CH193864A - Verfahren zur Herstellung von Kunststeinmassen aus Sorelzement. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunststeinmassen aus Sorelzement.

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CH193864A
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Leitner Thekla
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Leitner Thekla
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/30Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing magnesium cements or similar cements
    • C04B28/32Magnesium oxychloride cements, e.g. Sorel cement

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Description


  Verfahren zur     Herstenung    von     Nunststeinmassen    aus     Sorelzement.       Es ist bereits bekannt, Kunststein aus       Sorelvement,    sowie     einemFüllstoff        undFarbe     herzustellen.

   Die bisher zur Verwendung ge  langenden Kunstmassen dieser Art haben aber  den Nachteil,     dass    sie keine genügende Ge  schmeidigkeit besitzen     und    das     Eisenehlorid,     welches in dem     Magnesit    enthalten ist, sich  nach dem Trocknen in braunen Flecken an  der Oberfläche der Platten     und    dergleichen  äussert, so     dass    eine     reinweisse    Farbe über  haupt nicht erzielbar ist.  



  Gemäss der Erfindung werden diese Übel  stände dadurch vermieden,     dass    zur     HerNtel-          lung    der Masse eine klebrige, bindende und  zugleich wasserabweisende Substanz in ge  löstem Zustande zugesetzt wird. Als solche  kann Kasein oder     Ceresin    dienen.  



  Die in der erfindungsgemässen Weise er  zeugte Masse eignet sich insbesondere zur  Herstellung von Wandfliesen, von Boden- und  Dachbelag, Ofenkacheln, Dekorationsplatten,  Gebrauchsgegenständen, Spielzeugen, Tassen,  Grundplatten, Tischplatten sowie Grabsteinen,.  welche Produkte auch mit     Marmorierung    aus  geführt werden können.    Die Masse besteht     vorteilhafterweise    ans  aus einer Mischung von<B>1 : 1, 1 :</B> 2,<B>1 - 3,</B> ge  gebenenfalls<B>1 :</B> 4, und zwar einem Teil       kaustisch    gebranntem     Magnesit    und<B>1,</B> 2,<B>3</B>  <B>,</B> Quarzmehl oder  oder 4 Teilen Marmormehl,  dergleichen, welcher Masse     beliebigerFarbstoff     zugesetzt sein kann.

   Diese Mischung wird  zum Beispiel trocken vermischt und dann mit  einer Beimengung einer 22- bis     30grädigen          Chlormagnesiumlösung    zu einem dickflüssigen  Brei verrührt.     Elernach    wird dieser Mischung  ein Zusatz von Kasein in gelöstem Zustand,  etwa<B>5</B> Gramm auf ein Kilogramm des vor  genannten Breies, beigegeben und die Mischung  so lange verrührt, bis die Beimengung nicht  mehr zu erkennen ist. Als Lösungsmittel für  das Kasein kann Borax, Wasserglas,     Ammo-          niaklösung        etc.    dienen.

   Die so     abgerührte     Masse kann     nun    in eine hochglanzpolierte  Form     ausGlas        oderdergleichen        eingebrachtund     mittels eines     Glasstäbchens    oder derglei  chen durchstochen werden, damit die in der  Masse befindlichen     Luftbläschen    verschwinden.  Die Masse wird dann in den Formen trocknen  gelassen und zeigt eine     boebglanzpolierte         Oberfläche, ohne     dass    eine     tuechanische        te-          arbeitung    derselben notwendig ist.  



  Das Kasein unterbindet die     Treibkraft     des in dein     Magnesit    enthaltenen     Eisenchlorids,     <B>so</B>     dass    Platten von vollkommenen reiner Farbe,  insbesondere auch     reinweisse    Platten und  dergleichen erzeugt werden können. Weiters  verleiht das Kasein der Masse eine grosse     Ge-          schineidigkeit    und macht dieselbe ungemein  wasserabweisend. Ausserdem wird durch den       Kaseinzusatz    eine besonders günstige     Haft-          fe.stigkeit    an     Unterlagsflächen    aus Holz, Stein  oder dergleichen erreicht.

   Statt Kasein kann  auch     Ceresin    Anwendung     finden*.    Als Füll  stoffe können ausser Marmormehl und Quarz  mehl auch Sägemehl, Holzwolle, Kohlen  schlacke, Zement um dienen.  



  Die     Gussform.    kann entweder einteilig sein  oder aus einem Rahmen und einer gesonderten  Platte bestehen. Als Material<B>für</B> einteilige  Grussformen kommt Holz, Eisen, Porzellan<B>'</B>  Email oder Ton in Betracht, doch sollen die  Innenseite der     Gussform    geglättet und wo  möglich     hochglanzpoliert    und der Rahmen  teil konisch ausgeführt sein.  



  Am besten ist es, die Mischung auf eine  Glasplatte     züi    giessen, auf die ein Rahmen  aufgesetzt ist, wobei man dann den     Trocken-          prozess    durch das Glas hindurch verfolgen  und das Auftreten der     Abbindung,    welche  durch das Hervortreten eines weissen Schleiers  kenntlich ist, leichter beobachten kann.  



  Bemerkt man den auftretenden Schleier,  so soll man die Platte samt der gefüllten  Rahmenform sofort in ein bereitstehendes  Wasserbad geben und<B>je</B> nach Stärke der  Form ein bis zwei Stunden im Wasser liegen  lassen. Das     Wasüerbad    hat den Zweck, das  überschüssige Chlormagnesium, welches sieh  in der abgebundenen Masse befindet, zu ent  fernen und die gegossene Platte oder der  gleichen vor einem Verbiegen oder Werfen  zu bewahren. Auch ist es bei grösseren For  men angezeigt, das Wasser mehrmals zu  wechseln.  



  Beim Trocknen überzieht sich die Glanz  fläche mit einem Schleier und wird der durch    eine glatte     Gussforrn    bedingte Hochglanz da  durch wieder zum Vorschein gebracht,     dass     man die Platte oder dergleichen mit Feder  weiss bestreut und mit Hilfe eines Wollappens  vorsichtig abwischt. Bei den auf die be  schriebene Weise hergestellten Produkten,  Platten und dergleichen kann also Hochglanz       erziehlt    werden, ohne     dass    die     Ober:fläche     poliert werden     müsste.     



  Statt ebener     Gussformen    kann man auch  solche mit einem Relief verwenden. Es kann  dann ein zweifarbiges Bild auf der erhärteten       Kunststeinreliefplatte    dadurch     erziehltwerden,          dass    man die ganze Platte mit einer Farbe  bestreicht, die mit Kasein verrührt ist. Nach  dem Trocknen der Farbe kann dieselbe dann  mit einem Leinenlappen, welcher in eine reine       Kaseinlösung    getaucht worden ist, von den  erhabenen Stellen des Reliefs abgewischt  werden, so     dass    die aufgebrachte Farbe dann  nur als Grundfarbe auf den nicht vorstehen  den Teilen des Reliefs aufscheint.

   Das     Kaseni     begünstigt     hiebei    das Hineinziehen der Farbe  in die Kunstmasse, so     dass    sich die Farbe  nach dem Trocknen nicht mehr abreiben     lässt.     



  Mit der erfindungsgemässen Masse kön  nen auch Bauplatten aus Holz,     Heraklith,     Holzwolle, Sägespänen, Stroh, Torf, Moos,       Kohlenstaub    und     Koksschlacke    überzogen     wer-          en,    wobei Asbest mit gelöster Stärke als  Bindemittel für diese Bauplatten dient. Schliess  lich können auch Eisen, Blech, Zement so  wohl in Plattenform, wie auch in Form von  Wänden, weiters verputzte oder unverputzte  Ziegel- oder Steinwände mit der     er:findungs-          gemässen    Masse bekleidet werden.

Claims (1)

1?ATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunststein- massen aus Sorelzemerit, Füllstoff und Farbe, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Masse eine klebrige, bindende und zu gleich wasserabweisende Substanz in gelöstem Zustande verwendet wird. UNTERANSPRüCEE: <B>1.</B> Verfahren nach dem Patentatispruch, da durch gekennzeichnet, dass als klebrige, bindende und zugleich wasserabweisende Substanz Kasein verwendet wird.
Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als klebrige, bindende und zugleich wasserabweisende Sub,stanz Ceresin verwendet wird. <B>3.</B> Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Masse nach dem Abbinden in ein Wasserbad gebracht wird, um das überschüssige Ohlormagne- sium zu entfernen.
CH193864D 1936-11-25 1936-11-25 Verfahren zur Herstellung von Kunststeinmassen aus Sorelzement. CH193864A (de)

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