CH194195A - Verfahren zur Herstellung einer grünen, als Pigment-Farbstoff verwendbaren Verbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer grünen, als Pigment-Farbstoff verwendbaren Verbindung.

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CH194195A
CH194195A CH194195DA CH194195A CH 194195 A CH194195 A CH 194195A CH 194195D A CH194195D A CH 194195DA CH 194195 A CH194195 A CH 194195A
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green
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Limited Imperial Ch Industries
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  Verfahren zur Herstellung einer grünen, als     Pigment-Farbstoff          verwendbaren        Verbindung.       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  die     Herstellung    einer neuen grünen, als, Pig  mentfarbstoff verwendbaren Verbindung.  



  Gemäss dieser Erfindung wird die als  metallfreies     Phtalocyanin    bekannte Verbin  dung     mit        chlorierenden    Mitteln auf solche    Weise behandelt,     dass    sie ein     Dodeka-          chlorophtaloGyanin    von der Summenformel       CszHeNsC112    gibt.  



  Metallfreies     Phtalocyanin        (vergl.        Linstead     und andere, Journal of     the        Chemical        Society,     1934,     1016-1039)    kann durch die Formel       (CsH4N2)4    .     H2    oder besser durch die     Formel     
EMI0001.0022     
    wiedergegeben werden. Durch die Behand  lung mit     chlorierenden        Mitteln    werden Was-         serstoffatome    in den     o-Phenylengruppen     durch Chlorersetzt.

        In dem     halogenierten        Phtalocyanin    der  vorliegenden Erfindung sind die zwölf Chlor  atome nicht gleichmässig auf die vier     Pheny-          lengruppen    des     Phtalocyanins    verteilt. Es hat  die     Summenformel        C.ZH.NsCl,          Diese    Substanz ist ein grünes Pulver, das;  nicht schmilzt, sich aber bei 400     bisi    500   C  zersetzt. Es löst sich in konzentrierter Schwe  felsäure, eine rotbraune Lösung, und in       Chlorsulfonsäure,    eine rote Lösung gebend.  Werden diese Lösungen ins Wasser gegossen,  so fällt der Farbstoff wieder aus.

   Es. ist  völlig unlöslich in Äthylalkohol, Benzol und       Aceton.     



  Die Erfindung ist darauf gerichtet, einen  nützlichen, grünen Farbstoff herzustellen,  wobei es unwesentlich     ist,    ob das erhaltene  Produkt chemisch homogen ist oder nicht, da  die Farbe das Gewünschte ist.  



  Mit andern Worten, es wurde gefunden,  dass mit fortschreitender     Chlorierung    des me  tallfreien     Phtalocyanins    ein Produkt     erhalten     wird,     dessen    Analyse die     empirische    Formel       .eines        D-odekachlorphtalocyanins        bewimen    hat,  aber es lässt sich nicht     ermitteln,    ob eine oder  mehr als eine Verbindung sich vorfindet. Der  Gegenstand der Erfindung ist, wie gesagt,  die Herstellung dieser Substanz, die als Farb  stoff nützlich ist und einen besonders wert  vollen grünen Ton hat.  



  Die     Chlorierung    .des     Phtalocyanins    kann  durch     Behandlung    mit elementarem Chlor  oder durch Benutzung anderer bekannter       Chlorierungsmittel,    z. B.     Thionylchlorid          (vergl.    z. B. .Silberrad, Journal of     the        Society     of     Chemical        Industry,   <B>1926,</B> 43, Seite     3a8),     oder     Sulfurylchlorid    ausgeführt werden.

   Die       Chlorierung    kann in     Gegenwart    bekannter       Halogenüberträger    ausgeführt werden, z. B.       Aluminiumchlorid,        Antimontri-    oder     penta-          chlorid,        Eisenchlorid,    Zinkchlorid, .Schwefel,  Schwefelchlorid,     Phosphorpentachlorid.     



  Es ist jedoch vorzuziehen, keine     Metall-          salze    als     Chlorüberträger    zu benutzen, weil  die Gefahr besteht, dass     Metall-Phtalocyanine     sich     bilden    können und den Ton des Produk  tes     unerwünscht    beeinflussen.  



  Zur     Chlorierung    kann das     Phtalocyanin       in einem     Lösungsmittel    oder flüssigen Me  dium gelöst oder suspendiert werden; doch,  da man gefunden hat, dass die     Chlorierung     bis zum gewünschten Grade nicht leicht statt  findet, wenn nicht eine höhere     Temperatur     oder eine relativ grosse Menge eines     Reagen-          ses    verwendet wird, ist es vorzuziehen, auf  die Verwendung solcher     Hilfsmittel    zu ver  zichten.  



  Das erhaltene, vom     Reaktionsgemisch    ge  trennte Produkt kann kristallinisch sein; die  Kristalle sind hart. In diesem Zustande ist es  im allgemeinen     als:    Pigmentfarbstoff nicht  geeignet. Zur feinen Verteilung löst man den  Farbstoff in Schwefelsäure, wodurch er,  wenn -die Lösung ins Wasser gegossen wird,  in fein verteilter Form wieder ausfällt.  



  Durch die folgenden Beispiele     wird    die  Erfindung     illustriert,    jedoch nicht begrenzt.  Die Teile sind     Gewichtsteile.     



       ,Beispiel   <I>1:</I>  5 Teile metallfreies     Phtalocyanin    werden  mit 1-5 Teilen flüssigem Chlor sechs     Stunden     lang in einem geschlossenen Gefäss auf  <B>250'</B> C erhitzt. Dann öffnet man das Gefäss,  lässt den Überschuss an Chlor und allen ge  bildeten Chlorwasserstoff     entweichen    oder  absorbiert dieselben auf geeignete Weise. Der  feste Rückstand wird dann auf 250   C er  hitzt, bis kein Chlor mehr abgespalten wird.

    Es wird auf     diese    Weise ein     grünes        Pulver          erhalten,    das 45,7 % Chlor enthält,     entspre-          cliend    12,2 Atomen Chlor im Molekül.  



       Beispiel   <I>2:</I>  1 Teil metallfreies     Phtalocyanin    wird in  einem     Autoklaven    mit 8 Teilen     .Sulfurylchlo-          rid    während     41/?,    Stunden auf 230   C erhitzt.  



  Das     Gefäss    wird,     .solange    es noch warm  ist, geöffnet und dem     ÜberSChuss    an     Sul-          furylchlorid,    dem     Chlorwasserstoff    und dem       Schwefeldioxyd    wird ermöglicht zu entwei  chen. Ein     grünlichbraunes    Pulver bleibt zu  rück. Dieses wird mit einem     Überschuss    war  mer verdünnter     wässeriger        kaustischer    Soda  umgerührt, labiles Chlor wird dadurch ent  fernt. Die Verbindung     wird        abfiltriert,    mit  Wasser gewaschen und getrocknet.

        Diese Verbindung enthält 46 % Chlor  oder 12 Atome Chlor pro     Mol.     



  Um sie in einen     passenden.    fein verteilten  Zustand zum Gebrauch als     Pigment-Farb-          staff    umzuwandeln, wird sie in ungefähr  dem zehnfachen ihres Gewichtes konzentrier  ter Schwefelsäure gelöst. Es entsteht eine       rötlichbraune    Lösung.     Diese    Lösung wird in  kaltes Wasser gegossen, wodurch die Ver  bindung in fein zerteilter Form wieder aus  fällt. Sie     wird        abfiltriert,    mit Wasser ge-    waschen und entweder getrocknet oder als  Paste     aufbewahrt.     



  Wenn als Pigmentfarbstoff, z. B. in       Lithographietinten    angewendet, hat man  einen hellen reinen grünen Ton.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Verfahren zur Herstellung einer neuen grünen, als Pigmentfarbstoff verwendbaren Verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man das metallfreie Phtalocyanin der Formel EMI0003.0014 solange mit chlorierenden Mitteln behandelt. bis der entstehende Stoff die Summenformel eines Dodekachlorophtalocyanins C32HEN,Cl" hat, wobei die zwölf Chloratome nicht gleich mässig auf die vier Phenylengruppen verteilt sind.
    Der neue Farbstoff ist ein grünes Pul ver, das nicht schmilzt, sich bei 400 bis 500' C zersetzt und sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rotbrauner und in Chlor- sulfonsäure mit roter Farbe löst, beim Ein giessen dieser Lösungen in Wasser wieder ausfällt und völlig unlöslich ist in Äthylal- kohol, Benzol und Aceton. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Halogenüberträgern chloriert. 2.
    Verfahren nach - Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines Verdünnungsmittels chloriert. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Chlor als chlo- rierendes Mittel benutzt.
CH194195D 1935-08-14 1936-08-04 Verfahren zur Herstellung einer grünen, als Pigment-Farbstoff verwendbaren Verbindung. CH194195A (de)

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