CH337545A - Verfahren zur Herstellung von zwei CISO2-Gruppen aufweisenden Derivaten des Anilins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von zwei CISO2-Gruppen aufweisenden Derivaten des Anilins

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CH337545A
CH337545A CH337545DA CH337545A CH 337545 A CH337545 A CH 337545A CH 337545D A CH337545D A CH 337545DA CH 337545 A CH337545 A CH 337545A
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aniline
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chloride
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Charles Novello Frederick
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Merck & Co Inc
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      Verfahren    zur Herstellung von zwei     C1S02-Gruppen    aufweisenden Derivaten des     Anilins       Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet  ein Verfahren zur Herstellung von Derivaten des  Anilins der Formel  
EMI0001.0004     
    Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass  man eine Verbindung der Formel  
EMI0001.0005     
    worin R Wasserstoff oder eine     Sulfonsäuregruppe,          R,    Wasserstoff, Halogen, eine     Aminogruppe    oder  ein niedriges     Alkyl-    oder     Alkoxyradikal    und     R=     Wasserstoff oder ein niedriges     Alkylradikal    darstellt,

    in Gegenwart eines     Alkalihalogenids    mit     Chlor-          sulfonsäure    behandelt.  



  Die in dieser Weise erhaltenen     Aminobenzol-di-          sulfonylchloride    können durch Behandeln mit Am  moniak in die entsprechenden     Disulfamylaniline     übergeführt werden. Die so erhaltenen     Substanzen,     sind neue Verbindungen, welche in erster Linie als  Zwischenprodukte für die Herstellung von pharma  zeutisch wirksamen Substanzen, vor allem von       Benzothiadiazin-1,1-dioxyd-Verbindungen,    dienen.

    Dabei eignen sich die     Aminobenzol-disulfonyl-          chloride    vor allem zur Herstellung von     Benzothia-          diazin-1,1-dioxyd-Verbindungen,    die in der     3-Stel-          lung    einen     Substituenten    aufweisen, während     3-un-          substituierte        Benzothiadiazin-1,1-dioxyde    vorzugs  weise aus den entsprechenden     Disulfamylanilinen       gebildet werden.

   Die     Disulfamylaniline    weisen ausser  dem     diuretische    und/oder     natriuretische    Wirkung auf.  



  Besondere Bedeutung besitzt das Verfahren zur  Herstellung von     5-Chlor-anilin-2,4-disulfonylchlorid     durch     Behandeln    von     m-Chlor-anilin    mit     Chlor-          sulfonsäure    in     Gegenwart    von     Natriumchlorid.     



  Die     Chlorsulfonierung    wird, wie gesagt, in Ge  genwart eines     Alkalihalogenides    durchgeführt, bei  spielsweise in Gegenwart von Natrium-,     Kalium-          oder        Lithiumchlorid.    Für alle praktischen Zwecke  lässt sich     Natriumchlorid    verwenden, welches leicht  erhältlich und billig ist und in dessen Gegenwart die  Reaktion relativ     milde    verläuft.

   Da die Reaktion       zwischen    diesen Substanzen jedoch etwas heftig ist,  fügt man vorzugsweise das     Anilin    tropfenweise unter       Rühren    und Abkühlen der     Chlorsulfonsäure    zu.  Nach Beendigung der Zugabe des Anilins wird das       Alkalichlorid    am besten in kleinen Portionen zuge  setzt, um die Entwicklung von     Chlorwasserstoff    bei  mässiger Geschwindigkeit zu halten. Hiernach erhitzt  man das Gemisch zweckmässig auf 100-200  C,  vorzugsweise in einem Ölbad.  



  <I>Beispiel 1</I>  64 g (0,5     Mol)        m-Chlor-anilin    wurden tropfen  weise unter Rühren zu 375     cm3        Chlorsulfonsäure     gegeben, die sich in einem in einem Eisbad gekühl  ten     3-Liter-Dreihalsrundkolben    befanden. Dazu gab  man     portionenweise    innert 1-2 Stunden 350g Na  triumchlorid und erhitzte das Gemisch     allmählich    in  einem Ölbad auf 150 C. Nach 3stündigem Erhitzen  auf 150-160  C wurde der Kolben in einem Eisbad  gründlich gekühlt und sein Inhalt mit 1 Liter kaltem  Wasser behandelt. Das Produkt wurde mit Äther  extrahiert, und der Auszug wurde mit Wasser gewa  schen und über Natriumsulfat getrocknet.

   Nach Ent  fernung des Äthers auf dem Dampfbad wurde das      verbleibende     5-Chlor-anilin-2,4-disulfonylchlorid    aus       Benzol-Hexan    umkristallisiert, Schmelzpunkt 130  bis l32  C.  



  <I>Beispiel 2</I>  15,2 g     o-Chlor-acetanilid    wurden     portionenweise     bei Zimmertemperatur zu 120     cm3        Chlorsulfonsäure     gegeben, worauf man     innert    1 Stunde     portionenweise     100g     Natriumchlorid    zusetzte. Das Gemisch wurde  in einem Ölbad innert     i/2    Stunde     allmählich    auf  150  C erhitzt und dann während 2 Stunden bei die  ser Temperatur gehalten.

   Nach kräftigem Abkühlen  in einem Eisbad wurde das Reaktionsgemisch mit  500 cm?, Eiswasser versetzt, worauf man das Pro  dukt in Äther aufnahm, mit Wasser wusch und über       Natriumsulfat    trocknete. Durch Abdampfen des  Äthers auf dem Dampfbad wurde das verbleibende       Disulfonylchlorid    isoliert.  



  <I>Beispiel 3</I>  86 g (0,5     Mol)        m-Brom-anilin    wurden innert 1  Stunde     tropfweise    zu 375     cm3        Chlorsulfonsäure    -ge  geben, welche in einem Eisbad gekühlt war. Darauf  setzte man     innert    2 Stunden     portionenweise    350 g       Natriumchlorid    zu und erhitzte das Gemisch wäh  rend 3 Stunden in einem Ölbad auf 150  C. Nach  kräftigem Abkühlen in einem Eisbad wurde das Re  aktionsgemisch mit 1 Liter Eiswasser behandelt.  Das Produkt wurde in Äther aufgenommen, mit  Wasser gewaschen und getrocknet und der Äther  alsdann auf dem Dampfbad entfernt.  



  <I>Beispiel 4</I>  Indem man das in Beispiel 3 verwendete       m-Brom-änilin    durch eine     äquimolare    Menge  5 -     Amino    - 2 - chlor -     benzolsulfonsäure    ersetzte und  sonst im wesentlichen gleich vorging wie in Beispiel  3, erhielt man     4-Chlor-anilin-2,5-disulfonylchlorid.     <I>Beispiel S</I>  Man gab innert 30 Minuten unter Rühren tropf  weise 150     cm3        Chlorsulfonsäure    zu 24,6 g (0,2     Mol)

       in einem Eisbad befindlichem     m-Anisidin.    Nach Be  endigung der     Chlorsulfonsäurezugabe    setzte man    innert einer Stunde     portionenweise    140 g Natrium  chlorid zu. Das Gemisch wurde 2 Stunden lang auf  dem Dampfbad und anschliessend 3 Stunden lang in  einem Ölbad bei 150-160 C erhitzt, darauf in  einem Eisbad gut abgekühlt und mit 500     cm3    Eis  wasser behandelt. Man nahm das Produkt in Äther  auf, wusch es mit Wasser, trocknete und dampfte  das Lösungsmittel auf dem     Dampfbad    ab.  



  <I>Beispiel 6</I>  Indem man das in Beispiel 1 verwendete     in-          Chloranilin    durch eine     äquimolare    Menge     m-Fluor-          anilin    ersetzte und sonst im wesentlichen gleich  vorging, wie im Beispiel 1 beschrieben, erhielt man       5-Fluor-anilin-2,4-disulfonylchlorid.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Derivaten des Anilins der Formel EMI0002.0041 dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung von der Formel EMI0002.0042 wobei in den beiden Formeln R Wasserstoff oder eine Sulfonsäuregruppe, R1 Wasserstoff, Halogen, eine Aminogruppe oder ein niedriges Alkyl- oder Alkoxyradikal und R" Wasserstoff oder ein niedriges Alkylradikal bedeutet, in Gegenwart eines Alkali halogenids mit Chlorsulfonsäure behandelt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man m-Chlor-anilin in Gegenwart von Natriumchlorid mit Chlorsulfonsäure behandelt zur Bildung von 5-Chlor-anilin-2,4-disulfonylchlorid.
CH337545D 1956-05-02 1957-05-02 Verfahren zur Herstellung von zwei CISO2-Gruppen aufweisenden Derivaten des Anilins CH337545A (de)

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