CH193724A - Brennkraftmaschine mit einer Einsatzbüchse aus hartem Werkstoff im Zylinder. - Google Patents
Brennkraftmaschine mit einer Einsatzbüchse aus hartem Werkstoff im Zylinder.Info
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Description
Brennkraftmasehine mit einer Einsatzbüchse aus hartem Werkstoff im Zylinder. Zur Verringerung der Abnutzung an der Lauffläche der Zylinder von Brennkraft- maschinen hat man vorgeschlagen, in die Zylinder eine Büchse einzusetzen, die aus härterem Werkstoff besteht als die Zylinder wandung.
Da man bisher annahm, dass die Abnutzung der Zylinderwand durch die Federungskraft und mangelhafte Passung der Kolbenringe, sowie bei einfachwirkenden Maschinen mit einem Kolbenzapfen im Kol ben durch das Kippender Kolben verursacht wird, hat man diese Einsatzbüchsen bisher stets so lang ,gemacht, @dass der Kopf des Kol bens beim Hin- und Hergehen des Kolbens noch in der Einsatzbüchse blieb.
Man hat auch schon vorgeschlagen, solche Einsatz- büchsen aus zwei oder mehreren hülsenförmi- gen Teilstücken verschiedener Härte mittels Flanschen und 'Schrauben zusammenzusetzen. Diese mehrteiligen Einsatzbüchsen bringen aber grosse Schwierigkeiten im Betrieb mit sich und erfordern Spezialkonstruktionen von übergrossen Baulängen. Es <RTI
ID="0001.0032"> wurde nun festgestellt, dass die Ab nutzung der Zylinderwandungen bei B,renn- kraftmaschinen fast ausschliesslich @daller kommt, @dass die Kolbenringe in der einen Totpunktsteilung des Kolbens unter Wirkung des Verbrennungsdruckes radial auseinander gepresst und gegen die Zylinderwandung ,ge schlagen werden.
Bei der hohen Zahl dieser immer an derselben ,Stelle wiederkehrenden Schläge hämmern die Kolbenringe ring- förmige Vertiefungen in die Zylinderwand ein, deren Ränder durch .die Kanten der Kol benringe beider Hin- und Herbewegung des Kolbens ausbrechen und abgeschabt wer den.
Dieser Vorgang wird noch dadurch be schleunigt, dass die Schläge :der Kolbenränge immer in dem Augenblick auftreten, 'wenn die Zylinderwand der höchsten Temperatur ausgesetzt ist, Gemäss vorliegender Erfindung erstreckt sieh daher die Einsatzbüchse von der tirn- fläche auf der Brennraumseite des Zylinders aus nur über einen Teil der Gesamtlänge der Lauffläche des Zylinders.
Die Einsatz büchse ist vorzugsweise kürzer als der Kol benhub im Zylinder, so dass sie in der einen Totpunktstellung vom Kolben völlig frei liegt. Zweckmässig reicht die Einsatzbüchse in der Totpunktstellung des Kolbens am Ende der Kompression von der zugehörigen Stirnfläche des Zylinders nur bis hinter die auf der zugehörigen Kolbenseite angeordne ten Kolbenringe. Da bei Früh- und Spätzün dungen der Verbrennungsdruck nicht genau in. der Totpunktstellung auftritt, so ist die Einsatzbüchse vorteilhaft noch etwas länger.
Die Erfindung gestattet es, die Einsatz büchse als einen verhältnismässig schmalen. dünnen Ring auszuführen, .der sich bei ein fach wirkenden mehrzylindrigen Maschinen in der einen Totpunktstellung des - Kolbens ohne Zerlegung des Zylinderblockes und ohne Herausnahme der Kolben durch ein Werk zeug hintergreifen und herausziehen lässt.
Es ergibt sich daraus eine erhebliche Verein fachung beim Ersetzen ,der Einsatzbüchsen und ausserdem eine erhebliche Materialerspar nis, die um so wichtiger ist, als die Einsatz büchsen aus Legierungen, also aus teuren Werkstoffen angefertigt werden.
Brennkraftmaschinen mit vom Kolben in der einen Totpunktstellung freigelegten Steuerschlitzen, z. B. Zweitaktbrennkraft- maschinen, können mit einer leicht auswech selbaren Einsatzbüchse von grosser Haltbar keit versehen werden, welche nicht bis zu den Steuerschlitzen reicht.
Soweit man sol- eheMaschinen bisher mit einer von der Stirn fläche des Zylinders eingesetzten Einsatz- büchse versehen hat, war diese mit Schlitzen für den Gasdurchlass ausgerüstet. Solche Büchsen haben aber nur eine geringe Halt barkeit, weil ,die schmalen Stege zwischen den Öffnungen leicht reissen.
Ausserdem kann durch eine Verlagerung der Büchse eine Ver änderung der Steuerschlitze bewirkt werden und damit auch eine Verschiebung dar Steuerzeiten und eine Verringerung der Wirt schaftlichkeit der Maschine.
Die Zeichnung zeigt Versuchsergebnisse zur Erklärung der Erfindung und die Zy linder einiger einfachwirkenden vertikalen Maschinen als Ausführungsbeispiele der Er findung.
Fig. 1 zeigt einen Zweitaktmotorzylinder im Längsschnitt ohne Einsatzbüchse; Fig. 2 ist -das Abnutzungsdiagrammdazu; Fig. 3 zeigt den gleichen Zylinder mit der Einsatzbüchse gemäss der Erfindung; Fig. 4 ist das Abnutzungsdiagramm die ses Zylinders nach der gleichen Betriebs dauer;
Fig. 5 zeigt einen Zylinder für eine ver tikale Maschine mit herausnehmbarer Lauf büchse, die mit einer Einsatzbüchse gemäss der Erfindung versehen ist; Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt dureh ,die Einsatzbüchse in Fig. 5; Fig. 7 zeigt .einen Längsschnitt durch einen mit Kühlmantel versehenen Zylinder einer vertikalen Maschine mit .dem Kolben in der obern Totpunktstellung.
Fig. 1 zeigt einen,Graugusszylinder 1 für einen Zweitaktmotor mit in der Laufbahn 2 befindlichen .Steuerschlitzen 3 für den Eir und Auslass der Gase. Das Abnutzungs- dia,gramm in Fig. 2 ergibt nach einer Be triebszeit von 1000 ;Stunden im obern Teil des Zylinders eine Abnutzung von etwa. 1 mm, während unterhalb der Steuerschlitze 3 .die Abnutzung kaum 1/10o mm beträgt.
Fi,g. 3 zeigt den gleichen Zylinder mit einer in das Zylinderkopfende eingezogenen Einsatzbüchse 4 aus Chrom-Nickel-Schleuder- guss von der Brinell-Härte 300 bis 350. Ge mäss Fig. 4 beträgt die Abnutzung dieser Büchse nach 1000stündiger Betriebszeit nur etwa 0,065 mm. Die Abnutzung ist also etwa 15 mal .geringer.
Die Einsatzbüchse 4 reicht nur bis in die Nähe der Steuerschlitze 3, ist also weder durch die Steuerschlitze geschwächt, noch kann bei einer Verdrehung der Einsatzbüchse die Stellung der ,Steuer- schlitze verändert werden. Für das Heraus- nehmen der Einsatzbüchse 4 genügt es, den Kolben in die untere Totpunktstellung zu be wegen. Der untere Rand der Einsatzbüchse wird dann von dem Kolben freigelegt.
Die unter Spannung stehenden Kolbenringe blei bendabei in Berührung mit der Zylinder wand 5, so dass beim Herausnehmen und Wiedereinsetzen ider Einsatzbüchse kein um stäudliches Neneinziehen .der Kolbenringe notwendig ist.
Der Zylinder nach Fig. 5 besitzt einen Mantel 6, in den eine Laufbüchse 7 eingesetzt ist, .die sich über die ,ganze Länge der Lauf fläche erstreckt und als Nassbüchse ausgebil det ist, also mit dem Mantel einen Wasser raum 8 für die Kühlung bildet. Die Lauf büchse 7 enthält im obern Teil eine kurze Einsatzbüchse 9, die in der obern Totpunkt stellung des nicht gezeichneten Kolbens nur bis unter die am Kolbenkopf befindlichen Kolbenringe reicht.
Die Laufbüchse 7 kann beispielsweise aus Gusseisen oder aus Schleu- derguss mit einer Brinell-Härte von 80.0 bis 350, die Einsatzbüchse 9 dagegen zum Bei spiel aus nitriertem @Schleuderguss mit einer Brin.ell-Härte von 1000 hergestellt sein.
Da die Einsatzbüchse am untern Rande bei der untern Totpunktstellung des Kolbens voll kommen freiliegt, kann man sie ohne Heraus nahme :der Laufbüchse 7 und ohne Beein- trächtigung der Dichthaltung des Wasser raumes 8 herausziehen.
Gemäss Fig. 6 ist die Einsatzbüchse 9 am untern Ende mit Kerben 9' versehen, die das Einhaken von Werk zeugen zum Herausziehen der Büchse gestat ten. An ihrem obern Rande hat die Büchse 9 einen Bund 10, der den Druck des auf den Zylinder aufzuschraubenden Zylinderkopfes aufnimmt, so @dass beim Festschrauben des Zylinderkopfes keine Stauchung des Werk stoffes in der Fuge 11 (Fig. 5) eintritt.
Bei :dem Zylinder 12 nach Fig. 7 befindet sieh der Kolben 13 in der obern Totpunkt stellung, in welcher die im Kopf des Kolben, angeordneten Kolbenringe 14 sich in der Ein satzbüchse 15 befinden. Die Einsatzbüchse 15 ist mit einem kegeligen Bund 16 versehen.
In dieser Figur ist in gestrichelten Linien die @Stellung des -Kolbens im untern Tot punkt eingezeiehnet. Die obere Stirnfläche des Kolbens liegt dann bei 17,-,also weit un terhalb des untern Randes IS der Einsatz büchse 15, die sich infolgedessen mittels Werkzeugen leicht nach oben herausziehen lässt.
Gegebenenfalls kann die Einsatzbüchse ohne Bund als eine vollständig glatte Hülse ausgeführt sein. Ihre Anwendung ist auch bei @doppeltwirkenden Maschinen von Vorteil.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Brennkraftmaschine mit einer Einsatz- büchse aus hartem Werkstoff im Zylinder, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ein satzbüchse von der ,Stirnfläche -auf der Brenn- raumseite des Zylinders aus nur über einen Teil der Gesamtlänge der Lauffläche des Zylinders erstreckt. ÜNTERANSPRüCHE 1.Brennkraftmasehine mit Einsatzbüchse nach Patentanspruch, .dadurch gekenn zeichnet, dass .die Einsatzbüchse kürzer ist als der Kolbenhub, so dass sie in der einen Totpunktstellung des Kolbens vollständig frei liegt.z. Brennkraftmaschine mit Einsatzbüchse nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Einsatzbüchse in der Totpunktstellung des Kolbens @aan Ende der Kompression nur etwa bis .hinter die auf der zugehörigen Kolbenseite angeord neten Kolbenringe reicht.3. Brennkraftmaschine mit Eingatzbüchse nach Patentanspruch, bei welcher der Zylinder mit vom Kolben in der einen Totpunktlage freigelegten Steuerschlitzen versehen ist, dadurch ,gekennzeichnet, dass die Einsatzbüchse nicht bis zu den Steuerschlitzen seicht.4. Brennkraftmaschine mit Einsatzbüchse nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ein;satzbücluse in einer über die ganze Länge des Zylinders sich erstreckenden Laufbüchse angeordnet ist und von,der ,Stirnfläche :dieser Laufbüchse nur soweit nach innen ragt"dass -sie in der einen Totpunktstellung des Kolbens voll ständig frei liegt. 5.Bremskraftmaschine mit Einsatzbüchse nach dadurch .gekenn zeichnet, dass die Einsatzbüchse an ihrem dem Brennraum abgekehrten Stirnende gerben besitzt, die das Einhaken von Werkzeugen zum Herausziehen der Ein satzbüchse gestatten.
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