CH193775A - Apparat für subaquale Darmbäder. - Google Patents
Apparat für subaquale Darmbäder.Info
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Description
Apparat für subaquale Darmbäder. Den bisher bekannten gurtenfreien Ap paraten zur subaqualen Darmspülung haften noch immer verschiedene Mängel an, welche manche Konstrukteure durch ein Gurten- und Luftpolstersystem zu umgehen suchen, dafür aber den schweren Übelstand in Kauf nehmen müssen, dass der Kranke an den Spülsitz angegurtet ist wie ein Pilot an seinen Führersitz, weil sonst das Luftpolster system nicht dichten kann.
Diese letztere Ausbildung des Apparates, bei welcher der Kranke an den Spülsitz gefesselt ist, ist hier nicht gemeint, weil sie bei einer ernsten Konkurrenz der Zweckmässigkeit und der Annehmlichkeit im Gebrauche für die Kran ken und das Badepersonal und für einen Massenbetrieb, wie zum Beispiel in Bädern und Kurorten, gar nicht in Betracht kommt.
Diese eingangs angeordneten Mängel sind in erster Linie das Andrücken des Spülkopfes gegen die Aftergegend des Badenden, welche bei mageren Personen wegen der mangelnden Plastizität der Körperoberfläche keinen voll- kommen hermetischen Abschluss bewirken kann.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss dadurch behoben, dass der Spülkopf an ,seiner Passflä.che Löcher aufweist, in .die einvul kanisierte Stifte eines Gummipolsters hin einpassen, das eine einvulkanisierte elastische Formplatte enthält, um sowohl unverrückbar aufzusitzen, als auch sich den Wölbungen der Passfläche ausgleichend und dichtend an zuschmiegen und überdies leicht aufsetzbar und abnehmbar zu sein.
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in der Ge brauchslage in Seitenansicht dargestellt; Fig. 2 bis, 10 sind Einzelheiten.
Der von elastischen.Kabeln g getragene Spülkopf 1 besitzt, wie Fig. 2 zeigt, an seiner Passfläche Löcher 2, in welche ein vulkanisierte Stifte 3 eines Moosgummi- Polsters 4 hineinpassen, welches eine einvul kanisierte elastische Formplatte 5 enthält.
Durch die Stifte ist dars Moosgummipols.ter mit einem einzigen Handgriff leicht auf den Spülkopf 1 aufzusetzen und wieder abzu nehmen und durch die einvulkanisierte elasti sche Formplatte 5 werden .die sonst in kurzer Zeit eintretenden, das Gummipolster un brauchbar machenden Deformationen verhin dert. Der Spülkopf legt sich auf diese Weise hermetisch dichtend an die Aftergegend des Patienten an.
Um den Anpassungsdruck noch elastischer zu gestalten, wird in der Badewanne unter dem Spülkopf 1 nicht wie bisher ein ein facher Gummiteppich, sondern eine starke Auftriebskraft besitzende Moosgummiplatte 6 angeordnet, die infolge ihrer Konstruktion und durch einvulkanisierte Bleieinlagen 7 in geringer Höhe über -dem Wannenboden in richtiger Lage gehalten wird und von unten her einen weichen elastischen Druck nach aufwärts auf den Spülkopf 1 ausübt.
Um die Reizwirkung des metallischen Darmröhrchens auf die Wände des Darmes auszuschalten, ist das Darmröhrchen 8 (Fig. 4) mit dem Zulaufstutzen 91 des Spül kopfes durch ein gegossenes Weichgummi knie 9 verbunden, durch dessen Federkraft das metallische Darmröhrchen automatisch in seiner richtigen Arbeitslage gehalten wird, ohne durch sein ungestützte,s, Eigengewicht einen Afterkrampf auslösenden, reizenden Druck auf die Wände des Darmes auszuüben.
Das Röhrchen kann auch aus Gummi be- stehen und erhält dann zur Versteifung neben weitgehender Biegsamkeit eine schrau benartig gewundene Drahtfeder 10 als Ein lage (Fig. 4a). Dieses Darmröhrchen trägt an der Mündung einen 15 bis 30 mm langen, aus Drahtstäben gebildeten Korb 82, der Verstopfungen des Röhrchens durch Kot praktisch ausschliesst.
Weil Darmröhrchen aus. Gummi durch die Einwirkung des Darmsaftes und der Des- infektionsmittel leicht angegriffen werden, kann man das metallische Darmröhrchen da durch im weitesten .Sinne beweglich und schmiegsam gestalten, dass, wie Fig. 4u zeigt, das Darmrohr aus einem .starren Unterteil und einem aus dicht aneinanderliegenden, ein Röhrchen bildenden schraubenförmigen dungen eines blanken Metalldrahtes gebilde ten elastischen biegsamen Oberteil K;
, be steht. An diesen schliesst sich wieder .der Mündungskorb 82 an.
Das Darmrohr sitzt mit .dem untern Ende wieder in einem gegossenen Gummiknie 9 und ist dort mit zwei in geringem Abstand voneinander angeordneten Ringwülsten 8, und 8d versehen; auf den untern Wulst 8,# wird das Gummiknie aufgesteckt und so ein Herausgleiten des Darmrohres aus dem Gummiknie verhindert, wogegen der obere Ringwulst 8d sich aussen gegen die Endfläche des Gummiknies 9 legt und ein tieferes Ein dringen des Darmrohres in das Gummiknie und dadurch eine Verkürzung .der nutzbaren D@armrohrlänge verhindert.
Das in Fig. 5 dargestellte Darmröhrchen 81 ist an seinem ausserhalb des Darmes lie genden Teil mit einem Kegelventil 11 ver sehen. Bei einem Afterkrampf wird das Röhr chen 81 durch den Afterhebemuskel von seinem Ventilsitz 11,. abgehoben (siehe rech tes Bild Fig. 5), so dass das. im Darm be findliche Spülwasser trotz Afterkrampf zwi schen dem abgehobenen Röhrchen 8, und dem Ventilsitz 11,, wie die Pfeile andeuten,
entweichen kann.
Das aus Gummi bestehende Kotabfuhr rohr 12 ist, um gnickungen zu vermeiden, nach Fig. 1 mit in geeigneten Abständen aufvulkanisierten Versteifungsringen 13 ver sehen oder es erhält, wie Fig. 2 zeigt, eine elastische schraubenförmig gewundene Draht einlage 14.
Die Fuss.stützenleiter 15 (Fig. 6) besitzt hohle Sprossen, die zur Vermeidung des stö renden Auftriebes mit Bleieinlagen 16 ver sehen sind und einen Überzug aus mit Um fangsrippen besetztem Gummi 17 aufweisen, um den Fussdruck an .den Sprossen zu mil dern. Der mit Rippen besetzte Gummi hat gegenüber Schwammgummi den Vorteil län gerer Haltbarkeit und guter Reinigungs fähigkeit.
Mit einem ähnlichen Überzug 18 aus mit Umfangsrippen besetztem Gummi sind, wie Fig. 7 zeigt, die Endschuhe 19 der Tragkabel für den iSpülkopf versehen, um Beschädigun gen des emaillierten Wannenrandes zu ver meiden und die Elastizität der Verbindung des Kabels mit der Wanne zu erhöhen.
Der hintere Spülkopfträger 20 (Fig. 1) ist mit einem auswechselbaren Moosgummi polster 21 versehen, um unliebsame Druck wirkungen auf das Kreuzbein des Patienten zu vermeiden.
Der den Spülvorgang regelnde Dreiweg hahn 22 (Fig. -8) sitzt auf einem Arm 23, dessen freies Ende einen kräftigen Saug napf 24 trägt, mittels welchem der Regulier hahn an der Innenseite der Badewanne fest gehalten wird. Vom Spülregulator 22 führt eine Schlauchleitung 25 in den Bodenteil des Ablaufturmes 26, durch die infolge der Ge- berwirkung Spülwasser aus dem Darm in den Wannenablauf gesaugt wird. Dadurch wird die Saugkraft in der Entlastungsstel lung des Regulators erhöht. Ein in die Lei tung eingesetztes Schauglas 27 ermöglicht die Beobachtung des Spülwasserablaufes.
Fig. 9 zeigt drei verschiedene Ausfüh rungen des in die Zulaufleitung für das Spül wasser eingeschalteten gläsernen Kontroll- gefässes 28. Dieses zeigt planparallele Vor- der- und Rückenwand von kreisförmiger oder ovaler Form a (linkes Bild) oder aber Drei- ecksform. b und c (mittleres und rechtes Bild).
Die Rückwand des Kontrollgefässes ist far big lackiert und trägt an der der Mündung des Zulaufröhrchens- 29 zugekehrten Hälfte eine Einteilung 30, deren Teilstriche etwa radial zur Mündung des Zulaufröhrchens lie gen und die Zulaufgeschwindigkeit des Spül wassers schätzungsweise abzulesen gestatten. An einer zweiten aufrechtstehenden Teilung 31 kann der Stand des Flüssigkeitsspiegels in dem Glasgefäss und dementsprechend der im Darm herrschende spastische Druck abge lesen werden.
Nach dem Bild c der Fig. 9 ist das Kontrollgefäss oben mit einem Aufhänge- ör 32 versehen, das Zulaufröhrchen 29 reicht hier von der Seite her in das Gefäss hinein.
Um die Spannung der elastischen Trag kabel für den Spülkopf bei jedem einzelnen Fall nach Bedarf leicht regeln zu können, ist der Kabelendschuh 1'91 gemäss .der Fig. 10 in seinem an dem Tragkabel K angreifenden Teil 19z rohr- oder rinnenartig ausgebildet, welcher Teil zwei einander gegenüber liegende Schrägschlitze 33 aufweist, in denen ein zweckmässig mit gerauhter Oberfläche versehener Bolzen 34 ruht, der beim Spannen des,
Kabels in den Schrägschlitzen verschoben wird und dadurch das Kabel in seinem rohr artigen Schuh l'91 festklemmt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Apparat für subaquale Darmbäder, ge kennzeichnet durch einen :Spülkopf (1), wel cher an seiner Passfläche Löcher (2) besitzt, in welche einvulkanisierte Stifte (3) eines Gummipolsters (4) hineinpassen, das eine einvulkanisierte elastische Formplatte (5) enthält, um sowohl unverrückbar aufzusitzen als auch sich den Wölbungen der Passfläche ausgleichend- und dichtend anzuschmiegen und leicht auf setzbar und abnehmbar zu sein. UNTERANSPRÜCHE: 1.Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülkopf (1) ausser seiner Aufhängung durch elasti sche Tragkabel .auf einer starke Auf triebskraft besitzenden Moosgummiplatte (6) aufliegt, die durch einvulkanisierte Bleieinlagen (7) in geringer Höhe über dem Boden .der Badewanne in richtiger Lage gehalten wird. 2. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Darmröhrchen (8) mit dem Zulaufstutzen des Spülkop fes durch ein gegossenes Weichgummi knie (9) verbunden ist, durch dessen Federkraft das Darmröhrchen automa- tisch in seiner richtigen Arbeitslage ge halten wird. 3.Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in das aus Weich gummi bestehende Darmröhrchen zur Versteifung ohne Aufhebung der Bieg samkeit eine schraubenartig gewundene Drahtfeder (10) eingelegt ist. 4. Apparat nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das aus Weich gummi bestehende, eine Drahteinlage enthaltende Darmröhrchen an seinem im Darm gelegenen Ende einen zirka 15 bis 30 mm langen, aus Drahtstäben be stehenden sogenannten Mündungskorb (82) trägt, welcher Verstopfungen des Darmröhrchens durch Kot praktisch aus schliesst. 5.Apparat nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Darmröhrchen in dem untern ausserhalb des Darmes liegenden Teil starr ist und in dem obern, im Darme befindlichen Teile aus dicht aneinanderliegenden, ein Röhrchen bildenden schraubenförmigen Windun gen eines nackten Metalldrahtes besteht. 6.Apparat nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende des Darmröhrchens mit zwei im gewissen Abstand voneinander angeordneten Ring wülsten (8, und 8d) versehen ist, deren unterer (8,) zum Festhalten des Gummi knies dient, wogegen der obere Wulst (8d) sich aussen gegen die Endfläche des Knies stützt und so ein tieferes Eindrin gen des Darmrohres in .das Gummiknie verhindert. 7.Apparat nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein metallisches Darmröhrchen (8,) an e-einem. ausserhalb des Darmes befindlichen Teil mit einem Ventil (11, 111) versehen ist, welches durch den Afterhebemuskel des Patien ten reflektorisch betätigt wird, d. h. bei Eintritt eines Afterkrampfes selbsttätig geöffnet wird und so das abgesperrte Darmspülwasser auch während der Krampfperiode frei aus dem Darm ent strömen lässt. B.Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kotabfuhr schlauch (12) des Spülkopfes eine ein vulkanisierte Schraubenfeder (14) ent hält, die ein Zusammenklappen oder<B>Ab-</B> knicken desselben verhütet. 9. Apparat nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kotabfuhr schlauch (12) des Spülkopfes in geeigne ten Abständen aufvulkanisierte Verstei fungsringe (13) besitzt. 10. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichneit, dass der hintere Spül kopfträger (20) mit einem auswechsel baren Moosgummipolster (21) ausgestat tet ist. 11.Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Fussstützenleiter (15) mit Bleieinlage (16) versehene Rohrsprossen besitzt, durch deren Ge wicht sie betriebssicher am Boden der Badewanne niedergehalten wird. 12. Apparat nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprossen der Fussstützenleiter einen Überzug aus mit Umfangsrippen besetztem Gummi (17) aufweisen. 13. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass der .Spülregulator (22) durch einen kräftigen Saugnapf (24) an der Seitenwand der Badewanne festgehalten ist. 14.Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelendschuhe (19) der Tragkabel des Spülkopfes zur Schonung des Wannenemailles einerseits und zur Verhütung von Verletzungen der Patienten anderseits mit elastische ringförmige Querrippen aufweisendem Gummi (18) überzogen sind. 15. Apparat nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass vom Spül regulator (22) eine Schlauchleitung (25) zum Bodenteil des Ablaufturmes (26) führt, durch welche infolge der Heber wirkung Spülwasser aus dem Darm in den Wannenablauf gesaugt und durch ein in die .Schlauchleitung eingeschlosse nes iSchauglas (27) auch kontrolliert werden kann. 16.Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass ein in die Zulauf - leitung eingeschaltete gläserne Kontroll- gefäss (28) mit planparallelen Wänden versehen ist, wobei seine Rückenwand farbig lackiert ist -und zwei Einteilungen (30, 31) trägt, deren eine (30) radial zur Mündung des Zulaufröhrchens (29) ge richtete Teilstriche aufweist, an denen die Zulaufgeschwindigkeit schätzungs weise abgelesen werden kann, wogegen die andere Einteilung (31) aufrecht stehend angeordnet ist,und entsprechend der Höhe des Flüssigkeitsspiegels im Kontrollgefäss den im Darm herrschen den spastischen Druck abzulesen ermög licht. 17. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkabelend- schuh (l91) das Kabel mit einem rohr- oder rinnenartigen Teil (192) umgreift, der zwei einander gegenüberliegende Schrägschlitze (33) aufweist, in denen ein Bolzen (34) ruht,der beim Spannen des Kabels verschoben wird und so dass Kabel in seinem Führungsteil (192) fest klemmt.
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