CH194034A - Elektromedizinisches Bestrahlungsgerät. - Google Patents

Elektromedizinisches Bestrahlungsgerät.

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CH194034A
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Imre Dr Sleidinger
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Imre Dr Sleidinger
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N5/00—Radiation therapy
    • A61N5/06—Radiation therapy using light

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Description


  Elektromedizinisches Bestrahlungsgerät.    In der ärztlichen Praxis sind seit zirka  50 Jahren     Queckailberdampflampen    mit Quarz  glasbrennern bekannt, in denen mittels  eines     Tiefspannungstransformators    ultravio  lette Strahlen erzeugt werden. Diese Lampen  können jedoch selbst bei kürzester Anwen  dung nur in einem Abstand von einem hal  ben Meter vom menschlichen Körper und bei  Wasserkühlung benutzt werden, da sie eine  gewaltige Hitze erzeugen und dadurch Patient  und Arzt in gleicher Weise gefährden.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein  elektromedizinisches Bestrahlungsgerät, wel  ches sich dadurch auszeichnet, dass eine  zwei Quecksilberelektroden und eine Edelgas  füllung enthaltende Bestrahlungsröhre mit  einem, an die Quecksilberelektroden ange  schlossenen Hochspannungstransformator zu  sammengebaut ist, wodurch es infolge Er  zeugung kalter     Ultraviolettstrahlen    ermöglicht  wird, die Bestrahlungsröhre gefahrlos direkt  mit der zu massierenden Körperstelle in  Berührung bringen zu können. Bei     langge-          atreckter    Ausführung der Bestrahlungsröhre    kann diese massierend bis in die kleinste       Kavität    des menschlichen Körpers ohne Ver  brennungsgefahr eingeführt werden, da sie  stets kalt bleibt.

   Klinische Feststellungen  haben ergeben, dass offene nicht oder schwer  granulierende Wunden durch eine Bestrah  lungsmassage mit dem vorliegenden Gerät  sofort granulieren, wenn ein Betriebsstrom  von 1000-5000 Volt in einer Stärke von  10-80     Milliampäre    verwendet wird, indem  die kalt bleibende Bestrahlungsröhre eine  intensive     Tiefbestrahlung    der Wunde erlaubt.  



  Die Bestrahlungsröhre kann in ihrer Form  sowohl für äussere, als auch für innere Massage  bestrahlung ausgebildet sein. Infolge des  Umstandes, dass im Gebrauch zwischen der  Entladungsstrecke und der zu bestrahlenden  Körperpartie keine andere Trennung als die  durch die Röhrenwand gebildete vorhanden  ist, indem die Bestrahlungsröhre ohne Gefahr.  direkt mit der Körperpartie in Berührung  gebracht werden kann, wird eine äusserst  wirksame,     fastverlustloseMassagebestrahlung     erzielt.

             Zusammenfassend    kann     gesagt    werden,  dass das vorliegende, auf der Verwendung  von Hochspannung beruhende Bestrahlungs  gerät mit kalten ultravioletten Strahlen be  sonders für solche Behandlungen, die bis  heute     inkurabel    waren, mit Erfolg angewandt  werden kann und sich durch seine Unge  fährlichkeit, rasche Heilwirkung und intensive  Tiefenwirkung vorteilhaft auszeichnet.

   Da es  hier möglich ist, eine Quarzröhre bei einer  Hochspannung von 5000 Volt auf oder in  dem menschlichen Körper zur Wirkung zu  bringen, was bis heute undurchführbar war,  kann durch die grosse Wärmeentwicklung im  Körper selbst, wobei die Röhre zwar stets  kalt bleibt, und durch die grosse Menge ultra  violetter Strahlen und Ozon ein künstliches  Fieber mit     nachfolgendeL    Heilwirkung erzeugt  werden.  



  Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht  zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungs  gegenstandes.  



       Fig.    1 zeigt ein Bestrahlungsgerät für  innern Gebrauch und.  



       Fig.2    ein solches für äussere Bestrah  lungsbehandlung.  



  Das Gerät gemäss     Fig.    1 besitzt eine       langgestreckte    Bestrahlungsröhre 10, ein die  selbe tragendes Sockelstück 4 und einen  elektrischen Hochspannungstransformator 1,  dessen Primärwicklung 2 an das Netz anzu  schliessen und dessen Sekundärwicklung 3  mittels     zweier    die Hülle 5 durchsetzender  Drähte mit den Polanschlüssen 6, 7 zweier  Quecksilberelektroden 8, 9 elektrisch leitend  verbunden ist. Letztere sind in den Schenkeln  der unten gegabelten Bestrahlungsröhre 10  untergebracht, wobei an der Zweigstelle des  einen Schenkels eine trennende Scheidewand  12 in die Röhre 10 eingebaut ist.

   Im Schaft  teil 14 der Röhre 10 erstreckt sich der Länge  nach ein kleineres Rohr 13, das an einem  Ende durch die Scheidewand 12 hindurch  mit der dortigen Quecksilberkammer in Ver  bindung steht und am andern Ende, inner  halb der     ogival    geformten Endpartie des  Schaftteils 14, offen ist. Die Bestrahlungs  röhre 10 enthält ferner eine     Edelgasfüllung.       Im Gebrauch wird in der     $estrahlungs-          röhre    10 eine elektrische Entladung kalter  roter und ultravioletter Strahlen erzeugt,  indem der Strom von der Quecksilberelektrode  9 in der Pfeilrichtung durch den Schaftteil  14 hindurch bis zur Spitze desselben, dann  durch das innere Rohr 13 zur Quecksilber  elektrode 8 geleitet wird.

   Die Bestrahlungs  röhre selbst bleibt kalt und kann gefahrlos  in jede Körperhöhlung eingeführt werden.  



  Das Gerät gemäss     Fig.    2 ist für Aussen  massage bestimmt. Die Bestrahlungsröhre     1011     hat hier eine im wesentlichen hufeisenförmige  Gestalt; am stärksten kommt die Strahlen  wirkung im horizontalen Mittelteil derselben  zur Geltung.  



  Der Transformator 1 ist zweckmässig so  gebaut, dass er an ein Lichtnetz von 120  Volt bis 270 Volt angeschlossen werden kann.  Er ist mit einer Reguliervorrichtung versehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektromedizinisches Bestrahlungsgerät, da durch gekennzeichnet, dass eine zwei Queck silberelektroden und eine Edelgasfüllung ent haltende Bestrahlungsröhre mit einem an die Quecksilberelektroden angeschlossenen Hoch spannungstransformator zusammengebaut ist, wodurch es infolge Erzeugung kalter Ultra violettstrahlen ermöglicht wird, die Bestrah lungsröhre gefahrlos direkt mit der zu massierenden Körperstelle in Berührung brin gen zu können. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Bestrahlungsgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrah lungsröhre einen langgestreckten Schaft teil mit Mitteln zur Leitung des Stromes in Längsrichtung desselben von einer Quecksilberelektrode zur andern aufweist, so dass sie für Innenmassage geeignet ist. z. Bestrahlungsgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrah lungsröhre für äussere Massage im we sentlichen Rufeisenform aufweist.
CH194034D 1937-01-20 1937-01-20 Elektromedizinisches Bestrahlungsgerät. CH194034A (de)

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CH194034D CH194034A (de) 1937-01-20 1937-01-20 Elektromedizinisches Bestrahlungsgerät.

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