CH193745A - Elektrodensystem mit unsymmetricher Leitfähigkeit. - Google Patents
Elektrodensystem mit unsymmetricher Leitfähigkeit.Info
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Description
Elektrodensystem mit unsymmetricher Leitfähigkeit. Die Erfindung bezieht sich auf ein Elek- trodensystem mit unsymmetrischer Leitfähig keit, das eine Selenelektrode enthält, die durch eine isolierende Zwischenschicht von der andern gut leitenden Elektrode ge trennt ist.
Es ist bereits bekannt, dem Selen Erd- alka.limetalle zuzusetzen.
Es ist gleichfalls bekannt, dass Alkali inetalle, wie Natrium und Litbium, zuweilen als Verunreinigungen im Selen vorhanden sind.
Ferner hat man als Zusätze auch wohl Selendioxy.d oder ein Kupfersalz der Eisen- cyanwa.sserstoffsäure benutzt.
Erfindungsgemäss wird dem Selen jedoch eine LSolierende stabile Metallverbindung zu- gesetzt, und zwar eine solche, die in Wasser schwer löslich ist und an der Atmosphäre ihre isolierenden Eigenschaften beibehält.
Als stabil werden diejenigen Stoffe be zeichnet, die auch bei Temperaturerhöhung bis 200' C weder auseinanderfallen, noch chemisch mit dem iSelen oder in praktisch merklichem Masse mit den Bestandteilen der Luft - N, 0z, <B>CO",</B> -dampfförmiges H,0 reagieren.
_Unter "in Wasser schwer dösliich" wird ver standen, dass ein derartiger Stoff in Wasser einen Lösungsgrad von höchstens 0;5 Gramm pro 100 emg Wasser aufweist.
Der Zusatz von isolierenden Metallverbin dungen bietet den Vorteil, dass daidurch die Leitfähigkeit des Selens in erheblichem Masse, und zwar oft etwa um das Ilundert- fa,che und mehr, erhöht wird.
Die Schwer- löslichkeit und die 'Stabilität gegenüber den Bestandteilen der Atmosphäre, auch bei höherer Temperatur, sind vorteilhaft für die Unveränderlichkeit der Eigenschaften des Elektrodensystems und erleichtern auch unter Umständen dessen Herstellung.
Zur Ausführung,der vorliegenden Erfin dung eignen sich ganz besonders, beispiels weise, das Bariumsulfat (BaS04), Kalzium sulfat (CaSO°), Bariumwolframat (BaW04), Magnesiumogyd (M.g0), Kryolith (NarAlFJ. Es können auch Gemische dieser Stoffe zur Anwendung kommen.
Die Unveränderlichkeit der Eigenschaften ist besonders wichtig, wenn ein erfindungs gemässes Elektrodensystem als Detektor ver wendet werden soll.
Um durch den Zusatz von isolierenden Stoffen eine möglichst grosse Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Selens zu erhalten, ist es erforderlich, dass sie möglichst fein zerteilt in .der ganzen Selenschiclit vorkom men.
Eine besonders günstige Ausführungs form der Erfindung besteht darin, dass die zugesetzten isolierenden Stoffe in einem der artigen Elektrodensystem gleichzeitig als Sperrschicht zwischen der Selenelektrode und der zum Beispiel aus Metall bestehenden, gut leitenden Elektrode benutzt werden, wie sich aus dem nachstehend beschriebenen Ausfüh rungsbeispiel ergibt.
Das Anbringen einer besonderen @Sperr- schiebt ist dann nicht mehr nötig. Wenn nämlich der Zusatzstoff bereits in feinzerteil- tem Zusfand im Selen vorhanden ist, kann die Bildung der Zwischenschicht selbsttätig erfolgen.
Zur Herstellung eines Elektrodensystems gemäss der Erfindung, ,mit einer derart zu standekommenden Sperrschicht, verfährt man zweckmässig wie folgt: Es werden dem Selen im amorphen Zu- staai:d zwecks Erhaltung einer höheren Leit fähigkeit zum Beispiel in einem Mörser a.,n- dere :
Stoffe zugesetzt, worauf es nebst den hinzugesetzten -Verbindungen derart zermah len wird, dass die Zusätze im Selen fein zerteilt werden. Die Zusätze haben im all gemeinen eine Korngrösse kleiner als 10,u, z. B. 3 bis 4 ,u. Die Gewichtsmenge der Zu- sätze beträgt im allgemeinen 0,5 bis 5 % @der- jenigen des benötigten Selens.
Für das beispielsweise erwähnte Bariumwolframat (BaWOJ ist eine Menge von etwa 1 % er forderlich. Obwohl auch Bariumsulfat ein sehr geeigneter Zusatzstoff isst, kann es bei der Mischung Störungen verursachen, da es sich schwer zermahlen lässt, aber leicht zu sammenklumpt. Um dies zu verhindern, wird vor dem Zermahlen Zucker hinzugefügt. Zucker hat sehr harte Kristalle, durch welche die entstandenen Bariumsulfatklumpen zer pulvert werden.
Zur Entfernung,des Zuckers nach dem Zermahlen wird das Ganze in Wassereingeführt. Nur der Zucker löst sich, da die beiden andern Stoffe unlöslich sind. Das Gemisch von Selen und Bariumsulfat kann nun durch Filtrierung von Wasser be freit werden.
Das Pulver, in dem die verschiedenen Substanzen fein zerteilt vorkommen, wird dann auf einen aus einer Metallplatte be stehenden Träger aufgebracht und bis auf den Schmelzpunkt :des Selens (etwa 220') erhitzt. Die Masse wird zum Beispiel mit Hilfe eines heissen Bügeleisens oder einer Walze flach ausgestrichen. Nachdem sich eine gleichmässige Schicht in einer Dicke von etwa 0,03 mm (im allgemeinen nicht mehr als<B>0,15</B> mm) gebildet hat, wird die Masse rasch und möglichst vollkommen gekühlt.
Es wird durch die rasche Abkühlung erreicht, dass in diesem Augenblick noch kein Über gang in die metallische Modifikation statt findet, wodurch die nachstehend angegebene Stufe der Lefendmachung rascher vor sich geht. Die Platte wird dann in einem Ofen auf eine Temperatur von etwa <B>200'C</B> er hitzt, wodurch das amorphe Selen in die metallische (graue) halbleitende Modifikation übergeführt wird.
Das Schmelzen, die Ab kühlung und die darauffolgende Erhitzung zur Überführung des 'Selens in die metgl- lische Modifikation können gegebenenfalls zur Erreichung einer grösseren Gleichmässig keit der Selenschicht wiederholt werden. Die Erhitzung bis zum Erreichen einer genügen den Leitfähigkeit dauert je nach den Um ständen 2 bis 24 Stunden oder noch länger.
Es ist jedoch darauf zu achten, dass zwischen der Selenschicht und .der Oberfläche der Platte, auf -die das Seilen aufgebracht wird, keine .isolierende Schicht entsteht, :
da ,dies für die Wirkung des Systems in hohem Masse nachteilig ist. Es ist daher für den Träger ein Metall bezw. eine Legierung zu verwen den, das bezw. die während .des Aufgiessens mit .dem Selen entweder keine Verbindung eingeht oder eine Verbindung bildet,. die lei tend ist. Geeignete .Stoffe sind zum Beispiel Messing und Kupfer, da sowohl das Kupfer- als das Zinkselenid leitend sind.
Nach Abkühlung wird das Ganze wieder in einen Ofen mit einer Temperatur von etwa 200' C gebracht. Diese Behandlung dient dazu, von .dem Selen das obere Häutchen abzudampfen, so .dass der isolierende stabile Zusatz an -die Oberfläche kommt und die er forderliche Isolierschicht bildet.
Es wird jetzt auf das Selen noch die andere Elektrode aufgebracht, die z. B. aus einer leichtschmelzenden, gut leitenden Me tallegierung bestehen kann, die in flüssigem Zustand aufgebracht wird, z. B. Woods Me tall.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrodensystem mit unsymmetrischer Leitfähigkeit, das eine Selenelektrode ent hält, die durch eine isolierende Zwischen- schicht von .der andern, gut leitenden Elek trode getrennt ist, dadurch .gekennzeichnet, dass dem Selen eine isolierende, stabile He tallverbindung zugesetzt ist, und zwar eine :solche, die in Wasser schwer löslich ist und an der Atmosphäre ihre isolierenden Eigen schaften beibehält.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Elektrodensystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz eine Korngrösse von höchstens 10,u besitzt. 2. Elektrodensystem nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass :die isolieren den Zusätze die Sperrschicht zwischen der Selenelektrode und der gut leitenden Elektrode bilden.3. Elektrodensystem nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, -dadurch gekenn zeichnet, dass die gut leitende Elektrode aus Aletall besteht. 4. Elektrodensystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichts menge des Zusatzes 0,5 bis 5 % derjenigen des Selens beträgt.5. Elektrodensystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatz zur Selenelektrode Bariumwolframat in einer Menge von etwa 1 % benutzt ist.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE757222C (de) * | 1939-02-04 | 1954-02-08 | Elektrowerk G M B H | Selentrockengleichrichter mit Schwermetall-Traegerelektrode |
-
1935
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