.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der nicht an die Gitterelektrode angeschlossene Pol der Gitterspannungsquelle über eine In- duktivität und einen Widerstand an die Kathode angeschlossen ist. 3-1. Anordnung nach Unteranspruch 20, da durch gekennzeichnet, dass .die zwischen Gitterspannungsquelle und Kathode lie genden Widerstandselemente durch Ka pazitäten überbrückt sind. 32..Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass eine Funken strecke gewählt ist, .die bei einer Span nung erlischt, die kleiner ist als die Spannung, ,die erforderlich ist, um den Durchbruch .der Funkenstrecke zu er zielen. 33. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen Anode und Kathode der Lichtbogenent- Ladungsstrecke mehrere Steuerelektroden angeordnet sind, von denen wenigstens ein Teil an die Gitterspannungsquelle angeschlossen ist. 34.Anordnung nach Unteranspruch 30, da durch gekennzeichnet, dass die nicht an die Gitterspannungsquelle angeschlos senen Gitterelektroden mit dem Licht bogenstromkreis verbunden sind. 35. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, .dass .der Gitter elektrode kurz hintereinander mehrmals ein Spannungsstoss zugeführt wird.
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